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Autor : Jens
Datum : 08.08.2010
Nach verhaltener (gammliger...) erster Halbzeit zahlte sich das Mehr, was die U17 ins Spiel investierte, aus. Auf Minuten konnte ich nicht achten, da ich zwei Flöhe zu hüten hatte, die hinter der Gegengeraden im Unterholz spielten. Kurz nach der Halbzeit schenkte der Gästekeeper unseren Jungs einen 11-Meter, nachdem ein Stürmer erst geschickt wurde und dann geschickt fiel über den etwas spät panthernden Torhüter. Den Strafstoß hätte er sich anschließend fast geschnappt, der Schuss von Almir Kasumovic war aber genau flach und stramm neben den Pfosten gesetzt und damit unhaltbar.
Plötzlich, als hätten die hellgrünen aus dem Osten nur darauf gewartet, kam WOB mit gut gespielten Angriffen war unser Tor, gefühlt keine zwei Minuten nach der Führung führte einer dieser Vorstöße zum 1:1. Unser Torsteher, der gegen einen völlig freien Angreifer den ersten Schuss noch parierte, war gegen den Nachschuss machtlos. Kurz darauf war der nächste Wobber frei durch, der Keeper geschlagen und das Tor leer. Der Schuss aus Halbposition ging Gott sei Dank links am Tor vorbei.
Das 2:1 (wieder Almir Kasumovic) habe ich nur aus dem Augenwinkel sehen können, da meine U6 gerade im Begriff war, ein altes Häuschen hinter der Tribüne zu knacken, die Spielzüge im Vorfeld waren absolut sehenswert.
Wolfsburg griff weiter an, versuchte mit spielerischen Mitteln den erneuten Ausgleich zu erzielen, die (Wein-)Roten kämpften mit Einsatz und Leidenschaft zwischen 25 und 40 Metern vor dem eigenen Tor gegen jeden Angreifer (es gab diverse Karten in dieser Phase), so wirkliche Gefahr verspürte ich nicht. Zudem kam dann, ca. 10 Minuten vor dem Ende, das kuriose 3:1, welches die sichere Entscheidung war. Auf Halbrechts und fast an der Grundlinie kam ein Weinroter (Obed Scholl-Amoah) durch, gab den Ball hoch nach innen und das Leder senkte sich über den verdutzten Gästetorwart ins Netz.
Bis zum Ende wurde noch viel gewechselt, Hellgrün griff noch ein paar Mal an und 96 konterte, beide Seiten ohne letzte Konsequenz.
Der Sieg war verdient, kein Zweifel, den größten Unterschied beider Teams machte die Qualität der Torhüter aus. Insgesamt hat Stendel da einen vielversprechenden Jahrgang beisammen, mal sagen. Der Mittag hat den drei rostomännern Spaß gemacht, das könnte ich mir künftig öfter vorstellen.
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Das gute Ende einer grausamen Saison
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Autor : Daniel
Datum : 09.05.2010
32. Spieltag, Abpfiff im Stadion von Bayer Leverkusen. Die Roten haben gegen die Werkself, die sich nun auch beim Patentamt so nennt, mit 0:3 verloren. Die Laune in Hannover ist dort, wo 96 bereits seit geraumer Zeit steht: Im Keller. Denn die Partie beim neuen Meister in München eine Woche zuvor wurde gar mit 0:7 verloren. Slomka will gute Ansätze gesehen haben und ist damit mehr oder weniger alleine.
33. Spieltag: Nicht immer hat die Masse recht. Und vor allem nicht die HAZ. Redakteur Purbs echauffiert sich im Vorfeld der Partie gegen Gladbach, dass Slomka nicht mit den Journalisten redet und dass die Spieler irgendwelche Spaß-Spielchen machen. Total unprofessionell findet Purbs dieses Verhalten. So richtig verkehrt kann es aber nicht gewesen sein, denn 96 schießt die Borussia mit 6:1 ab. Bemerkenswert: Jeder Treffer wurde von einem anderen Spieler erzielt. Noch bemerkenswerte: Einer der sechs Spieler ist Mike Hanke.
Die Ausgangssituation vor dem finalen Show-Down in Bochum ist zwar nicht komfortabel, aber zumindest gut. Ein Sieg im Ruhrstadion und die Klasse wird gehalten. Selbst ein Unentschieden langt, sofern der Glubb ebenfalls nicht gewinnt.
34. Spieltag: Rund 10.000 Rote entern das Stadion des VfL Bochum und machen das letzte Saisonspiel zu einem Heimspiel für Hannover 96. Ohrenbetäubende Stimmung. Und Hilflose Bochumer. Bruggink (9.), Hanke (23.) und Pinto (45.) machen schon vor der Halbzeit alles klar. Der Rest ist Hass und Frust in blau und ausgelassene Freude in rot. Wehmut gibt es nur kurz, dafür aber umso intensiver, als die Mannschaft ein Banner mit der Aufschrift "Robert - R.I.P" trägt.
Endlich ist dieses beschissene Fußball-Jahr mit seinem traurigen Höhepunkt im Winter vorbei.
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Autor : Daniel
Datum : 15.03.2010
Der Weg, den die Roten noch zu gehen haben, ist sicherlich noch lang, steil und steinig. Aber seit dem Sieg in Freiburg und dem gegen Frankfurt ist da wenigstens wieder überhaupt ein Weg.
Bereits bei der unglücklichen Niederlage gegen Wolfsburg war zu sehen, dass die Mannschaft endlich (endlich!) begriffen hat, wie Ernst die Lage ist und dass sie auch dazu fähig ist, sich gegen den drohenden Abstieg zu stemmen. Trotz des Punktverlustes ging 96 gestärkt aus dieser Partie hinaus.
In Freiburg war spielerisch zwar nicht mehr so viel los wie gegen den amtierenden Meister aus der niedersächsischen Provinz. Dafür kehrte das Glück zurück, das man sich in den Wochen und Monaten davor nicht erarbeiten konnte oder wollte. Die Mannschaft um Ex-96er Mo Idrissou hatte mehr als genug Chancen, um die Roten endgülitg in den Zug zur zweiten Liga zu setzen. Doch sie versemmelten lieber die Bälle und schoben sie sogar ins eigene Tor, sodass das Spiel mit 2:1 für 96 endete.
Gegen Frankfurt wurde das neu gewonnene Selbstbewusstsein mit breiter Brust zur Schau getragen. Von Anfang an wurde der im Höhenflug befindlichen Eintracht klargemacht, dass sie ohne Punkte nach Hause gehen würde. Eine Situation, die insbesondere Maik Franz völlig zu überfordern schien. Es gibt - zum Glück! - wenige Spieler in der Bundesliga, die dermaßen unsportlich zu Werke gehen, nur auf Verletzungen des Gegners aus sind und im Nachhinein auch noch in die Fernsehkameras heulen, wie böse und gemein der Schiri darauf gewartet habe, um endlich ne Karte ziehen zu können.
Auch wenn die Frankfurter nach einer halben Stunde besser in die Partie kamen und den durch den immer besser werdenden Leon Andreasen erzielten Führungstreffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte ausgleichen konnten, brachen die Roten wie schon in Freiburg nicht ein. Stattdessen stemmten sie sich gegen den Druck und erarbeiteten sich den Sieg-Treffer durch den ebenfalls im Aufwind befindlichen Sergio Pinto. In der Schlussminute hätte Mike Hanke sogar noch das 3:1 markieren können. Doch ihm klebt derzeit einfach die Kacke am Hacken, dass es zum Himmel stinkt und Hanke zimmerte den Ball ins weite Rund statt ins nahe Eckige. Aber auch bei ihm wird irgendwann der Knoten platzen. Beim Rest des Teams ist er das schon. Und deshalb ist der Klassenerhalt wieder in greifbare Nähe gerückt.
Auf!
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Autor : Daniel
Datum : 13.02.2010
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Hey, was für'n Kack! Steigen wir mit Hertha ab?!
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Autor : Daniel
Datum : 16.01.2010
"Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun."
Sergio Pinto
"Ich habe nicht das Gefühl, dass wir verstanden haben worum es geht. [...]
Wir müssen uns schämen!"
Arnold Burggink
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Autor : Daniel
Datum : 14.12.2009
Sechs Tore geschossen, trotzdem 3:5 verloren. Mehr muss man nicht sagen.
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Autor : Daniel
Datum : 07.12.2009
Hannover 96 hat ein gewisses Talent dazu, Spiele gegen die Top-Teams so zu beenden, dass man vor dem Spiel das Ergebnis mit Kusshand genommen hätte und man es nach dem Spiel gar nicht fassen kann, nicht als Sieger vom Platz gegangen zu sein. So ist das 0:0 gegen Bayer 04 Leverkusen durchaus nicht als Punktgewinn zu sehen, auch wenn die Werkself die Tabelle anführt und das Torkonto der Leverkusener bewundernd bis erschreckend hoch ist.
Leider jedoch ist die Chancenauswertung unserer Stürmer derzeit ein wenig suboptimal. Doch es gibt den ein oder anderen Punkt, der den Glauben daran weckt, die letzten beiden Spiele vor der Winterpause erfolgreicher abschließen zu können.
Zum einen wäre da die Defensive zu erwähnen: 19 Gegentore sind nach 15 Spielen zu notieren. Zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison hatte es bereits zehn Mal öfter im Tor von Hannover 96 eingeschlagen. Vor allem der Innenverteidigung ist diese Verbesserung zu verdanken.
Zum anderen ist in den vergangenen Wochen eine ganz neue Spielkultur eingezogen: Früher hätte man von einem gepflegten Direktpassspiel gesprochen, heute nennt man es wohl One-Touch-Football. Und mit eben diesen wurden der Gegner am vergangenen Wochenende durchaus - und das ist keine Übertreibung - das ein oder andere Mal schwindelig gespielt.
Außerdem lichtet sich das Lazarett: Mike Hanke mag zwar bei vielen Leuten nahezu ein Grund zum Amok-Laufen zu sein. Aber als klassischer Mittelstürmer wird er in dem neuen System, in dem er sich nicht mehr den Ball am eigenen 16er holen muss, sicherlich mehr zur Geltung kommen. Und dass ein gesunder Jan Schlaudraff auch der Qualität der Mannschaft zuträglich ist, dürfte unumstritten sein.
Natürlich gibt es auch weiterhin Dinge, die es zu ändern gilt: Eine Überarbeitung des Kaders ist auf der Torhüterposition leider dringend notwendig geworden. Aber auch die alte Baustellen "Außenverteidiger" müssen noch einmal begutachtet werden. Konstantin Rausch muss einen deutlichen Sprung in seiner Entwicklung machen. Ob 96 der Verein ist, in dem er das schafft, bleibt abzuwarten. Steven Cherudolo dagegen könnte auf dem Wege der Besserung sein. Doch mittel- bis langfristig wird auch hier eine Investition als unumgänglich einzustufen sein.
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Autor : Daniel
Datum : 27.10.2009
Es war die 81. Spielminute in der Begegnung zwischen dem VfB Stuttgart und Gastgeber Hannover 96, in der das geschah, was Jens Lehmann, "den populärsten und beliebtesten Fußballer in Deutschland", sehr in Rage bringen sollte: Hannover 96, zu diesem Zeitpunkt bereits mit dem Endresultat von 1:0 in Führung, hatte den Ball ins Seitenaus gespielt, Lehmann stürmte zur Seitenlinie und bekam den Ball vom Balljungen nicht so schnell und nicht so zielgerichtet, wie er es gerne gesehen hätte.
Es war nicht das Geholze und Gebolze seiner Vorderleute, das Lehmann aufregte. Es waren nicht die teilweise kläglich vergebenen Torchancen, die ihn nervten. Es war nicht der katastrophal schlecht pfeifende Schiedsrichter mit seinen Assistenten, die die Abseitsposition beim 1:0 nicht richtig erkannt hatten, über den sich Lehmann beschwerte.
Nein, es war ein 14jähriger Balljunge.
Natürlich wurde das Spiel durch das ungeschickte Werfen des Balls durch den Balljungen um bestimmt spielentscheidenden fünf bis zehn Sekunden verzögert. Doch ist die Schuld dafür beim Balljungen zu suchen?
Man versetze sich in einen 14jährigen hinein, der etwa 160 Centimeter misst und auf den ein knapp 40jähriger mit einer Größe von 190 Centimeter hinzugestürmt kommt, um ihn etwas wegzunehmen. Wenn dieser Erwachsene dann auch noch im Wesentlichen dafür bekannt ist, mit Schuhen um sich zu werfen oder dem Gegenüber an den Nacken zu gehen, würde wohl kaum ein Balljunge einen kontrollierten Wurf in des Lehmanns Arme zustande bekommen. Man muss sich nur die bewegten Bilder der Situation ansehen, um festzustellen: Der Lütte hat sich ziemlich verjagt, als der Keeper des VfB auf ihn zugestürmt kam.
Eine Unsportlichkeit des Balljungen?
Vielleicht sollte die Lehmann lieber bei sich selbst als bei einem 14jährigen suchen. Aus den Katakomben des Stadions wurde berichtet, dass dort die Balljungen durch die Spieler des VfB verbal deutlich angegangen wurden. Zweifel daran mögen als Gerüchte zurückgewiesen werden, aber allein das, was Lehmann in die Mikrofone diktiert hat ("Jetzt gehe ich nach Hause und muss meine Kinder erziehen, damit wenigstens die korrekt werden.“ "Das ist ne Kultur hier. Mamma mia. Selbst die Balljungen sind Betrüger."), ist schon recht eindeutigt. Wenn Herr Lehmann seinen Nachwuchs zu ähnlich korrekten Menschen wie sich selbst erziehen möchte, sollte sich das zuständige Jugendamt einmal bei ihm vorstellen und nach dem Rechten sehen.
Und Jens Lehmann selbst? Der sollte sich vielleicht wirklich mal langsam überlegen, seine Handschuhe an den Nagel zu hängen - wenn er nicht einmal mehr in der Lage ist, einen lasch geworfenen Ball zu fangen.
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Autor : Daniel
Datum : 17.09.2009
... zu den Fotos
Am gestrigen Abend wurde die Partie zwischen unseren Amateuren - die man U23 nennen soll - und denen des FC St. Pauli nachgeholt. In einem furchtbar langweiligen Spiel gab es ein furchtbar langweiliges 0:0, das nicht weiter kommentiert werden soll. Ein paar Bilder gibt es in der oben verlinkten Galerie.
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... weil sie (immer noch) aus der Weser trinken!
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Autor : Daniel
Datum : 14.09.2009
Wer als 96er die Presse in den letzten Tagen vor dem Spiel verfolgt hat, konnte es nicht mehr hören und lesen: 2:21 Tore und daraus resultierende 0 Punkte gab es aus Sicht von Hannover 96 in den letzten fünf Partien in Bremen. Die schlechte Nachricht: In der nächsten Saison wird die Torstatistik genau so aussehen. Die folgerichtige gute Nachricht: Die Anzahl der Spiele und der geholten Punkte erhöht sich um eine Einheit.
Als Verkehrsmittel wurde für dieses Spiel der PKW gewählt. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es in einer fünfköpfigen Reisegruppe in Richtung Bremen. Die Stimmung war gut und trotz des Ausfalls von Robert Enke (und weiterhin viel zu vielen anderen Spielern) machte sich in mir das Gefühl breit, man könnte dieses Mal wenigstens nicht die Hucke voll bekommen. Vielleicht lag diese Hoffnung auch gerade am Ausfall von Enke, denn beim letzten Punktgewinn gegen Bremen stand ebenfalls Ersatzmann Florian Frommlowitz im Kasten.
In Bremen angekommen traf man auf den restlichen Teil des befreundeten Mobs; gemeinsam ging es dann zur Baustelle. Zu dieser sei angemerkt, dass das Stadion nach dem Umbau nicht zu den hässlichsten der Liga gehören wird, denn es entsteht keine 08/15-Schüssel sondern durchaus ein Stadion mit eigenem Charakter - und mit löblicher Photovoltaik-Anlage, die auf dem Dach und an der Fassade installiert wird. Leider wurden solche Pläne im schönsten Stadion der Liga seinerzeit nicht realisiert.
Bevor der Kick losgehen sollte, entrollten die Fisch-Fans noch schnell ein Spruchband mit der Aufschrift "Kein Fußball den Rassisten" - so uneins man doch in den sonstigen Ansichten mit den Bremern ist: Hier kann man nur voll und ganz zustimmen (auch wenn ein gewisser Enno das in seiner Erdbeerwelt wohl immer noch nicht glauben mag; aber das ist eine andere Geschichte).
Das Spiel gestaltete sich aus schwarz-weiß-grüner Sicht recht erfreulich. Es wurden nur wenige Chancen zugelassen, was sicher auch daran lag, dass seit langer, langer, langer, langer Zeit endlich mal wieder die Zweikampf-Quote zumindest ausgeglichen war und nicht zu Gunsten des Gegners ausfiel. Leider kam 96 selbst auch nicht unbedingt zu vielen eigenen Torgelegenheiten. Und die, die man hatte, wurden - zum Teil kläglich - vergeben. Damit dürfte für Trainer Andreas Bergmann auch klar sein, woran in der Zukunft gearbeitet werden muss. Spielfreude, Einsatzwille und Kampfgeist hat er der Mannschaft zumindest schon mal wiedergegeben - warum sollte nicht auch dieser Punkt noch von ihm verbessert werden können. Einzig an der offensiven Schaltzentrale wird er mit dem Optimieren sicherlich so schnell nichts: Auch gegen Bremen wurde erneut klar, dass Arnold in der Hinrunde für die Bundesliga leider zu schwach ist. Dafür wurde die Gewissheit gegeben, dass ein kranker oder den Verein verlassender Enke kein Problem für Hannover 96 sein muss: Denn ein gesunder Frommlowitz ist durchaus auch in der Lage, Punkte festzuhalten. Dass er dabei auf seinem Ziehvater geschuldete Show-Einlagen verzichtete, ist für mich übrigens auch mehr als eine Randnotiz.
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Autor : Daniel
Datum : 13.05.2009
Rückblick: In der letzten Saison ergab es sich aufgrund der Spielplan-Gestaltung, dass unsere Roten an einem Freitagabend beim Karlsruher SC antreten mussten. Eigentlich wollte ich das Spiel dort unbedingt sehen, da ich das Wildparkstadion noch nicht besucht hatte und ein Umbau zu einer neuen Arena in Karlsruhe im Gespräch war, im Rahmen dessen die Flutlichmasten hätten fallen müssen. Da ich mich als Fan dieser Beleuchtungs- (Erleuchtungs-?) Art bekenne, war die Terminierung damals für mich bitter, wollte und konnte ich den späten Anpfiff nicht vor Ort verfolgen.
Glücklicherweise stellt sich heraus, dass es in Karlsruhe zu finanziellen Problemen gekommen war, die ein Auf-Eis-Legen des Stadion-Umbaus zur Folge hatten. Somit bestand erneut die Möglichkeit für mich, ein wenig Groundhopper zu spielen. Dachte ich. Denn auch der Spielplan dieser Saison sollte sich als Arschloch herausstellen und das Spiel in Karlsruhe a) auf ein Wochenspiel und b) in meinen Prüfungszeitraum legen. Eigentlich hatte ich die Fahrt nach Baden schon innerlich gestrichen. Im einen Anflug von Wahnsinn entschloss ich mich dennoch spontan, die Ochsentour anzutreten und mich der 5-Jahre-Rote-Kurve-96-Supporters-Club Tour anzuschließen.
Was das Spiel angeht: Ich hätte lieber zu Hause bleiben sollen. Zwar wurde ein 0:2-Rückstand noch in einen 3:2-Sieg gedreht, aber was auf dem Platz geboten wurde, war unter allen Säuen, die man so finden kann. Die Karlsruher legten, angestachelt durch ihre Fans, die die Hoffnung auf einen Klassenerhalt noch nicht aufgegeben hatten, mit Volldampf los und nahmen insbesondere einen Herrn Pinto auf der rechten Abwehrseite gehörig auseinander.
Erst die Herausnahme von Schlaudraff für Patrick Hermann und die damit verbundene Umstellung in Abwehr und Mittelfeld konnte die Ordnung auf 96-Seite wieder einigermaßen herstellen. Dennoch: Ein nicht-Absteiger hätte 96 gestern so richtig vermöbelt. Aber wenn man unten drin steht und einen Miller im Tor stehen hat, kassiert man zwei ganz blöde Treffer, die den Gegner zurück ins Spiel und ihm letztlich sogar den unverdienten (ein reguläres Tor wurde dem KSC nicht gegeben) Sieg durch ein extrem lässiges und abgewichstes Tor von Hanno Balitsch bringen. Ich gehöre bekanntermaßen zu den Baltisch-Gegnern. Gestern jedoch zeigte er endlich einmal eine Leistung, die zu seiner oft ziemlich großen Klappe passte - und die den Schmierfinken der Bild hoffentlich selbige bis auf weiteres stopft.
Aber zurück zum Stadion. Der Gästeblock im Wildparkstadion ist bekanntlich nicht überdacht und natürlich musste es ausgerechnet bei diesem Spiel der Roten zu Gewitter und Starkregen kommen. So schön ich alte Stadien finde und so sehr ich den klinisch-reinen Arena-Wahn ablehne: Gestern habe ich mich schon nach dem Komfort der neuen Spielstätten gesehnt. Entschädigt für nasse Klamotten und furchtbares Spiel wurde ich dann aber durch die Flutlichmasten des Wildparkstadions. Vielen Dank dabei auch noch an den KSC-Fanblock, der aus Frust über den Abstieg in einer Scheiß-Egal-Stimmung das ein oder andere Bengalo abfackelte und so das Stadion in einen schönen, fotogerechten Rauch tauchte.
PS: Fußballfans sind alles Idioten. In einen Bus kotzen und sich dann jammernd beschweren, dass man sich die Reinigung als armer, armer Student nicht leisten kann, ist schon arg peinlich. Von den anderen Schwachsinnigkeiten, die leider nicht mit einer Wegheftung der betreffenden Pissnelken und deren Abholung durch Mutti bei der Polizei in Hintertupfingen bestraft wurde, mal ganz zu schweigen.
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Das hat zwar jetzt erst einmal nicht so viel mit Fussball oder Hannover 96 zu tun ...
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Autor : Sven
Datum : 07.04.2009
... aber hat jemand am letzten Sonntag den Boxkampf gesehen?
Vollkommen verrückt ... wir befinden uns etwa in der 10ten Runde, viel Hauerei gab es bisher nicht zu sehen.
Der Favorit liegt nach Punkten knapp vorne, aber auf einmal schlägt der Herausforder zu.
Er hat die Schlagzahl nur etwas erhöht, wurde frecher und mit einer schönen Finte hat er vollkommen überraschend und als Linksausleger die rechte Faust gekonnt ins Ziel gebracht.
Da wankt der Favorit, jetzt ist er angeschlagen.
Dabei war er sowieso schon lange außer Form und hatte zahlreiche Schaukämpfe gegen zweitklassige Boxer verloren.
Probleme mit dem Gewicht munkelt man. In der eigenen Halle, vor eigenem Publikum, hat er zuletzt auch versagt und sogar in diesem Aufbaukampf (gegen einen Gegner aus der tieferen Gewichtsklasse) bekommt er nicht viel auf die Reihe.
Nur einen einzigen Treffer hat er bisher landen können. Die Schläge verfehlten sonst ihr Ziel, in der Runde zuvor hatte der Herausforderer sogar eine Gerade zum Kopf noch hervorragend und spektakulär abgewehrt. Das gibt Selbstbewusstein, der Favorit hadert mit sich selbst. Die Zuschauer sind ebenfalls unzufrieden.
Da ertönt der Gong. Nur noch die letzten beiden Runden stehen an.
Aus der Ecke hört man den Trainer des Herausforderers in den schwarz-roten Farben, wie er seinem Schützling empfiehlt, ab jetzt nur noch die Deckung hochzunehmen und das Unentschieden über die letzten beiden Runden zu bringen.
Er selbst solle nicht mehr hauen. Dadurch wäre er zu offen, das sei zu gefährlich.
Unverständnis bei allen Zuschauern und Experten. Einer sagt:
"Da kann er doch gleich das Handtuch werfen"
Die letzten beiden Runden beginnen. Der Herausforderer steht tänzelnd in der Ringmitte und hält die Hände vor das Gesicht ...
... kurz darauf setzt es für ihn drei Leberhaken und er liegt am Boden.
Das Ergebnis sieht man oben und das der Kollege ein albanischstämmiger Faustkämpfer ist, hat mal so gar nix mit Altin Lala oder dem Spiel der Roten bei den Fischen zu tun.
:-/
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Autor : Daniel
Datum : 05.04.2009
Danke für zwei Gegentreffer, Altin. Danke für Altin, Dieter. Dieter, geh weg.
Schnauze ernsthaft voll...
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Rangnickscher Zauberfußball
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Autor : Daniel
Datum : 22.03.2009
Irgendwo im Nirgendwo von Baden-Württemberg ist es beheimatet. Das Projekt. Die TSG Hoffenheim. 1899. Und die Notbremse lud zur Jubiläums-Tour.
Um 7:30 Uhr startete unser Bus am ZOB der schönsten Stadt der Welt Richtung Sinsheim. Nach gut sechs Stunden Fahrtzeit wurde eben dieses Kaff erreicht. Das örtliche Stadion darf durchaus als kleines Schmuckstück bezeichnet werden. Schön steil, nettes Personal, relativ gutes Essen (leider bleifreies Bier - und dann auch noch Bitburger), einzig das installierte Publikum lässt zu wünschen übrig, denn Stimmung kommt dort wahrlich nur auf, wenn Stadionbeschallungsanlage und Stadionsprecher dazu auffordern. Dann wird fröhlich "Hoffe, Hoffe, Superhoffe" geträlltert und mit dem Einheitsschal gewedelt. Dem Projekt wird ja allseits ein Retorten-Image unterstellt. Schade, dass es von vorne bis hinten erfüllt wurde.
Hopp redet gerne davon, die TSG Hoffenheim repräsentiere die Zukunft des Fußballs. Es ist zu hoffen, dass dem nicht so ist, denn ein solch emotionsloses Produkt kennen Fußballfans ansonsten sicher nur, wenn sie mit der Software von SAP arbeiten.
Das Spiel endete mit 2:2, wobei ein Sieg für Rot durchaus möglich gewesen wäre. Sicherlich ist festzuhalten, dass das Projekt arg ersatzgeschwächt spielen musste und die Torjäger allesamt ihre Wunden lecken. Dennoch dürfte eine Sache auch so klar geworden sein:
Den Fußball der Zukunft bietet diese Mannschaft nicht.
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Autor : Daniel
Datum : 02.11.2008
Mit 3:0 wurde also gestern ein gewisser Verein von der Elbe weggefiedelt. Und das nicht trotz der vielen Verletzten auf Seiten von Hannover 96, sondern gerade wegen ihnen.
Denn durch den Ausfall der kompletten Innenverteidigung war Trainer Dieter Hecking dazu gezwungen, umzubauen. Hanno Balitsch, bei dem zwar immer das Kämpferherz gelobt, aber die fußballerische Limitiertheit übersehen wird, musste bereits bei der 0:3-Niederlage in Berlin in der Manndeckung aushelfen (und tat das richtig schlecht!). Gegen den hsv fiel auch noch Vinicius aus und Christian Schulz war gezwungen, seien Position zu übernehmen.
Damit waren also zwei defensive Mittelfeldspieler in der Abwehr aufgestellt und so blieben lediglich Altin Lala und Bastian Schulz (der aber durchaus auch Qualitäten nach vorne besitzt) als defensive Spieler für das Überbrückungselement zwischen Verteidigung und Sturm übrig. Das übrige Mittelfeld rekrutierte sich zu Spielbeginn aus Stajner, Schlaudraff und Huszti - und damit aus drei offensiven Spielern, die bei anderen Vereinen vermutlich als Stürmer geführt werden würden. Als solcher war gestern erneut Mikael Forsell eingesetzt.
Was ist nun die Folge davon, wenn man offensive Spieler einsetzt? Richtig - man spielt offensiver. Und prompt gerät der Gegner unter Druck. Und prompt ergeben sich Torchancen. Und prompt fallen Tore. Und prompt gibt es einen Dreier.
Im Übrigen war das der erste Sieg gegen Hamburg unter Dieter Hecking. Ansonsten gab es bis jetzt drei Unentschieden und eine Niederlage. Was unterm Strich die schlechteste Bilanz eines 96-Trainers gegen diesen Gegner bedeutet:
| Trainer | Spiele gegen Hamburg | Punkteschnitt |
| Neururer | 1 | 3 |
| Lienen | 3 | 2,33 |
| Rangnick | 4 | 1,75 |
| Hecking | 5 | 1,2 |
Zu hoffen bleibt, dass Hecking seine Konsequenzen aus dem Spiel zieht und endlich einen Zusammenhang zwischen Aufstellung und Taktik auf der einen und Attraktivität, Torchancen und Punkten auf der anderen Seite sieht. Denn ansonsten müsste man sich verletzte Spieler bei 96 wünschen und das ist irgendwie auch nicht das gelbe vom Ei.
Der Kader jedenfalls gibt solche Spiele wie gestern her, auch wenn alle Spieler fit sind. Die meisten von uns, das stellte Björn gestern nach dem Kick ganz treffend fest, dürften mit solchen Auftritten nach den Verpflichtungen in der Sommerpause als Regelfall gerechnet haben. Nicht ganz zu unrecht, wie ich finde - die Erwartungen wurden auch durch Aussagen der sportlichen Leitung klar und deutlich geweckt.
Einen Kommentar zu diesem dämlichen Hamburg-Hannover-Kram kann ich mir natürlich nicht verkneifen. Es ist ja wirklich schön, wenn es freundschaftliche Verbindungen zwischen den Ultra-Gruppen der Vereine gibt. Ganz ernsthaft: Habt Spaß miteinander!
Nur sei die Frage erlaubt, was die Farben des Gegners während des Spiels in unserer Kurve zu suchen haben! Wenn sich gegen Bayern irgendwelche Kiddies im Klose-Trikot in die Nordkurve verirren, wird deswegen - zu Recht! - ein riesiges Trara veranstaltet. Aber selbst ne schwarz-weiß-blaue Fahne schwenken - das passt doch hinten und vorne nicht. Mal abgesehen davon, dass die Pfiffe der Elbstädter bei unserer Aufstellung nicht zu überhören waren und wieder einmal der Beweis angetreten wurde, wie diese Freundschaft in der breiten Masse gewichtet ist: Der durchschnittliche Hamburger findet uns - Gott sei's gedankt - weiterhin doof. Nur die dumpfe hannoversche Masse schreit Sachen mit, mit denen sie vermutlich in den seltensten Fällen etwas zu tun hat.
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Lecker Fohlenfleisch vernascht
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Auferstanden aus Ruinen: 5:1-Sieg gegen die Borussia
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Autor : Daniel
Datum : 15.09.2008
Nach Siegen, wenn sie dann auch noch so deutlich waren, wie gestern das 5:1 gegen Gladbach, ist es ja immer besonders einfach, ein paar Zeilen zum Spiel zu schreiben. Alles war gut, alles wird gut und überhaupt.
Trotzdem: Auch das Negative sollte man bei aller Euphorie nicht vernachlässigen. Insbesondere vier Punkte sollten Erwähnung finden.
1. Arnold Bruggink
Keine Frage: Wenn man ihm Räume lässt, dann kann er ein Spiel sehr gut gestalten und tolle Pässe spielen. Aber wehe, der Gegner steht eng am Mann. Dann sind Fehlpässe leider genauso vorprogrammiert wie verlorene Zweikämpfe. Von der Tatsache, dass man einem Pass entgegenkommen sollte, wollen wir lieber erst gar nicht großartig sprechen. Aber von dieser Krankheit ist eh die halbe Mannschaft betroffen.
2. Die Chancenverwertung
Fünf Treffer gab es zwar gestern auf der richtigen Seite zu verbuchen, trotzdem war die Ausbeute (wieder einmal) bescheiden. Bleibt zu hoffen, dass das Spiel gestern das nötige Aha-Erlebnis war, um den berühmten Knoten zu zerschlagen.
3. Michael Tarnat - und die Folgen
Jajaja... Tarnat hat gestern wieder nicht spielen können. Er ist halt langzeitverletzt. Das Problem an der Sache ist, dass man für Ersatz nicht gesorgt hat und der Trainerstab es weiterhin für sinnvoll erachtet, Christian Schulz als linken Außenverteidiger spielen zu lassen. Dort ist er aber leider vergeudet, im Mittelfeld ist er deutlich wertvoller, und außerdem ist er mehr als überfordert. Schulle ist einfach nicht für diese Position geschaffen. Als er verletzt ausgewechselt werden musste (gute Besserung an dieser Stelle) und Vinicius seine Rolle übernahm, war die Abwehr gleich deutlich stabiler. Was wären Lösungen des Problems? a) Tarnat könnte wieder gesund werden und die Position endlich wieder übernehmen. Nur: Das Risiko eines neuen Ausfalls bleibt bestehen. Vielleicht gibt er alsbald Hecking und Hochstätter das Zeichen, dass es nicht mehr geht und auch nicht mehr gehen wird... b) Konstantin Rausch könnte auf der Position eingesetzt werden. Das ist jetzt nicht der allgegenwärtige Schrei nach mehr Jugendspielern, sondern die Frage, ob ein gelernter, wenn auch unerfahrener Abwehrspieler auf der Position nicht besser wäre, als ein Mittelfeldspieler mit Offensivqualitäten. c) Trainer und Manager müssen einsehen, dass in der nächsten Transferphase unbedingt Ersatz für Tarnat geholt werden muss - unabhängig davon, ob dieser bis dahin wieder einsatzbereit ist.
4. Die Zweikämpfe
Solange mehr Zweikämpfe verloren als gewonnen werden, wird 96 bei jedem Spiel arge Probleme bekommen können. Was stärkere Gegner als Gladbach machen, wenn man ihnen die Zweikämpfe überlässt, haben Stuttgart und Schalke gezeigt.
