Das gute Ende einer grausamen Saison

32. Spieltag, Abpfiff im Stadion von Bayer Leverkusen. Die Roten haben gegen die Werkself, die sich nun auch beim Patentamt so nennt, mit 0:3 verloren. Die Laune in Hannover ist dort, wo 96 bereits seit geraumer Zeit steht: Im Keller. Denn die Partie beim neuen Meister in München eine Woche zuvor wurde gar mit 0:7 verloren. Slomka will gute Ansätze gesehen haben und ist damit mehr oder weniger alleine.

33. Spieltag: Nicht immer hat die Masse recht. Und vor allem nicht die HAZ. Redakteur Purbs echauffiert sich im Vorfeld der Partie gegen Gladbach, dass Slomka nicht mit den Journalisten redet und dass die Spieler irgendwelche Spaß-Spielchen machen. Total unprofessionell findet Purbs dieses Verhalten. So richtig verkehrt kann es aber nicht gewesen sein, denn 96 schießt die Borussia mit 6:1 ab. Bemerkenswert: Jeder Treffer wurde von einem anderen Spieler erzielt. Noch bemerkenswerte: Einer der sechs Spieler ist Mike Hanke.

Die Ausgangssituation vor dem finalen Show-Down in Bochum ist zwar nicht komfortabel, aber zumindest gut. Ein Sieg im Ruhrstadion und die Klasse wird gehalten. Selbst ein Unentschieden langt, sofern der Glubb ebenfalls nicht gewinnt.

34. Spieltag: Rund 10.000 Rote entern das Stadion des VfL Bochum und machen das letzte Saisonspiel zu einem Heimspiel für Hannover 96. Ohrenbetäubende Stimmung. Und Hilflose Bochumer. Bruggink (9.), Hanke (23.) und Pinto (45.) machen schon vor der Halbzeit alles klar. Der Rest ist Hass und Frust in blau und ausgelassene Freude in rot. Wehmut gibt es nur kurz, dafür aber umso intensiver, als die Mannschaft ein Banner mit der Aufschrift „Robert – R.I.P“ trägt.

Endlich ist dieses beschissene Fußball-Jahr mit seinem traurigen Höhepunkt im Winter vorbei.

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