Hand drauf!

Mit Beginn dieser Saison hatten wir uns intern darauf geeinigt, dass wir die Spielberichte untereinander verlosen. Meine Begeisterung darüber, dass es mich mit dem Artikel über das Spiel gegen den FCB erwischen würde, hielt sich in Grenzen, da diese Top-Events einfach nur nerven. Jetzt kam Donnerstag noch der Brief dazu, über den die HAZ schrieb, dass 96 auf die Fans zugeht (anfänglich stand da auch noch was von einer Entschuldigung…). Das kann man natürlich gerne so sehen, „liebe“ HAZ. Allerdings nur, wenn man dazu schreibt, dass 96 auf die Fans zugeht, um ihnen mal wieder in die Fresse zu hauen. Dieses Mal halt mit Anlauf.

Hand drauf!

Ich will eigentlich gar nicht auf dieses Geschmiere eingehen. Zu lächerlich ist es, dass das Kind formulieren lässt: „Es sollte nicht mehr um Versäumnisse der Vergangenheit gehen.“, um bei nächstbester Gelegenheit in die Mikrofone zu diktieren, dass ja Braunschweig, Dresden und der Pyrokram schuld an allem seien. Aber hey: Es geht nicht mehr um die Versäumnisse der Vergangenheit. Zumindest nicht um die eigenen.

Hand drauf!

An vielen Stellen des Netzes kann man tolle Worte als Reaktion auf diese Scheiße, die die KGaA da verfasst hat, finden. Ich kann und will gar nicht versuchen, es besser zu machen, aber ich will mich noch ein wenig ärgern und aufregen. Über die Lakaien in der hannoverschen Medienlandschaft, die allesamt auf geschäftlicher Ebene mit Hannover 96 verstrickt sind und in der Folge ihre Objektivität einfach mal am Stadionzaun abgeben. Jeder ernstzunehmende Journalist hätte diesen jämmerlichen Brief der KGaA zerpflückt und mal ein wenig kritisch nachgefragt. Die überregionale Presse, wie z. B. die FAZ, tut es, HAZ und NP nicht. Dennoch: Ein wenig Mitleid habe ichdann doch noch für die Herren Rehberg und Co. übrig: Es muss jeden Morgen ein harter Moment sein, wenn man in den Spiegel schaut und diesen einen kleinen Augenblick lang erkennt, wie wenig man Journalismus betreibt.

Dass Ihr, KGaA, nur gleichgeschaltete Konsumenten wollt, das habe ich schon länger verstanden. Das einzig schöne an dem Brief ist, dass es immer mehr Leute verstehen.

Kind muss weg!

PS: Die Bayern gewinnen 3:1 durch zwei katastrophale und folgenreiche Fehlentscheidungen.