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... in Deutschland bekannt als "Grüne Leuchte" oder "Grüne Laterne", war der Superheld meiner Kindheit und mutierte inzwischen zur "Roten Leuchte" ... warum das so ist, muss ich jetzt wohl nicht lange erklären.
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"Rote Leuchte" ... "Rote Laternen" gibt's unter www.hannover96.de
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Autor : Sven
Datum : 17.08.2008
Die Rote Leuchte bezieht, analog zur grünen Leuchte, ihre Kraft aus einem Ring, der alle 24 Stunden an einer Zentralbatterie aufgeladen werden muss.
Ein Trupp anderer roter Leuchten war neben der Roten Erleuchtung gestern auf Schalke zu Gast und hatte den Zeitpunkt für das Aufladen wohl deutlich überschritten, weswegen man sie nunmehr nur noch "Rote Laternen" nennen darf.
Nach wenigen Minuten Spielzeit stand gestern fest, daß es für den zunächst recht schüchternen und zehnjährigen Schalkefan Florian auf dem Sitzplatz hinter uns ein toller Tag werden und er als Lektion an diesem Tage lernen würde, daß seine blöden blauen Schlümpfe in der Lage sind, unsere roten Superhelden ruckzuck unter die Grasnarbe zu stampfen.
Gemeinsam mit seinem Vater saß Schlumpffreund Florian in unserem Rücken und wünschte uns ganz fair ein gutes Spiel, denn die Abordnung der Roten Erleuchtung war gerade noch rechtzeitig zum Anpfiff angekommen.
In Dortmund hatte man, spät dran aber kurzentschlossen, ein Großraumtaxi geordert. Nach kurzem Feilschen um den Fahrpreis war klar, der Fahrer verdient sich sein Trinkgeld und wir gelangen für recht kleines Geld nach Gelsenkirchen.
Noch ein kleines Stück querfeldein, um dann leicht angeschrammt die Sitzplätze über dem Gästeblock zu erreichen.
Kaum Platz genommen war das Spiel schon vorbei und Schlaubischlumpf Florian bedeutete uns, daß es noch besser käme ... also schlechter für uns.
Er sollte Recht behalten.
Nachdem der Nutella-Schlumpf Kevin (warum Nutella und nicht Nusspli? .... hihi!) uns dann auch nochmal angeschmiert hatte, durften wir das blaue Stadion verlassen. Nicht ohne uns noch freundlich von Florian zu verabschieden, der uns ebenso wohlerzogen eine gute Heimfahrt wünschte.
Nun ja, was darauf folgte, war eine unermesslich anstrengende und lange Rückfahrt in engen Bussen und Zugabteilen. Das war uns auf dem Hinweg noch gar nicht aufgefallen, das Zugabteile so klein sind.
Uns selbst fällt es leicht wieder aufzuladen, es bleibt nur zu hoffen, daß die anderen Laternenkrampen den Weg zur Zentralbatterie finden, während sie bis zum kommenden Freitag ihre roten Laternen hoch in den Ligahimmel heben.
Ohne das Spiel selbst und der unter dem Eindruck des Spiels stehenden Rückfahrt, könnte man sagen ...
... wat 'ne geile Auswärtsfahrt.
Alleine das Catering der beiden größten Leuchten war weltklasse. Großes Lob dafür, den kläglichen Rest des Tages streiche ich aus meiner Erinnerung.
Ich hatte eh das Gefühl in einer Zeitschleife gefangen zu sein, bei den Schlümpfen habe ich noch nie was mitnehmen können ... außer blaue Flecken.
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Autor : Daniel
Datum : 11.08.2008
Während der gemeine 96-Fan am vergangenen Wochenende nach Halle/Saale gefahren ist, um sich von den ortsansässigen Fußball-Anhängern liebevoll mit Geschenken der besonderen Art eindecken zu lassen, sah meine Urlaubsplanung es vor, einen Kurztripp nach Wien zu unternehmen. Eigentlich war der Besuch eines Fußball-Spiels nicht angedacht, am Sonntag jedoch überkam es mich dann schließlich doch und ein kleiner Blick ins Internet zeigte, dass Austria Wien - immerhin 23facher österreichischer Meister - ein Heimspiel gegen den SV Austria Salzburg, der mittlerweile unter anderem Titel firmiert, bestreiten würde. Die Partie klang vielversprechend und so wurde eine Karte organisiert.
Das Stadion der Austria befindet sich derzeit in einer Umbau-Phase. Die Süd-Tribüne des knapp 12.000 Zuschauer fassenden Horr-Stadions wird neu errichtet und wird zukünftig als erste einen Oberrang haben. Die Gästefans, die eigentlich dort untergebracht sind, werden im Augenblick auf die Südtribüne verfrachtet. Etwa 150 Salzburger hatten somit eine Position im Stadion, die mit der des Gästeblocks in Mainz vergleichbar ist. Auf der Westtribüne ist schließlich der Heimsektor untergebracht, in dem die Fans der Violetten für eine ansprechende Stimmung sorgen, die durch das kleine Stadion mit den niedrigen Dächern gut durch das gesamte Viereck schwappt. Insgesamt 8.334 Zuschauer sahen die Partie, trotz diverser freier Plätze meldete der Stadionsprecher es als ausverkauft.
Das Spiel als solches hatte zwar eine schöne Dramaturgie - Austria gewann nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2, wobei der letzte Treffer erst kurz vor Abpfiff fiel -, bewegte sich aber gerade in der ersten Halbzeit fußballerisch auf keinem besonders hohen Level. Während die Defensive der Veilchen maximal auf Zweitliga-Niveau agierte, scheiterte der Sturm der Salzburger all zu oft am eigenen Unvermögen. Nach dem Pausentee wurden die Rollen konsequent getauscht, Salzburg lies mehr und mehr Chancen zu und Wien scheiterte immer wieder kläglich vorm gegnerischen Gehäuse. Dies wurde übrigens von Ex-96er Timo Ochs gehütet, den es inzwischen nach Österreich verschlagen hat, was durchaus auch Rückschlüsse auf den Fußball in der Alpen-Republik zulässt.
Fußball sieht in Österreich noch so aus, wie vor über zehn Jahren in Deutschland: Im Angriff rückt die Verteidigung nicht wirklich mit auf, in der Defensive bleiben mindestens zwei Stürmer wie angewurzelt in des Gegners Hälfte stehen und sorgen so für viel Freiraum. Das sorgt zwar für ein munteres Spielchen mit vielen Chancen (die wie gesagt in der Regel kläglich vergeben werden), hat aber mit modernen Fußball wenig bis gar nichts zu tun.
Erwähnenswert ist noch das Umfeld neben dem Platz. In Wien steht in zwei Wochen das Stadtderby an und es scheint, als sei in diesem wirklich noch ordentlich Feuer. Die Ultras der Austria verteilten fleißig Flyer, in denen zu einem gemeinsamen Marsch zum Spiel aufgerufen wird. So weit, so normal. Dass aber auch die Offiziellen der Austria dieses Spiel so mitspielen, ist für den deutschen Fußball-Fan sicher mit einer gehörigen Portion Wehmut zu sehen. Vor dem Spiel und in der Halbzeit verkündete der Stadionsprecher mehrfach den Treffpunkt und die entsprechende Uhrzeit für den gemeinsamen Abmarsch. Außerdem liefen die Auswechselspieler in der Halbzeit mit einem Banner über das Spielfeld, auf dem die entsprechenden Daten standen. Hinzu kam, dass der Stadionsprecher dabei keineswegs vom Spiel gegen Rapid Wien, sondern vom Match gegen die Hütteldorfer sprach. Gefühlt war das für mich als Außenstehenden in etwa so, als ob der immer gut gelaunte Antenne-Hampelmann im Niedersachsenstadion dazu aufrufen würde, gemeinsam den Messeparkplatz Ost zu stürmen.
Aber nicht alles bewegt sich in Wien auf diesem archaischen Niveau. Es gibt auch die Seite, für die der österreichische Fußball eben auch unter anderem durch den Salzburger Verein bekannt ist: Viel Werbung auf den Trikots, Popcorn und Chips-Tüten als Snack für zwischendurch, Cheerleader und digitale Werbebanden. In der tipp3 Bundesliga powered by t-Mobile (oder so) ist der moderne Fußball schon sehr, sehr weit fortgeschritten - wenn auch nur neben dem Platz.
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Hin. Und ganz schnell wieder weg!
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Autor : Daniel
Datum : 11.05.2008
Gestern stand sie also an: Die letzte Auswärtsfahrt der Saison 2007/2008. Nach Bremen zu den heißgeliebten Fischen sollte es gehen und so traf man sich um 10 Uhr unterm Schwanz um in die Hansestadt an der Weser zu fahren. Spätere Züge dabei wurden konsequent ignoriert, um entspannt ohne den Mob anreisen zu können.
In Bremen angekommen, stand die Entscheidung an, ob man einer Kneipe, mit der die Gruppe Pressler gute Erfahrungen gemacht hatte, besuchen sollte oder ob bei königlichem Wetter nicht die Deiche an der Weser die bessere Entscheidung wären. Was sie natürlich waren, schließlich wurde es Zeit für den ersten Sonnenbrand des Jahres!
Da bekannt war, wann der große Pöbel ankommen sollte, wussten wir entsprechend auch, wann wir im Stadion zu sein hatten, um bei den - in Bremen traditionell nervigen - Einlasskontrollen nicht all zu viel Zeit zu vergeuden. Die waren in diesem Jahr übrigens sehr abhängig vom jeweiligen Ordner. Während einige Leute in wenigen Sekunden ins Stadion gelangten, war ich schon froh, dass zumindest die Körperöffnungen nicht inspiziert wurden. Selbst die Sonnenbrille musste ich absetzen und außerdem erklären, wer der Mann auf meinem T-Shirt sei ("Jiri Stajner. Ist ein Spieler von uns. Steht aber auch auf dem T-Shirt drauf, ne?"). Aber gut, der durchschnittliche Ordner rangiert nun mal in eeinem Evolutionsranking nicht unbedingt unter den Top10, sondern ist vielmehr zwischen Pantoffeltierchen und Borkenkäfer einzusortieren.
Im Block selbst wurde dann mal wieder festgestellt, dass die Stehplätze im Weserstadion auch weiterhin nicht besonders toll sind. Ist halt kein WM-Stadion. Dafür hat es wenigstens noch einen echten Namen.
Die nächsten 105 Minuten kann nicht leider nicht schildern. Mir ist, als hätten sie nicht stattgefunden...
Die Rückfahrt war dann wieder dafür gut, unsere Laune zurück auf den Höhepunkt zu bringen. Neben uns im Zug saß ein Vierergrüppchen Hannoveraner Marke Zahnarztsöhnchen vom KWRG. Ausgestattet mit Trikot und Schal, wie sich das für echte Fans schließlich gehört. Was das Orange in den Trikots zu suchen hat, konnten uns diese eingefleischten Vollzeit-Fans leider nicht erklären. Genauso wenig hatten sie eine Antwort auf die Frage parat, warum denn der Werder-Schal nun zur Hälfte blau-weiß sei. Insofern dürfen wir wohl weiter rätseln, ob die Fische nun eine Fan-Freundschaft mit dem kleinen hsv oder mit Schalke haben...
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... wir scheißen euch zu!
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Autor : Daniel
Datum : 10.02.2008
Fassen wir es kurz zusammen:
1. 96 hatte in diesem Spiel eigentlich keine Punkte verdient.
2. Cottbus hätte uns gestern acht Dinger eingeschenkt.
3. Trotzdem hätte man als Sieger vom Platz gehen müssen, denn wenn Pfeife Kirchner in der Situation auf Foul entscheidet, muss er - wenn seine Entscheidungen konsistent sein sollen - zukünftig jede Ecke abpfeifen.
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Es gibt schlechte Spiele, es gibt durchschnittliche Spiele, es gibt Spitzenspiele - Und es gibt fantastische Duelle, wie man sie nur selten erlebt.
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Das furiose 4:3 gegen die Hansestadt in Worten gefasst.
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Autor : Markus
Datum : 11.12.2007
Vor 35 Jahren...
...war ein gebürtiger Herbert Frahm Bundeskanzler der Bundesrepublik, besser bekannt unter seinem späteren Namen Willy Brandt. Die Amis stapften zum vorerst letzten Male mit dem Apollo-Programm auf dem Mondboden herum. In München waren die olympischen Sommerspiele. Und vor 35 Jahren wurde das letzte Mal Werder Bremen daheim in einer Bundesligapartie mit einer Niederlage nach Hause geschickt. Es wurde also mal wieder Zeit!
Vor allem nach dem Wiederaufstieg 2002 gab es als 96-Fan wahrlich wenig zu jubeln, war es gegen den Club von der Weser eigentlich immer so: Antreten, Klatsche abholen, Abpfiff. Egal wie man spielte, es gab immer böse eins auf den Hintern. Und auch diese Saison hatte man sich, was die "großen" Vereine betraf, noch nicht mit Ruhm bekleckert.
Trotzdem oder grade deswegen war dieses Mal vor dem Nord-Klassiker ein besonderes Gefühl in der Luft. Einen "Großen" schlagen. Jetzt! Mit einem 3:0 4-Minuten-3er aus Rostock im Rücken machte man sich doch irgendwie erwartungsvoll auf den Weg und fuhr in Richtung Stadion. Wobei "fuhr" eher charmant übertrieben war. Man stand eher. Mir schien, dass ganz Hannover auf der Straße unterwegs war. Da wo die Straßen frei waren, sprangen vorsorglich die Ampeln auf Rot. Könnte ja sein, dass man diee zulässige Höchstgeschwindigkeit erreichen würde. Tolle Wurst! Eigentlich wollte man sich mit Notbremse-Klaas treffen und die Stajner-Shirts abholen. Man war aber grade mal zum Anpfiff da und konnte das natürlich knicken.
Plätze waren eingenommen und zum Anpfiff gabs spektakuläres zum Hinrundenabschluß: Eine schwarz-weiß-grüne Choreo die die gesamte Kurve einschloß. "Schwarz-Weiß-Grün sind unsere Farben" "Schwarz-Weiß-Grün die ganze Stadt". Das errinnerte an den "Hardware"-Klassiker "Schwarz-weiß-Grün hängt vom Balkon" zum DFB-Pokalknaller 1992. Das einzige was wieder nervte waren mal wieder die Schwenkfahnen auf dem Platz. Total idiotisch.
Das Spiel bekam also insgesamt einen würdigen, ausverkauften Rahmen geboten. Und es tat sich gar unglaubliches auf dem Platz: Fing es damit an, dass die Hanseaten durch Rosenberg in Führung gingen (10. Minute) zeigte sich die Mutter aller Spielkulturen unbeeindruckt und glich bereits in der 12. Minute aus: Sehenswert lies Tarnat an der rechten Grenze zum 5-Meter-Raum den schönen Tim aussteigen und zierkelte den Ball an den oberen Pfosten. Hanke stand goldrichtig und schoss den Ball in alter Jacky-Chang-Kung-Fu Manier ins Tor. Nun ging es Schlag auf Schlag, der 96-Express kam in Fahrt: Hanke war dieses Mal der Vorbereiter und flankte in die Mitte auf den heranstürmenden Schulz, der seinen Einsatz sicher gern mit einem Tor gegen seinen Exklub veredelt hätte. Bremens Baumann schien allerdings etwas dagegen zu haben und traf mit dem Standbein sicher ins eigene Tor zum 2:1 für 96. Das Stadion tobte(20.). Das nicht genug, ging es sofort weiter: Weite Flanke aus dem Strafraum, Hanke lies Mertesacker stehen und schob ganz cool zum 3:1 ein(21.). Man rieb sich verwundert die Augen: Warum Jetzt 3 Tore inn 11 Minuten? Im letzten Spiel schaffte man das in 4!
Man merkte Mertesacker an, dass er noch ein Roter ist. Er wird sich gesagt haben: "Eh die nen Gesunden nehmen, stelle ich mich lieber auf!" Als Bonus band der grippegeschwächte Per zur Pause noch eine Einwechselung an sich, in dem er vorzeitig vom Platz ging. Sehr vorbildlich!
Jedenfalls war aus der Bundesligapartie ein packendes Nord-Duell geworden mit allem was ein solches Spiel mit sich brachte: Brisanz, gelbe Karten, Nicklichkeiten und viele schöne Spielzüge. Auf Enke war mal wieder Verlass, wenn die Bremer die Unaufmerksamkeiten der 96er Abwehr ausnutzten wollten. Allerdings brachte man die Bremer unnötigerweise wieder selbst ins Spiel: In der 41. Minute zupfte Vini am Trikot von Rosenberg. Der bedankte sich, fiel hin und Stark gab den Elfmeter. Diego lief an und traf - Der Elfmeter musste aber zurecht wiederholt werden, da Spieler von beiden Mannschaften zu früh in den Strafraum liefen. Aber auch den wiederholten Elfmeter verwandelte Diego, obwohl ein 96er Spieler zwischen den beiden Elfern zu Enke rannte und ihm wohl verriet, wo Diego gerne hinschießt. Zumindest sah das von der Tribüne so aus. Mit 3:2 gings also in die Pause.
Die Bremer fingen nach dem Wiederanpfiff an wie die Feuerwehr und deren Engagement wurde dann auch noch belohnt: Rosenberg traf zum 3:3 nach zuspiel von Tosic. (54.) Kagge! Man bekam übele Assoziationen zum Schalke-Spiel, wo man bemüht, aber leider brotlos sich die Butter von dem selbigen nehmen lies. Aber dieses mal lief es anders: Hecking wechselte, wie zuvor gegen Rostock, den Sieg ein. Für Krebs und Pinto kamen mit Stajner und Hashemian zwei Offensivkräfte - Endlich wurde mutiger und nicht auf "halten" gespielt, was gegen eine Mannschaft wie Bremen meist die Niederlage bedeutet. In der 75. flankte der in dieser Partie überragende Tarnat auf Stajner, der von der rechten Strafraumgrenze hervorragend auf Hanke spielte, welcher diesen Ball nur noch versenken musste. Wiese war zum 4. Mal geschlagen und nach der turbolenten Schlußviertelstunde wurde es nochmal hitzig: In der Nachspielzeit gingen den eingewechselten Almeida die Nerven durch: Nachdem ihm Hustzi den Ball durch einen Schuss ins Aus dem Ball wegnahm, schlug und schubste er Hustzi und erhielt dafür vollkommen zurecht die rote Karte. Schaaf und Wiese tickten unmittelbar nach dem Spiel aus. Wir fassen zusammen: 7 Tore, 5 allein in der ersten Hälfte. Gefühlte 20 gelbe Karten für die Bremer (ingesamt waren es 6), eine rote Karte, ein Elfmeter, Ein Hanke-Hattrick, ein recht blinder Schiri, der ENDLICH MAL in den entscheidenden Situationen für und nicht gegen uns pfiff. Und den Bremern gründlich die Vorweihnachtszeit versaut. Ernestina brachte es auf dem Punkt: "Das Spiel hatte alles!"
Besser gehts nicht. Der Schlußpfiff brachte die schon tolle Stimmung im Stadion zum Kochen. Die Fans feierten die Mannschaft, die Mannschaft feierte die Fans. Später auf dem Weihnachtsmarkt haben wir den Bremer-Fans noch einige Gesänge in ihren Glühwein getan: "Gegen Hannover kann man mal verlierrn!" und "Wieeeese hat Oran-gen-haut!" waren dabei die beliebtesten Gesänge. Danke Christian, Danke Matthi!
Sehr schön war auch neben uns im Stadion das Pärchen anzusehen. Er Bremenfan. Sie 96erin. Der Witz daran: Der Bremenfan war inkognito da und hatte sich auch noch einen 96-Schal umgebunden. Erst bei seiner unverholenen Freude zum 3:3 wurde mir das klar. Von da an wurde seine Miene allerdings immer versteinerter. Zum einen lag es daran, dass ich ihn auf subtile Art getriezt hatte, wo ich nur konnte, zum anderen weil das Spiel einen anderen Verlauf nahm, als die 96er Mogelpackung gern gehabt hätte. Aber seien wir gnädig: Fan der Fischköppe zu sein, wär mir vor meiner Freundin, die ausgerechnet Fan der Mutter aller Spielkulturen wäre, auch peinlich! :D
Schön war neben ihrem Hinterteil, auch die Diskussion, die wir dann auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt mit einer Bremerin führten, die von ihrer schrillen Tonart her einen am ehesten an eine Vogelart errinnerte, die gern im Mist kratzt.
Schöne Dialoge kamen jedenfalls zustande:
"Ihr könnt echt stolz, dass Eure Ost komplette Sitzplätze hat! Ihr werdet aber trotzdem keine Championsleague sehen!"
"Na, immerhin haben WIR ein WM-Stadion!"
"Und Euer Mistverein kann ja kein Fussballspielen."
"Ja und? Für EUCH hats gereicht!"
Heute ein König... :)
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... weil sie aus der Weser trinken!
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Autor : Daniel
Datum : 09.12.2007
SMS H -> HB: "Alle Bremer stinken, alle Bremer stinken, weil sie aus der Weser trinken! Endlich mal wurde es vollbracht. Schöne Grüße und Prost!"
SMS HB -> H: "Du wixxer!Wieviel war euch merte und stark wert. Robert hoyzer!Wenn 96 die kohle dafür hat.. Dafür bin ich nicht so scheiße wie n 95er. Leck dich fett du gruschel"
SMS H -> HB: "Merte brauchten wir nicht zu kaufen. Der ist im Herzen halt immer noch ein 96er. Und Stark hat ja nun eher gegen uns gepfiffen..."
SMS HB -> H: "Dann guck dir mal die Kartenstatistik an, du Held! Hast wohl Bayern gegen den MSV gesehen oder ein Spiel aus einem Paralleluniversum, Vollpfosten! Weitere Nettigkeiten zu vollerer Stunde... Gruß von der Werder-Spam-Front, du sohn eines lehrers."
Siege können so schön sein...

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Autor : Daniel
Datum : 01.12.2007
Nachdem am vergangenen Wochenende mit Schalke 04 gegen einen starken Gegner verloren wurde, versprach der Gegner am 15. Spieltag höhere Erfolgsaussichten, denn der FC Hansa Rostock zählt nicht unbedingt zu den Teams, vor denen man vor Ehrfurcht erstarren muss. Individuell schwächer besetzt und vom Einsatzwillen nicht besser als Hannover. Also die gleichen Vorzeichen wir am letzen Wochenende nur in diesem Fall mit den Vorteilen auf schwarz-weiß-grüner Seite.
Trotzdem war auch kein gemütlicher Spaziergang zu erwarten, denn zu Hause hat sich der FC Hansa inzwischen zu einer kleinen Macht gemausert. Da Hannover 96 gleichzeitig zu den stärkeren Auswärtsteams der Liga gehört, war ein spannendes Spiel zu erwarten.
Die Erwartungen sollten jedoch enttäuscht werden. Denn in den ersten 45 Minuten war von der Heimstärke der Rostocker nichts zu sehen. Die komplette erste Halbzeit gab es eigentlich nur ein Spiel auf ein Tor - auf das der Rostocker. Schizophrenerweise hatte aber Hansa die besseren Chancen, die zum Glück nichts Zählbares hervorbrachten. Das hannoversche Spiel litt dagegen wieder einmal unter der alten Krankheit: Der mangelnden Herausarbeitung von echten Chancen. Denn wie auch schon in den Spielen zuvor war 96 deutlich öfter im Ballbesitz als der Gegner. Der entscheidende Pass in den Strafraum fehlte jedoch. Vielleicht sollte Trainer Hecking da den Worten von Stürmer Hanke doch ein wenig mehr Gehör schenken, statt ihn für das Anprangern der fehlenden Flanken anzupflaumen.
In der zweiten Hälfte übernahm der Gastgeber zusehend mehr das Steuer. Die besseren Spielzüge lieferten die Rostocker ab, während Hannover sich immer mehr nach hinten drängen ließ. Als es in der 69. Minute immer noch 0:0 stand und die aufgestellten Spieler von 96 keine Anstallten machten, daran noch etwas zu ändern, griff der Trainer von Hannover 96 ein, nahm den erneut enttäuschenden Benny Lauth vom Feld und brachte Vahid Hashemian. Man mag es nicht glauben: Wirklich ein zweiter Stürmer! Als dann auch noch Jiri Stajner für Sergio Pinto eingewechselt wurde, kam 96 tatsächlich und "vollkommen überraschend" zurück ins Spiel. Wer da einen kausalen Zusammenhang sieht, hat natürlich keine Ahnung vom Fußball.
In der 84. Minute passierte kam es dann zur konsequenten Folge: Einen zur Bogenlampe abgefälschten Huszti-Freistoß köpfte Frank Fahrenhorst zum 0:1 ein. Direkt im Anschluss wurde der Freistoßschütze vom Feld genommen und durch Gaetan Krebs ersetzt, der - endlich - sein Debut in der Bundesliga feiern durfte und schon nach wenigen Sekunden seine Einwechslung rechtfertigte. Seinen Schuss konnte der schwache Rostocker Keeper Wächter nur abklatschen lassen; direkt vor die Füße von Mike Hanke, der sich den Abstauber nicht nehmen ließ. Gefühlte 9999 torlose Minuten waren damit für den 96-Stürmer vorbei, und auch die Rostocker Anzeigetafel konnte nicht glauben, wer denn da getroffen hatte und verkündete Hendrik Hahne als Torschützen. Richtig gab sie allerdings Sekunden später den Schützen des 3:0 wieder: Stajner konnte die Vorarbeit von Hashemian verwerten und dem ein oder anderen Rostocker sicherlich das Gefühl geben, in der Knast-Dusche die Seife fallen gelassen zu haben.
Gewinner gab es in diesem Spiel sicher mehrere. Der größte Sieger des Spiels war aber keiner der Torschützen und auch keiner der eingewechselten Spieler, auch wenn sie maßgeblich am Sieg beteiligt waren. Der Sieger schlechthin war das Spielsystem. Denn kaum löste sich Dieter Hecking endlich von seinem geliebten 4-4-1-0-0-0-1, das jeden Mittelstürmer zur Verzweifelung treiben dürfte, fielen die Tore. Natürlich ist nichts verkehrt daran, auf einer sicheren Defensive aufzubauen und gerade beim kommenden Gegner, dem SV Werder Bremen, wird man gut beraten sein, nicht auf Teufel-komm-raus nach vorne zu rennen. Einem Gegner wie dem FC Hansa Rostock darf und muss man jedoch auch mal von Anfang an mit zwei oder vielleicht sogar drei Spitzen begegnen.
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Niederlage mit guter Stimmung
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Autor : Daniel
Datum : 26.11.2007
Wenn man in die beiden großen Foren der Internet-Fans von Hannover 96 schaut, könnte man meinen, dass in unserem Stadion grundsätzlich eine Grabesstimmung herrscht. Dass dem nicht so ist, konnte man sehr gut bei der vergangenen Partie gegen den FC Schalke 04 erleben.
85. Minute im Niedersachsenstadion: Hannover 96 liegt mit 2:3 gegen den Club aus Gelsenkirchen zurück. In vielen anderen Städten würden die Heimfans spätestens jetzt anfangen, das Stadion zu verlassen, um nicht im Stau zu stehen. Nicht so in Hannover. Auch Pfiffe, die es von den ach-so-geilen Fans in Dortmund oder auf Schalke bei so einem Ergebnis gäbe, sind nicht zu hören.
Im Gegenteil: Die Stimmung in der Nordkurve ist ausgesprochen gut, was man in diesem Fall übrigens zu gewissen Teilen den "HSV-Jungs" und dem "Treuen Norden" ankreiden darf, niemand hat das Bedürfnis das Stadion zu verlassen. 92. Minute: Der Schiedsrichter pfeift ab, die Zuschauer pfeifen immer noch nicht; sie feiern lieber ihre Mannschaft so sehr, dass die Feierei der Schalker Mannschaft vorm Gästeblock einigermaßen untergeht.
Nun will ich sicherlich nicht sagen, dass das in Hannover immer so wäre. Wäre das Spiel anders gelaufen, wäre auch die hannoversche Nordkurve ruhig oder im negativen Sinne laut gewesen. Doch woran lag es, dass trotz Niederlage die Mannschaft gefeiert wurde?
Der Fan in Hannover im Allgemeinen und in der Nordkurve im Speziellen hat ein ziemlich feines Gespür dafür, ob der Einsatz unten auf dem Rasen stimmt, ob die Spieler zu 100% bei der Sache sind und ob sie bis zur letzten Sekunde versuchen das Mögliche zu erreichen. Gegen Schalke 04 war das der Fall.
Die Königsblauen waren am Samstag, das muss man einfach so anerkennen, besser als die Roten. Und das lag nicht daran, dass 96 schlecht war, sondern an der individuellen Klasse, die bei Schalke einfach höher ist als bei Hannover 96. Die Roten versuchten dies durch Einsatz und Teamarbeit zu kompensieren, doch da auch das Kollektiv auf Seiten von Schalke 04 gut gearbeitet hat, war einfach nichts zu holen. Natürlich war das schade, aber wenig schmerzhaft, denn die Niederlage resultierte nicht aus Überheblichkeit, Blödheit oder Lustlosigkeit.
Und genau das wussten und wissen die Fans in Hannover einzuschätzen und zu honorieren. Für die Spieler von 96 bedeutet dies, dass sie sich der Unterstützung durch ihre Fans sicher sein können, solange sie selbst das Machbare leisten. Im Umkehrschluss bedeutet es aber auch, dass die Mannschaft Pfiffe nicht als Runterputzen sondern lieber als ein Wachrüteln verstehen sollten. Schließlich sind wir hier nicht auf Schalke oder in Dortmund (was ja eh fast das gleiche ist).
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Wechselbad der Gefühle...
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Autor : Markus
Datum : 25.10.2007
So 23.09.2007, 17:00 Uhr Niedersachsenstadion zu Hannover - Der Sonntagsheimspielmarathon beginnt mit einer derben Klatsche. 0:3 gegen Bayer Leverkusen.
Man ist nach den Treffern von Kießling [50.], Vidal [68.], und Gekas [74.], sowie einer indiskutablen Leistung als 96-Fan bedient.
Offi-Forum sowie Fanmagazin halten schrillen roten Abgesang. Gereizte Stimmung. Das böse Wort vom Abstiegskampf machte die Runde.
Ein Glück, dass gleich
Mi 26.09.2007, 20:00 Uhr, Schüco-Arena, Bielefeld -
das nächste Spiel kam. Die Stimmung nach dem Leverkusen-Spiel wäre kaum auszuhalten gewesen. Und hier zeigte sich, wie fast zu ähnlicher Zeit, ein Jahr zuvor, dass 96 sich wieder selbst aus dem Sumpf zieht, wenn sie sich erst mal da unten reinmanövriert haben. War es im Jahr zuvor Bayern, ist es nun der 11freunde - Lieblingsklub mit ihrem "Kulttrainer" Middendorp, der das ausbaden musste. Jener Verein, der uns ein Jahr zuvor vorm Bayernspiel in die Krise schoss, bekam von uns dieses Mal die Retourkutsche und wurde humorlos mit 2:0 nach Hause geschickt. Hustzi [54. Handelfmeter] und Pinto [85. Rechtsschuss, Vorlage Lala] machten die Revanche perfekt. Damit war Bielefeld endlich in der Krise, die 11freunde kann sich wichtigeren Themen widmen und wir nun ein wenig entspannter auf die nächsten Spiele schauen, wie zum Beispiel...
...Am
So 30.09.2007, 17:00 Uhr Niedersachsenstadion zu Hannover
ging es weiter mit der Kletterpartie. Dieses Mal war Duisburg zu Gast und musste leiden. In einem recht zerfahrenen Spiel zeigten unsere Jungs immerhin Siegeswillen, nachdem die zwischenzeitliche Führung von Schulz [7. Kopfball] von Ishiaku [30.] ausgeglichen wurde, fand das Schulz nicht so witzig und schob trocken zum 2:1 ein [63. Linksschuss]. Duisburg konnte nichts wirklich zwingendes entgegensetzen und verlor verdient. Auch wenn das Spiel nicht unbedingt in die Geschichte eingehen wird. Im Gegensatz...
...Zum nächsten Spiel am
Sa 06.10.2007, 15:30 Uhr, Gottlieb-Daimler-Stadion, Stuttgart
War es doch ein Novum seit Wiederaufstieg: War es doch fast üblich, dass es nach diesem Duell hieß "Hannover - No Points", holten wir dieses Mal einen schön herausgespielten 3er und schossen den amtierenden Meister, wie zuvor die Arminia, ebenfalls entgültig in die Krise.
Und wie auch gegen Bielefeld war es Hustzi, der nach einem Handelfmeter einschoss[7.]. Blieb cool selbst nachdem er wiederholen musste, als Hanke der Streber, schon vor dem Pfiff in den Strafraum lief. Dieses mal präsentierte sich Hannover stark und nach dem 2:0 [52. Kopfball, schon wieder Hustzi] hätte Hannover noch höher gewinnen können. Die Benztowner waren gut bedient.
Drei Siege in Folge - Eine gute Basis für das "Niedersachsenderby" (Gelächter).
So 21.10.2007, 17:00 Uhr - Niedersachsenstadion zu Hannover
Der "krönende" Abschluss des unsäglichen Sonntags-Trios bildete das Spiel gegen Wolfsburg. Es war ein kurioses Spiel, bei denen alleine vier Tore in der ersten Halbzeit fielen. Fielen tat auch Zwei mal die Verteidigung. Nämlich aus. beim ersten mal wurde sie von Marcelinho im Sololauf gekonnt wie im Riesenslalom umkurvt [21.], beim zweiten Tor war sie noch über den von Pinto zwischenzeitlich sehenswert erzielten Ausgleich [28. Über den Torwart gelupft, gegen den Pfosten und selbst abgestaubt] am Jubeln und noch nicht auf den Posten, als die Werksfüße zum 1:2 trafen.
