Ohne Schiri ha’m wir keine Chance!

Jetzt ist es dann also doch endlich passiert. Nach viel zu vielen sieglosen Spielen in Folge (16 an der Zahl), konnten unsere Roten endlich wieder einen Drei-Punkte-Erfolg einfahren. Dies zwar unter geringfügiger (hüstel…) Hilfe von Schiri Felix Zwayer, aber danach fragt demnächst eh keiner mehr. Mal ganz abgesehen davon, dass seine gestrige nicht-Leistung auch nur einen Teil der Ungerechtigkeiten der laufenden Saison ausgleichen konnte.

Aber der Reihe nach: Nach mehreren „okayen“ Leistungen ohne die angepeilte Ausbeute, trat 96 beim zukünftigen EL-Teilnehmer FC Augsburg an. Mit einem 4-4-1, bei dem die 1 wie schon beim Spiel gegen Bremen durch Briand gebildet wurde, versuchten die durch Frontzeck aufgestellten Roten, die Augsburger von Anfang an unter Druck zu setzen und zu beschäftigen. Mit Erfolg: Große Spielanteile gehörten den 96ern und gerade nennenswerte Schüsse gab es in der ersten halben Stunde eigentlich nur auf den Kasten Marwin Hitz.

Einer dieser Schüsse führte in der 24. Minute auch zum ersten Jubel im 96-Fanblock. Briand legte auf Stindl zurück und dieser schob den Ball zur verdienten Führung ein. Der Jubel sollte allerdings nicht lange wehren. Denn bereits wenige Minuten später war Sakai überflüssigerweise und gelbwürdig der Meinung, Baba am Strafraumrand von den Beinen holen zu müssen. Mit der widerlichen Arroganz eines Bayern-Bezwingers lupfte Verhaegh den fälligen Strafstoß mittig ins Tor von Elfer-Killer Zieler und markierte damit den Halbzeitstand.

Ein wenig verwundert durfte man darüber sein, dass Frontzeck Sakai daraufhin nicht umgehend vom Feld genommen hat. Vollkommen wild rannte, unkoordiniert und übermotiviert rannte dieser nämlich gestern über den Platz, sodass klar war, dass Sakai dieses Spiel eigentlich nicht beenden konnte.

Bevor es jedoch dazu kam, markierte erneut Stindl die neue Führung der Roten. Passgeber: Wieder Briand, der eine gewisse spanische Prinzessin spätestens da vergessen machte. Spannend zu beobachten war dabei, was für wundersame Dinge auf dem Feld passieren können, wenn ein Trainer die Spieler auf den Positionen spielen lässt, auf die sie gehören. Das gilt hier sowohl für Briand als auch für Stindl, der wieder auf rechts spielen durfte. Ach, und auch für Kiyotake in der Zentrale.

Dass Sakai gut 20 Minuten später noch die Ampelkarte zu sehen bekam, blieb zum Glück ohne Folgen. Zu schwach waren an diesem Tage die Augsburger. Außerdem dezimierten auch sie sich noch durch eine gelb-rote Karte für ihren Torschützen und eine rote für Bobadilla in der Nachspielzeit.

Der erste Sieg 2015 war damit endlich eingesackt – auch wenn er durch mehrere katastrophale Fehlentscheidungen des Schiris begünstigt wurde –  und nun hat 96 es am letzten Spieltag selbst in der Hand, die Ligazugehörigkeit zu sichern. Ein Sieg gegen den nächsten Bayern-Bezwinger wäre dafür sehr hilfreich.

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