Dreckskick gegen Freiburg

My dear Mister Singingclub, was war das denn, liebe Mannschaft?

Natürlich ist das Programm, dass die Roten seit Beginn der letzten Saison absolvieren nicht ohne. Und natürlich sind die Jungs irgendwann mal platt. Und natürlich darf es auch Niederlagen geben.

Aber was da am Samstag gegen den SC Freiburg passiert ist, war echt nicht mehr feierlich. Wobei – wenn das mal nur gegen Freiburg passiert wäre. Denn wenn man mal ehrlich ist: Das war ja nicht die erste Partie in dieser Saison, bei der man quasi sekündlich darauf gewartet hat, dass sich unser Trainer an den Hals greift, seine Mirko-Slomka-Maske vom Kopf reißt und auf einmal da wieder – taddaaaaa – Dieter Hecking steht.

Zum wiederholten Male gab es ganz, ganz schlimmen Fußball. Ohne Konzept. Querpass-Hannover oder Rückpass-Hannover. Wahlweise auch Fehlpass-Hannover oder Festgewurzelt-Hannover.

Wenn man es wenigstens am völlig überforderten Sarkai festmachen könnte. Dann könnte man einfach sagen: Zum Teufel jagen und zurück auf Los, aber nö: Die ganze Mannschaft spielt sich da einen ganz fiesen Mist zusammen. Sarkai wird von Stindl im Stich gelassen, Rausch von Huszti, die Stürmer von allen und alle von Ya Konan.

Eigentlich ist es erschreckend, dass wir damit immer noch auf Platz 6 stehen.

Okay, schlechte Phasen gibt es. Scheiße passiert. Was mir aber Angst macht: In der Vergangenheit lebten wir davon, dass unten auf dem Platz elf Männer standen, die bereit waren, für den anderen mit zu kämpfen, einen Schritt mehr zu laufen, wenn der andere nicht mehr konnte. Da stand eine verschworene Einheit. Und jetzt? Jetzt fangen die Jungs an, sich gegenseitig anzupflaumen. Bye bye, mannschaftliche Geschlossenheit.

Hoffentlich wird das bald wieder. Und hoffentlich hört dieses Vertrags-Kasperle-Theater bei Slomka mal bald auf, damit zumindest an der Baustelle wieder Ruhe einkehrt – so oder so.

Mann, ey!

Wenigstens geht’s am Wochenende zu einem Aufbaugegner.

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