Das 2:2 war nicht weniger gekonnt. Der Ball wurde präzise auf Tarnat geköpft, der schon wirklich Gewalt anwenden hätte müssen, um den daneben zu semmeln. Hervorragende Vorarbeit! Das Kuriose war nur, dass Vorlagengeber ein Wolfsburger war. Ob er sich damit in den Wunschzettel für die
alljährliche Wolfsburg-Einkaufstour geköpft hat, darf allerdings bezweifelt werden.
War in der ersten Halbzeit der Vfl leicht überlegen, hätte Hannover vor allem in der zweiten Halbzeit den Sack zumachen können. Vier Siege in Folge wären es dann gewesen. Und die Presse hätte sich schon so langsam die Gegner im Uefa-Cup ausgesucht. Wenn man bedenkt, von welchen Themen vier Spieltagen die Schlagzeilen bestimmt wurden ist es schon ein Wunder, wie wechselhaft die Stimmung in der heimischen Presse sein kann. Vom einen Extrem ins andere.
Naja, am Freitag kann unsere Mannschaft den Oktober entgültig vergolden. Aber ich möchte nicht zu laut schreien, da das schon oft nach hinten los ging. Schaun mer mal.
Die Rote Erleuchtung ist wieder da! ;)
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Autor : Daniel
Datum : 17.09.2007
An dieser Stelle sei kurz das Geständnis abgelegt: Aus unseren Reihen ist niemand der große Amateur-Spiel-Besucher. Dass das durchaus bedauerlich ist, durfte ich heute erleben.
Das erste Mal seit was-weiß-ich-wie-vielen Heimspielen war ich heute mal wieder im Eilenriedestadion. Natürlich: Die Bänke sind hart und der Fußball nicht besonders hochklassig, aber irgendwie hat man trotzdem mehr Spaß als bei einem aufgestylten, lauten, bunten Event in den hochglanz-Arenen/Stadien der Bundesliga: Pöbeleien Richtung Schiri-Gespann und gegnerische Spieler kommen beim Empfänger der Botschaft an, das Bier ist lecker und der Schinkengriller auch. Teuer ist der Spaß auch nicht wirklich - zumindest dann nicht, wenn man Mitglied in der Roten Kurve ist oder eine Dauerkarte für die Profis besitzt: Dann gibt es nämlich nochmal satte 50% Preisnachlass. Für jemanden mit Ermäßigungsanspruch bedeutet das: 2 Euro Eintritt für 90+x Minuten Fußball mit netten Menschen.
Wenn dann auch noch das Ergebnis stimmt - so wie heute - dann wird das Wochenende sehr gut abgerundet. Dazu kam heute noch, dass der Hamburger Spieler mit der Nummer 13, Patrick Westphal, maßgeblich am Sieg unserer U23 beteiligt war. Zuerst provozierte er durch einen theatralischen Schwächeanfall nach einer angeblichen Tätlichkeit von Zizzo dessen rote Karte. Die danach ertönenden und anhaltenden "Schauspieler raus!"-Rufe quittierte er mit einer mustergültigen Vorarbeit für das Sieg bringende 2:1 durch Gaetan Krebs. Die durch Fabian "Ey, ich spiele für 96" Montabell erzielte Führung hatte zwischenzeitlich Jürgen Tunjic per Foulelfmeter egalisiert.
Am Ende meinten dann noch zwei Altona-Anhänger erst einen 96-Fan angehen zu müssen. Die ganzen "Schaumschläger raus"-Gesänger waren aber auch böse und gemein. Während der eine sich schließlich beruhigen konnte, ging der andere dann noch auf einen weiteren Fan aus den eigenen Reihen los. Die beiden anwesenden Dorf-Scherifs fühlten sich der Situation nicht gewachsen und holten schnell per analogen Sprechfunk Verstärkung und so wurden einem für die 2 Euro Eintrittsgeld auch noch ein paar hektisch trabende Streifenpolizisten geboten, die sich ihre Sonntagsschicht sicher auch anderes vorgestellt hatten.
Bedauerlich ist, dass das nächste Spiel der Amateure am gleichen Tag stattfinden wird, wie das Profi-Spiel gegen Duisburg. Auch wenn ich das Spiel dann wohl nicht sehen kann, bin ich mir sicher, das sich zukünftig öfter wieder in die Eilenriede ziehen werde - vielleicht ja auch im Kreise von noch mehr Leuten?! Die Amas hätten es jedenfalls verdient und die paar Kröten ist der Spaß allemal wert!
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Autor : Daniel
Datum : 02.09.2007
Der Gegner am gestrigen vierten Spieltag der Bundesliga-Saison 2007/2008 versprach für 96 nicht gerade viel Gutes. Schließlich ist der VfL Bochum etwas, das man gerne auch als Angstgegner bezeichnet. Seit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga vor fünf Jahren gab es in acht Spielen nur zwei Siege denen vier Niederlagen gegenüberstehen. Angesichts dessen, dass der VfL nicht unbedingt zu den Übermannschaften des deutschen Fußballs zählt, ist dies sicher keine tolle Quote. Hinzu kommt, dass speziell das Heimspiel in der letzten Saison auch noch furchtbar gruselig anzusehen war und in die Kategorie "Schnell aus dem Gedächtnis streichen" gehörte.
Gestern sollte es jedoch ganz anders kommen. Die Spieler der Roten hatten nach der desaströsen Leistung vom vergangenen Wochenende einiges wiedergutzumachen und taten dies (partiell) auch. Von Anfang an wurde der Bochum gut unter Druck gesetzt und bearbeitet. Der Ballbesitz der 96er dürfte bei etwa 80% gelegen haben.
Belohnt wurde der Einsatz zweimal durch eine Sache, die man in Hannover lange nicht mehr gesehen hat (oder nur vom Gegner): Durch Distanz-Schüsse! Sowohl Mike Hanke als auch Jan Rosenthal zogen, begünstigt durch brav auf Distanz bleibende Bochumer, außerhalb des 16ers ab und brachten 96 mit 2:0 in Führung.
Leider wurde es danach im Spiel der Roten ein wenig finster. Die Laufbereitschaft nahm ab, die Genauigkeit ebenso und speziell die Herren Yankov und Tarnat gaben sich größte Mühe, die Bochumer wieder ins Spiel zu bringen. Das 2:1 kurz vor der Halbzeitpause ließ entsprechend nicht auf sich warten. In der zweiten Hälfte konnten der VfL sogar noch durch einen Elfmeter, den Yankov verschuldet hatte, den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielen. Den Vorwurf, viel zu spät an der Aufstellung etwas verändert zu haben, darf sich dabei übrigens unser Trainer durchaus dabei gefallen lassen.
Nach dem Motto "Besser spät als nie" wurde dann jedoch ausgewechselt. Yankov wurde in der 70. Minute endlich durch den Neu-96er Schulz ersetzt, der die Sicherheit zurück ins Spiel bringen konnte, und für Hanke kam unter den Pfiffen des Publikums Vahid Hashemian. Manche Leute sollte sich lieber in der Eckkneipe über das Rauchverbot aufregen, statt ins Stadion zu gehen. "Fremdschämen" ist das Stichwort. Glücklicherweise gab Hashemian diesen Trotteln mit seiner ersten Ballberührung die entsprechende Antwort und traf nach einer Hereingabe von Tarnat zum 3:2 Endstand.
Die Stimmung auf den Rängen war übrigens dem Spiel entsprechend. Dass das (ausschließlich) am Capo-Wechsel lag, möchte ich dabei jedoch anzweifeln. Denn bei einem guten Spiel ist die Stimmung in Hannover selten schlecht gewesen. Ob Rizmo die Sache wirklich besser machen wird als sein Vorgänger Lasse, wird sich in Spielen zeigen, in denen es einmal nicht gut läuft. Das neue Lied in der Kurve, angelehnt an das Intro von UB40s "Kingston Town", ist jedenfalls eine positive Innovation am gestrigen Spieltag gewesen. Vorwärts Hannoooooover!
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In Ahlen in der Sonne aalen
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Autor : Daniel
Datum : 05.08.2007
Samstag, 4. August 2007, 9 Uhr. Die Temperaturen auf dem Weg zum Bäcker sind nicht sonderlich hoch (bloß nicht die Jacke vergessen!), der glanzvolle Sieg gegen wenig glanzvoll spielende Pseudo-Galaktische ist gerade einmal dreieinhalb Tage her. Heute erwartet die Hannover 96 KGaA der graue DFB-Pokal-Alltag mit einem Auswärtsspiel beim Drittligisten Rot-Weiß Ahlen. Eigentlich ein schönes Los, ist doch der Verein Opfer einer legendären Show eines Spielers geworden, der einst Hannover verzauberte und somit das Gedächtnis der 96-Fans mit schönen Erinnerungen ausstaffiert hat. Außerdem ist die Fahrt ins westfälische Ahlen wenig stressig, da das schöne Städtchen Ahlen (höhö...) dicht bei ist. Und das Wetter der vergangenen Tage deutet darauf hin, dass man das erste Pflichtspiel der Saison bei angenehmen Temperaturen verfolgen können wird.
Am Bahnhof versammelt sich die Reisegruppe "Offi-Forum", die ich mit zwei weiteren Leuten aus eben diesem Forum leite, um den Kurs Richtung Westen zu setzen. Sechs WETs füllen wir letztlich, was wir Anfangs sicher nicht erwartet hätten, aber natürlich auch weiterhin ausbaubar sein sollte. Die Zugfahrt, verläuft feucht-fröhlich, aber ansonsten eher ereignisarm: Kein Stress mit rechten Spacken, kein Ärger mit Team Green und tatsächlich für jeden ein Sitzplatz, nachdem man es geschafft hat, eine furchtbar nervige Person, die man von anderen Fahrten kennt, aus dem Abteil zu ekeln.
Nach wenigen Augenblicken Zugfahrt kommt der hannoversche Tross schließlich in Ahlen an und wird der Polizei Recklinghausen in Empfang genommen. Leider sind die Beamten in NRW bei weitem nicht so entspannt, wie es die Kollegen in Hannover inzwischen sind. Sprich: Bewegungsfreiheit in der Stadt zur Futteraufnahme gibt es nicht; man wird - mehr oder weniger freundlich ("Ihr Gesicht habe ich mir gemerkt!") - aufgefordert direkt ins Stadion zu gehen. Trotzdem bleibt die Situation einigermaßen stressfrei und das Gros der Cops beschränkt sich darauf, den vorgeschriebenen Weg zu säumen. Die Frage eines Mitglieds meiner Reisegruppe, ob das mit der Polizei immer so schlimm sei bei Auswärtsfahrten, amüsiert mich ein wenig. Man ist halt inzwischen ziemlich abgestumpft, was die Einschränkung von Grundrechten angeht.
Aber ich schweife ab. Kommen wir doch lieber noch einmal auf das Wetter zu sprechen: Die Jacke, die ja aufgrund der arktischen Kälte am Morgen angezogen wurde, wurde inzwischen ausgezogen. Denn die Sonne brennt über der Stadt und manch eine ist besorgt, dass manch einer dringend Wasser trinken und sich in den Schatten begeben müsse. Dabei ging es mir die ganze Zeit über wirklich gut. Wirklich! Im Stadion wird die klimatische Situation noch ein wenig interessanter, denn es erwartet uns natürlich keine vollüberdachte, eventtaugliche und klinisch saubere Arena nach FIFA-Norm, sondern das Wersestadion - ein schönes, kleines Stadion, mit Ecken und Kanten, vielen Stehplätzen, Fluchtmasten, aber eben ohne Dach.
Entsprechend brezelte uns also auch die komplette Zeit im Stadion die Sonne auf die Birne. Und das erklärt auch, warum einige meiner Mitfahrer, stetig betrunkener wurden, obwohl sie nur bleifreies Bier tranken (Sorry, Jungs, ich hab das auch erst im Nachhinein erfahren, aber es war schön zu sehen, wie Sonne und Placebo-Effekt euch langsam aber sicher knüppeldicke gemacht haben).
Fußball wurde übrigens auch gespielt. Ca. 30 Minuten lang. Bereits nach elf Minuten stand er 2:0 für die hannoversche KGaA durch Tore von Kleine und Bruggink. Zu diesem Zeitpunkt konnte man Böses für den tapferen Drittligisten erahnen, aber 96 nahm nach dem zweiten Tor das Tempo ein wenig zurück und sorgte dafür, dass die Ahlener, die sich auf das Umgrätschen unserer Spieler beschränkten und der Ball liefen. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit durfte dann noch Mike Hanke sein erstes Pflichtspieltor für 96 machen. Aus drei Metern Entfernung und ohne echte Gegenwehr. Aber in Wolfsburg werden sie vermutlich gerade in Tränen deswegen ausbrechen (muss eigentlich nur noch Lauth in zwei Wochen... aber lassen wir das vorerst...).
In der zweiten Hälfte nahmen dann Heckings Mannen das Tempo komplett aus dem Spiel und das Spiel dabei leider auch ein wenig aus der Hand. Nicht weiter schlimm, denn das Ergebnis stimmte ja am Ende, aber dass Ahlen (zur Erinnerung: Ein Drittligist) immer wieder zu hochklassigen Chancen kommen konnte - und eine davon in der 61. Minute nutzte - spricht dafür, dass in der Defensive das Spiel entweder nicht so ganz ernst genommen wurde oder dass es tatsächlich Probleme in der Abstimmung zwischen den Abwehrspielern gibt. Insbesondere die beiden Innenverteidiger Zuraw und Kleine machten häufig einen wackeligen Eindruck, wobei man Kleine natürlich wiederum für sein wirklich schön anzusehendes Tor loben darf und muss. Ansonsten kann man noch die Herren Bruggink (ist inzwischen der Chef auf dem Feld, der die Bälle schön verteilt und auch gerne mal draufhält), Yankov (der gerne Chef werden möchte und entsprechend viel nach vorne und hinten gearbeitet hat) und Cherundolo (der durch Einsatz und einen super Schuss von der rechten Ecke des Strafraums in Erinnerung geblieben ist) loben, die ein gutes Spiel machten. Pinto dagegen konnte die tollen Leistungen aus der Vorbereitung nicht bestätigen.
Am Rande erwähnt sei noch, dass sich neben uns im Block komisches Volk versammelt hatte, das durch wenig-komische Lieder, die sicher keinen Bauingenieur-technischen Hintergrund hatten, auffiel. Durch ein schönes "HSV" ließ sich diese Schande jedoch akustisch überdecken. Die dämlichen Kinder, die den Scheiß auf der - ansonsten wiederum ereginisarmen - Rückfahrt gesungen haben, dürften den Mist wenigstens nicht aus Überzeugung sondern eher aus Dummheit von sich gegeben haben. Nunja... Sie wurden zurechtgewiesen und werden hoffentlich in Zukunft andere Lieder singen.
Zurück in der schönsten Stadt der Welt soll es dann noch ein paar Mitglieder unserer Reisegruppe auf die Piste gezogen haben. Ich gebe zu: Ich habe geschwächelt und bin in die temporäre Heimat gefahren. Aber auch ohne den verpassten Spaß danach kann ich sagen: War ne schöne Fahrt!
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Das Kaninchen vor der Schlange
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Autor : Daniel
Datum : 13.05.2007
Die Ausgangslage war gut. Vermutlicht zu gut für Hannover 96. Man hatte die großartige Möglichkeit, mit zwei Siegen ins das internationale Geschäft einzuziehen und Europa kennenzulernen. Der Grundstein dafür hätte gestern in Bielefeld gelegt werden können.
Doch scheinbar war genau diese Aussicht das große Problem unserer 96er: Wie das Kaninchen vor der Schlange stand die Hecking-Elf vor den Bielefeldern und war lange Zeit furchtbar verunsichert und teilweise wie gelähmt. Es lief insbesondere in den ersten 20 Minuten eigentlich gar nichts zusammen und die Bielefelder konnten agieren. Danach wurde es zwar etwas besser, aber für einen Punkt hat es vorne und hinten nicht gereicht.
Sicher, während des Spiels und kurz nach Abpfiff schmerzte die Niederlage schon gewaltig. Die Gewissheit, wenn überhaupt über den UI-Cup europäischen Boden betreten zu können, war und ist keine schöne. Aber dadurch, dass der dreifache Punktverlust durchaus verdient war und ein überragender Matze Hain im Tor des DSC ein quasi unüberwindbares Hinderniss darstellte, braucht man diesen Punkten nicht wirklich nachzutrauern. Diesbezüglich sollte man sich lieber andere Spiele der Saison vor Augen führen.
Klappen kann es immer noch mit dem Einzug ins die europäischen Wettbewerbe. Dafür muss am kommenden Wochenende Dortmund maximal unentschieden spielen und wir müssen gewinnen (alles andere ist primär!).
Doch selbst wenn es denn wirklich nichts werden sollte mit dem Einzug in den UI-Cup, sollte und wird sich die Enttäuschung in Grenzen halten. Drei Spiele und eine komplette Saisonvorbereitung hat uns schließlich ein gewisser Ruhrpottler versaut. In sofern darf man als 96-Fan froh darüber sein, dass wir letztlich nie wirklich (zumindest nicht in der entscheidenden Phase) etwas mit Abstieg zu tun hatten.
Die Hypothek Neururer werden wir in der kommenden Spielzeit nicht mit uns herumschleppen müssen. Dann darf man vielleicht auch von Beginn an auf mehr hoffen!
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Autor : Daniel
Datum : 05.05.2007
Wer hätte das nach dem dritten Spieltag gedacht: Hannover 96 stand damals nach einer 0:3-Niederlage gegen Alemannia Aachen am Ende der Tabelle - Tendenz fallend! Glücklicherweise wurde danach Peter Neururer entlassen und Dieter Hecking eingestellt. Seitdem ging der Kurs der Roten stetig nach oben und jetzt soll gibt es auf einmal Chancen, das internationale Geschäft zu erreichen.
Das gestrige 2:0 über Energie Cottbus war dabei sicherlich durchaus der Höhepunkt dieser seltsamen Saison. Zwar war sicher auch der Sieg in München eine feine Leckerei für den gemeinen 96-Fan. Aber gestern war es einfach ein Genuss, völlig überlegene Rote beobachten zu können. Cottbus wurde regelrecht auseinandergenommen und vermöbelt, ohne jemals eine eigene echte Chance zur Ergebnisgestaltung zu haben. Einzig die Torausbeute ließ einigermaßen zu wünschen übrig - hätte es nach 90 Minuten 6:0 gestanden, hätte sich niemand auf Cottbusser Seite beschweren können.
Für die zwei Tore auf Seiten der 96er waren Vinicius (37.) und Bruggink (83.) zuständig. Unter anderem Hashemian und Rosenthal hätten das Ergebnis noch in die Höhe schrauben können bzw. müssen. Aus einer mehr als guten 96-Mannschaft hervorheben muss man vor allem Jan Arnold Bruggink - von vielen Fans (vor allem in den ach-so-tollen Foren) schon abgeschriebener und verfluchter Mittelfeld-Spieler. Die Medien, insbesondere die Madsack-Presse, hatten viel dafür getan, ihn als Spielmacher anzukündigen - ein Rolle, für die er eben nicht verpflichtet worden war - und ihn Stück für Stück zu demontieren. Bruggink wäre nicht der erste Spieler gewesen, der an den HAZ- ähm, Hetz-Kampagnen zu Grunde gegangen wäre; man denke nur an Ricardo Sousa zurück. Um so bemerkenswerter, dass der Niederländer sich aus seiner Formkrise herausgezogen und inzwischen in der Bundesliga Fuß gefasst hat.
Vergessen sollte man auch einen Frank Fahrenhorst nicht. Wer hätte schon gedacht, dass er sich noch zu einem zentralen Stützpfosten der schwarz-weiß-grünen Defensive entwickeln würde, nachdem er sich zum Tauschobjekt degradiert sah und so gar nicht in Hannover ankommen wollte? Und auch hier haben es die Medien auf ein Neues genossen, auf einem einzelnen Spieler einzudreschen. Zum Glück lagen sie aber auch hier wieder einmal völlig falsch.
Nicht zu letzt wegen Bruggink und Fahrenhorst darf man als 96-Fan derzeit von Auswärtsspielen in Aserbaidschan, Moldavien oder der Schweiz träumen - die Qualifikation für die UI-Cup ist in greifbarer Nähe. Aber vielleicht können wir diesem Vorgeplänkel sogar noch aus dem Wege gehen und direkt in den UEFA-Cup einziehen. Zwei weitere Siege aus den letzten zwei Saisonspielen könnten diesen Traum durchaus Realität werden lassen. Mit Bayern München Seite an Seite im UEFA-Cup - wer hätte das nach dem dritten Spieltag schon gedacht...
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Autor : Daniel
Datum : 02.02.2007
Eigentlich hatte die Rückrunde 06/07 für unsere Roten nicht wirklich gut begonnen: 3:0 hatte man am Sonntag in Bremen verloren und man musste befürchten, dass die Rückserie ähnlich beginnen könnte, wie die Hinserie im Sommer. Denn auch da hatte man gegen Bremen hoch verloren, obwohl man lange Zeit gut mitgespielt hatte.
Nun war also Hertha BSC Berlin als Gast geladen; die Hertha, die im Hinspiel 96 noch mit einer kräftigen 4:0-Packung zurück in die schönste Stadt der Welt geschickt hatte. Doch zwei Dinge waren an diesem Mittwoch anders als noch im Sommer: Zum einen trat Hertha ohne Innenverteidigung an, zum anderen heißt der Trainer beim HSV inzwischen nicht mehr Peter Neururer.
Von Anfang an machten die Roten klar, dass sie die Begegnung bestimmen wollten. Allerdings wirkten die Bemühungen der Mannschaft dabei vorerst noch ein wenig verunsichert. Zu viele Flanken und Schüsse kamen nicht dort an, wo sie hinsollten, sondern landeten vorzugsweise im Fangnetz vor der Nordkurve.
Entsprechend sah dann auch das erste Tor des Spieles aus: Der Ball kam nach einer Flanke in den Strafraum der Berliner, und Spieler beider Mannschaften versuchten ihn irgendwie in die jeweils gewünschte Richtung zu bewegen. Mehr oder weniger zufällig kam der Ball dann zu Vinicius, der ihn über die Linie stochern konnte. 1:0 nach 16 Minuten und das Gefühl, dass an diesem Tag mal wieder ein Heimsieg auf dem Programm stehen könnte.
Während man in der Vergangenheit all zu oft nach einer Führung mit ansehen musste, wie die Roten sich in die eigene Hälfte verzogen und auf Ergebnissicherung spielten, rieb man sich bei dieser Partie nun verwundert die Augen: 96 machte weiter Druck und schaffte es bereits in dieser frühen Phase des Spiels, Berlin komplett auseinanderzunehmen. Belohnt wurde dieses beherzte Auftreten in der 37. Minute: Und wieder war es Vinicius (zur Erinnerung: Ein Verteidiger!), der den Ball in den Maschen zappeln lies. Belustigt sei an dieser Stelle noch erwähnt, dass das selbsternannte Fachblatt kicker zu diesem Zeitpunkt im Spielbericht von überraschenden Toren und einem dahinplätschernden Spiel zu schreiben weiß. Nun ja...
Welcher Spieler von nun an bei sämtlichen Standardsituationen von der Nordkurve gefordert wurde, braucht wohl nicht weiter erwähnt zu werden. Aber getroffen hat Vini dann doch nicht mehr. Wozu auch? Es gibt ja schließlich noch andere Innenverteidiger. Frank Fahrenhorst zum Beispiel, der für Darek Zuraw in die Startaufstellung gekommen war. Dass Dieter Hecking dabei den richtigen Griff getan hatte, zeigte sich nicht nur in der Defensive, in der Fahrenhorst eine mehr als solide Leistung erbringen konnte, sondern unmittelbar vor der Halbzeit auch im Tor der Hertha. Denn dort landete sein Kopfball zum 3:0.
In der zweiten Hälfte ging es ähnlich munter weiter. Berlin hatte sich mehr oder weniger schon mit der Niederlage abgefunden und versuchte nur noch sporadisch, dem Pressing der Roten irgendetwas entgegenzusetzen. Konsequente Folge war in der 64. Minute ein traumhaftes Tor von Jan Rosenthal der eine Hereingabe von Huszti mit einer gewissen Akrobatik verwandeln zum 4:0 konnte.
Doch kommen wir zum eigentlichen Höhepunktes des Tages.
Altin Lala, der mehr dafür bekannt ist, das Spiel des Gegners zu zerstören als selbst nur in irgendeiner Art und Weise so etwas wie Torgefahr auszustrahlen (was die bisherige Anzahl von 0 Treffern in der Bundesliga unterstreicht), sollte seinen großen Auftritt bekommen. Der albanische Bonsai-Spieler hatte das gesamte Spiel über schon eine beachtliche Leistung zu Tage gebracht, die viele Fans ihm nicht mehr zugetraut hatten. Zu oft hatte er dafür in der Zeit seit seiner Scharmbeinentzündung durch gruselige Arbeit auf dem Platz für Aufsehen gesorgt. Aber an diesem 31. Januar 2007 sollte es tatsächlich passieren: Nach einem wunderschönen Doppelpass mit dem kurz zuvor eingewechselten Bruggink witterte Altin seine Chance, fasste ein Herz und zog ab. Zur allgemeinen Verwunderung der etwa 30.000 Zuschauer und vermutlich auch zu seiner eigenen Überraschung, war der Schuss stark genug, um nicht zwei Meter vor der Torlinie liegen zu bleiben. Nein, der Ball flog weiter und weiter und landete tatsächlich zum 5:0 Endstand im Tor des bemitleidenswerten Berliner Keepers. Nicht wenige Zuschauer im Stadion dürften in diesem Augenblick eine Träne der Rührung im Auge gehabt haben.
Altin, wir gratulieren dir zu deinem ersten und hoffentlich nicht letzten Treffer in der Bundesliga!
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Verlorene Punkte im Rostbratwürstlland
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Autor : Daniel
Datum : 17.12.2006
Samstag, 6 Uhr. Der Wecker klingelt und ich frage mich, in welchem falschen Film ich nun um Gottes Willen gelandet bin. Ein paar Minuten realisiere ich, was der Grund des viel zu frühen Weckrufes ist: Die Bundesliga-Partie zwischen dem Glubb aus Nürnberg und Hannover 96, das - so schallt es durch den Blätterwald - einer Zukunft in TUI-gelben Trikots entgegenblickt (dazu aber sicher wann anders mehr).
Schnell mit Brötchen und Getränken eingedeckt und schon geht es ab Richtung ZOB, um sich der Reisegruppe der Roten Kurve anzuschließen. Mir wird an diesem Tag eine spezielle Aufgabe zu Teil: "Setzt du dich bitte in die Mitte oder nach Hinten," werde ich gebeten. Naja, man ist ja nicht so und findet sich umzingelt von Teenies im beginnenden Alkoholrausch wieder. Okay, so waren wohl die meisten einmal, als sie jung waren. Insofern wird das alles mit einer gewissen Lockerheit gesehen. Allerdings bin ich mir sicher, nie im Leben so seltden dämliche Texte auf den immer wieder kehrenden zwei Melodien gesungen zu haben! Sei's drum...
Nach etwa sechs Stunden Fahrt- und Pausezeit erreichen wir Nürnberg und entern den Hochsicherheitstrakt "Gästeblock". Die Rote Kurve verteilt netterweise ein paar hundert schwarz-weiß-grüne Farben - zufälligerweise zum passendsten Zeitpunkt überhaupt. So kann Martin Kind gleich einmal wieder sehen, was genau die Vereinsfarben des Hannoverschen Sportverein von 1896 sind.
Löblich anzusehen ist es übrigens, dass die Geschäftsstelle von Hannover 96 ebenfalls ins Frankenland gereist war. Es passiert zwar schon ab und an mal, dass die Administrative der Roten die Mannschaft auch in der Ferne unterstützt. Dass man sich dann aber auch tatsächlich zusammen mit den ca. 800 mitgereisten 96-Fans in den Stehblock stellt, fällt (mir zumindest) wirklich positiv auf.
Negativ fällt dagegen das Gehabe auf, was die Anwesenden vor dem Spiel auf dem Podest für den Gästecapo (ein netter Service übrigens!) beobachten können. Capo Nummer eins von der UH und Capo Nummer zwei von den Rising Boys kommen sich ein wenig näher und diskutieren ein wenig zu impulsiv, wer denn nun den Zaunkönig geben darf. Ein Schauspiel, was bereits beim Unentschieden gegen Bielefeld beobachtet werden konnte, als man sich mit Sprechanlage und Megaphon duellierte. Merke: Es gibt nicht wenig Leute, die meinen ein Megaphon sei bereits zuviel. Zwei sind es erst recht. Und irgendwelche Kämpfe in der internen Hackordnung können gefälligst wann- und woanders ausgeführt werden. Im Stadion brauchen die Roten unser aller Unterstützung und kein postpubertäres Gehabe.
Interessant anzusehen ist, dass mit Ati ein alter Bekannter für einen kurzen Moment wieder auf dem alten Posten steht - leider wohl nur, um den Streit zu beenden (von "schlichten", so vermute ich, kann wohl kaum die Rede sein) und nicht um die Kurve zu dirigieren. Ach, Ati... Schade, dass du keinen Bock mehr auf den Job hast...
Die Sache mit der Unterstützung der Mannschaft klappt dann am Anfang tatsächlich ganz gut. So gut sogar, dass die Roten ab Spielbeginn ordentlich Feuer machen und den Glubb - gelinde gesagt - von Anfang an an die Wand spielen. Konsequenterweise fällt bereits in Minute fünf das 1:0 für uns durch Thomas Brdaric. Kollektiver Jubel in schwarz-weiß-grün.
Doch dann ist da wieder diese Sache mit der Unterstützung: Warum wird einfach nicht eingesehen, dass der Anteil der Leute, die Lambada und Co. für singenswerten Support halten, so gering ist, dass man es am Besten einfach ganz lässt und man sich stattdessen auf die Klassiker verlässt, die eh jeder Depp kennt und dem Team ordentlich Feuer unterm Arsch machen? Nein, nein! Lieber schicke, voll kreative und coole Sachen aus Frankfurt und sonstewo kopieren und das eigene Ding machen. Ob die Mannschaft Unterstützung braucht, ist ja mal sowas von egal. Inwieweit sich nun ein kausaler Zusammenhang zwischen Support und Leistung auf dem Platz herstellen kann, bleibt zwar zu zeigen. Richtig ist auf jeden Fall, dass beim Ausgleichstreffer in der 32. Minute wieder mehr auf die eigene Coolness als auf Sinn eines Supports (was heißt das Wort doch gleich?) geachtet wird.
Die zweite Hälfte geht eigentlich weiter, wie die erste: Hannover drückt und drückt und kommt auf gefühlte 96% Ballbesitz. Leider kann Nürnberg jedoch immer wieder kleine, fiese Konter fahren und kommt in der 56. Minute zur 2:1-Führung. Allerdings aus einer abseitsverdächtigen Position. Bis zu Minute 90 bleibt es auch dabei. Dann kommt der große Augenblick des Steven Cherundolo, der seit ein paar Spielen im großen Aufwind ist. Leider ist dieser Moment heute jedoch ein furchtbar negativer. Einmal mehr ausgekontert kann ein Nürnberger den Ball einfach einschieben. Doch der kleine Steven will das nicht wahrhaben und rettet auf der Linien. Dummerweise mit der Hand. Die Folge: Das Tor fällt trotzdem (via Elfmeter) und zusätzlich gibt es natürlich noch die rote Karte. Wieso haben Fußballer eigentlich immer wieder solche dämlichen Aussetzer?
Einigermaßen frustriert wird die Rückfahrt angetreten. Wieder mit "interessanten" Lieder, aber im weitaus erträglicheren Rahmen - dafür mit Kiddies im Vollrausch, die exakt drei Minuten vom Ziel entfernt dann doch noch im Bus (aber wenigstens nicht in den Bus) kotzen müssen.
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Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ne Flanke her - Oder der Beweis, warum es sich lohnt ein Fan von Hannover 96 zu sein.
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Autor : Markus
Datum : 10.11.2006
Fussball ist ein Sport, der nicht viel mit Logik zu tun hat.
Die letzten beiden Spiele von Hannover 96 beweisen es.
So war es gegen Bochum wirklich eine fürchterliche, grausame, nur schwer zu umschreibende Partie. Wichtige Mannschaftsteile waren Totalausfälle, die Abwehr schien nicht zu existieren. Man stellte sich nach der peinlichen Niederlage gegen den zu dem vor dem Spiel Tabellenletzten auf eine schwere Woche ein: Mittwoch in München und dann Stuttgart. Wenn wir es nicht mal schaffen gegen Bochum im Ansatz Akzente zu setzen. Das kann was werden!
Zumindest der Mittwoch wurde auch was! Mit einer "wir sind nur zum Feiern hier - egal wie das Spiel wird" - Stimmung sind wir dann zu Svenny um uns das Spiel anzutun. Und in der ersten halben Stunde keimte plötzlich und unerwartet Hoffnung auf:
Die Bayern verranten sich in eine disziplinierte, kämpferische und gut gestaffelte 96-Abwehr. Kein Vergleich zu den 96er Pappkameraden, die beim Bochum-Spiel die Sparring-Partner für die Bochumer Gala darstellten.
Stajner wuselte ein ums andere mal die bajowarische Abwehr schwindelig, Hustzi ackerte flink und umsichtig. Die Pässe kamen auch überwiegend an!
Die Bayern hatten gegen diese Kämpfer kein wirkliches Konzept entgegen zu setzen. Und dieser Kampfeswillen wurde dann in der 43. belohnt: Abstoß von Enke, von einem 96er in Richtung rechte Eckfahne weitergeleitet. Demichelis vor Stajner schirmt den Ball ab und eigentlich wäre die Sache geklärt gewesen...
...Wenn Stajner nicht so nachgesetzt hätte, das er Demichelis geschickt den Ball abluchst, und was jetzt kommt ist geschichtsträchtig und zum Zunge schnalzen: Demichelis fällt, Linienrichter zeigt sofort an "weiterspielen" und Stajner rennt an der Torauslinie in Richtung Tor, lässt den herannahenden Lahm und sich vor ihm aufbauenden Van Buyten durch zwei geniale Körpertäuschungen im Unklaren, wo er den Ball hinpassen will und schiesst dann kackfrech zwischen beide hindurch und direkt auf den heranstürmenden Hustzi der sofort abzieht und den Ball unhaltbar in die rechte Ecke des bayrischen Tores ballert!
