Dosensammler (1. Liga)

Ja, ich habe mich gefreut. Auf Paderborn. Ausschlafen und Duschen. Zähneputzen und dann Frühstücken im Gehen auf der Lister Meile zum Bahnhof. Dort treffe ich Erleuchtete. Wir lösen ein Niedersachsenticket nach Nordrhein-Westfalen am Automaten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die S-Bahn teilt sich in Hameln. Währenddessen: Hohe Luftfeuchtigkeit. Wer mitten drin statt nur dabei ist, hinterlässt vormittags übelen Schweißgeruch im vorderen Zugteil. Deshalb setzen wir uns um. In Klasse 1. Endlich gute Luft und wir lernen Günther aus Löhne in Ostwestfalen kennen (der wahre Name ist uns bekannt). Er verrät uns, 72 Jahre alt zu sein. Ich schätze ihn dennoch auf 75. Er sammelt Pfand. Aber keine Pflaschen, denn diese wiegen viel und bringen kein Ertrag. Er hat sich auf Dosen spezialisiert und hortet sein Gut ebenfalls in Klasse 1.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Günther leidet partziell an Demenz, weshalb wir emphatischerweise in Paderborn aussteigen, ohne mit ihm vertiefenderweise geredet zu haben. Er wiederholt sich oft. Würde geht vor, weshalb sein Bild auch im Sinne seine Rente hier nicht auftaucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja gut. Ein Bahnhof mit Blick auf’s Finanzamt. Rechts davon das Arbeitsamt. Sehr trist. Genau wie das Spiel. Oder dieser Moritz, der Stoppelkamp. Einfach keine Klasse. Schade, Günther, das wär’s.

 

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