UEFA EUROPA LEAGUE 2011-2012 Club Brügge

In der Überschrift steht es ja. Unsere geliebte Mannschaft hat die Qualifikation gegen Sevilla atemberaubend gemeistert. Die Gruppenphase überstanden und dabei tolle Spiele abgeliefert. Und nun stand also die Zwischenrunde gegen Brügge an. Zuerst im Niedersachsenstadion.

Aber das Publikum in Hannover kann einen immer noch überraschen. Die Hütte war nicht ausverkauft! Über das warum und wieso lässt sich nur spekulieren. Falsche Jahreszeit und somit zu kalt? Unattraktiver Gegner? 21:05 Uhr Anstoß unter der Woche? Gut, vielleicht hatte auch einfach keiner Lust im Süden unter den Fans aus Belgien zu sitzen, wo die freien Sitzschalen zu sehen waren.

Dieter

Dieter zittert auf dem Weg Richtung Stadion, weil vor Ausschreitungen gewanrt wurde.

Zudem musste man ja angesichts der lokalen Presseberichterstattung im Vorfeld damit rechnen, der Weg ins Stadion wird ein Spießrutenlaufen durch prügelnde Hooligans. Weil ja die deutschen und die belgischen Fans verfeindet sein sollen. Und dann muss man ja auch in der Zeitung lesen, dass Hannover 96 ein Gewaltproblem hätte.

Das alles anders kam und die Fans aus Brügge friedlich in Hannover feierten und die Atmosphäre eines europäischen Auswärtsspiels genossen, gab die passende Antwort. Die Wasserwerfer blieben also ungenutzt.

 

Der Unterrang der Nordkurve sorgte mit einer schicken Choreographie dafür, dass alle im Stadion in die Atmosphäre eines EL-Spieles eintauchen konnten.

Und die Götter in Rot legten auch gleich richtig gut los. Schlaudraff hinter Moa und Diouf sollte für den nötigen offensiven Druck sorgen. Pogatetz zurück in der Innenverteidigung neben Eggimann, der Slomka in den Spielen davor keinen Anlass gab, Haggui nach seiner Rückkehr vom Afrika-Cup sofort einzusetzen.

 

In der ersten Hälfte läuft die Pille gut durch unsere Reihen. Allerdings wird keine der guten Chancen abgeschlossen. Kurz vor dem Pausenpfiff scheitert der für den angeschlagenen Moa eingewechselte Rausch am Ersatzkeeper von Brügge. Deren Nummer 1 von Daum nicht für die EL nominiert wurde.

In der zweiten Hälfte machten wir auch weiter Druck. Leider konnte Brügge einen Konter sauber abschließen. Zuviel Platz auf unserer rechten Abwehrseite und eine gute Flanke sorgten für den Gegentreffer per Kopf, der unhaltbar einschlug. Unsere Mannschaft ließ sich aber nicht hängen oder wirkte verunsichert. Es wurde gekämpft und auf den Ausgleich gedrückt. Auch wenn das Schiedsrichtergespann unglaublich schlecht aufgestellt war. Der Linienrichter auf der Osttribünenseite war ganz sicher besoffen. Es wurde uns ein reguläres Tor aberkannt, ein Elfmeter nicht gegeben, auch sonst war die Leistung der Unparteiischen eine einzige Katastrophe.

Aber unsere tolle Truppe lässt sich aktuell von solchen Dingen nicht von ihrem Weg abbringen. Artur Sobiech sorgt für den umjubelten Ausgleich und holt sogar den Elfmeter für den 2:1 Sieg heraus. Den Schlaudraff mit einem Heber verwandelt. Der Sieg hätte noch deutlicher ausfallen können, aber Großchancen werden nicht genutzt.

Beim Rückspiel in Brügge ist nun alles möglich. Ich traue der Mannschaft alles zu. Momentan macht es einfach nur riesigen Spaß, dieser Truppe auf dem Rasen zuzusehen. Danke Jungs!

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