...Svennys Bude rappelte durch die Jubelarien wie das Münchner Tor durch das krachende Leder. Sein Hund war ziemlich verstört, man merkte, dass er so einen Jubel schon lange nicht mehr erlebt hatte. Dann war auch schon die erste Halbzeit vorbei.
Und 96 führte wieder das erste Mal in München zur Pause seit dem legendären 3:3 in München unter Rangnick.
Die zweite Halbzeit war dann nichts für schwache Gemüter, der ganz große Sturm aufs 96-Tor blieb aber aus. Die Bayern kamen einfach nicht mit der geschickt agierenden Abwehr und den sofort beherzt den Mann attackierenden Gegnern zurecht. Und wenn es doch brenzlig wurde, hatte man ja noch Enke. Schweinsteigers Kopfball ging war zu ungenau (67.) Oder einen zufälligen Schulterstoß von Van Buyten (70.) wurde auf der Linie von Hustzi gerettet. Und ein Abseitstreffer wurde kurz vor Schluss auch nicht gegeben. Also war zum Glück dieses Mal der oft unbarmherzige Bayern-Dusel auch nicht eingetreten.
Unsere Jungs hatten sogar auch noch einige Chancen, aber man verlagerte sein Spiel noch mehr auf die Defensive.
Dann waren die 90 Minuten rum, und der 4. Offizielle zeigte völlig überraschend 3 Minuten Nachspielzeit ein, die gefühlte 20 wurden. Aber dann der Abpfiff - Der Rest war Jubel!
Es war der erste Sieg in München überhaupt! Für diesen Abend war halb Deutschland für 96 dankbar.
Was für ein Tag! Und das nur wenige Tage nach dem Bochum-Debakel! Hannover 96 ist und bleibt eine Wundertüte.
Wir sind gespannt wie sich unsere roten Helden gegen Stuttgart geben!
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Lieber die rote Laterne als gar kein Licht?
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Das Grauen hat zwei Gesichter (mindestens)
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Autor : Henning
Datum : 06.11.2006
Nein, auch in der dunklen Jahreszeit muss man nicht jedes Licht nehmen, und erhellend war der zehnte Spieltag aus hannoverscher Sicht wirklich nicht. Eventuell hat er einem die Augen geöffnet. Mit Sprücheklopfen kommt man hier nicht weiter (Gut, dass Peter N. ohnehin nicht mehr in Frage kommt). Also schenken wir uns auch Phrasen wie "Wenn man nicht gegen Bochum gewinnt, gegen wen dann?" So treffend sie eventuell auch sind. Die einzige Antwort die mir darauf einfallen würde, wäre "Naja, gegen Hamburg..."
Deswegen streichen wir diesen fiktiven Monolog und widmen uns den Tatsachen. Licht an.
Mal abgesehen von dem frühen Tor haben die Bochumer zu ihrem Auswärtssieg nicht sonderlich viel beigetragen, selbst das 2:0 war eigentlich egal. Denn die Roten hätten vermutlich bis Donnerstag (die lange Fahrt nach München am Mittwoch könnte man sich theoretisch auch schenken) weiterspielen können, ohne den Ball über die gegnerische Linie zu bugsieren.
Dabei hätte es der Vfl einem engagiert und präzise spielenden Gegner durchaus leicht gemacht, den Rückstand umzubiegen. Denn die blau-weissen Ruhrpottler spielten eines ehemaligen Tabellenletzten würdig, ließen dem Gegner Raum und Zeit und hatten außer halbwegs aufopferungsvollem Kampf nichts zu bieten. Bester Beweis: Die fast schon rührend vergebene Chance zu 3:0.
Aber wenn der Gegner sich eben als umso würdiger erweist in Zukunft die rote Laterne zu übernehmen, reicht das auch mal für ein Erfolgserlebnis. Viel zu halbherzig, schwammig, unpräzise und verunsichert zeigten die die Mannen von Dieter Hecking, die Chancen die sich ergaben wurden mal mehr mal weniger knapp vergeben, und auch sonst fehlte einfach der letzte Kick im gesamten Spielaufbau.
Alles in allem nicht nur langweilig, sondern auch noch maßlos frustrierend.
Viel mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen, im Zweifelsfall stand es schon im Spielbericht aus Hamburg.
Unseren Roten steht die wohl schwerste Saison seit Wiederaufsteig bevor, so viel ist sicher. Verloren ist noch nichts, und ehrlich gesagt bin ich sogar zuversichtlich, dass wir uns da noch selbst wieder rausziehen. Aber in diesem Fall muss doch nochmal eine Phrase herhalten: Bei 96 muss man mit allem rechnen. Licht aus.
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"Absteiger!" - "Absteiger!" Der neue Wechselgesang der beiden HSVs?!?
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Autor : Daniel
Datum : 01.11.2006
Der hsv aus Hamburg ist ja nun der Verein, der den Roten aus Hannover in der Bundesliga bis jetzt immer ganz gut lag: Seit dem Wiederaufstieg in die Bundesliga gab es gegen den Namensvetter nur eine Niederlage bei fünf Siegen und zwei Punkteteilungen. Die Hoffnung, auch dieses Mal die Elbstadt nicht ohne Punkte im Gepäck zu verlassen, war also vor Fahrtantritt durchaus berechtigt.
Unterm Strich war es dann auch so, wie die Prophezeihungen es versprachen: Ein Punkt wurde durchaus mit auf die Heimfahrt genommen. Nur zufrieden konnte man damit nicht sein.
Das Spiel im Hamburger Volksparkstadion wurde für die Zuschauer von der ersten Minute an eine Qual. Zwar gehören Phrasen wie "Not gegen Elend" oder "Will nicht gegen kann nicht" eigentlich nicht niedergeschrieben. Aber leider waren sie mehr als treffend. Selten hat man zwei Mannschaften so lust- und planlos über den Platz stolpern sehen. Okay, eine Elf, die nicht weiß, wie Fußball geht, ist man in Hannover inzwischen ja gewohnt. Aber dass es einen Gegner geben könnte, der genauso schlecht ist, war durchaus eine überraschende Erkenntnis.
Wenn man nur dieses eine Spiel als Basis einer Bewertung, ob die beiden Mannschaften absteigen sollten, heranziehen würde, so müsste man zwingend zu dem Resultat kommen, dass es in der kommenden Saison zu einer neuen Auflage des hsv-HSV-Spieles kommen muss. Vorzugsweise an einem Montag Abend als Top-Spiel der zweiten Liga. Von einem Fußball, der das Prädikat "erstlklassig" verdient hätte, waren beide Vereine von der Elbe bis zur Isar entfernt.
Einzig die Szenen vor dem Spiel waren für die Bundesliga angemessen, denn der Hamburger SV versucht das freundschaftliche Verhältnis, das einst aus einer Ultra-Freundschaft entstanden ist, zu fördern. So wurde nicht nur die "Alte Liebe" im Stadion (an)gespielt, sondern auch die Mannschaftsaufstellung der Roten durch den hannoverschen Stadionsprecher zusammen mit dem roten Anhang zelebriert. Man konnte glatt das Gefühl haben, als 96er zu Hause zu sein.
Doch halt! Vielleicht war ja genau das die Taktik der Hanseaten - die Heimschwäche der Roten scheint sich also auch in Hamburg herumgesprochen zu haben...
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1. DFB-Pokal-Runde in Dresden
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Autor : Daniel
Datum : 11.09.2006
... zu den Stadionpanoramen - inkl. Rudolf-Harbig-Stadion Dresden
Nach 90 Minuten Spielzeit lag das Ergebnis irgendwo zwischen "verdient" und "mal gerade so noch gutgegangen". Die Roten konnten den ersten Pflichtspiel-Sieg seit langer Zeit einfahren und haben durch das 3:2 in Dresden die zweite Runde ds DFB-Pokals erreicht.
Zum Spiel: Dresden am Anfang stark, die Verunsicherung der 96er allgegenwärtig zu spüren. Irgendwann macht sich aber der zwei-Klassen-Unterschied doch bemerkbar und zur Halbzeit führt die durch Interims-Coach Schjönberg angeführte Mannschaft mit 2:0. Torschützen waren ein endlich mal gut-spielender Arnold Brugging und Thomas Brdaric - und damit zwei Spieler die unter Neururer nicht zur Geltung gekommen sind oder auf die Tribüne verbannt wurden.
Kurz nach Wiederanpfiff konnte Dresden den Anschlusstreffer erzielen - und damit Hannover 96 zurück in die Sinneskrise drängen. Es ist erstaunlich, wie verunsichert die Mannschaft nach dem Gegentor wirkte. Insbesondere Vinicius war spätestens von nun an hoffnungslos überfordert und hat damit klargemacht, dass Frank Fahrenhorst in der Zukunft wieder die bessere Alternative in der Innenverteidigung sein muss.
Chancen gab es von nun an auf beiden Seiten. Aus einer Standardsituation heraus entstand dann das - letztlich spielentscheidende - 3:1. Szabolcs Huszti trat zur Ecke an und lies den Ball seinen Weg direkt ins Tor finden. Der Treffer sei ihm mehr als gegönnt. Denn in den drei vorangegangenen Spielen in der Bundesliga war Huszti der einzige Spieler, der sich durch Kampf, Einsatzbereitschaft und Technik auszeichnen konnte. Mit dem Tor konnte er seine Leistung nun auch noch in etwas Zählbares umwandeln.
Kurz danach fiel noch der erneute Anschlusstreffer für Dresden. Und wäre Dynamo kein drittklassiger Verein, es wäre sicher der Anfang vom Ende für 96 geworden. So aber konnten die Roten die vorhandene Verunsicherung durch die spielerische Überlegenheit ausgleichen und den Sieg über den Schlusspfiff hinaus sichern.
Über das Drumherum in Dresden möchte ich mich an dieser Stelle nicht großarig äußern. Diesen Gefallen sollte man dem degenerierten Dünämö-Anhang nicht tun.
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Peter Neururer zu dem Grund, der Ausschlag gab, warum er nicht Trainer in Nürnberg geworden ist: „Die Leistung war so schlecht, da kann ich nicht mehr helfen.“
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Autor : Markus
Datum : 28.08.2006
2005/2006 letzter Spieltag:
8. 1. FC Nürnberg 34 S12 U8 N14 T 49:51 TD -2 P44
12. Hannover 96 34 S7 U17 N10 T 43:47 TD -4 P38
2006/2007 3. Spieltag:
1. 1. FC Nürnberg 3 S2 U1 N0 T 4:0 TD +4 P7
18. Hannover 96 3 S0 U0 N3 T 2:11 TD -9 P0
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Hannover 96 - Alemannia Aachen
0:3 (0:1)
0:1 Jan Schlaudraff 15.
0:2 Sascha Dum 46.
0:3 Reiner Plaßhenrich 72.
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"Ich hinterfrage und analysiere mich immer. Ich kann mir nichts vorwerfen." (Peter Neururer, 20.08.06)
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Autor : Sven
Datum : 21.08.2006
0-1 Pantelic (20)
0-2 Dardai (31)
0-3 Pantelic (63)
0-4 Ebert (76)
...
17. Aachen 2 0 0:4
18. Hannover 2 0 2:8
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... die Saisonabschlussfahrt der RE
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Autor : Sven
Datum : 07.05.2006
Nachdem Frankfurt, Lautern und Wolfsburg bereits am Mittwoch den Klassenerhalt unserer Roten festgenagelt hatten, sollte unserer alljährlichen Spaßfahrt zum letzten Auswärtskick nichts mehr im Wege stehen.
Es war zwar eine eher kleine Abordnung der RE, die sich auf den Weg nach Gladbach machte, was dem Spaßfaktor aber keineswegs abträglich war.
Traditioneller Gast war auch auf dieser Abschlussfahrt der bekannte Jack Daniels, welcher aber schon nach relativ kurzer Fahrt mit dem Sonderzug wieder verschwunden war.
Ohne ihn, dafür aber mit einem Vorrat von geschätzten 1896 Plastikbechern (sehr gut, Flo !) ging es dann weiter, bis man irgendwann in dem Stadion der Gladbacher angekommen war.
Hierzu bleibt nur zu sagen, dass Beton zwar nicht grundsätzlich hässlich ist, aber es schon sehr darauf ankommt, was man daraus macht. Insbesondere aufgrund der Kombination mit billigen Wellblechen fällt es an dieser Stelle jedenfalls äußerst schwer, den Architekten für seinen (auch sonst kaum charmanten) Klotz zu loben.
Das Spiel selbst war eigentlich recht passabel, leider konnten sich jedoch nicht mehr alle Mitglieder der RE an den beiden Toren der Roten und dem späten Ausgleichstreffer von Vinicius direkt erfreuen, der mit einem Sonntagsschuss aus etwa 18 m den Gladbacher Torhüter überwinden konnte.
Der Grund hierfür ist einfach sowie zugleich erfreulich und man kann den beiden, die es betrifft, nur den größten Respekt dafür zollen, dass sie nicht wegschauen und schweigen, wenn andere 96-Fans glauben, die eigene Kurve sei ein Raum in dem noch Platz für faschistischen Dreck ist.
Auch wenn (Zitatanfang) „man dafür eigentlich aus dem Bus rausgeprügelt gehört“ (Zitatende) oder noch besser (nächstes Zitat) „der deutsche Gruß im DGB überhaupt nicht delfiniert ist“ (Zitatende), kann das einzige Mittel nur die Anzeige sein, insbesondere dann, wenn auf eine vorherige und direkte Ansprache nicht bzw. gegenteilig reagiert wird.
Das (noch ein Zitat) „Rote keine Roten anzeigen“ (Zitatende) zählt kaum als Argument, da es in diesem Fall deutlich erkennbar ein „Brauner“ war, der sich demnächst mit der Staatsanwaltschaft auseinandersetzen darf.
Alles in allem war es dann also doch eine recht gelungene Abschlussfahrt nach Gladbach … und so kann die Feier jetzt beim letzten Spiel … möglichst mit einem Sieg gegen Leverkusen und meinetwegen mit einem Abstieg eines anderen Retortenvereins aus der Stadt "ohne Rathausbalkon" … weitergehen.
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Trainereffekt schon verpufft?
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Autor : Daniel
Datum : 05.04.2006
Es gibt Trainer, die werden im Allgemeinen als "Feuerwehr-Kräfte" bezeichnet. Gemeint sind damit Leute, die geholt werden, wenn es irgendwo bei einem Verein mal wieder lodert, der Klassenerhalt in Gefahr ist oder das Saisonziel aus dem Fokus des Machbaren gerät. Zu dieser Art von Trainern gehören Leute wie Jörg Berger, Friedhelm Funkel - und Peter Neururer.
Letzterer ist bekannt dafür, durch markante Sprüche, die Aufmerksamkeit von der Mannschaft auf sich zu ziehen. Außerdem ist er in der Lage, seinen Spielern neues Selbstbewusstsein zu geben und sie für die bevorstehenden Aufgaben zu motivieren.
Klingt ja soweit alles ganz gut. Nur die Sache mit den Feuerwehr-Leuten hat einen Haken: Ihre kurzfristigen Erfolge sind nicht unbedingt von nachhaltiger Art, der Effekt verpufft meistens in der nächsten Saison. So wurde es in Hannover gerade bei Ewald Lienen erlebt. Etwas ähnliches scheint sich nun auch bei Peter Neururer anzubahnen.
Nachdem die Roten in den ersten Spielen unter Neururer eine Erfolgsserie hingelegt haben, die viele Illusionisten schon wieder von UEFA-Cup, Champions-League und Weltherrschaft haben träumen lassen, wurde die Qualität der Spiele wieder auf Lienen'sches Niveau heruntergefahren.
Zwar gab es dabei zuerst noch den ein oder anderen wichtigen Punkt (man erinnere sich an den Grottenkick in Frankfurt, der mit drei Punkten belohnt wurde), aber inzwischen hapert es auch an dieser Stelle. Sowohl gegen Wolfsburg als auch gegen Duisburg wurden die Punkte gegen minderwertige Gegner leichtfertig und auf desaströse Art und Weise weggeschenkt.
Gipfel der Krise (die laut 96 ja noch gar keine sei) war die Partie am Sonntag, als man von der spielerisch limitierten Arminia aus Bielefeld mit 1:0 besiegt wurde. Spielwitz? Nicht vorhanden! Balltechnik? Ein Fremdwort! (Und um die Fans gleich mit runterzumachen: Stimmung? Nicht vorhanden!)
"Neururer raus!" hallte es bereits diesen Sonntag durch das Niedersachsenstadion. Zwar nicht von den 96-Fans, sondern von den Bielefeldern. Aber in diesem Hohngesang fanden sich sicherlich die Gedanken nicht weniger Roter wieder.
Natürlich ist es - realistisch betrachtet - noch viel zu früh, um über einen Trainerwechseln ernsthaft nachzudenken; das Saisonziel ist schließlich noch in Reichweite. Aber die Vereinsführung sollte sich schon einmal Gedanken darüber machen, ob man wirklich langfristig mit dem Peterle planen sollte. Denn zum einen sind die Abstiegsränge punktetechnisch alles andere als weit weg. Und zum anderen sollte man auch bedenken, dass man mit so wenigen Punkten vermutlich nie wieder so weit oben in der Tabelle stehen wird.
Sechs Spiele sind für Hannover 96 (und für uns) in der Saison 2005/2006 noch zu überstehen. Die Gegner werden Mainz, Stuttgart, Kaiserlautern, Dortmund, Gladbach und Leverkusen sein. Ein Restprogramm, dass mit Sicherheit keine Garantie für viele Punkte ist. Hoffen wir also darauf, dass Neururers Fähigkeiten noch einmal kurz aufflackern und er die Mannschaft zumindest für diese Spiele noch auf ein angemessenes Level bringen kann.
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Autor : Henning
Datum : 22.03.2006
Es war wohl das, was man gemeinhin einen Arbeitssieg nennt: Nicht geglänzt, nicht gezaubert, nicht vollends überzeugt - aber drei pflichtgemäße Punkte, angesichts des Gegners verdient, eingefahren.
Wer Zeuge des krampfigen Kicks in der Vorwoche beim MSV Duisburg geworden ist, hatte vor dem Spiel gegen die Geißböcke allen Grund zu der Befürchtung, es könnte wieder ein ähnlich mieses Spiel werden - passten sich die Roten doch dem unterirdischen Spielniveau der Zebras von der Ruhr und dem Wetter an und zeigten Fußball zum Abgewöhnen.
Zeitweise fühlte man sich beim Heimspiel gegen Köln auch an dieses unwürdige Geschehen erinnert, mit einem entscheidenden Unterschied: Trotz manch erkennbarer Mängel war man die bessere Mannschaft. Was in der Tat kein Kunststück ist, angesichts des augenscheinlichen Leistungs(un)vermögens des Gegners. Nennenswerte Torchancen blieb der FC seinen Anhängern gänzlich schuldig, und auch der zu Spielbeginn noch erkennbare Vorwärtsdrang wurde Mitte der ersten Halbzeit eingestellt.
So war es für Hannover ein Leichtes, das Spiel zu beherrschen und seinerseits den Weg zum und vor allem ins Tor zu suchen - mit mäßigem Erfolg. Erst "Hubschrauber" Vahid Hashemian erlöste den roten Anhang kurz vor der Halbzeit durch ein Abstaubertor.
Die zweite Halbzeit zeigte kaum ein anderes Bild: Hannover bemüht sich zu erhöhen, ohne wirklich etwas zu reißen. Köln macht im Grunde genommen nichts. Daran konnte auch die Einwechslung von Lukas Podolski in der 56. Minute nichts mehr ändern.
Dröges Fazit eines drögen Spiels: Drei glanzlose Pflichtpunkte gegen einen zweitklassigen Gegner, die für das Tabellenbild aus Sicht der Roten ungemein wichtig sind. Trotzdem wäre etwas mehr Pfeffer und vor allem erfolgreiche Aktionen (winke winke, Herr Brdaric) in Zukunft mehr als wünschenswert, um auch am Spiel und nicht nur am Ergebnis Freude zu haben.
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Autor : Daniel
Datum : 12.02.2006
Der Spielplan der Bundesliga-Saison 2005/2006 sah es so vor, dass unsere Roten in der Zeit vom 5. Februar bis zum 11. Februar zwei Heimspiele gegen Nürnberg und Hamburg sowie ein Auswärtsspiel in Frankfurt bestreiten mussten. Innerlich eingeplant hatte ich für diese drei Partien sechs Punkte: 0 gegen Nürnberg und 6 aus den anderen zwei Begegnungen. Es kam letztlich ein wenig besser.
Wir gegen Nürnberg
Das Spiel verfolgte ich zusammen mit Sarah aus dem Hasseröder-Block unseres geliebten Niedersachsenstadions. Das war einerseits schlecht, denn ich musste feststellen, dass 96-Spiele außerhalb "meines" Blocks irgendwie sehr seltsam anzusehen sind. Andererseits hatte das Ganze auch einen nicht unwichtigen Vorteil: Freigetränke bis zum Abwinken. Und die waren auch wirklich nötig. Denn Neururers Mannen zeigten etwas auf dem Spielfeld, das mit Fußball nicht viel zu tun hatte. Es war einfach nur gruselig anzuschauen, wie der Ball (von beiden Mannschaften übrigens) über den Platz geschoben wurde und es grenzte an ein Wunder, dass nicht die breiten Massen im Stadion in einen den Temperaturen und dem Spiel angepassten Tiefschlaf fielen. Glücklicherweise konnte zumindest Jiri Stajner kurz die scheinbar abgemachte Arbeitsverweigerung vergessen und das wichtige 1:1 erzielen.
Wir gegen Hamburg
Ich werde vermutlich niemals dem hamburger sv etwas Positives abgewinnen können. Ich mag den Verein nicht, ich mag die Zuschauer nicht und überhaupt. Trotzdem ist der hamburger sv immer wieder gerne als Gegner des Hannoverschen SV von 1896 gesehen. Denn schließlich überlassen uns die hamburger die Punkte in den Aufeinandertreffen in schöner Regelmäßigkeit und ich muss auch zugeben, dass die HSV-Wechselgesänge mit dem Gegner-Block trotzdem irgendwie Spaß machen.
Die erste Halbzeit der Partie sollte sich allerdings erstmal als ziemlich öder Rotz herausstellen. Beide Mannschaften hatten nicht so recht Bock auf Fußball. Auf hannoverscher Seite stellte sich insbesondere Ricardo Sousa als völlig bundesligauntauglich heraus. Fußballspiele haben aber bekanntermaßen zwei Halbzeiten, und in den zweiten 45 Minuten wurde das Spiel deutlich besser. Zuraw und Hashemian waren es dann schließlich, die den HSV zum Sieg schießen konnten. Der Anschlusstreffer Unsympath Barbarez konnte die Freude über den Triumph dann auch nicht mehr schmälern, auch wenn man sagen muss, dass die letzten Minuten und der verzweifelte Sturmlauf der hamburger einen schon noch sehr nah an den Herzinfarkt bringen konnten.
Frankfurt gegen uns
Eintracht Br*******eig ist doof. Eintracht Frankfurt ist doof. Eintracht Trier bestimmt auch. Und schon allein deshalb sind Siege gegen jede Eintracht besonders schön. Gegen die zweitgenannte Eintracht ging es am 21. Spieltag der Saison. Dass es keine Niederlage in der ziemlich hässlichen Commerzbank-Arena geben würde, war recht schnell klar: Wer so blind Chance verstolpert wie Copado (der übrigens noch schlechtere Ecken schlägt als Krupi seinerzeit), der hat es einfach nicht verdient zu gewinnen. Und wie es so oft im Fußball-Leben ist: Wer die 100%igen Dinger nicht macht, wird früher oder später bestraft.
Zugegeben: Unsere Roten haben mal wieder die Arbeit komplett verweigert. Insbesondere die Herren Tarnat und Cherundolo hätten nun wirklich besser zu Hause oder zumindest in der Kabine bleiben sollen. Was die zwei an Fehlpässen produziert haben, hätte selbst die F-Jugend jedes Dorfvereins beschämt zu Boden blicken lassen. Aber gerade dieser Umstand macht den Sieg noch ein wenig süßer. Denn wie aus dem Nichts und auf Zuruf des hannoverschen Fanbeauftragten zog Chavdar Yankov einfach mal ab und traf in den Kasten der Eintracht. Selbst wenn Nikolov nicht so ein Fliegenfänger wäre: Dieses Ding hätte er nie im Leben halten können. Und so besiegte 96 die DFB-Liga-Mannschaft völlig unverdient mit 1:0. So fühlen sich also klassische Bayern-Siege an.
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Autor : Daniel
Datum : 31.01.2006
... gibt auch ein paar Bilder
Die Winterpause ist vorbei und für unsere Roten ging die Jagd nach einem einstelligen Tabellenplatz in der Hauptstadt weiter. Und tatsächlich haben wir es auch mal wieder geschafft, mit ein paar Leuten dem Verein hinterherzureisen und dem Spiel beizuwohnen.
Den Bericht über das Spiel kann man auf wenige Worte reduzieren: Dabrowski macht ein Tor, Dabrowski hätte noch ein Tor machen müssen, Lala bekommt von einem hoffnungslos überforderten Schiri gelb-rot (und im Nachhinein noch drei Spiele Sperre weil er sich saudämlich verhalten hat), ein Flitzer flitzt und ermöglicht Hertha dadurch eine Nachspielzeit, in der die Berliner den Ausgleich erzielen können. Dass dieser Flitzer kommen würde, war übrigens schon vorm Kick klar - schließlich wurde eine Hummer-Limosine von einem verkackten online-Casino gesichtet. Und die bezahlen ja gerne mal irgendwelche Asseln dafür, dass sie über das Feld rennen.
Mehr gibt es über das Spiel tatsächlich nicht zu sagen, denn beide Mannschaften versuchten nahezu die komplette Spielzeit über, sich an Harmlosigkeit zu überbieten. Deshalb sei nur noch kurz darauf hingewiesen, dass der WM-Wahn in Berlin besondern schlimm zu sein scheint: Gefühlte 5.000 Mitglieder der "Trachtengruppe grün" im Block, die sich zum Teil wohl auch sehr "interessant" verhalten haben sollen, Ordner, die Flaschenöffner als gefährliche Wurfgeschosse einziehen wollen und mit Kabelbindern verriegelte Fluchttore. Hilfe, die Fußballfans kommen!
Dafür war aber unsere Fahrt doch einigermaßen lustig und entspannt, wenn man davon absieht, dass man im Irish Pub im Europcenter locker vier Euro für ein 0,4l-Getränk hinblätter muss und vom Eis befreite Gehwege quasi nicht existent sind.
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Ein Unentschieden, über das sich niemand beschweren kann
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Autor : Henning
Datum : 13.12.2005
So gesehen war es die zweite Heimpremiere für Peter Neururer. Das erste aussagekräftige Heimspiel gegen ein würdigen Gegner. Überhaupt gegen einen Gegner, nachdem sich der 1. FC Kaiserslautern zwei Wochen zuvor als der Prototyp eines Punktelieferanten erwiesen hat.
So machten sich knapp 40.000 gewarnte, aber dennoch optimistische Fans auf den Weg in die Niedersachsen-Arena und wurden mit einer durchaus flotten, den Tabellenständen entsprechend ausgeglichenen (der 8. gegen den 7.), aber torlosen Halbzeit beglückt.
Beglückt hat in dieser ersten Halbzeit vor allem auch Jiri Stajner - und zwar diejenigen seiner Kritiker, die nicht vorhaben, sich von seinen eventuell vorhandenen Qualitäten überzeugen zu lassen, sondern eher auf seine Selbstdemontage warten, um sich bestätigt zu sehen. Im Grunde genommen hat es manchmal sogar was Niedliches, wenn er sich bemüht, aber dann über seine eigenen Füße zu stolpern scheint und den Ball mit Elan zum Gegner kullert. Oder auch einfach nur liegen lässt. Aber mit Hinblick auf ein noch lange nicht gesichertes Ergebnis und einen wahrlich nicht zu unterschätzenden Gegner fangen doch manchmal die Füße an zu kribbeln. Aber der Erfolg gibt bekanntlich dem Recht, der ihn hat - doch dazu später mehr.
Denn die zweite Halbzeit beginnt für die Roten wahrlich nicht erfolgversprechend.
Dumm gelaufen, die Erste: Silvio Schröter, der kurz vor dem Halbzeitpfiff umknickte, aber trotzdem vorerst weiterspielte, muss doch ausgewechselt werden. Was seine Dramatik dadurch bekommt, dass a) in Ermangelung Steve Cherundolos Michael Delura, seines Zeichens Offensivkraft und dazu nicht grade eine erfahrener Haudegen in der Bundesliga, Schröter als Rechtsverteidiger ersetzen muss, und b) Silvio Schröter seinem Verletzungpech treu bleibt. Der rechte Mittelfuß ist gebrochen. Mindestens zwei Monate Pause, anschließende Rehabilitation und somit eine erneut verpaaste Vorbereitungszeit. Peter muss basteln, Silvio muss leiden. Drücken wir die Daumen und hoffen, dass beide mit den ihnen auferlegten Aufgaben umzugehen wissen...
Dumm gelaufen, die Zweite: Erwähnter Michael Delura, frisch im Spiel und auf einer ungewohnten Position, ist in der 49. Minute kein ernsthafter Stolperstein für die Gladbacher Angreifer, so dass Kahe den Ball nach einer recht ungehinderten Flanke nur noch locker im Tor versenken muss. Freude im gut gefüllten Gästeblock, Schweigen in den anderen.
Aber alleine das haben wir Peter Neururer schon zu verdanken, dass statt "nein, verdammt, ich will nach Hause" die Hoffnung in den Kopf schießt, dass da noch was zu machen ist. So sind die Hannoveraner denn auch sichtlich bemüht, noch die eine oder andere Kohle nachzulegen und das Glück zu erzwingen. Was sich zunächst eher in einer leichten Konfusion bemerkbar macht, die den Gästen vom Niederrhein durchaus weitere Gelegenheit zum Gegenangriff eröffnet, anstatt sie des Spielflusses zu berauben. Aber ein bisschen Glück gehört dazu, und nach und nach können die Jungs von Peter Neururer ihren Vorwärtsdrang in geregelte Bahnen lenken.
Das gelang schließlich in der 67. Minute auch einem gewissen Jiri Stajner, der bis dato ausschließlich durch bereits erwähnte und ohnehin hinlänglich bekannte Stolpereien aufgefallen war, der mit einem sehenswerten Kopfballtor plötzlich vom Clown zum Matchwinner avancierte. Immer wieder beeindruckend, wie der Tscheche selbst innerhalb eines Spiels zwischen Genie und Wahnsinn schwanken kann.
Positiv erwähnen sollte man an dieser Stelle auch noch die wirklich gelungene Vorbereitung zu diesem Tor von Thomas Brdaric. Schließlich gab es auch von ihm sonst nicht viel zu berichten, zumindest nichts Positives. Meine Meinung: Vorne die Dinger reinmachen und ab und an mal eine schöne Flanke schlagen, dass kann er wirklich, und dafür ist er wichtig. Für alles andere kann man ihn nicht so richtig gebrauchen. Er läuft viel, ohne dass etwas passiert und fällt, wenn nicht durch Tore, eher durch so lächerliche Aktionen auf, wie auch wieder gegen Mönchengladbach: Sich nach einer eher harmlosen Berührung hinzulegen, ein paar Sekunden hektisch auf dem Rasen zu kugeln, als würde man in Paniermehl baden, dann merken, dass einen keiner beachtet, aufstehen und weitertraben - die einen mögen sagen "Das gehört dazu, das macht halt jeder". Ich sage: fremdschamverdächtig.
In der folgenden 25 Minuten ging das Spiel munter in beide Richtungen weiter, aber die Weichen für die Punkteteilung waren gestellt.
Eine Punkteteilung, mit der vielleicht nicht jeder zufrieden ist, aber über die sich auch niemand beschweren kann. Es war von beiden Seiten ein schwungvolles und unterhaltsames Spiel mit vielen Torchancen und -Schüssen, weshalb das pure Ergebnis langweiliger aussieht, als das Spiel war. Es hätte genauso gut ein 3:3 werden können. Oder eben auch ein 3:0. Oder 0:3. Und die Art, wie 96 aufgetreten ist, gibt Anlass zur Hoffnung, auch gegen gleichwertige Gegner öfter mal drei Punkte abzustauben. Und grade das sollte jeder langjährige 96-Fan zu schätzen wissen. Bevor es wieder vorbei ist...
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Höchster Sieg seit Wiederaufstieg
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Autor : Daniel
Datum : 29.11.2005
Man soll ja bekanntlich den Teufel nicht an die Wand malen. Wohl aber darf man die Teufel an die Wand spielen. So geschehen am vergangenen Samstag im Niedersachsenstadion.
Doch halt: Bevor ich zum Spielbericht kommen will, muss ich vorher noch erwähnen, dass der Spieltag ja nicht mit dem Spiel selbst angefangen hat. Das erste Mal seit langer Zeit hatte ich mal wieder das große Vergnügen, nicht am Stand der Roten Kurve ins Fußballwochenende zu starten (was ja auch nicht unbedingt schlimm ist), sondern mit dem erlauchten Kreise der Erleuchteten in der Bar ********. Dort wurden - im recht großen Kreise - die ersten stärkenden Getränke zu sich genommen und grundlagenbildende Speisen vertilgt, bevor es ins Stadion ging.
Als Gast hatte sich der 1.FC Kaiserslautern angemeldet. Aufgrund meiner Eindrücke beim Training in der Woche zuvor und vor allem wegen der desolaten sportlichen Situation in Lautern war ich selten optimistisch, was das Aufeinandertreffen der Roten und der Roten Teufel anging. Einen lockeren 4:0-Sieg hatte ich prognostiziert, was sich letztlich nicht als all zu falsch erweisen sollte.
Die Roten spielten von Anfang an erfrischend offensiv nach vorne und kamen bereits in den Anfangsminuten zu mehreren nennenswerten Torchancen. Ausgiebig gefeiert wurden sie dafür von der versammelten Anhängerschaft (gut 31.000 Zuschauer waren da, für die von Neururer erhofften 40.000+x waren die Temperaturen dann doch zu niedrig und die Preise zu hoch) jedoch nicht. Ein bundesweiter Stimmungsboykott fand in den meisten deutschen Stadien statt (eine lustige Karnevalstruppen machte natürlich nicht mit) und sollte auf ein nicht-eingehaltenes Versprechen des ehemaligen Innenministers Otto Schily zur Einrichtung einer unabhängigen Ombudsstelle für Stadionverbote hinweisen. Entsprechend geisterhaft oder wolfsburglike war die Stimmung also in Hannover.
Bis zur 13. Spielminute. In dieser nutzte Michael Tarnat das Chaos im Lauterer Hühnerhaufen, den man in der Pfalz Abwehr nennt, und stokelte den Ball irgendwie über die Linie. Es durfte also kurz gejubelt werden, danach wurde für die restlichen zwei Minuten wieder die Klappe gehalten. Man wollte schließlich das Eventpublikum der Zukunft simulieren.
Gott sei Dank war dann aber auch Schluss mit Unlustig und es durfte wieder nach herzenslust gegrölt werden. So eine Atmosphäre möchte ich beim Fußball nie wieder erleben müssen. Hoffentlich sehen DFB und DFL das auch so. Einzig der Glaube daran fehlt.
Was man in den folgenden Minuten auf dem Spielfeld sehen durfte, hatte man in Hannover recht lange vermisst: Frühes Attackieren der Gegner. Die Mannschaft stand bei weitem nicht mehr so tief in der eigenen Hälfte, wie in den letzten Spielen und setzte so die Lauterer Absteiger-Truppe gehörig unter Druck. Chancen für 96 waren die logische Folge.
In Minute 26 war es dann erneut Michael Tarnat, der eine der Chancen verwandeln konnte. Dieses Mal jedoch durchaus absichtlich und nicht eher zufällig wie noch beim 1:0. Mit einer 2:0-Führung ging es also in die Pause.
Wer nach dieser jedoch eine defensivere Elf in rot erwartet hatte, der hatte sich geirrt. Es ging fröhlich weiter in Richtung Lauterer Tor und nach 62 Minuten köpfte Minnesänger Brdaric gekonnt ein.
Die Eindeutigkeit des Sieges konnte auch in der 69. Minute nicht getrübt werden: Irgendein Lauterer wurde mit einem langen Ball auf das Tor von Robert Enke geschickt und konnte eine Fehleinschätzung unseres Keepers ausnutzen.
Nur vier Minuten später konnte Enke seinen Fehler aber schon wieder gut machen, als er einen weiten Abwurf zu Jiri Stajner machen konnte, der wiederum genial auf Thomas Brdaric weiterspielte. Der nächste Doppelschlag des Tages war perfekt und es stand somit 4:1 für die Unserigen.
Aber das sollte noch nicht alles gewesen sein. Schließlich gibt es da ja noch einen Vahid "ich-treff-nur-unter-Neururer" Hashemian, der seinem Namen mal wieder alle Ehre machen sollte. Nachdem der Iraner bereits beim Neururer-Debüt in Stuttgart getroffen hatte, wollte er auch endlich in Hannover mal wieder einnetzen und jagte den Ball am bedauernswerten Lauterer Schlussmann vorbei ins Tor. 5:1. Ende. Aus.
Das alles spricht natürlich sehr für einen kurzweiligen Fußballnachmittag und lässt erwartungsgemäß in Hannover die Träume vom Weltpokaltitel hochkommen. Man sollte aber auf keinen Fall vergessen, gegen wen dieser Sieg so hoch ausgefallen war. Der Gegner aus Kaiserlautern war eigentlich keiner, denn von einem Gegner erwartet man doch in der Regel, dass er auf dem Platz ist und sich wehrt. Davon war aber nichts, aber auch gar nichts zu erkennen und man sollte die ersten richtigen Tests in den kommenden drei Spielen abwarten. Sollten auch Dortmund, Gladbach und Leverkusen ähnlich hoch vom Platz gejagt werden, dann darf auch vom Weltpokal geträumt werden. Mindestens.
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Punkt im Ländle - Ein Sofabericht
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Autor : paulito
Datum : 21.11.2005
Ich war gespannt, wie sich die Roten im ersten Spiel nach Lienen auswärts präsentieren würden. Meine Erwartungshaltung war nicht all zu hoch, weil die Punkteausbeutung im Schwabenländle in der Vergangenheit eher bescheiden war. Ein Sieg wurde es auch diesmal nicht, wenn gleich dahingehende Bemühungen unübersehbar waren.
In der ersten Halbzeit war es ein zerfahrenes Spiel mit einem bescheidenem Unterhaltungswert. So resultierte die Führung der Gastgeber nach einem Abspielfehler Cherundolos im Aufbauspiel über die rechte Seite. Einen Stellungsfehler Dabrowski nutzt Tomasson zu einer Direktabnahme aus etwa 13 Metern, die unten links unhaltbar für Enke einschlägt. Bitter, denn Enke hatte bis dahin keine Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Zu schwach waren die Offensivbemühungen der Trapattoni-Elf bis zu diesem Zeitpunkt.
Die Roten steckten nach dem Rückstand nicht auf, sondern versuchten weiterhin über die Außen Hashemian in der Mitte mit Flanken zu bedienen. Leider waren die Versuche zu unpräzise, so dass keine Torgefahr enstand. Dennoch fiel positiv auf, dass konsequent der Torabschluß gesucht worden ist.
Nach dem Pausentee brachte Neururer den wiedergenesenen Schröter für den unterirdisch spielenden Stajner. Delura wich dafür auf die linke Seite aus, um Schröter über rechtsaußen stürmen zu lassen. Dieser Schachzug brachte gleich Schwung in die Begegnung. Nach einem verunglückten Schussversuch Schröters, landet der Ball bei Hashemian, der aus Mittelstürmerpostion eiskalt zum Ausgleich verwandelt. Endlich ein Tor vom Iraner, der nach gefühlten dreißig Jahren mal wieder in der Bundesliga getroffen hat. Fast selbstverständlich traf er damals unter demselben Trainer wie am Sonnatg. Hätte man darauf wetten können, die Quote wäre homäopathisch gering ausgefallen.
In der Folgezeit plätscherte das Spiel vor sich hin, bis Zuraw sich eine geistige Auszeit gönnte. Anstatt eine belanglose Flanke zur Ecke zu klären, läßt er den Ball durch. Der hinter ihm stehende Tomasson staubt dankend zur erneuten Führung ab. Die Antwort der Roten läßt nicht lange auf sich warten. Nach dem Wiederanpfiff und einer beherzten Einzelaktion von Balitsch, triftt Yankow zum erneuten Ausgleich. Den Hausherren gelingt in der Folgezeit wenig. Gefahr lauert eigentlich nur nach Standards. Ein solcher Freistoss der Stuttgarter war es dann auch in der Nachspielzeit, der zu einem Elfmeter hätte führen können, es aber verdientermaßen nicht tat. Zu pomadig war der Auftritt über die gesamte Spielzeit des VfB.
Für die Roten ist es ein kleiner Achtungserfolg. Entscheidend wird aber das kommende Heimspiel gegen den Tabellenletzten aus der Rogon-Pfalz. Drei Punkte und die Saison fängt für uns noch mal neu an ...
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Autor : Sven
Datum : 07.11.2005
Vor dem Spiel war man sich noch einig ... gibt es gegen die Mainzer ein mieses Spiel, mit dem Endergebnis einer Niederlage oder eines Unentschiedens ... ist der Trainer weg.
Nach dem Spiel ist man (zum wiederholten Mal) nahezu ratlos.
Sicher, ob ein Trainerwechsel gut oder schlecht ist, hängt zu einem großen Teil auch an der Qualität eines zu erwartenden Nachfolgers ab und an eben dieser Stelle herrscht wiederum Einigkeit darüber, daß derzeit wohl kaum ein adäquater oder bezahlbarer Mann für den Job als 96-Trainer zu haben wäre.
Zumindest scheint zweifelhaft, ob die Qualität des arbeitssuchenden Trainers X höher einzuschätzen wäre, als die unseres jetzigen Coaches.
Nimmt man jedoch die bisherige nackte Saisonstatistik als Grundlage und betrachtet hierzu noch die abgelieferten Arbeitsergebnisse in Sachen Fussballästhetik, so kommt man schnell frustriert zu dem Schluß - der Verantwortliche hierfür gehört schnellstens und in hohem Bogen gefeuert.
Insbesondere nach einem Spiel wie dem gegen die Bielefelder in der letzen Woche oder wie eben nach dem ebenso brutal schlechten letzten Kick gegen die Mainzer .
Weil Tarnat in der letzten Sekunde den Ball aber noch ins Netz getüddelt hat, bleibt als letztes Bild nunmehr in Erinnerung, wie die halbe Mannschaft den Trainer Lienen herzt.
Nun bleibt es allerdings fraglich, ob es ein gutes Zeichen ist, wenn sich die Angestellten an ihrem Abteilungsleiter (welcher sich ja u.a. auch für die Ausarbeitung der Route bei Waldläufen verantwortlich erklären muss) schubbern, aber was soll's ...
... jetzt haben die Jungs erst mal zwei Tage frei bekommen.
Was noch bleibt ist Erwartung ... oder eben auch keine, so richtig weiß man das halt nicht in diesen Tagen. Auf jeden Fall darf man sich so langsam in Hannover mal wieder so richtig Sorgen machen.
Prinzipiell ist das dann auch nix Neues.
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Autor : Daniel
Datum : 18.09.2005
Am gestrigen Samstag fand im Rahmen des 5. Spieltags der Bundesliga-Saison 2005/2006 die Premiere der Roten in der Münchener Allianz Arena statt. Die Rote Erleuchtung war aus diversen Gründen in diesem Jahr recht zahlreich in der bayerischen Landeshauptstadt vertreten. Während die größten Teile der von uns Anreisenden den PKW als Transportmittel bevorzugten, machte ich mich mit dem Sonderzug auf den Weg gen Süden.
Zu nachtschlafender Zeit, um 5.16 Uhr, setzte sich der von der Roten Kurve und dem First Reisebüro initiierte Sonderzug in Bewegung, um gut acht Stunden später (manche errechneten im Nachhinein eine Fahrtzeit von sechs Stunden) im Münchener Hauptbahnhof einzulaufen. Dort eingetroffen, sammelte man diverse Leute der Gruppe Pressler ein und es ging zusammen nach München Fröttmaning.
Die Strecke von der dortigen U-Bahn-Station zum neuen Stadion war mir schon vorher bekannt und so wusste ich, dass uns noch ein kleinerer Fußmarsch bevorstehen würde. Dazu kam noch eine etwa 20 minütige Anreise mit einer überfüllten U-Bahn, so dass wir letztlich knapp 1 1/2 Stunden brauchten, um vom Hauptbahnhof bis in unseren Block zu gelangen.
Die Enttäuschung über diesen (und das restliche Bauwerk drumherum) war bei mir ähnlich groß, wie bei vielen meiner Mitfahrer. Die hochgelobte Allianz Arena zeichnet sich nämlich unterm Strich nur durch zwei Dinge aus: 1. Sie ist riesig. 2. Sie erschlägt den Zuschauer förmlich mit Werbung. Selbst bei miesestem Wetter habe ich mich noch nie in einem Stadion so unwohl gefühlt wie gestern im neuen Münchener Hochglanz-Fußball-Stadion.
Den Roten schien es ähnlich zu gehen, denn bereits nach weniger als zehn Spielminuten fiel das Tor des Tages durch Demichelis. Dabro, der ansonsten seine gute Form der letzten Wochen bestätigen konnte, passte nicht gut genug auf und ließ den Bayern-Spieler in Ruhe einköpfen.
Der Rest des Spieles ist schnell erzählt: Bayern verwaltete in einem extrem öden Kick das Ergebnis, die Roten trauten sich leider erst in den letzten paar Spielminuten, ein wening mehr Druck aufzubauen. Insbesondere Nachwuchsspieler Hendrik Hahne zeigte in dieser Phase, dass er vielleicht beim nächsten Spiel von Anfang an auf dem Feld stehen sollte. Seine Bemühungen sollten belohnt werden; schon allein weil Hashemian noch nicht so ganz in Hannover angekommen zu sein scheint und bei Weitem noch nicht in die Mannschaft integriert zu sein scheint.
Ganz schlimm ist übrigens das Völkchen, das sich in München im Stadion herumtreibt. Nicht, dass es nicht schon erschreckend genug wäre, dass von den 60.000 Bayern-"Fans" im Stadion gerade einmal ein halber Stehblock um Support bemüht ist und es für uns eine Leichtigkeit war, stimmungstechnisch Herr im Hause zu sein (was uns auch von neutralen Zuschauern auf der Rückfahrt bestätigt wurde). Nein, die Krönung war das gellende Pfeiffkonzert nach dem Abpfiff. Ein Gegner wie Hannover 96 muss schließlich mit 8:0 nach Hause geschickt werden. Mindestens. Warte nur ab, arrogantes Bayern-Völkcken...
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Hamburg-Hannover (und sonst nix)
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Die Roten bescherten uns ein verdientes 1:1 beim hsv
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Autor :
Datum : 30.08.2005
Eigentlich wollte ich ja gar nicht mitfahren, aber da ich von Daniel die Karte bekommen habe, bin ich dann doch mal wieder Richtung Hamburg aufgebrochen. Einen großen Dank an dieser Stelle an Daniel!
Treffpunkt für die Fahrt war natürlich mal wieder der Schweif unseres Bahnhofspferdes. Zusammen mit einer Vielzahl von positiv Verrückten ging es mit dem 9:41 Uhr Zug nach Uelzen, um dann mit dem blau-gelben Metronom-Mist weiter zu fahren.
Wir sind nicht planlos so früh nach Hamburg aufgebrochen. Beim ersten Spiel nach dem Aufstieg hatte man eine sehr nette Lokalität ausgemacht - "Zur scharfen Ecke". Dorthin verschlug es uns also gleich nach der Ankunft in Hamburg. Auch dieses Mal erfüllte die Kneipe unsere Partyanforderungen mit Musik aus der Jukebox und kühlem Astra.
Wir fuhren dann relativ spät zum ehemaligen Volksparkstadion und sind pünktlich zum Spiel vor Ort angekommen. Dort traf man dann noch auf einige per-Auto-Auswärtsfahrer und gesellte sich in den Stehblock.
Das Spiel war nicht so gut wie erhofft. Die Hamburger wirkten doch recht müde nach Ihrem Auftritt im UI-Cup Finale doch die Roten wussten nicht so recht etwas mit dem "Vorteil" anzufangen. Der kleine hsv war trotzdem ein bisschen überlegen. Doch in der 18. Minute konnte Stajner einen sehenswerten Konter für unsere Roten zum 1:0 abschliessen. Er wurde dabei sehr gut von Hashemian angespielt und lupfte den Ball über den hsv-Torwart Wächter.
Leider kam der hsv durch Mahdavikia nur kurze Zeit später zum Ausgleich. Mahdavikia überwand Enke in der 22. Minute mit dem Kopf. Das Spiel lief danach ohne große Überlegenheit einer Mannschaft bis zur Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit veränderte sich das kaum. Doch der hsv hatte einige gute Torchancen. Mahdavikia z.B. hätte sein zweites Kopfballtor machen können. Der Ball aber wollte nicht so recht und flog an die Querlatte. Des Weiteren wurde ein Tor durch Trochowski wegen Abseits zurecht nicht gegeben. Das Ergebnis blieb also 1:1. Ein verdienter Punkt für unsere Roten, auch wenn sie ruhig den 5. Sieg hintereinander gegen den hsv hätten holen können ;)
Die Rückfahrt war leider nicht so schön wie geplant. Als wir am Hbf ankamen, war der Metronom so überfüllt, dass uns die Staatsmacht nicht mehr einsteigen lies. Der am Bahnsteig gegenüber stehende Sonderzug wurde vom Personal an jeder Tür bewacht und bei Jedem wurde das SoZu-Ticket verlangt. Der halb leere SoZu ist dann ohne uns und viele verärgerte Rote losgefahren. Somit konnten wir leider nicht wie geplant nach Hannover zurück fahren und hätten ne Weile auf den nächsten Metronom Richtung Uelzen warten müssen. Aber wie schon beim ersten Auswärtsspiel nach dem Aufstieg sind wir dann über Bremen nach Hannover zurück gefahren und die Fahrt war trotz des Ärgers über die Bahn sehr stimmungsvoll.
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Aufholjagd mit Überschall
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96 gewinnt gegen die Hertha 2-2
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Autor : Sven
Datum : 10.08.2005
126 km/h will irgendjemand bei dem Freistoß von Tarnat als Geschwindigkeit gemessen haben, welcher kurz vor dem Spielende in das linke Dreieck des Herthaner Tores eingeschlagen war und ein schwieriges Spiel für die Roten famos beendete.
Die Fans konnten so zumindest kurzzeitig die zuvor erlebten Entbehrungen in der als Hindernisparcours ausgebauten Spielstätte der Roten vergessen und das Unentschieden wie einen Sieg feiern, denn schließlich ist es gefühlte Lichtjahre her, daß die 96er mal eine Begegnung nach einem Rückstand drehen oder aufholen konnten.
Ansonsten sind aus dem Spiel selbst noch keine großen Rückschlüsse zu ziehen, zu ungewiß ist die Entwicklung der Mannschaft und einiger Spieler in der nahen Zukunft ... vor allem auch deshalb, weil die Feinabstimmung innerhalb des Teams, aufgrund der zahlreichen Verletzungen wichtiger Spieler und sich daraus ergebender Nöte in Aufstellung und Taktik, fehlt.
Positive Ansätze gab es dennoch genügend, so daß einem momentan kaum bange werden mag, was das primäre Saisonziel "vorzeitiger Klassenerhalt" angeht ...
... vor allem, wenn die verletzten Cherundolo, Schröter, Delura & Co. wieder dabei sein werden.
Was sich am Rande des Spiels im/am Niedersachsenstadion abspielte, belegte allerdings mal wieder eindrucksvoll, daß die geschäftsführende Riege bei den Roten und seinen Partnern dem Prädikat "bundesligareif" ganz weit hinterherhängt.
Probleme und Systemabstürze beim zeitgemäßen Einlass der Fans oder dem Erwerb von Wurst und Pilsbierbrause dürften wohl auf jedem kleinerern Rockkonzert oder beispielsweise auf einem einfachen Volksfest für mittelschwere Ausschreitungen und dem Abriss sowie dem Ausplündern der Verkaufsstände führen ...
... insofern bleibt immerhin festzustellen, daß sich zumindest nüchterne Hannoveraner trotz miesester Umstände im Service und den mangelhaften technischen Gegebenheiten im Stadion inzwischen wohl schon fast an Schnitzmeier und Co. gewöhnt bzw. sich selbst noch weitestgehend im Griff haben.
Allerdings muss man diejenigen, die sich beim letzten Spiel in meterschlange Reihen für Bratwurst, Bier und dem Aufladen der Karten einreihten ... dabei aber weite Teile des Spiels versäumten ... auch nicht wirklich bedauern.
Schließlich entscheidet immer noch jeder für sich selbst, ob er für ein offensichtlich aussichtsloses Unterfangen auf die nebenan kickenden Roten verzichtet.
Gegen Frankfurt gibt es nun also vor dem Spiel biermäßig ein "buy one - get two" als (wenn auch dürftige) Wiedergutmachung ...
... aber was soll's, diesen nächsten Systemtest wird die Erleuchtung wohl dennoch mal aus der Nähe beobachten.
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"Wir wollen das ganze Event sehen!"
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Autor : Daniel
Datum : 25.05.2005
Am späten Vormittag des vergangenen Samstag traf sich ein kleiner Teil der Erleuchtung bestehend aus mir, dem Herrn Svenson und dem Herrn Svennypenny am Hannoverschen Hauptbahnhof, um bewaffnet mit ein wenig Bier und ein wenig mehr Jack Daniels den Weg in Richtung Berlin anzutreten. Da die Welt ja bekanntlich vornehm zu Grunde geht, verzichteten wir auf den Sonderzug und setzten uns stattdessen mit dem ICE in Bewegung.
Nachdem das Bier bereits am Bahnsteig gefrühstückt wurde, musste während der Zugfahrt also Freund Jack dran glauben. Was ja schon eine gewisse Tradition bei Erleuchtungsfahrten hat. Dank des Herrn Svenson werden wir in diesem Punkt aber auch noch immer professioneller. Während wir sonst den Cola-Jack-Mix (merke: anders ist das Zeug auch nicht zu genießen) im lauwarmen Zustand trinken "mussten", gab es dieses Mal sogar Eiswürfel.
In Berlin angekommen - Jack war schon länger nicht mehr unter sondern in uns - ließen wir uns von zwei netten Beamten der Polizei Berlin den Weg zum Irish Pub im Europacenter erklären, in dem bereits die vorgefahrenen Herren Paulito und Béla auf uns warteten. Nachdem wir festgestellt hatten, dass Black&Tan nicht immer aus Kilkenny und Guinnes besteht (und in anderen Konstellationen nicht wirklich dölle schmeckt) machten wir uns auf dem Weg zum Berliner Olympiastadion. Schließlich war es Ziel des Tages, die Partie zwischen der gastgebenden Mannschaft von Hertha BSC Berlin und unseren Roten zu verfolgen.
Im Stadion angekommen, eroberten wir zuerst einmal unsere Plätze, die wir durch geschickte Spekulationen zu einem Spottpreis bekommen haben, um unsere freundlichen Sitznachbarn kennenzulernen. Mit erschrecken mussten wir feststellen, dass das Berliner Fußballpublikum in diesem Bereich des Stadions bereits das Label "DFB zertifiziert" verdient hat. Es war in etwa 30 Minuten vor Anpfiff als sich folgende Szene abspielte:
Wir standen vor unseren Plätzen, da wir eigentlich keinen Bock hatten, schon vorm Spiel auf die viel zu hohe Brüstung des Oberrangs zu starren. Hinter uns saßen - brav in Zivil gekleidet - diverse Leutchen, die man eher beim nächstbesten Laubenpieper-Fest als beim Fußball erwarten würde. Nur ein wenig jünger. Und offensichtlich war Vatti so ungefähr das erste Mal mit Mutti beim Fußball, denn Mutti legte sehr viel Wert darauf, dass wir uns doch bitte hinsetzen. Schließlich wolle sie das ganze Event sehen. Ich glaube, unser Gelächter hat sie bis heute nicht so ganz verstanden.
Zum Anpfiff taten wir ihr dann schließlich den Gefallen. Denn zum einen sind wir ja keine bösen Unmenschen und zum anderen ging es auf dem Feld ja durchaus noch um was: Hertha hätte mit einem Sieg die Qualifikation zur Champions League erreichen können und Hannover 96 - und das ist viel wichtiger - hätte bei einem Sieg der Bielefelder gegen einen Niedersachsen, der eine Fanfreundschaft mit dem Braunschweiger TSV anstrebt, bei einem Punktgewinn das internationale Geschäft im Form des UI-Cups klargemacht.
Die Aufgabe mit dem Punktgewinn erfüllten unseren Roten dann auch. Das Spiel endete 0:0-Unentschieden (wodurch Hertha leider, leider, leider ;-) nur in den UEFA-Cup rutschte) und der eine nötige Punkt war geholt. Doch leider meinten es die Bielefelder nicht gut mit uns und verloren mit 1:2 gegen die Schraubendreher aus WOBsburg. Vermutlich hat Matze Hein (BS-Sch*e*n) doch noch eine gewisse Rivalität zu den Roten im Blut und hat mal eben zwei Dinger durchrutschen lassen.
Nach dem Spiel ging es zuerst ans Brüder-Mobil (die beiden waren vorm Kick noch zu uns gestoßen), wo die letztlich doch ziemlich erfolgreiche Saison mit Bier und Schampus begossen wurde. Leider wurde die Feierlaune von ein paar Vollpfosten aus Hannover, die lange brauchten, um einzusehen, dass Thors Hammer durchaus ein Grund ist, um die Konversation sorfort einzustellen, gestört. Nachdem man diese widerlichen Subjekte abgeschüttelt hatte, verzog man sich zurück ins Zentrum der Hauptstadt, um dem Café King noch einen kleinen Besuch abzustatten und dort den Abend vor der Heimfahrt in die Zivilisation ausklingen zu lassen.
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... oder : Wenn alleine die Roten einem den Tag und die Nacht retten !
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Autor : Sven
Datum : 16.05.2005
Es gibt so Tage, da scheinen alle Pläne (und seien sie auch noch so gut ausgetüftelt) über Bord zu gehen, so ungefähr ab dem Moment, wo man mit dem Fuss aus dem Bett steigt.
Solch ein Tag war der letzte Samstag. Dabei war tatsächlich alles so gut vorbereitet und das Wochenende hatte mit dem Sieg von St. Pauli gegen den hässlichsten Regionalligisten der Welt bereits vielversprechend begonnen. Der Plan für den eigenen Spieltag lautete in den Grundzügen folgendermaßen :
1) Ich fahre zunächst zu meinem Kollegen und dem neuesten Erleuchteten, "Herrn Svensson".
2) Man trinkt zwei, drei oder vier Begrüßungspils und macht sich dann auf den Weg ins Stadion.
3) Noch mehr Pilsbierbrause trinken.
4) 96 gewinnt gegen den anderen und weitaus weniger sympathischeren Sportverein aus der Hansestadt.
5) Im Anschluß an das Spiel gemeinsam mit der RE oder zumindest mit Teilen der Erleuchtung in die Altstadt ziehen.
6) Abfeiern.
7) Aufwachen und Kopfschmerzen bekämpfen, frühestens ab Sonntagnachmittag.
Unterdessen sollte zu Hause der bereits abgemachte Verkauf des eigenen Motorrades durch die Freundin abgewickelt werden und es ist schließlich auch nicht das Schlechteste, wenn man in diesem Moment selbst nicht zugegen ist ... das macht die Sache für einen wenigsten etwas leichter. ;-)
Da man ein wenig in Zeitnot kam, erklärte sich meine äußerst zuvorkommende Freundin zudem bereit, mich in die Südstadt zu bringen, wo Svensson bereits wartete.
Als sie sich dann wieder auf dem Rückweg befand, um auf die in Kürze angekündigten Motorradkäufer zu warten, hatte uns längst die Nachricht erreicht, daß die Tagesordnungspunkte 2) und 3) sowie 5) und 6) ausfallen werden, da ein Kollege sich krank gemeldet hatte und der anstehende Nachtdienst von Samstag auf Sonntag durch uns beide übernommen werden musste.
Geteiltes Leid ist zwar halbes Leid, aber es reichte trotzdem noch ... zumal es sich bei dem "Mitarbeiter des Monats" um einen gebürtigen Braunschwapper handelt, dessen Chancen auf eine erneute Erkrankung übrigens als enorm hoch angesehen werden dürfen.
Aber selbst als die Freundin sich nach einigen Minuten meldete und meinte, daß sie mit dem Auto auf Höhe der Gildebrauerei und aufgrund einer Panne stehengeblieben sei, brach aufgrund nun wieder recht guter Zeitreserven keine besondere Panik aus.
Schnell mit Svensson in dessen Auto gestiegen, zur Gilde gefahren und die britische Mobilitätsgarantie verständigt, um den ein Jahr alten und vor einem Monat in der Inspektion gewesenen Wagen wieder flott machen zu lassen, während die Freundin mit dem Gefährt von Svensson nach Hause fährt.
Innerhalb der eigenen Wartezeit auf den gelben Engel und der aufkommenden Hoffnungslosigkeit, was die Chancen einer schnellen Wiederherstellung des augenscheinlich defekten Getriebes angeht, musste die in dem Fahrzeug befindliche Kiste Bier zu allem Überfluss nun auch noch unangetastet bleiben ... wegen des Nachtdienstes bzw. wegen des Kollegen aus der Stadt der Bekloppten und Bescheuerten.
Nachdem der freundliche Mitarbeiter des (was heisst ...) ADAC (... eigentlich ?) die laienhafte Diagnose Getriebeschaden bestätigt und man den Abschleppvorgang für einen späteren Zeitpunkt verabredet hatte, um wenigstens noch einigermaßen pünktlich zum Spiel zu kommen, meldete sich die Freundin, um den Fahrzeugverkauf des Motorrades als vollzogen zu melden.
Leider kam es bei der Abholung der "Kawa" zu einem weiteren Ereignis, daß kaum zur Verbesserung der Laune beitragen konnte ...
... die Käufer hatten nämlich das Krad (immerhin nach der vollständigen Bezahlung) beim Abbocken auf die Seite geworfen, jedenfalls fast, denn für einen vollständigen Umfaller stand das zweijährige Svennson-Auto im Weg.
Und wäre es nicht jetzt an der Zeit gewesen, mehrere Biere direkt hintereinander zu verkonsumieren, um eine gewisse Scheißegal-Mentalität herzustellen und über das Geschehene vielleicht sogar lachen zu können ...
... nachdem man einige Minuten zu spät im Stadion angekommen auch noch direkt das 0-1 für den Hamburger Spochtverein hinnehmen musste, war es eigentlich endgültig soweit.
Das Enke, Stajner und Barnetta unter sagenhafter Mithilfe der restlichen Mannschaft und mit ebenso guter Unterstützung der Zuschauer das Ding noch umdrehen konnten, entschädigte dann für vieles ...
... mit dem Braunschweiger sind wir aber noch lange nicht fertig.
Alle sonstigen verpassten Tagesordnungspunkte werden im Wesentlichen und vermutlich auch im Übermaß beim Saisonabschluss in Berlin erfüllt ...
... die Vorfreude darauf ist am letzten Wochenende auf jeden Fall enorm angewachsen.
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In Stuttgart gibt es nach wie vor nichts zu holen...
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Autor :
Datum : 10.05.2005
Wieder einmal rief die Notbremse nach eifrigen Auswärtsfahrern, um mit dem Bus Richtung Stuttgart aufzubrechen. Ich erhörte den Ruf und brach mit 49 weiteren Fans um 7:00 am Niedersachsenstadion auf.
Die Hinfahrt kann man als sehr gelungen bezeichnen. Vor allem die 15 Kisten Freibier, aber auch das wieder einmal sehr gute Notbremse-Auswärts-Quiz und natürlich die nette Begleitung (überwiegend bekannten Gesichter) sorgten für gute Laune.
Nur die beiden Busfahrer sorgten für miese Laune, weil es kaum Pausen gab und sie über die Sprechanlage dumme Sprüche rissen.
Über das Spiel und vor allem die Stimmung im Stadion lohnt ein Bericht eigentlich nicht und daher nur kurz die Info, dass wir wieder einmal kurz vor Schluß ein 0:1 bekommen haben. Kevin Kuranyi schoss das 1:0 für die Schwaben in der 88. Spielminute. Damit sind sie der CL wieder ein Stück näher gekommen und wir bleiben weiterhin im Niemandsland der Tabelle und müssen auf die Fairplay-Wertung hoffen...
Die Rückfahrt verlief relativ ruhig. Viele mussten sich erstmal von der feuchten Hinfahrt und vom Ergebnis des Spiels erholen.
Als die Gewinner vom Quiz bekannt gegeben wurden, war auch ich wieder wach, weil ich doch tatsächlich den 5.Platz erreicht habe. :)
Dann ging es mit guter Musik weiter Richtung Hannover. Auch jetzt waren die Busfahrer ziemlich dreist und haben von Kirchheim bis Hannover keine Pause mehr gemacht, obwohl mehrmals darum gebeten wurde!
Um ca. 1:00 sind wir wieder am Niedersachsenstadion angekommen und haben die Busfahrer ohne Trinkgeld nach Hause geschickt...
Fazit: schöne Fahrt, blödes Ergebnis, kurzer Bericht...
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Autor : Svennson
Datum : 03.05.2005
Das wichtigste an diesem Spieltag vorweg: Drei Punkte im Sack, endgültig sicher in Liga 1 !!!
Das Spiel selbst stand wenigstens seitens des Wettergottes unter einem guten Stern, frühlingshaftes Sonnenwetter mit Protektionscharakter. So trieb es 40000 Zuschauer in das Niedersachsenstadion; eine ordentliche Zahl, wenn man die zuletzt gebotene Attraktivität des Spieles und den Gegner bedenkt.
So ging der Fussballnachmittag zunächst Verhalten los und beide Mannschaften konnten das Spiel nicht deutlich bestimmen. In der Anfangsphase war Nürnberg eher bemüht, einen Torabschluß zu finden als die unseren. Richtig gefährlich wurden sie dabei nur einmal, an dieser Stelle fanden sie allerdings in Robert Enke, der fehlerfrei und überragend bleiben sollte, ihren Meister. Auch zum Ende der 1. Halbzeit tauchte der 96-Keeper noch einmal katzenartig in die rechte Ecke ab und konnte so einen Müller-Schuß parieren.
Die 96er tauchten durch Mertesacker, Schröter und Stajner gefährlich vor dem Kaster der Nürnberger auf. Stajners Großchance kurz vor dem Pausentee ( frei vor dem Keeper aus 10m vergeben ) war schon sehr ärgerlich.
In der zweiten Halbzeit sollte sich an dem Spielgeschehen nicht mehr viel ändern. Nürnbergs Phantom Mintal machte diesmal seinem Namen über 90 Min. alle Ehre, die 96 bekleckerten sich allerdings auch nicht gerade mit Ruhm. Einzig Steven Cherundolo machte den Eindruck als wolle er das Spiel unbedingt gewinnen und machte ein starkes Spiel auf der rechten Seite. Sein Pendant auf links, Michael Tarnat, wurde nach schwachem Spiel gegen Vinicius ausgewechselt. Der Brasilianer sollte nach stetig guten Leistungen eine gewichtigere Rolle in den Startaufstellungen des Trainers spielen.
Vorher wurde der in Ansätzen starke Barnetta gegen den späteren Matchwinner Kaufman ausgewechselt. Barnetta hatte den Platz in der Startaufstellung eingenommen, Kaufmann musste zunächst mit der Bank vorlieb nehmen.
Das ausgerechnet Kaufman das Siegtor geschossen hat hilft ihm hoffentlich bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber. Er stand zwar dort, wo ein Mittelstürmer stehen muss, um die starke Einzelleistung von Krupi mit einem sog. Abstauber abzuschließen, konnte allerdings sonst auch keine Gefahr ausstrahlen.
Explosionsartiger Jubel hat sich kurz vor Ende der Partie entladen ( ich habe geschriehen, bis mir schwindelig wurde ), aber endlich mal wieder ein herausgespieltes Tor in Hannover. Super Jungs, es geht doch...!
So hat ein mäßiges Fussballspiel dank des Wetters und des Ergebnisses ein versöhnliches Ende gefunden; für mich persönlich hat der Tag dann noch ein perfektes Ende erhalten mit der Aufnahme in die Rote Erleuchtung.
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Autor : Daniel
Datum : 24.04.2005
Fangen wir mit dem sportlichen Teil dieses Berichtes an: Unsere Roten haben beim FSV Mainz 05 sang- und klanglos und völlig zu Recht mit 0:2 verloren. Schuld ist eine Mannschaft, die ohne Herz auf dem Feld rumdackelt und ein Trainer, der ohne Verstand die Taktik vorgibt. Wenn bei einem Angriff der eh schon führenden Mainzer standardmäßig vier bis fünf Angreifer im Strafraum sind und bei einem Angriff der zurückliegenden Roten maximal zwei Stürmer den Gegner unter Druck setzen wollen, dann hat ein Trainer verdammt noch mal was falsch gemacht. Schlimmer anzuschauen war der Fußball unter Egon Coordes oder Rolf Schafstall auch nicht, war halt nur ne andere Liga. Zum Glück gab es diese überraschend gute Hinserie - ansonsten würde nicht der SC Freiburg sondern Hannover 96 als erster Absteiger feststehen.
Die Fahrt nach Mainz war allerdings einigermaßen lustig: Die Rote Kurve hatte eine Busfahrt organisiert und so trafen sich diverse Reiselustige um 8.30 Uhr am ZOB. Ein Bus war auch da, nur der Busfahrer schien noch zu fehlen. Tat er aber nicht: Einer der Umherstehenden betrat irgendwann den Bus und setzte sich ans Steuer - unter den verwunderten Blicken der Mitfahrer, denn der Fahrer wirkte doch recht jugendlich und war letztlich auch erst 26 Jahre. Und auch ansonsten passte er nicht unbedingt in das Bild des klassischen Busfahrers. Dazu kam, dass er die Getränkepreise an Bord durchaus fanfreundlich gestaltete.
Die Fahrt in Richtung Mainz verlief erfreulich stress- und vor allem vollsperrungsfrei. Ganz ohne Schreckmoment lief aber auch sie nicht ab: Irgendwo zwischen Kassel und Frankfurt setzte sich auf einmal ein Streifenwagen vor uns und schaltete eine freundliche "Bitte folgen" Light-Show an. Glücklicherweise wurde der Bus jedoch nicht stillgelegt - unserem Fahrer wurde nur Überholen im Überholverbot vorgeworfen und er wurde durch glückliche Umstände nur mündlich verwarnt. Es konnte also gemütlich weiter nach Mainz gehen.
Die Stadtgrenzen erreichten wir dann auch schon recht früh, und nach ein paar hundert Metern durch ein hässliches Industriegebiet erreichten wir die ziemlich schmucke Innenstadt und erspähten auch recht schnell ein erstes Bus-Parkplatz-Schild. Leider sollte es das einzige bleiben. Also irrten wir quer durch die Stadt, ohne ein weiteres Hinweis-Schild zu finden. Nach ca. 20 Minuten verließen wir die eigentliche Stadt wieder und landeten in einem kleineren Vorort, in dem Zivilisation und technischer Fortschritt noch Fremdwörter sein dürften. Glücklicherweise wurde dort zumindest die Polizei schon erfunden, die uns dann auf den Weg Richtung Stadion dirigieren konnte.
Dachten wir. Zwar war die Wegbeschreibung vielleicht nicht wirklich falsch (nur ein wenig umständlich), aber leider war dem netten Polizisten wohl entgangen, dass wir in einem Bus und nicht in einem PKW saßen. Folglich konnten wir schlecht auf dem PKW-Parkplatz stehen bleiben, vor dem wir angelangt waren. Also mussten wir unser Glück erneut auf eigene Faust versuchen.
Das ging dann auch recht gut. Zumindest näherten wir uns dem Stadion zielsicher und standen plötzlich und unverhofft vor einer Straßensperre. Es ist schon erstaunlich, wie wenig Hinweisschilder zum Stadion es in Mainz gibt und wenig Polizei eingesetzt wird. An besagter Straßensperre stand jedoch ein Beamter, den wir erneut nach dem Weg fragen konnten. Doch bevor uns weitergeholfen wurde, guckte eben dieser Beamte unseren Busfahrer mit großen Augen an und fragte ihn, ob wir denn die Spieler seien. Hätte wir doch nur ja gesagt...
Da wir aber ehrlich waren, setze sich eine Motorad-Streife mit der uns gut bekannten "Bitte folgen"-Aufschrift vor uns und geleitete uns schließlich zum Busparkplatz. Leider war dieser aber nicht wirklich in der Nähe des Stadions sondern eine kleinere Bergtour durch Mainz davon entfernt.
Auch die wurde aber noch von uns überstanden und wir erreichten letztlich sogar noch überpünktlich das Stadion. Wer jetzt aber gedacht hatte, alles überstanden zu haben, der irrte und hatte offensichtlich nicht mit der rheinland-pfälzischen Gründlichkeit des Ordnungsdienstes gerechnet. Aufs Genauste wurde jeder Zuschauer gefilzt, was ja auch zu verstehen ist. Dass jedoch Flaschenöffner, die sich am Schlüsselbund befanden, abgegeben werden sollten, war dann doch ein wenig lachhaft. Aber gut, man will ja keinen Stress und tut, was einem gesagt wird. Dumm nur, wenn der Ordner, der Rucksäcke, Faustfeuerwaffen und andere verbotene Dinge verwahren soll, sich weigert, Flaschenöffner gegen Pfandmarke zu tauschen. Kurzer Dialogausschnitt: "Ich soll den Flaschenöffner hier abgeben." - "Schmeiß ihn in den Müll." - "Bitte?" - "Mann, du sollst ihn wegschmeißen!" - "Äh, ich wollte mein Eigentum eigentlich später nochmal wiederbekommen?!" - "Kannst ihn ja nachher im Müll suchen." (Angesichts der unverschämten Sturheit werfe ich meinen heißgeliebten Flaschenöffner in den Müll) "Ihre Ordnernummer hätte ich dann noch gerne." - "Die tut hier nichts zur Sache, verschwinde endlich!" Tat ich dann auch, um mir den entsprechenden Chefordner für diesen Bereich zu schnappen, um ihn über das Verhalten seines Hilfssherrifs zu informieren. Letztlich durfte ich dann doch noch meinen Flaschenöffner abgeben und wieder zurück nach Hannover mitnehmen. Einen kleinen Brief nach Mainz werd' ich mir dennoch nicht verkneifen können - schon alleine, weil Feuerzeuge mit ins Stadion genommen werden durften und sicherlich nicht minder gefährlich sind.
Und irgendwie muss ich ja noch den miesen Kick kompensieren...
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"Meine Frau kriecht Kiiind"...
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Autor : Daniel
Datum : 10.04.2005
Samstag, 9. April 2005: Gegen 11:20 Uhr machte ich mich mit drei weiteren Mitfahrern im Familienauto auf den Weg Richtung Bochum, wo die Roten Laber-Peters Gurkentruppe schlagen wollten. Den Verkehrsfunk hatte man vorsorglich dreifach gehört, die HAZ wusste ebenfalls nichts von irgendwelchen Problemen auf der Strecke. Geplante Ankuftzeit am Ruhrstadion: 13:45 Uhr bei gemütlicher Fahrt.
So ging die Fahrt auch los: Gemütlich, stressfrei und mit guter Musik. Am Autobahnkreuz Bielefeld gab es dann jedoch einen kleinen Denkanstoß für Fahrer und Beifahrer. Lustige Verkehrslenktafeln waren am Rande der A2 aufgestellt. Man möge doch die A2 verlassen, da es bei Hamm einen neun Kilometer langen Stau (!) geben soll. "Neun Kilometer Stau? Das ja nix!", war man sich schnell einig und blieb - wie ca. 2/3 der anderen Verkehrsteilnehmer - auf Kurs. Sicherheitshalber (kann ja nicht schaden) wurde die laufende CD gegen den Verkehrsfunk getauscht.
Dieser hatte auf den nächsten paar Kilometern keine Neuigkeiten für uns, so dass wir ebenso wie unzählige andere 96-Fans weiter Richtung neun-Kilometer-Stau rasten. Kurz hinter bzw. direkt neben der Abfahrt Beckum, die die letzte Abfahrt vor dem Stau war, erklang dann doch die freundliche Stimme der WDR2-Dame, die die Verkehrsmeldungen verlaß. "A2 Hannover Richtung Dortmund: 1km Stau in Höhe Gütersloh" - "Prima, da sind wa' schon durch" - "A2 in beide Richtungen: Vollsperrung der Autobahn zwischen Hamm und Hamm Uentrop wegen Bauarbeiten bis ca. 21 Uhr" - "Voll-WAS?"
"Vollsperrung" war das Zauberwort. Leichte Panik machte sich breit. Angesicht dessen, dass Beckum die letzte Ausfahrt vor dem Unheil war, nicht ganz zu Unrecht. Aber es war ja noch früh und man hatte ja noch Zeit... Um 12:30 Uhr hatte man den Stau erreicht. Und der Verkehr stand wirklich. Dressi merkte an, dass er um 14:30 Uhr langsam panisch werden würde, wenn wir immer noch im Stau stehen würden. Aber man hatte ja noch drei Stunden Zeit, um die letzten 100 Kilometer zu überwinden. Sollte ja kein Problem sein.
Nach ca. 30 Minuten Stau - die Laune wurde langsam schlechter - gingen die lustigen Spielchen auf der Autobahn los: Rechts auf dem Standstreifen die blöde wartende Menge überholen. Natürlich haben wir das nicht gemacht. Stattdessen haben wir als brave deutsche Autofahrer eine Rettungsgasse zwischen den Spuren gebildet. Dummerweise mussten wir dazu den Standstreifen leicht befahren, was uns den Unmut der asozialen Arschlöcher einbrachte. Irgendwann wurde zwar (fast) jeder doch noch durchgelassen, aber die Reaktionen der Stau-Kameradenschweine waren durchaus unterschiedlich und zeugten oft nicht gerade von einer guten Erziehung. So machte vor allem der Fahrer des dunklen Jaguars mit dem Kennzeichen MI-XJ 333 dadurch auf sich aufmerksam, dass er uns ganz freundlich den Mittelfinger zeigte. Sehr unhöflich, junger Mann! Macht man denn sowas? Die Laune steigern konnte dagegen ein mit zwei russischen Pärchen besetzter BMW. Nach ca. 20 Lichthupen und wilden Gesten wurden die netten Menschen dann doch vorbeigelassen (wenn schon so höflich darum gebeten wird), um direkt neben uns kurz zu verharren und uns die Überschrift dieses Textes entgegenzuschmettern. Offensichtlich musste es sich dabei allerdings um eine extreme Frühgeburt handeln - beide Frauen an Bord waren rank und schlank.
Pünktlich zum Anpfiff standen wir immer noch auf der A2 - ca. 500m von der Ausfahrt Hamm-Uentrop entfernt. Zum Glück gibt es ja auch auf WDR2 die BuLi-Konferenz und so erfuhren wir wenigstens von der ersten Großchance der Roten durch die beiden Jiris. Ca. 10 Minuten später konnten wir dann doch endlich die Autobahn verlassen und stürmten kurz den Autohof, um zu gucken, ob es dort vielleicht einen Fernseher mit premiere-Konferenz geben würde. Fehlanzeige.
Da es auch wenig Sinn machte, noch weiter Richtung Bochum zu fahren (wir wären vielleicht (!) zum Abpfiff angekommen) entschlossen wir uns nach Hamm zu fahren und dort eine Sportsbar zu suchen. Was uns letztlich auch gelang und so konnten wir mit weiteren dort gestrandeten 96-Fans (Grüße an dieser Stelle Richtung Hildesheim!) zumindest ein paar Minuten des Spieles sehen, dass dann bekanntlich durch ein Eigentor verloren ging.
Aber zumindest die Rückfahrt war dann ab der Autobahn frei von Staus...
Fazit der Fahrt: Hamm ist eine recht nette Stadt mit schmucken Villen und Verkehrsleitsysteme sollten doch besser die Wahrheit anzeigen.
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Leitet der Sieg die Trendwende ein?
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Autor : Daniel
Datum : 19.03.2005
Die Vorzeichen waren denkbar schlecht: Trainer Lienen musste verletzungs-, krankheits- und sperrenbedingt auf eine Notelf zurückgreifen, der Gast aus Mönchengladbach war nach einem Jahr ohne Auswärtssieg auf der Suche nach einem Aufbaugegner. Und somit sprach eigentlich alles dafür, dass unsere Roten die sechste Heimniederlage in Folge kassieren sollten.
In den ersten 45 Minuten sah auch alles klar danach aus. Das Spiel der Lienen-Truppe war geprägt von Fehlpässen, Fahrlässigkeiten und Stümpereien und nicht wenige der knapp 37.000 Zuschauer spekulierten darauf, dass zwei der vier angriffschwächsten Mannschaften der Liga sich 0:0 unentschieden trennen würden.
In Minute 31 machte Sverkos diese Spekulationen zu nichte und netzte für die "Mönche" ein. Enke war zwar aus dem Tor herausgeeilt, konnte den Gladbacher jedoch nicht mehr stoppen. Da die Roten in der restlichen Spielzeit der ersten Hälfte keinerlei Anstalten machten, das Ergebnis zu korrigieren, wurden sie folgerichtig mit einem gellenden Pfeiffkonzert in die Kabine verabschiedet.
Nach dem Pausentee brachte Lienen das Tschechen-Duo Stajner-Kaufman. Ein Glücksgriff, wie sich später noch zeigen sollte, auch wenn wohl kaum ein Zuschauer damit gerechnet haben dürfte. Zuerst ging dann nämlich auch erwartungsgemäß pomadig weiter. Es wurde gestolpert und gestokelt. Bis das Publikum erwachte und die Mannschaft bedingungslos nach vorne schrie.
Richtig, lieber Leser! Die Roten lagen zurück, spielten mies und wurden trotzdem angefeuert. Sowas hat man lange nicht gesehn!
Und es hatte sogar Erfolg! In der 59. Minute zog der sonst oft so desaströs aufspielende Stajner einfach ab und drosch das Runde dahin, wohin es gehört: Ins Eckige! Der Jubel danach durfte irgendwo zwischen grenzen- und fassungslos gelegen haben.
Es sollte aber noch besser kommen: Die Mannschaft gab sich nicht mit dem einen geschossenen Tor zufrieden und spielte stattdessen weiter mit Druck in Richtung Gladbacher Kasten. In der 73. Minute waren die Bemühungen von Erfolg gekrönt. Vinicius konnte einen von Paunovic (ja, der Paunovic) verlängerten Krupi-Freistoß über die Linie drücken und sorgte für einen Begeisterungssturm auf Rängen und Spielfeld.
Der Rest des Spieles gehörte dann in die Kategorie "sicher nach Hause geschaukelt". Beinahe hätte Krupi mit einem 16,5-Meter-Freistoß das Ergebnis sogar noch freundlicher gestaltet. Die Perspektive (Scheiß-Perspektive!) sorgte schon für die ersten Jubeler, der Ball flog aber knapp über das Gladbacher Gehäuse.
Beim Sieg blieb es trotzdem und der böse Knoten scheint tatsächlich geplatzt zu sein. Hoffen wir also auf die nächsten Spiele.
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Ein Satz mit X - Das war wohl nix!
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Autor : Flo
Datum : 13.03.2005
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Der Sturzflug geht weiter...
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Autor : Daniel
Datum : 07.03.2005
Gut, die Rückrunde ist schlecht losgegangen. Kann passieren. Jede Serie - auch eine negative - hat mal ein Ende. Hoffentlich.
Im Augenblick ist es (endlich?) mal wieder hart für 96-Fans. Die Mannschaft hat nämlich zu ihrer alten Stärke zurückgefunden: Sie ist ein Aufbaugegner!
Los ging es am 27. Februar auf Schalke. Rangnicks neue Truppe hatte nur wenige Tage zuvor im UEFA-Cup den Hintern versohlt bekommen und war aus dem Wettberwerb ausgeschieden. Von der Psyche her konnte man das mit Wohlwollen und der angeschlagener-Boxer-Theorie noch als Vorteil für die Knappen auslegen. Physisch jedoch wurde auf dem Platz relativ schnell klar, dass Schalke einiges an Körnern gelassen hatte. Trotzdem ging die Partie mit 1:0 an die Königsblauen aus Gelsenkirchen. Vielleicht hätte man aus hannoverscher Sicht dann doch nicht nur die letzten 15 Minuten auf das gegnerische Tor stürmen sollen...
Zwei Tage später ging es dann erneut zu den Schalkern. Zumindest im Pokal (von Ewald Lienen wurde dieser übrigens als wichtiger als das Liga-Spiel eingestuft!) sollte es doch möglich sein, endlich die Abnutzungserscheinungen der Schalker ausnutzen zu können. Es schien auch zuerst alles nach Plan zu laufen und 96 ging mit dem dritten Pflichtspieltor 2005 sogar in Führung. Statt aber weiter Druck auf die nun völlig verunsicherten Schalker auszuüben, igelten sich die Roten lieber hinten ein. Wenn die Null schon vorne nicht steht, dann soll sie's wenigstens hinten tun. Oder so. Stand sie aber nicht. Durch ein reguläres und ein zumindest sehr zweifelhaftes Tor gingen die Schalker binnen kürzester Zeit mit 2:1 in Führung. Das 3:1 erfolgte schließlich noch aus klarer Abseitsposition, was den anwesenden Zuschauern völlig regelwidrig auch noch auf den Anzeigetafeln unter die Nase gerieben wurde. Um den Tag aus 96-Sicht perfekt zu machen, wurden nach Abpfiff noch diverse 96-Fans von der "Trachtengruppe Grün" zusammengeschlagen, mit Pfefferspray besprüht und in Gewahrsam genommen. Die deutschen Stadien müssen doch bis 2006 irgendwie fanleer zu kriegen sein...
Zurück zum Sportlichen - falls man das zur Zeit überhaupt noch so nennen möchte. Am vergangenen Samstag war Hansa Rostock zu Gast im Niedersachsenstadion. Wir erinnern uns: Hansa Rostock war vor Anpfiff Tabellenletzter und hatte seit gefühlten 100 Spieltagen keinen Sieg mehr verbuchen können. Aber jetzt ging es ja nach Hannover. Hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens über das Spiel. Nur so viel: Nur dank Robert Enke wurde die Partie nur mit 0:1 verloren. Die restlichen anwesenden Spieler wollten scheinerb den Rostocker Spielern nicht nur die drei Punkte überlassen, sondern ihnen noch ein wenig Selbstvertrauen in Form von Toren mit auf den Weg geben.
Am nächsten Wochenende geht es dann zu einem Gegner, der sich derzeit von hochgesteckten Zielen und Umbaumaßnahmen am örtlichen Rathaus verabschiedet hat. Aufbaugegner sollen dort wohl zur Zeit sehr gefragt sein...
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Autor : Daniel
Datum : 22.02.2005
Nach dem Ende der Rückrunde sah es noch alles so gut aus für unsere Roten: Platz sieben in der Tabelle und mit lediglich 16 Gegentoren die zweitstärkste Defensivabteilung der Liga standen zu Buche. Fünf Spieltage später sieht die Tabellensituation mit Platz neun zwar nicht viel schlechter aus. Dafür ist aber das von Robert Enke gehütete Tor wieder zur Schießbude der Liga verkommen.
Auswärts sieht die Situation gar nicht mal so schlimm aus: Ein 1:0-Sieg auf der Bielefelder Alm und ein torloses Unentschieden in Freiburg sind auf dem Papier eigentlich ganz akzeptabel und lieferten drei Punkte mehr, als es noch in der Hinrunde gegen diese Mannschaften der Fall war. Aber insbesondere der Kick im Dreisamstadion war alles andere als zufriedenstellend. Die Roten waren hinten wackelig und vorne nicht existent. Einzig und allein Robert Enke, er hielt unter anderem einen Elfmeter, war es zu verdanken, dass das Spiel beim 17. der Tabelle nicht haushoch verloren ging. Hätte auch nur ein Schuss der Finke-Elf seinen Weg ins Tor gefunden, wären alle drei Punkte im Breisgau geblieben. Denn Sturm und Mittelfeld unserer Roten verweigerten komplett die Arbeit.
Besonders zu nennen sind dabei die Namen Krupnikovic, de Guzman und Paunovic. Seit Ricardo Sousa in der Winterpause ausgemustert und verliehen wurde und Krupi mit dem Verein über einen neuen Vertrag verhandelt, sind seine Leistungen schon nicht einmal mehr als Frechheit zu bezeichnen.
Gleiches gilt für Julian de Guzman. Er hat bekanntgegeben, dass er ab der kommenden Saison für Deportivo La Coruña gegen den Ball treten wird. Bedauerlicherweise hat er bereits jetzt damit aufgehört, für die Roten zu spielen. Er steht zwar weiterhin auf dem Platz, am Spielgeschehen nimmt er jedoch nicht mehr wirklich teil.
Und Paunovic? Er wurde entgegen der von Hannover 96 selbst gesetzten Richtlinie in der Winterpause als Lienens "absoluter Wunschstürmer" verpflichtet. Die Entscheidung dazu ist auch durchaus nachvollziehbar gewesen: Paunovic' Vertrag wurde bei Atletico Madrid aufgelöst und somit wäre er in der Transferphase vor der nächsten Saison vermutlich nicht mehr verfügbar gewesen. Also lieber doch jetzt zuschlagen, als sich sich einen Spieler durch die Lappen gehen zu lassen, der den Kader unserer Roten sofort und eindeutig verstärkt.
Doch die in ihn gesetzten Erwartungen konnte "Pau" in den bisherigen Partien nicht erfüllen. Zwar ist es nach drei Spieltagen mit ihm noch zu früh für eine endgültige Bewertung, und man durfte sicher auch keinen Wunderstürmer erwarten, der nach belieben die Bälle ins gegnerische Tor hämmert (da muss man Fans und Medien in Hannover vielleicht auch mal daran erinnern, dass solche Spieler nicht auf Bäumen wachsen und mal eben so zu 96 kommen). Aber eine kicker-Durchschnittsnote von 5,17 in drei Spielen spricht nun wirklich nicht für eine sofortige Verstärkung.
In diesem Punkt muss sich auch Trainer Lienen Kritik gefallen lassen: Mit Thomas Christiansen hat Hannover 96 bereits einen Spieler unter Vertrag, der Paunovic' Stellenbeschreibung ausfüllt. Doch Christiansen, einem gelernten Mittelstürmer, wurde von Lienen die Rolle eines defensiven Mittelfeldspielers aufgezwungen, die er mal gut und mal schlecht ausfüllte. Er konnte mit der Begründung, dass ein offensiver Mittelstürmer mit Knipserqualitäten nicht ins System passe, leben und stellte sich als Arbeitstier in den Dienst der Mannschaft, um jetzt einen offensiven Mittelstürmer mit Knipserqualitäten vor die Nase gesetzt zu bekommen und um gegen Freiburg sogar aus dem Kader zu fliegen. Ob das die mannschaftliche Geschlossenheit und die Zufriedenheit des Einzelnen stärkt, sei - unabhängig davon, ob Paunovic noch die erhofften Leistungen bringt oder in der Sommerpause schon wieder abgeschoben wird - an dieser Stelle stark bezweifelt.
Kommen wir zum Schluss noch zur eklatanten Heimschwäche unserer Roten in den letzten Spielen. Bereits bei den letzten beiden Heimspielen der Hinrunde gegen Hertha BSC und den VfB Stuttgart deutete sich an, dass zu Hause wenig bis gar nichts bei den Herren in rot läuft. Sicher: Auf dem Papier waren beide Gegner höher zu bewerten als 96. Auf dem Platz (und nur da is wichtig!) hätte man aber zumindest besser aussehen und am Spielgeschehen teilnehmen müssen.
Gleiches gilt für die ersten drei Heimspiele der Rückrunde. Natürlich kann und darf man gegen Leverkusen, Dortmund und Bremen verlieren. Man wird aber auf keinen Fall eine Chance auf Punkte haben, wenn man erst gar nicht versucht, den Gegner unter Druck zu setzen oder wenigstens in der Defensive sicher zu stehen. Zehn Tore in drei Heimspielen sprechen eine eindeutige Sprache und lassen auch den größten Optimisten ins Grübeln kommen.
Gründe zur Panik oder gar für Kurzschlussreaktionen gibt es mit Blick auf die laufende Saison dennoch nicht: Die aktuelle Tabellensituation ist aus hannoverscher Sicht immer noch blendend. Und wenn Freiburg, Rostock, Bochum und Mainz so weitermachen wie bisher und vielleicht auch noch die DFL endlich einmal Konsequenz zeigt und dem BVB aus dem Profifußball entfernt, dann könnten unter Umständen sogar schon die bisher eingespielten 32 Punkte zum Klassenerhalt reichen. Für Visionen, Träume und Hoffnungen lässt der Status Quo derzeit jedoch keinen Raum mehr.
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"Wenn er voll ist, ist er voll...
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Autor : Henning
Datum : 07.12.2004
... du Ochse."
Na na, Herr Schaffner, guckense mal auf die Uhr, das ist mein erstes... Ach, sie meinen den Zug und sprechen gar nicht mit uns. Aber wieso denn der Ochse? Draussen Bullen (knuffi-tuffi liebgemeint), drinnen eine Horde roter Schweinchen (auch schnuffel-puffel liebgemeint) und nun noch ein Ochse? Wird sind hier doch nicht in Kühe, Schweine, Wedemark, sondern immer noch auf Gleis 12 des hannöverschen Hauptbahnhofs und wollen auch nicht in den nächstgelegenen Schlachthof sondern in die freie und Hansestadt Hamburg, die bekanntlich immer eine Reise wert ist. Das kann man von Uelzen, trotz des hübsch gemachten - achtung, Kultur - Bahnhofs im Hundertwasser-Style nur sehr bedingt behaupten.
Aber nun gut, - Kultur wieder vorbei - diese Zwischenstation gehört genauso dazu, wie offensichtlich die etwas unglücklich geratene Farbgebung (blau-gelb) der ab hier operierenden Privatbahn und wie leider immer noch die, auch abseits humoristischer Ansprüche verzichtbaren, Fussball-Randerscheinungen: Heute bleiben wir mal wieder nicht davon verschont, uns Nazimusik und die lyrische Ergüsse einiger Kleinhirne anhören zu müssen. "Schwarz-weiss-roter HSV" wäre beispielsweise einer (Dieser Vereinsfarbgebung zufolge wären wir also die Grünen - Ist es das, was ihr sagen wolltet?), "Adolf Hitler weiss genau, deutscher Meister HSV!" ein anderer, um es dann auch bei diesen beiden Beispielen zu belassen. Erinnern wir uns nur noch kurz, was der Führer nicht schon alles versprochen hat und es dann langfristig gesehen doch nicht halten konnte. Also verzichten wir dieses Jahr nochmal auf die Meisterfeier und widmen uns lieber Dingen, die unsere Aufmerksamkeit verdient haben.
Zum Beispiel Birgits Bierfässchen, dass noch leer werden sollte, bevor wir mit unserer beachtlichen Reisegruppe in Hamburg-irgendwo eine ebenso geräumige wie gemütliche Kneipe entern können. Geschafft.
Kaum in der warmen Stube gelandet und schon das nächste Bierchen vor der Nase, gibt sich die Bedienung alle Mühe, das Vorurteil von der Servicewüste Deutschland zu widerlegen. Nicht nur sorgt sie mit Stadt-Land-Fluss-Bierdeckeln für gelungenen Zeitvertreib, nein, sie versucht sogar, dem schon wieder überforderten Zeitgefühl auf die Sprünge zu helfen: "Singt bitte nicht so laut, das stört die Leute, die vorne frühstücken." Achso. Da war ja was...
Irgendwann wird es dann aber doch Zeit, wieder in die Kälte zu traben und sich auf den Weg zur Arena zu machen. Also rein in die nächste S-Bahn mit Zielort Stellingen. Dort erfahre ich dann auch, wie leicht es sein kann, einen Hamburger dazu zu bringen für einen aufzustehen. Nach meiner unrühmlichen Erfahrung im heimischen Bahnhof habe ich ja schon extra die nähere Umgebung nach potentiell handgreiflichen Leuten abgescannt und für sauber befunden, bevor ich meinen Stimmbändern ein (natürlich knutschi-putschi liebgemeintes) "In Hamburg gibts nur ein' Verein - FC St.Pauli!" entlockte. Doch meine Lippen sind noch nichtmal wieder ganz geschlossen, als direkt vor mir ein gesetzter - aber nun nicht mehr sitzender - Herr wie ein schwarz-weiss-blauer Pilz aus dem Boden zu schießen scheint und mir mit glaubwürdiger Entrüstung eben diese meint kundtun zu müssen. Mensch, es ist doch nur Fußball, und ich will euch doch nur ärgern - und der Erfolg gibt mir Recht. Das hat sogar dein wesentlich entspannterer Kollege gemerkt, der mit der angemessenen Gelassenheit auf meinen Affront reagiert: Nämlich so gesehen gar nicht. Es würde mich schon interessieren, wie das hanseatische Stehaufmännchen auf die unsäglichen Gesänge der eingangs erwähnten, fehlgeleiteten "Personen" reagiert hätte. Obwohl, ich möchte es doch nicht wissen. Lachen ist nämlich viel schöner als sich aufzuregen, gelle?
Nun also endlich am Stadion angekommen, Markus und Matthi eingesammelt, ab in den Block und Fußball gucken!
Uiuiui, ich muss doch schon wieder ein Auge geschlossen halten, um das Spiel halbwegs unverzerrt verfolgen zu können. Aber auch das tut dem Spaß keinen Abbruch, denn in dieser Form sind unsere Roten ein Garant für pure Freude! Im Grunde genommen bestimmt unsere Mannschaft die ganzen 90 Minuten lang das Spiel. Gegen einen Hamburger SV, der nach den vergangenen Wochen wahrlich keinen Grund hat, mit mangelndem Selbstbewusstsein auf den Platz zu gehen. Aber der Bundesliga-Dino ist an diesem Tag beileibe kein Tyrannosaurus Rex, sondern viel mehr ein zwar großer, aber umso harmloserer Pflanzenfresser. So ist es für die faszinierend souverän, abgeklärt und sicher agierenden 96er kein größeres Problem, sich die Fleischbrocken auf den eigenen Teller zu löffeln. Verantwortlich für die Ausgabe der von allen gemeinsam zubereiteten Mahlzeit sind heute Steven Cherundolo und wieder mal (das man das nochmal sagen können würde!) Daniel Stendel. So zeigt man, welcher HSV hier wirklich regiert!
So war dieses Spiel (eigentlich der ganze Spieltag) ein absolut würdiger Höhepunkt für diesen unterhaltsamen Tag, der auch nach der Rückkehr nach Hannover noch lange nicht beendet war und mich schließlich noch die magische "24 Stunden auf den Beinen-Marke" knacken ließ. An dieser Stelle auch nochmal danke an Rouven und Basti, für die geniale, frühmorgendliche Koch- und Futterorgie in Rouvens Küche, ein perfekter Schlusspunkt für diesen Tag samt anschließender Nacht. Denn wenn der Ochse voll ist, ist er voll. Wenn er satt ist, ist er satt (und zufrieden). Und wenn er müde ist, ist er müde. Verdammt müde. Gute Nacht.
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1:1 beim Punktspiel im Kühlschrank Franken
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Autor :
Datum : 24.11.2004
Es war mal wieder an der Zeit sich auf einem Sonntag zum Auswärtsspiel einzufinden. Viele Auswärtsspiele habe ich ja in letzter Zeit nicht besucht, aber die Notbremse lud zum 250 Auswärtsjubiläum seit Bestehen ein und da durfte man als Gründungsmitglied nunmal nicht fehlen.
Wir trafen uns ungewohnter weise am Speerwerfer und der organisierte Bus war wohl der beste Bus für eine Auswärtsfahrt ever! Nachdem der Bögi verspätet mit den versprochenen Kisten Bier ankam, wurde schnell eingeladen und schon waren wir unterwegs.
Noch kurz in Northeim drei weitere Mitfahrer eingeladen (für einige war die erste Pause auch gleich der erste Besuch dieses Tages bei Burger King) und weiter.
Bei der Fahrt fehlte es an nichts. Der Bus hatte Toiletten, die, Respekt an alle Mitfahrer, auch bis kurz vor Hannover immer noch sauber (und auch heile - gruß an Arne!) waren.
Die Getränke wurden auch mit größter Mühe nicht alle und das (fast) perfekt organisierte Quiz brachte so manchen für Stunden ins Grübeln (ätsch, Jockel war doch richtig!)
Die Stimmung war super und das ein oder andere Liedchen wurde auch noch geträllert (natürlich!)
Ich würde am liebsten nur über die Fahrt reden, da das Spiel nun wirklich nicht besonders gut war und in Nürnberg gefühlte Minus 10 Grad waren...
Also in Nürnberg angekommen sind wir erstmal um das WM-Stadion gepilgert, was von außen nun wirklich kein Schmuckstück ist. Ich musste mir schnell noch eine Karte kaufen (gott sei dank - es gab noch welche ;) ) und bin mit 96Suppe (oder aber auch Koch genannt) gleich rein ins Stadion. Schön dass es in Bayern (ups sorry - Franken) noch nette Polizisten gibt, die einem erklären wollen, dass man besser nicht ins Stadion gehen sollte und ca. 50 % der Besucher aus Hannover durften erst einmal ins Röhrchen blasen. Koch und ich sind davon gekommen, obwohl mein Bierbecherhalter seinen Zweck auch noch im Stadion erfüllte. Wir wurden nur kurz gefragt und der nette BGSler lies uns ohne murren durch. So ging es aber nicht jedem... einige mussten leider draussen bleiben oder aber Minuten lange Gespräche führen, bei denen FP-Lothar Hilfestellung für uns Fans gab. Die teilweise mitgebrachten Burger-King-Kronen erschwerten Lothars Aufgabe aber immens
Endlich im Block ging es auch schon los mit dem Spiel, was man aber auch ruhig mal 10 Minuten nicht beobachten musste, weil es einfach schlecht war. Da kam es gerade recht, dass ca. 800, meist supportwillige, Rote da waren und Stimmung verbreiteten, die man sich zu Hause auch mal wünscht! Vor allem der geile Dauergesang nach "Brasil"-Melodie machte Eindruck.
Die erste Halbzeit konnte man getrost vergessen. Beide Mannschaften hielten (vielleicht aufgrund der Temperaturen) nicht im geringsten was man sich vielleicht vorher versprochen hatte. Nach der Pause wurde es etwas anders.
In der 56. Spielminute schoss Daniel-Asienreise-(looool)-Stendel das nicht unbedingt verdiente 1:0 für die Roten, nachdem Christiansen, vorher im Abseits stehend, den Ball auflegte. Stendels schöner Schuss von der Strafraumgrenze ging unhaltbar ins lange Eck.
Nürnberg wurde jetzt besser und hätte durchaus ein Tor verdient gehabt. In der 81. Minute schenkten Zuraw und Mertesacker den Glubberern dann auch den verdienten Ausgleich. Mintal bedankte sich mit seinem 11 Tor in dieser Saison.
Mit einem Punkt im Gepäck ging es dann wieder Richtung Heimat.
Während der Rückfahrt wurden dann die Gewinner vom Quiz gekührt und einige nicht tot zu kriegende Personen versuchten noch Stunden lang Stimmung zu machen, was nicht bei jedem im Bus auf Gegenliebe gestoßen ist.
Im großen und ganzen ne geile Fahrt und ich freue mich schon auf das nächste 250te Jubiläum :)
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Wo soll das alles noch hinführen?
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Autor : Daniel
Datum : 14.11.2004
Live-Ticker des Spiels
Man stelle sich das nur einmal vor: Hannover 96 trifft in der ersten Runde des UEFA-Cups der Saison 2005/2006 in einem voll besetzten Niedersachsenstadion auf eine Mannschaft vom Kaliber Inter Mailand. Ein Gedanke, bei dem dem 96-Fan warm ums Herz wird...
Total abwegig? Unrealistisch? Eine Träumerei?
Letzteres ist es im Augenblick schon noch. Keine Frage. Aber unrealistisch und abwegig irgendwie nicht mehr so wirklich. Nicht nur, dass die Roten im DFB-Pokal nur noch zwei Spiele vom Finale (dessen Erreichen in den letzten Jahren internationalen Fußball ermöglicht hat) entfernt sind. Nein, auch in der Liga läuft es. Und spätestens mit dem Sieg gegen die Karnevalisten aus Mainz gestern konnten sich unsere Roten, die wieder den Titel "Riesen" tragen, in der Spitzengruppe der Bundesliga festsetzen. Jawohl, richtig gelesen: In der Spitzengruppe!
Aber von Anfang an: Für mich begann der 13. Spieltag ausnahmsweise nicht mit meinem Arbeitseinsatz für die Rote Kurve. Ich hatte die Nacht in Göttingen durchgefeiert und fand mich mit zu wenig Schlaf und zu viel Restalkohol im Blut mittags im Zug nach Hannover wieder. Mit (Schlaf- und Ruck-) Sack und Pack ging es Richtung Stadion, wo die beiden bisherigen Überraschungsteams der Saison aufeinander treffen sollten.
Die ersten 15 Minuten verliefen relativ schleppend: Keine der beiden Mannschaften wusste technisch oder kämpferisch zu überzeugen. Nachdem das akademische Viertel jedoch abgelaufen war, wurde es interessanter. Es gab die ersten dicken Chancen vor dem Tor von Dimo Wache, doch klingeln wollte es im Mainzer Kasten nicht. Dass sich sowas bekanntlich rächt, wurde in der 29. Spielminute mal wieder bewiesen. Der Ex-96er Conor Casey setzte sich gegen Per "für Deutschland" Mertesacker durch und konnte zur 0:1-Führung für den FSV einschieben. Aber wenn es läuft, dann läuft's: Schiri Dr. Helmut Fleischer, der in dieser Saison schon drei Mal vom Kicker die 5,0 bekommen hat, fand, dass Casey Per umgeschubst hatte und gab das Tor nicht. Tja, Herr Fleischer: Wird wohl wieder keine gute Note im Kicker geben. Uns soll's jedoch recht sein...
Gut fünf Minuten später kam es dann zum nächsten Glücksmoment für die rote Anhängerschaft: Mertesacker legte den Ball mit der Brust auf Thomas "Sabine" Christiansen ab und dieser entschied sich, das Runde mal ausnahmsweise nicht in die Wolken oder gegen die Eckfahne, sondern zwischen die Pfosten zu schießen.
Den Rest der ersten Halbzeit beschränkten sich die Roten dann darauf zu zaubern. Zählbares konnten Schröter, Christiansen und Stendel jedoch nicht mehr erzielen. Aber brasilianische Spielzüge sind bei diesen arktischen Temperaturen ja auch nicht unbedingt verkehrt und erwärmen das Herz des geneigten 96-Fans.
Nach der Pause machten die Roten damit weiter, woran sie seit dem Rostock-Spiel gefallen gefunden haben: Den Gegner auseinander nehmen! Sechs Minuten nach Wiederanpfiff auch mit Erfolg. Krupi schien zu befürchten, dass er aus aussichtsreicher Position wohl nicht treffen würde und gab die Verantwortung in Form des Balles an Silvio Schröter ab und dieser hämmerte den Ball mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit in das Mainzer Tor.
Alle weiteren Chancen wurden auf beiden Seite vergeben und zumindest für 96 gab es davon noch haufenweise. Und wenn keine Tore mehr fallen wollen, dann kann man sich als Fan ja beruhigt auf die Stimmung konzentrieren: Selbst mir als Wellen-Muffel machte La Ola richtig Spaß. Und die Hannover-Wechselgesänge mit den restlichen drei Tribünen erreichen langsam die Kategorie "beeindruckend". Insbesondere die gut-besetzte (lag bestimmt nicht an den runtergesetzten Preisen, Herr Kind!) Süd- und die Ost-Tribüne samt VIPs haben sich ein Sonderlob verdient.
Und wenn dieser Traum wirklich so weiter geht, dann muss man sich in der nächsten Spielzeit auch nicht hinter Inter Mailand verstecken – weder auf dem Feld, noch auf den Rängen.
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Berlin, Berlin, wir fahren zweimal nach Berlin!
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Die Roten stehen im Pokal-Viertelfinale
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Autor : paulito
Datum : 11.11.2004
Zum ersten Mal in dieser Saison und zum ersten mal im DFB-Pokal überhaupt nötigt mir die Wettervorhersage bereits vormittags den Griff in das obere Fach meines Kleiderschranks ab. Dort sind meine langen Unterhosen zuhause. Meine Unterhosen lassen sich in zwei Kategorien aufteilen: Die hautengen und nahezu hosenabdrucksfreie 'Satisfaction-guaranteed'- und die deutlich wärmere Schulhof-Aussenseiter-Modellreihe.
Da der Pokal bekanntlich seine eigenen Gesetze hat, gehe ich das erhöhte Blasenerkältungsrisko ein und greife zu Modell 'Jagger100'. Man kann aber muss nicht. Ganz anders verhält es sich bei der richtigen Wahl der Spielvorbereitung. Ihr wißt schon, der Aberglaube. Kurz gesagt: Seitdem einige Erleuchtete dazu übergegangen sind, vor den Spielen nur noch das mit zwanzig Medalien ausgezeichente Bier zu trinken, siegen die Roten im anschließendem Spiel. Es gibt sicher viele Erklärungen für den Höhenflug von 96, ich denke aber, das ist die plausibelste.
Dabei sah es in der ersten Hälfte der ersten Halbzeit gar nicht danach aus. Der flinke Ewerthon sorgte wiederholt für Torgefahr, jedoch im Abschluß kam er ziemlich harmlos daher. Zwingende Torchancen waren in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten alles in allem eher Mangelware.
Erst nach knapp einer Stunde gelang es Schröter nach Zuspiel von Stendel aus etwa 11 Metern unhaltbar mit rechts draufzuhalten und das Tor des Abends zu erzielen. A propos Elfmeter: Eine Viertelstunde später gibt Schiri Wack einen fragwürdigen dieser Gattung für unsere Roten. Schönen Dank, super Geschenk, die Vorentscheidung, denke ich mir. Zu früh gefreut, denn 'Sabine' (Christiansen) haut den Penalty in den verregneten Novemberhimmel.
Zwei Minuten später bietet sich auf der Gegenseite dem schwachen Schiri Wack die Möglichkeit, eine Konzessionsentscheidung zu pfeifen. Davon macht er Gebrauch und gibt den nächsten zweifelhaften Elfmeter. Ewerthon probiert es ähnlich harmlos wie Sabine, indem er ebenfalls am Tor vorbei schießt. So bleibt uns die Verlängerung erspart und die Roten verlassen nicht unverdient als DFB-Viertelfinalist den Platz.
Es ertönt der übliche "Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!" Gesang, der mein logisches Empfinden störend berüht. Richtig müßte es nämlich lauten: "Berlin, Berlin, wir fahren zweimal nach Berlin!", und zwar zum Saisonabschluß und kurz darauf zum Pokalfinale. Na ja, dann eben beim nächsten Mal.
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Autor : Daniel
Datum : 31.10.2004
Der 11. Spieltag ist - aus roter Sicht (die zwei Sonntagsspiele laufen gerade noch) - vorbei und angesichts der aktuellen Tabelle kann einem als 96-Fan einerseits warm ums Herz werden, andererseits kann man jedoch auch Höhenangst bekommen: Unsere Roten stehen mit 20 Punkten auf Platz vier und haben fünf (bzw. sechs, wenn man das Bielefeldspiel nicht als Nachholspiel betrachtet) Spiele in Folge nicht nur nicht verloren, sondern gewonnen. Eine Serie, die es in der Bundesliga für 96 noch nicht gab. Gestern hieß der Gegner VfL Bochum.
Blicken wir zuerst einmal auf die vergangene Saison zurück: Im letzten Saisonspiel waren wir bei eben diesem VfL Bochum zu Gast; Neururers Truppe siegt klar und verdient gegen die Roten, die kurz zuvor knapp den Klassenerhalt geschafft hatten, und war offensichtlich auch klar fußballerisch überlegen. Folge war, dass der VfL in den UEFA-Cup einzog und "Porno Peter" seinen Schenkelfeger opfern musste.
Ein paar Wochen später, nämlich gestern, sahen die Vorzeichen "etwas" anders aus: 96 stand auf einem UI-Cup-Platz und der VfL lotete die Lage auf Rang 14 der Tabelle aus. Die Situation auf dem Spielfeld spiegelte diesen Sachverhalt ganz eindeutig wieder.
Die Roten, angeführt vom besten Krupi aller Zeiten, bestimmten auf imposante Art und Weise von der ersten Minute an das Spiel. Der Druck auf das Tor von Rein van Duijnhoven wuchs und wuchs mit zunehmender Spielzeit. Insbesondere ein gewisser Steven Cherundolo, der lange Zeit ja angeblich nur als "Rangnicks Liebling" aufgestellt wurde, sorgte auf seiner Seite mit viel Einsatz und guten Flanken für Probleme im Bochumer Strafraum. Der kleine Steven war es dann auch, der in der 17. Minute den bislang torlosen Thomas "Sabine" Christiansen bediente. Nachdem der Ball dessen Fuß dann verlassen hatte, war der Zusatz "torlos" Geschichte. 1 für uns, 0 für die. Intersanterweise fiel Christiansens letztes Tor ebenfalls gegen seinen Ex-Verein, für den er immer noch Sympatien haben soll. Die Sprechchöre, die ihm allerdings inzwischen (wieder) in Hannover gewidmet werden, sollten jedoch dafür sorgen, dass er sich auch in Hannover wohl und willkommen fühlt.
Zurück zum Spiel: Nach dem Führungstreffer wurde der Druck der Roten schwächer – ganz so, wie es Lienens Verständnis vom Fußball nun einmal ist. Oder sollte ich besser vom "alten Verständnis" reden. Denn schließlich hat nach dem Bielefeld-Spiel offenkundig ein Umdenken bei Ewald dem Blauhemdigen eingestellt. Da Bochum auch keine Anstalten machte, etwas für das Spiel zu tun, wurde also der neue Ewald-Fußball wieder ausgepackt – zwar weiterhin nicht im höchsten Gang, wohl aber mit weiteren Torchancen. So beispielsweise in der 26. Minute, als Krupi einen beeindruckenden Volleyschuss Richtung Tor donnerte, wo ein Bochumer, der nicht mehr schnell genug veschwinden konnte, Schlimmeres (aus Bochumer Sicht) verhindern konnte.
Wenn die Bochumer dann doch mal vor dem Tor der Roten auftauchten, gab es ja immer noch einen gewissen Robert Enke, der seinen Kasten mal wieder glänzend bewachte. Es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, wann Andreas Köpcke sich im Niedersachsenstadion blicken lässt, um Enke einmal aus der Nähe zu begutachten.
Nach dem Pausentee bzw. nach der Einwechselung von Jiri Stajner wurden die Roten dann wieder spielbestimmender und sorgten für höchste Begeisterung auf den Rängen. Eine Koproduktion von Stajner, Krupi und Stendel sorgte dann in der 64. Minute für das vorentscheidende 2:0, was das Publikum dazu veranlasste, La Ola durch das mit gut 28.000 Zuschauern gefüllte Rund schwappen zu lassen. Selbst die VIPs quälten sich unzählige Male aus ihren teuren, roten Sesseln und waren sich auch für den Hannover-Wechselgesang nicht zu schade. Offensiver Fußball begeistert eben.
In Spielminute 85 wurde Christiansen dann mit tosendem Applaus verabschiedet. Für ihn kam, unter den skeptischen Blicken des gemeinen Pöbels, Leandro auf's Feld. Aber auch hier wich die Skepsis drei Minuten später grenzenlosen Jubel, als dieser einen Konter erfolgreich abschließen konnte. Wobei: Ich muss gestehen, dass ich nicht wirklich gejubelt habe. Vielmehr stand ich fassungslos vor meinem Sitz und starrte verwundert auf Feld, Spieler und Schiedsrichter. Irgendwie konnte ich es nicht fassen, dass erneut ein Spiel gewonnen wurde. Das leicht-debile Grinsen, das sich statt des Jubels bei mir einstellte, ist auch jetzt noch nicht wieder verschwunden. Zu schön und unfassbar ist diese ungewohnte Situation.
Am kommenden Samstag geht es dann zu den Bayern aus München. Ich werde zwar leider nicht vor Ort sein. Aber es ist trotzdem ein äußerst geniales Gefühl, die Gewissheit zu haben, dass der scheinbar übermächtige FC Bayern gegen uns siegen muss, um am Ende des Spieltages vor uns zu stehen!
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Frankfurt - Mönchengladbach und zurück!
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Ein glanzloses aber sicheres 0:2 gegen die Fohlen
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Autor : Flo
Datum : 24.10.2004
Endlich wieder ein Auswärtsspiel. Wobei momentan jedes Spiel in der 1. Bundesliga für mich ein Auswärtsspiel ist. Nicht zuletzt deswegen, weil ich mich gerade eher auswärts aufhalte. Das ist jedoch für unsere Roten maximal tertiär, wenn es überhaupt etwas ausmacht. Ich bitte das zu Recherchieren!
So mache ich mich am Samstag Vormittag auf dem Weg zum Hauptbahnhof von Deutschlands wohl unsympathischster Bundesligamannschaft. Es mag schon noch andere Aspiranten in der 1. und 2. Liga gibt, die diesen Titel verdient hätten, aber aus Gründen der Dramatik belassen es wir bei Frankfurt. Angekommen um halb 11, gehe ich erstmal zu einem Tschibostand und bestelle mir einen Schokodonut und einen Litpon Eistee. Bekommen habe ich einen Schokomuffin und einen Eistee aus Frankfurter Eigenproduktion. So what! Eingestiegen in den ICE International der mich nach Düsseldorf bringen soll, auf Wunsch mich aber auch nach Amsterdam bringen könnte bekomme ich ab FFM Flughafen endlich Gesellschaft, die doch ein wenig SoZo-Feeling aufkommen lässt. Es befinden sich endlich Menschen im Zug die einem auf den Sack gehen. Zu tun habe ich es mit einer Schulklasse, die gerade von einer superhippen Klassenfahrt aus New York zurückgekommen ist. Was ist, reicht Torfhaus heutzutage nicht mehr aus? Naja, jedenfalls waren diese Schüler in astreiner „Sex and the City“-Attitüde superangenervt von dieser Winzigkeit, die uns hier in Deutschland umgibt. Ich muss mir das Merken, damit ich mich in Hannover im Vergleich zu Frankfurt ähnlich verhalten kann. Da freue ich mich jetzt schon drauf!
Nach einem Umstieg in Düsseldorf bin ich dann um zwanzig nach eins in einem Kaff namens Reydt ausgestiegen. Im Umfeld des Bahnhofes gibt es übrigens keine sanitären Anlagen. Diese Information stelle ich allen Reisebuchautoren kostenlos zur Verfügung. Verwunderlich, dass eine Ortschaft die Reydt heißt, in der erst jetzt ein Aldi gebaut wird, wirklich eine Bundesligamannschaft beheimatet. Wo haben die Spieler bisher eingekauft?
Die Stunde, bis die Hannover-Fraktion der Roten Erleuchtung mit dem Sonderzug aus der Heimat angekommen ist habe ich mit zwei Bier und Udo auf dem Bahnsteig in Reydt verbracht. Udo steht nicht für „Unser-doofer-Ossi“, Udo ist sondern vielmehr ein ungemein geheimer und talentierter Zivilpolizist - vielleicht gehört er auch dem BND an. Blöd für Udo nur, dass er scheinbar in Reydt wohnt, so verwundert es auch nicht, dass zu „Mensch Udo, heute mal nicht in Uniform? Bist wohl in Zivil unterwegs?“-Gesprächen kommt. Eine Schande ist das. Wie kann man einen solchen talentierten Beamten derart sabotieren. Egal, Udo hast gefreut!
Unter Polizeischutz ging es nach dem Ankommen des Sonderzuges zum Stadion der Borussia, dem Borussen Park. Vorbei an einem Gruselkabinett, bestehend aus Provinz und zweifelhaften Verhaltensweisen von komisch guckenden Polizisten. Angekommen an der VW-Arena. Moment VW-Arena, nein es war der Borussen Park, wobei es nach der Dauer des Transfers von der Entfernung her auch Wolfsburg hätte sein können. Aber vor Allem lag die Empfindung man befinde sich in Wolfsburg in der wenig liebevollen Wellblecharchitektur des Stadions begründet. Das im Übrigen nicht größer wirkt, als sein Golfsburger Pedant.
Kommen wir zum Spiel! Nehmen wir es vorweg 96 hat mit 2:0 mit Toren von Mertesacker und Cherundolo gegen die ehemalige Mannschaft unseres Trainers gewonnen. Sicher ein wohliges Gefühl für Ewald Lienen. Darüber hinaus sorgte dieser Sieg zu der längsten Siegesserie der Roten seit dem Aufstieg und besser noch, er führte uns an die Spitzengruppe der Liga heran. Da wird es mal wieder Zeit für Größenwahn. Nein, bitte, besser nicht!!!
Drei Punkte gewichtiger bin ich dann ganz entspannt wieder ins Exil gefahren…
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Die Roten gegen die Wölfe – und vorbei war´s mit der Tabellenführung!
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„Und Ihr wollt Spitzenreiter sein?“
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Autor : Birgit
Datum : 20.10.2004
Die Roten gegen den Spitzenreiter und die erste Begegnung mit einigen Mitgliedern der RE!
Wie so oft – pünktlich losgefahren und dann doch spät dran! Bis ich endlich im Stadion war und mich mit Daniel getroffen hatte, war es auch schon kurz vor dem Anpfiff. Schnell den Platz erobert (;-)), alle begrüßt und dann ertönte auch schon der Anpfiff!
Die Kurve legte los um die Roten in der mit ca. 34.000 Zuschauern gefüllten Arena anzutreiben und wurden auch gleich in der 7. Spielminute erhört: ein Schuss, ein Tor – Hannover! Schröter hämmerte das Leder nach guter Vorlage von Hofland ins Tor! 1:0 gegen die Wölfe! Die Begeisterung war groß – und wich schnell der Nervosität.
Denn nach dem Führungstreffer gab es in der ersten Halbzeit nicht viel, was mit großer Begeisterung aufgenommen werden konnte – die Wolfsburger zeigten, was sie von dem 1:0 hielten und waren vor der Halbzeit die eindeutig dominierende Mannschaft. Fehlpässe und mangelhafte Deckung wurden durch Enke hervorragend ausgeglichen und so gelang es den Wölfen trotz Überlegenheit nicht, den Anschlusstreffer zu erzielen. Wobei: ein Tor hätten sie ja fast noch erzielt – allerdings ins falsche Tor. Da schaffte es Quiroga noch vor Christiansen zum Ball, und verfehlte nur knapp das eigene Tor, als er ihn am Pfosten vorbeischoss...!
So blieb es also trotz der Unterlegenheit der Roten bei einem 1:0 Halbzeitstand. In der Pause schienen die Wölfe ihren Pelz ausgezogen zu haben, denn von ihrer Gefährlichkeit war nun nicht mehr viel zu spüren. Vorbei war´s mit der Überlegenheit!
Dafür hatten die Roten einen Power-Cocktail genommen und lieferten uns einen super Anblick. Gleich mehrere Torchancen verpassten nur knapp den Führungsausbau. Die Wölfe dagegen kamen nicht mehr so ganz zum Zug. Die Abwehr stand und alles, was durchging, kam an dem immer noch überragenden Enke nicht vorbei.
Der Ball wurde von den Roten vor dem eigenen Tor schnell abgefangen, auch wenn die Pässe zurück in die gegnerische Hälfte häufig nicht ganz so astrein waren und für meinen Geschmack die Roten sich auch ein bisschen zaghaft bei den Zweikämpfen zeigten. Doch diese Dinge konnte man verknusen, hatten sie doch der gegnerischen Mannschaft in der Halbzeitpause die Dominanz klar abgenommen und lieferten wirklich sehenswerten Fußball!
Allerdings waren der Schiedsrichter und seine Linienrichter teilweise wohl ein wenig geblendet, denn anders kann man sich so einige Entscheidungen wirklich nicht erklären. Aber über den Schiedsspruch zu „Abseits oder nicht Abseits, das ist hier die Frage“ kann man ja häufig nur den Kopf schütteln und auch dieses Mal gab es dazu wieder Gelegenheiten...! Auch zwischen rot und grün zu unterscheiden kann für so manchen wohl eine unüberwindliche Aufgabe darstellen, denn auch da konnte man sich manchmal nur fragen, ob die Augen der Unparteiischen nicht vielleicht doch mal einen Besuch bei Optiker vertragen könnten!
Das sich also bei der einen oder anderen Gelegenheit Unmut breit machte, war verständlich. Dabei kann man allerdings auch bei verbalen Äußerungen bleiben, was auch dieses Mal wieder bei so einigen nicht in den Schädel passte...! Da frage ich mich allen Ernstes: sind manche zu blöd, um Ihre Empörung in Worte zu fassen oder stehen sie auf Körperkontakt zu uniformierten Einsatzkräften? Selbst bei dem krampfhaften Versuch, mich in die Spatzenhirne hineinzuversetzen, die sich auch bei diesem Spiel wieder zu körperlichen Auseinandersetzungen herunterließen, schaffte ich es nicht, mich in diese geistige Niveaulosigkeit hineinzudenken! Wenigstens folgten keine weiteren Vorfälle dieses unverständlichen Beispiels geistiger Unfähigkeit und die Fans konzentrierten sich weiterhin darauf, sich ihrer eigentlichen Aufgabe zu widmen: die Roten lautstark anzufeuern.
Und dann passierte in der 64. Spielminute das Unglaubliche: nach seinem Treffer zum 1:0 und einer weiteren Möglichkeit am Anfang der zweiten Halbzeit nutze Schröter erneut eine Chance und verwandelte diese gekonnt zum 2:0! Ein Freudentaumel gefolgt von lautstarken Gesängen hallte durch die Tribünen! Vergessen all die schlechten Prognosen, die Roten zeigten dem Tabellenführer, wo sie waren: in Hannover! Wie oft hatten doch die Wölfe schon spüren müssen, was es heißt hierher zu kommen...!
Die Wölfe wirkten nun wie hypnotisiert und brachten nicht wirklich etwas zustande. Der Schuss von Quiroga, mit dem die Gäste sich noch einmal versuchten, wurde wieder einmal von Enke abgefangen, und das war´s dann auch mit der Gefahr der „wilden Tiere“! Die Entscheidung war schon klar, und man stimmte das „so ein Tag, so wunderschön wie heute“ bereits an, als der für Christiansen in der 83. Spielminute eingewechselte Stendel noch einen drauflegte und dem Wolfsburger Keeper wenige Sekunden vor Schluss ganz cool noch den dritten Ball in diesem Spiel ins Haus schmetterte.
Der Tabellenplatz 8 war erreicht, die Wölfe von der Spitze gestoßen, die Freude über diese großartige Leistung groß und die Frage an die Wölfe „Und Ihr wollt Spitzenreiter sein?“ nach diesem Spiel mehr als berechtigt!!!
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Autor : Henning
Datum : 04.10.2004
Nach dem unsäglichen Spiel gegen die Arminia aus Bielefeld war es in der Tat meine Aufgabe, einen Spielbericht zu verfassen. Aber Daniel hat sehr treffend analysiert, dass sowohl die Motivation als auch ein guter Einfall für einen lesenswerten Spielbericht deutlich zu wünschen übrig ließen und bis heute lassen.
So gesehen könnte ich jetzt einen Spielbericht über das wesentlich erfreulichere Rostock-Spiel verfassen. Leider ist mir von selbigen nicht einmal ein Fernsehbericht zu Augen gekommen, weswegen ich der falsche Mann dafür sein dürfte.
Deswegen wenigstens soviel noch zum Nachholspiel gegen die Ostwestfalen: Die erste Halbzeit war aus meiner Sicht sogar ganz brauchbar. Der Ball lief ganz gut und machte mir durchaus Hoffnung auf ein versöhnliches Ergebnis. Es gab allerdings spätestens mit dem Halbzeitpfiff drei weniger hoffnungsfördernde Faktoren. Erstens: Trotz dieser deutlichen Überlegenheit stand es immer noch 0:0. Zweitens: Angesichts der Tatsache, dass der Gegner "nur" Arminia Bielefeld hieß, hätte man durchaus mehr richtig überzeugende Chancen und noch mehr Druck auf des Gegners Tor erwarten können. Und zumindest ein Tor hätte man erwarten müssen. Und drittens: Die vergangenen Spiele dieser Saison war zu beobachten, wie die Mannschaft in der zweiten Halbzeit regelmäßig von akuten Schlaf- und Lustlosigkeitsanfällen geplagt wird. So auch an diesem Dienstagabend. Ein Tor für die Roten war weiterhin nicht zu sehen, dafür kamen die Bielfelder mit der Zeit immer besser ins Spiel - genau genommen ließ man sie vor allem besser ins Spiel kommen. Und das natürlich gekrönt von der 96-typischen bösen Überraschung kurz vor Spielende: 0:1. Womit auch das Endergebnis stand.
Aber wie wir ja jetzt alle wissen, war das nächste Spiel, das in Rostock, bedeutend erfreulicher für alle Anhänger der Roten, weswegen das Bielefeldspiel und auch dieser Spielbericht so schnell wie möglich wieder vergessen werden können.
Aber wenn ich es schon auf mich nehme, wollte ich den Bericht auch nicht gänzlich unter den Tisch fallen lassen.
Und jetzt werde ich mich zurück lehnen und mich auf den kommenden Bericht über den Sieg in Rostock freuen. =)
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Der Trend setzt sich fort
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Autor : Daniel
Datum : 22.09.2004
Bilder des Tages
Bundesligasaison 2002/2003: Hannover 96 siegt unter Trainer Ralf Rangnick in einer tollen Begegnung mit 2:1 an der Weser.
Bundesligasaison 2003/2004: Beim späteren deutschen Meister Werder Bremen erkämpfen sich die Roten unter Ewald Lienen das schönste 0:0, das ich je gesehen habe.
Bundesligasaison 2004/2005: Ein grottiger Kick führt zu einer 0:3 Niederlage gegen die Mannschaft aus der Weserstadt.
Aber nicht so schnell. Der Tag bzw. die Fahrt nach Bremen begann für Henning, Vanessa und mich schon eher suboptimal: Eigentlich war es angedacht, dass wir mit dem WET respektive dem Semesterticket an die Weser fahren sollten. Bedauerlicherweise wurden wir jedoch von einem nicht weiter zu erwähnenden Herren versetzt und so musste wir kurzfristig unsere Planungen über den Haufen werfen. Nach einem kurzen Telefonat, das noch gerade rechtzeitig erfolgte, konnten wir uns noch eine Mitfahrgelegenheit bei unserem perönlichen Lieblingsflocker sichern und befanden uns eine Viertelstunde später dann doch noch auf dem Weg an die Weser.
Eine stressfreie Fahrt, eine Flasche Wein und diverse Brötchen und Biere später erreichte man schließlich den taktisch vermutlich klügsten Parkplatz der Stadt, gesellte sich zu den Damen und Herren der Gruppe Pressler und erfreute sich am aktuellen Bremer "Maskottchen", das ganz und gar nicht meisterlich in dieser Saison die Leibchen der Bremer Mannschaft ziert.
Um nicht wie im letzten Jahr gefühlte fünfeinhalb Stunden an der Einlasskontrolle zu verweilen, entschloss man sich dann doch recht früh dazu, den Block in Beschlag zu nehmen und auf den Anpfiff zu warten, statt draußen die letzten Sonnenstrahlen des Jahres zu genießen.
Bevor es mit dem Spiel losging, ließ sich übrigens noch Chefcoach Lienen in der Kurve blicken, um die Fans heiß auf den Kick heiß zu machen. Eine Geste, die Trainer eigentlich immer nur dann bringen, wenn die Luft für sie dünner und dünner wird. Sollte der Mann hat etwa prophetische Fähigkeiten besitzen?
Das Spiel, das die von ihm trainierte Mannschaft in den folgenden 90 Spielminuten bot, lässt jedenfalls nicht gerade den Schluss zu, dass Lienen seine Position stärken konnte. Nachdem nach 19 Minuten Darek Zuraw einen Elfmeter verschuldet hatte und mit Rot vom Platz gestellt wurde, stand es auf einmal 1:0 für eine wirklich nicht sehr stark sondern eher verunsichert aufspielende Bremer Mannschaft. Vermutlich aus Trotz und mit dem Mut des Chancenlosen spielte 96 in den restlichen 26 Minuten der ersten Spielhälfte einigermaßen offensiv nach vorne, bis die Schlüsselszene der Begegnung kam: Die Halbzeit!
Ich muss gestehen, dass es mich wirklich interessieren würde, was der gute Ewald denn in der Pause seinen Spielern für Flausen in den Kopf setzt. Es muss sich vermutlich irgendwie so angehört haben: "Stellt euch alle auf die Torlinie. Die Bremer sind heute so schwach, die treffen das Tor heute nicht nocheinmal!"
Leider haben die Jungs auf ihren Chef gehört. Statt die Bremer Unsicherheit mit der ein oder anderen offensiven Aktion zu unterstützen, wurde die Mittellinie als imaginäre Spielfeldbegrenzung festgelegt - und wehe ein Spieler in rot machte Anstalten sie zu überschreiten. Die Folge war, dass der Bremer Neueinkauf, der so manchen Werder-Anhänger seine Treue zum Verein hat überdenken lassen, das Spiel entschied. Zuerst bereitete Klose per Kopf das 2:0 durch Micoud (78.) vor, dann vollstreckte er in der 88. Minute noch einmal selbst.
Hach ja, erfolgsorientierter Fußball, auch Mauertaktik genannt, ist schon was Feines. Man gut, dass ich mir zum Geburtstag einen neuen Trainer gewünscht habe...
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Was haben Michael Schumacher und Hannover 96 gemeinsam?
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Autor : Markus
Datum : 14.09.2004
...Richtig! Beide haben eine besondere Affinität zu der Farbe Rot!
...Richtig! Beide sind Meister ihres Faches, nur das bei dem Verein diese Tatsache leider nicht viele Leute außerhalb Hannovers erkennen. Diese Unwissenden...
Aber worauf meine Wenigkeit hinaus will:
Beide machten diese Saison da weiter, wo sie letzte Saison aufhörten.
Der eine holt Siege ein, das die Radiosender diese von Band ansagen könnten (ein Bericht für 3 Rennen). Und Hannover ist wiedermal derjenige der die Punkte in mundgerechten Stücken verschenkt! Aber dazu später mehr...
Als erstes hies es am Kofferraum(tm) Seine Vorfreude gegenüber Gleichgesinnten kund zu tun. Auch wenn mir das Bier nicht schmeckte, weil es ja noch sooo lange bis zum Spiel hin war.
Und ne Karte musste ich mir aufgrund selbstauferlegter Dauerkartensperre ja noch zulegen. War mein Willen, diese Preise nicht mit zu tragen, während der Sommerpause noch stark ausgeprägt, wurde er immer zermürbender je näher der erste Spieltag daheim kam. Kurz vor dem Stadion fühlte ich mich jedenfalls wie ein Alkoholiker auf Entzug im Spirituosen-Laden.
Allerdings wurde der Sucht beim Blick aufs Kassenhäuschen Grenzen gesetzt: 31 Euro eine Sitzplatzkarte... Ich war zwar schon darauf gefasst, das Tageskarten teuer sind, das die aber einen dermaßenen Wucher unterliegen sah ich erst real als ich mein Portemonaie wie eine Weihnachtsgans ausnehmen musste. Das ist die nächste Gemeinsamkeit zwischen Schumi und Hannover 96: Die Preisstruktur der Eintrittspreise ist nicht soo weit außeinander. Und wenn ich Schumi vorbeirasen sehe und ich mir die Preistafeln für 96 anschaue sehe ich beide Male rot!
Genug gemault: Der Gang zum Stadion entschädigte doch für vieles: Das wird ein einmaliger, unvergleichbarer Schuppen in der Bundesliga! Es machte sich bei mir ein wohliger Schauer breit als ich mich umblickte, diesen konnte ich aber nicht lange genießen, da ich aufgrund der Warteschlange an den alten Kassehäuschen erst kurz nach Anpfiff meinen Platz beanspruchen konnte. Und es sollte sich gleich auf dem Platz was tun: Jiri Stajner von mir und vor allen von meinem Bruder ausgerufener Held hat die letzten Spiele wieder gezeigt, das er in aufsteigender Form ist und sollte gleich was von seiner Stärke zeigen: Flog doch ein Freistoß in den Freiburger Strafraum, der zuerst im Gewusel unterging, den dann "Stajni!!!!" als Kopfball verwerten konnte, obwohl er weißgott kein Kopfballungeheuer ist (2.). Das brachte Auftrieb!
Und so zeigten unsere Jungs ein gefälliges Spiel, nicht fehlerfrei, aber man hatte nie den Eindruck, das die Freiburger das Heft in die Hand nehmen könnten, im Gegenteil: Ein Hühnerhaufen war besser organisiert als deren Viererkette. Wie zum Beweis konnte "Stajniiiii!!!!" auch den zweiten dicken Patzer in der Abwehr nutzen: Schöner Pass auf Wallner, der Torwart konnte den Ball nur mit einem Abpraller abwehren, Stajner vor die Füße, der rennt drei Schritte und zieht ab. Zack! 2:0 (8.)! Alles schien auf ein Schützenfest hinaus zu laufen. Unsere Jungs hatten die eine oder andere schöne Chance aber verspielten diese recht lässig mit dem 2:0 im Rücken . Und irgendwie wünschte ich mir ein weiteres Tor unserer Helden, weil dann die Messe gelesen gewesen wäre. So war es allerdings schon vielen Gegnern in letzter Zeit gelungen ein 2 Tore Rückstand aufzuholen oder gar umzubiegen.
"Aber wenn sie so spielen wie in der ersten kann nicht mehr viel passieren", dachte ich mir. Die Verunsicherung der Gäste merkte man an den vielen Fehlpässen der Freiburger. Dann kam die Pause...
...Und ich fragte mich, wer die Batterien rausgenommen hatte. War unsere Mannschaft in der ersten Halbzeit überlegen, startete sie in der zweiten Halbzeit gelinde gesagt verhalten... Irgendwie überkam mich ein ungutes Gefühl "die spielen doch wohl nicht auf halten". Aber die Mannschaft war komplett wie ausgewechselt. Kaum noch koordinierte Angriffe, stattdessen Rückpässe auf den eigenen Torwart. Und Fehlpässe. Praktisch eine Lehrstunde in Sachen "wie baue ich einen Gegner wieder auf". Die Spielfreude war komplett flöten.
Und dann geschah das Befürchtete: Schneller schulbuchmäßiger Konter über Rechts, scharfer Pass in die Mitte, Dorn stand goldrichtig, Enke keine Chance, 2:1!
Lienen reagierte mit der Herausnahme des sehr schwachen Wallner für Stendel und Sousa für Dabrowski. Und wie gehabt sollte es natürlich noch schlimmer kommen: Freistoß von Tschik... von Tishvi... öhm... Naja von einem Freiburger [Tskitishvili ;) ] über Rechts, Kopfball Cairo, schon stand es 2:2(73.). Nun war das Chaos groß, die Freiburger waren plötzlich dem Siegtreffer näher als unsere Jungs (Dorn 74.). Und unsere Spieler stellten das Spiel komplett ein! Christiansen wurde noch eingewechselt, konnte aber auch nichts mehr bewirken.
Paar Worte zur Stimmung: Die war im Stadion die ganze Zeit über bescheiden. Gab es kurz vor Beginn noch eine beeindruckende Choreo im Fanblock mit vielen Doppelhaltern, flaute die Stimmung mehr und mehr ab. Beispielsweise wurde in W1 beim "Steht auf wenn Ihr rote seid" nur geklatscht, aber nicht gesungen!!!
Fazit: Wie am Anfang schon angedeutet machte Hannover da weiter wo es letzte Saison aufhörte: Punkte verschenken. Im ersten Jahr war es noch Lehrgeld. Jetzt wird es allmählich Dummheit! Und die Restlichen Sympathien werden mit der Preispolitik aufs Spiel gesetzt.
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Wir haben ihn, den Punkt aus Dortmund und das zurecht!!!! Endlich können wir uns über ein Tor in letzter Sekunde freuen und sind mal nicht die Deppen!
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Autor : Matthias
Datum : 30.08.2004
Angefangen hat es beim Auswärtsspiel in Leverkusen, wo Markus und ich die Karten für das Spiel in Dortmund bekommen haben. "Das wird bestimmt geil" und "Ich freue mich jetzt schon auf das Spiel" waren so die Kommentare, die allerdings eine gewisse Unsicherheit spüren ließen. "Naja, wird schon werden" war die allgemeine Meinung und so fuhr ich mit Jan und Bemeh (Offi-Forum) und ohne Markus, der Terminplanbenötiger drehte zeitgleich auf dem Thönser Ackerring mit einem Rasenmähertrecker seine Kreise, nach Dortmund. Geleitet von guter Hoffnung und einem Parkplatztipp eines Insiders ging es los, kamen gut durch, fanden einen fast perfekten Parkplatz, der uns nach dem Spiel schnell wieder auf die Autobahn brachte und schlurften ca 2 1/2 Stunden vor Anpfiff um das Stadion herum. Am alten Borussenstadion "Rote Erde" hatte man einen Biergarten eingerichtet, den wir auch gleich erstmal angetestet haben. Das Bier war günstig (0,33 für 1,50 Euro, Bratwurst 2 Euro) und auch das Wetter hatte sich, entgegen aller Prognosen, gebessert, so das wir uns im Sonnenschein mit einigen Borussen unterhielten. Gut eine Stunde vor Anpfiff ging ich los, um die Karte von Markus zu verscheuern, was erstaunlich fix ging, so das ich relativ früh "den Ground entern" konnte, um es mal im Ultrajargon auszudrücken. Meine Platzwahl im Stehplatzblock war auf den ersten Blick fast perfekt, ziemlich weit oben, mit einem guten Ausblick aufs Feld. Das auch die Jungs vom Fanclub "Trommelwirbel" diese Position gut fanden, ist mir erst ziemlich spät aufgefallen. Meine Ohren dröhnen jetzt noch und dem Dicken hätte ich am liebsten seine Sticks da reingesteckt, wo die Sonne nicht so oft hinscheint.
Zum Spiel. Es ging gut los, die Reihen der Roten standen relativ sicher und wußten sich zu behaupten. Und wenn auch nur eine von den beiden Großchancen reingegangen wäre, dann wären wir bestimmt mit einem Dreier nach Hause gefahren. So bestätigte sich wieder mal eine Regel, machst Du vorne die Dinger nicht rein, wird sich das bitter rächen. So geschehen in der 29. Minute, wo Rosicky fast sträflich unbedrängt blieb und dies zu nutzen wußte. Keine Chance für Enke und wieder schien es, als liefe es nach bekannten Muster ab, wir haben die fetten Chancen und die anderen gewinnen. Aber die Moral der Roten wurde nicht gebrochen, auch wenn das 1:0 erstmal alle schockte. Im Verlauf des Spiels kamen wir zu einigen, gut rausgespielten Einschußmöglichkeiten, aber leider hatte Warmuz genau wie Enke einen guten Tag und verhinderte einen Ausgleich. Dadurch, das die Roten offensiv wurden, gab es für den BVB Platz zum kontern und ich lege mich mal dreist fest, hätte Koller in der 82. Minute das Ding versenkt, als er frei auf Enke zulief, so hätten wir sicher verloren. Aber wie gesagt, Enke hatte wieder einmal einen guten Tag und bei Koller half uns diesmal der Pfosten. Dieser Pfostenschuß wirkte wie eine Art Halali auf die Roten, die nun nochmal alles nach vorne warfen und den Dortmundern ordentlich zusetzten, was man an ausgedehnten Behandlungen an scheinbar Halbtoten und elendlangen Auswechselungen der Dortmunder sah. Spielte die große Borussia etwa auf Zeit???? Auch die Zuschauer ahnten wohl etwas, da der Ton rauher wurde und eigentlich harmlose Plänkeleien mit wütenden Pfeiffkonzerten bedacht wurden. Und dann kam die 91. Minute, ein letzter Eckball, Enke zögerte erst, aber bei so einer Situation muss ein Torwart nach vorne. Scheinbar sieht Lienen das ähnlich und Enke kam in den Strafraum der Borussen. Und irgendwie fand die Leandro Ecke den Kopf von Mertesacker, aus reiner Dankbarkeit schreibe ich den Namen nocheinmal, Mertesacker, Per Mertesacker, auch liebevoll Merte genannt. Also, die Ecke nutzte Mertesacker zum 1:1. Abpfiff. Jubel, Arme, keine Bierdusche (!), wildfremde Menschen, die einen herzen, als wenn man selbst gerade das Tor gemacht hat und einfach nur pure, ehrliche Erleichterung und Freude. Ich meine, nach solchen Spielen neigt man leicht zu Übertreibungen, aber dieses Unentschieden gehört mit zu den Schönsten!
Eine traurige Masse von gelb/schwarzen, gesprenkelt mit roten, hüpfenden und johlenden Punkten, quoll aus den Eingängen Richtung Parkplätzen oder Strassenbahnen. Keine Randale, obwohl beide Fangruppen aufeinander trafen, hier und da anerkennende Worte von Dortmundern und ganz neue Dixi Urinalständer (Originalbezeichnung - praktisch, aber sehr unfotogen) prägten den Weg zum Auto. Eine Meisterleistung von Bemeh beim Ausparken brachte uns sehr schnell auf die Autobahn, im Tunnel wurde nochmal herzliche Grüße in Form des leicht abgewandelten "HDHDHDHDOOOOusw" losgelassen und schon waren wir wieder zuhause, um auf N3 noch den Sportclub zu sehen, der wiedermal oberschlecht war. Alles in allem ein schöner Sonntag!
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Leverkusen - Die Roten 2:1
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Autor : Daniel
Datum : 08.08.2004
Vielen Fans ist es ja immer sehr wichtig, dass nicht nur die Partie auf dem Platz sondern auch das Gesangsduell auf den Tribünen gewonnen wird. Diese Fans dürften gestern Abend, gegen 17:17 Uhr zumindest zu 50% zufrieden gewesen sein. Denn auf den Rängen hatten wir mit Ausnahme von ca. zwei Minuten das ganze Spiel über die Oberhand.
Aber diese zwei Minuten sind für Fans wie mich die zwei entscheidenden Minuten gewesen: Es waren die Zeiträume nach den beiden Toren der Werkself, die unsere Roten um die verdienten Früchte ihrer Arbeit gebracht haben. Mehr will ich zum Spiel auch gar nicht schreiben, weil ich mich sonst nur wieder aufrege... Vielleicht erbarmt sich noch wer anders aus unseren Reihen...
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Autor : Daniel
Datum : 18.05.2010
Es ist mir nicht ganz klar, was die 11Freunde geritten hat, als sie Dieter Schatzschneider an die Tasten gelassen hat. Jedenfalls schreibt er auf deren Homepage unter anderem Folgendes im Rückblick auf die vergangene Saison:
Ohne unsere Torhüter zu verunglimpfen, aber dieses Knackpunkt-Spiel am 17. Spieltag gegen Bochum, als wir durch zwei Schlaudraff-Tore nach 52 Minuten 2:0 führten und letztlich noch 2:3 verloren, hätten wir mit Robert Enke im Tor niemals abgegeben.
Unabhängig davon, dass die Aussage rein spekulativ und unfair dem aktuellen Torhüter der Roten gegenüber ist, stellt sich mir die Frage, was genau Schatzschneider dazu bevollmächtigt, in Bezug auf Hannover 96 von "wir" zu sprechen.
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Analyse: Der Fisch stinkt vom Kopf!
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Autor : Die Erleuchtung
Datum : 23.02.2010
Protest auf Papier
Die Situation von Hannover 96 wird von Spieltag zu Spieltag finsterer. Ein Umdenken und Umlenken ist - personellen Umbesetzungen zum Trotz - nicht zu erkennen. Statt sich der Situation zu stellen und die vielen eh schon lodernden Feuer zu bekämpfen, fährt einer seine ganz eigene Strategie und entfacht den nächsten Flächenbrand: Martin Kind wird in den Schaumburger Nachrichten mit den Worten zitiert: "Die Hannoveraner und die Region reagieren wie die Mannschaft. Wir haben in Hannover diesen negativen Kreislauf, es kotzt mich an. Sie sollten ‘mal die Mannschaft in der Krise unterstützen." Und weiter: "Eigentlich haben es die Hannoveraner gar nicht verdient, dass man für sie kämpft."
Wir sehen uns als Hannoveraner und fühlen uns somit direkt von Herrn Kind angesprochen. Warum wir, und die anderen 96-Fans, die die Mannschaft zu Hause oder in der Ferne unterstützen, es nicht wert sein sollen, dass man für uns kämpft, erschließt uns nicht so richtig.
Die Kunden, die ich rief...
Guckt man sich die Kind'schen Worte genauer an, scheint sein Problem vor allem zu sein, dass die Zuschauerzahlen nicht stimmen. Damit liegt er sogar richtiger, als man es ihm zugestehen möchte. Nur: Das Problem ist hausgemacht. Vom Chefkoch persönlich. Seit seiner Machtübernahme ist Kind bestrebt, eine Marke zu installieren und Kunden zu gewinnen. Er wird und wird nicht müde, dies in jedes Mikrofon zu diktieren. Doch Kunden halten nur zu einer Marke, solange diese im Trend liegt und erfolgreich ist. Fans, die zu einem Verein - ihrem Verein! - stehen, sind diesem auch in der Krise treu. Doch Kind wollte Kunden. Die hat er nun.
Trainerwechsel
Weiterhin ist festzustellen, dass die Lernprozesse, die Kind seit Jahren beschwört, immer noch nicht abgeschlossen und auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Aus Fehlern wird nicht gelernt, sie werden wiederholt. Jüngstes Beispiel der Saison: Bereits vor der Sommerpause war klar, dass die Zweckgemeinschaft zwischen Mannschaft und Trainer Dieter Hecking ihr Ende erreicht hatte. Statt den nötigen Schnitt zu machen, durfte Hecking die Saisonvorbereitung machen und wurde - wie überraschend! - nach dem verkorksten Saisonstart entlassen. Nachtrag vom 24. Februar, 16.40 Uhr: Tatsächlich haben wir übersehen, dass die offizielle Version der Geschichte ist, dass Dieter Hecking von seinem Amt zurücktrat. Nichtsdestotrotz ändert dies nichts daran, dass angesichts der Vorhersehbarkeit des nötigen Trainerwechsels vor der Sommerpause hätte gehandelt werden müssen (Vielen Dank an die Hinweisgeber!). Andreas Bergmann musste eine Mannschaft übernehmen, die er nicht zusammengestellt und nicht ausgerichtet hatte. Zur Winterpause hin die gleiche Sachlage erneut: Die Spiele gegen Gladbach und Bochum zeigten, dass es erneut Handlungsbedarf auf der Trainerbank geben könnte. Doch wieder wurde die Notbremse zu spät gezogen. Wieder wurde der Trainer erst nach der Vorbereitung gefeuert, wieder musste ein neuer Trainer eine Mannschaft übernehmen, die er selbst nicht prägen konnte. Entweder handelt man in so einer Situation zu Beginn der Saisonunterbrechung oder man handelt gar nicht. Auf keinen Fall jedoch so.
Umgang mit Spielern und Trainern
Apropos Entlassungen: Die Art und Weise, wie diese unter dem Regime von Herrn Kind durchgeführt werden, sind ein weiteres Problem. Erst wurde Michael Tarnat zwischen Tür und Angel mitgeteilt, dass man ihn alsbald vom Hof jagen würde (zwar angeblich von Dieter Hecking; eine öffentliche Entschuldigung des in letzter Instanz Verantwortlichen hat es unseres Wissens nach jedoch nie gegeben). Dann wurde Andreas Bergmann unter ebenso unschönen Umständen entlassen. Schließlich noch die Torhüter-Frage (berechtigt oder nicht), die so nie hätte gestellt werden dürfen. Dass dieses Verhalten auch bei den Spielern bleibende Spuren hinterlässt, ist wenig verwunderlich. Es gibt einfach Dinge, die nicht in die Öffentlichkeit gehören. Doch da wäre ja:
Die Mediengeilheit
Es ist schlicht und ergreifend unerträglich, dass Kind es nicht sein lassen kann, in jeden offenen Notizblock eines jeden Reporters, etwas hinein zu diktieren. Wie kann es sein, dass jeder Journalist die Telefonnummer des Präsidenten im Handy gespeichert hat und dieser quasi Tag und Nacht für die Berichterstatter zu erreichen ist? Schlimmer noch: Mit einem der Schmierfinken einer hannoverschen Gazette soll Kind regelmäßig beim Tennis-Match zu sehen sein. In anderen Vereinen sucht man krampfhaft den Maulwurf in der Mannschaft, in Hannover ist der Maulwurf der Leithammel persönlich.
50+1 statt 96
Kinds Lieblingsthema, von dem alle, die eine andere Meinung dazu vertreten, bestenfalls keine Ahnung haben. Gerne wird auch mal von Idioten gesprochen. Über Monate zieht sich nun diese Debatte, über Monate wird es immer klarer, dass es für Kinds Vorhaben in der DFL keine Mehrheit gibt, über Monate droht Kind mit dem Rechtsweg. Monate des Drohens, in denen die Entwicklung bei 96 Kind offenkundig aus dem Fokus geraten ist. Statt sich um die Probleme vor Ort zu kümmern, werden krampfhaft Kämpfe gegen ganz Fußballdeutschland geführt. Ob diese Kämpfe der "Marke 96" wohl schaden oder nützen, sei nur am Rande gefragt.
Scouting und Beratung
Hat Hannover 96 eigentlich so etwas wie eine Scouting-Abteilung? Oder werden neue Spieler nur nach dem Motto "Ich glaube, ich hab da mal wen wo spielen sehen, der da jetzt nur noch auf der Bank sitzt" gekauft. Ein Masterplan ist nicht erkennbar. Hinzu jagt es einem eisige Schauer über den Rücken, wenn sich Kind mit Dieter Schatzschneider sehen lässt, mit dem er auch gerne zu Auswärtsspielen im gleichen PKW fährt.
Analyse
Garniert wird das ganze Chaos mit der Worthülse "Analyse". "Wir werden die Situation analysieren" ist der vermutlich am häufigsten verwendete Satz in der Geschichte von Hannover 96. Ist ja auch schön und gut. Nur wenn die Analysen nie zu Konsequenzen führen, sind sie nicht mehr als Beruhigungsversuche - bestenfalls mit Placebo-Effekt.
Für uns ist eines klar: Wir fühlen wir uns derzeit von den Spielern aufgrund der anhaltenden Arbeitsverweigerung verraten, sind aber bereit ihnen sofort zu vergeben, wenn sie endlich anfangen zu kämpfen, sich zu wehren und dabei auch ein bisschen Fußball spielen. Nur ein klitzekleines Fünkchen Hoffnung möchten wir fühlen, bevor wir uns in der 2. Liga wieder finden. Selbstverständlich stehen die Spieler dafür in der Verantwortung, das Ruder rumzureißen!
Doch der Fisch stinkt vom Kopf aus! Das Chaos, das der Präsident anrichtet, ist seit langer Zeit die Basis für unstrukturiertes Handeln auf dem Transfermarkt, für eine mangelhafte Zusammenstellung des Kaders und für eine Gefühlslage auf den Tribünen des Niedersachsenstations, die nicht einmal mehr Enttäuschung, sondern nur noch Resignation zulässt. Die paar wenigen Fans, die Herr Kind noch nicht vergraulen konnte, kommen gegen das eisige Schweigen im Stadion nicht mehr an.
Uns ist bewusst, dass die von uns geplante Aktion vielleicht kein großes Medienecho erzeugen wird. Uns ist klar, dass am kommenden Sonntag beim Spiel gegen den VfL Wolfsburg wahrscheinlich eher 10 als 10.000 Zettel in Richtung Osttribüne und VIP-Bereich gehalten werden. Dennoch wollen wir nicht komplett tatenlos zusehen, wie ein Präsident einen Verein zur Marke herunterwirtschaftet, Fans vor den Kopf stößt und Hannoveraner diskreditiert. Wir hoffen darauf, dass möglichst viele Zuschauer, eine oder mehrere dieser Zettel in das weite Rund halten werden, um ihren Unmut und ihre Unzufriedenheit mit der Vereinsführung zum Ausdruck zu bringen. Kinds Drohung, Hannover 96 auch in der zweiten Liga erhalten zu bleiben, darf nicht unbeantwortet bleiben.
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Autor : Daniel
Datum : 23.01.2010
Gerade einmal 16 Spiele durfte Andreas Bergmann den Posten des Chef-Trainers mit Leben füllen. Danach brachen eine - zumindest derzeit - charakterlose Mannschaft und die hochnotpeinliche Niederlage gegen die Berliner Hertha ihm das Genick und er musste seinen Stuhl für den Nachfolger räumen: Mirko Slomka soll nun also das Ruder herumreißen.
Zuzutrauen ist ihm diese Mission durchaus. Schließlich hat er vor rund zwei Jahren auf Schalke gute Arbeit geleistet und sicherlich dazu beigetragen, das Fundament zu bauen, auf dem die Königsblauen im Moment ihre erfolgreiche Arbeit gründen. Dass er dabei von Rudi Assauer und den Schmierfinken mit den vier großen Buchstaben als aktuelle Sau durchs Dorf getrieben wurde, ist angesichts eben dieser beiden Sautreiber mehr als geschenkt.
Unrühmlich hat sich in der Geschichte - wieder einmal - das Konstrukt Hannover 96 verhalten. Dass der Trainerwechsel abzusehen und vielleicht sogar nötig war, war mehr als offensichtlich. Auch wenn in Reihen dieses Fanclubs die Stimmen nach Kontinuität durchaus laut sind, war es vermutlich sogar sinnvoll, die Mechanismen des Marktes greifen zu lassen (ich wollte diese Floskel schon immer einmal verwenden!). Kontinuität setzt an dieser Stelle beziehungsweise mit Hinblick auf diesen Posten drei Dinge voraus:
1. Eine Situation in der man mit ruhigem Gewissen auch Risiken eingehen und dem Trainer Raum zum Experimentieren und zur Entfaltung der eigenen Ideen geben kann. Die sportliche Situation und ihre Entwicklung steht zu diesem Punkt im krassen Gegenteil und alleine diese war Grund genug die Reißleine zu ziehen.
2. Einen Trainer, dem man die Führung eines Bundesligisten zutraut. Andreas Bergmann war (und ist) ein von außen betrachtet unfassbar sympathischer Mensch: Ruhig, ausgeglichen, moralisch astrein. Leider fehlen ihm Duchsetzungsvermögen und Erfahrung. Letzteres kann man ihm nicht vorwerfen, ersteres kann man nicht erzwingen.
3. Ein Umfeld, das mit Ruhe und Sachverstand zu handeln versteht.
Den Sachverstand hat man sich mittlerweile in Form von Jörg Schmadtke eingekauft. Allein die Tatsache, dass er sämtlichen Journalisten der Landeshauptstadt-Zeitungen die Kompetenz abspricht, macht ihn sympathisch und zeugt von seinem Sachverstand (Dieser Satz ist tatsächlich so zu verstehen, wie er hier steht!). Doch mit der Ruhe ist das so eine Sache: Martin Kind handelt erneut im puren Aktionismus: Leider scheint dieses Verhaltensmuster eine Sache zu sein, die ihm nicht mehr auszutreiben ist. Die Art und Weise, wie Bergmann entlassen wurde, erinnert hinzu noch an das Tarnat-Theater der jüngeren Vergangenheit (allerdings ist an dieser Stelle natürlich auch Schmadtke in die Verantwortung zu nehmen).
Dass im Rahmen dieses Aktionismus' - wenn die Spatzen auf den Dächern Recht haben - auch noch der Mann mit dem Sachverstand vom Despoten Kind überstimmt wurde und deshalb Slomka als neuer Trainer verpflichtet wurde, lässt dies vor allem auch mit Hinblick auf das 50+1-Thema Böses ahnen: Kind möchte bei seiner angestrebten Novellierung den Geldgebern mehr Mitspracherechte zusichern. De facto heißt das - bereits jetzt und in Zukunft noch viel mehr: Wer die Kohle gibt, entscheidet, wer Sportdirektor ist, wird im Misserfolgsfall rausgeschmissen. Die Angst vor russischen Oligarchen, die viele Faninstitutionen aufzubauen versuchen, ist zwar sicherlich übertrieben; sorgevoll auf die möglichen Konsequenzen zu gucken, ist dennoch angebracht.
Sei es drum. Für den Augenblick hat sich die strukturelle Situation gewandelt und in Gleichgewicht eingependelt: Kind sitzt weiterhin auf seinem Thron, Schmadtke füllt seinen Posten als Manager aus, soweit Kind ihm das gestattet, und Slomka soll nun also die Mannschaft in Liga eins halten. Wie stabil dieses ist, wird sich zeigen. Nicht nur im Falle des Abstiegs wird es spannend sein, ob jemand wie Jörg Schmadtke sich das schwarz-weiß-grüne Chaos noch lange antut und ob irgendwann eine positive Entwicklung im strukturellen Bereich eintritt.
Bis dahin: Auf!
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Autor : Daniel
Datum : 20.08.2009
Nun ist es also passiert: Nach 101 Bundesligaspielen als Trainer gibt Dieter Hecking seinen Posten auf. Dass es irgendwann einmal einen Trainerwechsel geben würde, war bereits mit seinem Amtsantritt klar. Die Art und Weise dagegen überrascht.
Festzuhalten ist zuerst einmal, dass unter Hecking die beste Platzierung seit Wiederaufstieg erreicht und das internationale Geschäft nur knapp verfehlt wurde (Platz 8 in der Saison 07/08). Der Fehler, den Hecking damals machte, war es, nach dem letzten Spieltag das Versprechen abzugeben, in der Folgesaison die fehlenden Pünktchen zu holen und danach Europa zu bereisen. Die geweckten Hoffnungen sind in Hannover traditionell mit einem entsprechenden Anspruchsdenken eng verbunden. Nicht wenigen Anhängern scheint ein Mittelfeldplatz nicht zu genügen. Eigentlich, so scheint es, sollte 96 in der achten Erstliga-Saison in Folge langsam mal um die Meisterschaft mitspielen. Mindestens.
Realistisch betrachtet wird 96 vermutlich auch mittel- und langfristig nur im grauen Mittelmaß herumdümpeln. Daran kann auch die 50+1-Illusion von Martin Kind nichts ändern. Insofern kann man Dieter Hecking eigentlich keine Vorwürfe machen - schließlich wurde der 11. Platz in der vergangenen Saison ohne Mühen erreicht, und trotz zwischenzeitlicher Panik war der Klassenerhalt nie in Gefahr.
Zur Realität gehört aber nicht nur das Ziel, das erreicht wurde, sondern auch der Weg, über den man gegangen ist. Die Spiele wurden zunehmend unattraktiver, die Punkte-Ausbeute stimmte auch nur noch phasenweise. Insofern hätte es niemanden überraschen dürfen, wenn bereits zur Sommerpause hin der Übungsleiter ausgetauscht worden wäre.
Doch Martin Kind schien und scheint einen Narren an Hecking gefressen zu haben. Immer wieder beteuerte er, dass er an Hecking festhalte und ihn für einen guten Trainer halte. Die Frage, woran er das festmacht, hätte ich tatsächlich gerne einmal von ihm beantwortet gehabt.
Jedenfalls war Kind von seiner Meinung über Hecking so überzeugt, dass die Treue-Schwüre auch nach dem Pokal-Aus in Trier und dem unbefriedigenden Liga-Start von Bestand waren und im Gegensatz zu den Liga-üblichen Lippenbekenntnissen auch ernst gemeint waren. Statt zu handeln, versteifte sich Kind darauf, die Lage zu analysieren. Eigentlich ein guter Ansatz, nicht in Aktionismus zu verfallen, doch die Kind'schen Analysen dauern bereits seit dem 1:5-Debakel in Cottbus im Dezember 2007 an und sind mit 'phlegmatisch' wohl nicht falsch beschrieben. Insofern muss auch die Frage erlaubt sein, von welchem Kopf der Fisch (auch) stinkt.
Erstaunlicherweise war es letztlich Hecking selbst, der die Reißleine gezogen hat. 'Zumindest offiziell' soll im niederträchtigen Schmierenblatt dazu gestanden haben. Das erscheint ein wenig wie Nachtreten zu wirken, ist aber vielleicht gar nicht mal so unrealistisch. Kind hält viel von Hecking und wollte ihm vielleicht so die Chance geben, sein Gesicht zu wahren. Aber egal, ob Hecking nun gegangen ist oder gegangen wurde: Der Trainerposten ist nach etwa drei Jahren wieder frei.
Wer der Neue wird, dürfte in den nächsten Tagen spannend zu beobachten sein. Die Zeitungen wissen jedenfalls schon, wen die Fans angeblich so wollen (Slomka - laut Süddeutscher Zeitung) beziehungsweise nicht wollen (Matthäus - laut HAZ). Einen Schnellschuss soll es jedenfalls laut Kind nicht geben.
Doch egal, wer es letzten Endes wird - eines dürfte jetzt schon klar sein, wenn man in die beiden großen Fanforen hinein sieht. Kein Trainer wird in Hannover bei Null anfangen dürfen/können. Bei jedem Namen stehen schon die ersten Leute mit Gewehr bei Fuß und sind bereit, die Hexenjagd auf ein neues zu beginnen.
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Das kann ja heiter werden
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Autor : Daniel
Datum : 05.08.2009
Die Bundesliga-Spielzeit hat noch nicht einmal begonnen und doch sind sie schon mitten im Chaos, die Roten. Der Noch-Trainer von Hannover 96, Dieter Hecking, hatte in der Vorbereitungszeit seinen Spielern gute Leistungen attestiert und so Hoffnungen geschürt, dass die anstehende Saison vielleicht nicht ganz so schlimm werden könnte, wie die letzte. Diese wurde zwar im gesicherten Mittelfeld beendet, aber Auswärtsschäche und Spielweise zeigten, dass wenig bei 96 so ist, wie es sein sollte.
Die oben erwähnten Hoffnungen bekamen ihren ersten Dämpfer nach einem Testspiel bei Anker Wismar, 6ligist (Ausrufezeichen!), das mit 1:2 verloren ging. Der große Test gegen Arsenal FC (Martin Kind soll immer noch weinen, weil die bösen 96-Fans nicht bereit waren, die horrenden Eintrittspreise zu bezahlen) wurde mit 0:1 verloren, was auf dem Papier zwar noch ganz gut aussehen mag, aber auf dem Platz doch eher bemitleidenswert aussah, da Arsenal nicht einmal mit 1/4-Kraft aufspielte.
Und dann kam am vergangenen Sonntag das Pokal-Spiel bei Eintracht Trier. Dass Bundesligisten in der ersten Runde dieses Wettbewerbes scheitern, kommt ja regelmäßig vor. Nur sind diese Niederlagen meistens durch ein arrogantes Auftreten des Erstligisten zu erklären. 96 dagegen war einfach schlechter als der Viertligist mit dem unschönen Vornamen.
Der FSV Mainz 05, der als zweiter Erstligist aus dem Pokal flog, hat sofort die entsprechenden Konsequenzen gezogen und seinen Trainer noch vor dem ersten Spieltag entlassen. Das mag nach Aktionismus aussehen und verfrüht erscheinen. Da es aber schon vorher zwischen Trainer und Team Probleme gegeben haben soll, war der Schritt folgerichtig.
Und bei Hannover 96? Dieter Hecking hat endlich (endlich!) das Traingspensum erhöht und auf ein eines Bundesligisten würdiges Niveau gebracht. Der freie Montag wurde gestrichen, am gestrigen Dienstag und heute standen jeweils zwei Einheiten auf dem Programm. Eigentlich ein richtiger Schritt, da die Spieler alles andere als austrainiert erscheinen. Doch wenn im Training wie üblich nicht viel mehr als Gammeleck gespielt wird und bei den anderen Übungen 3/4 der Mannschaft immer im Wechsel nur dumm rum stehen, während die übrigen Mitspieler probieren Flanken zu schlagen und zu verwerten, dann bringt das sicher auch nicht viel.
Konsequenzen hat das leider bislang nicht. Martin Kind scheint viel zu sehr damit beschäftigt, 50+1 zu erklären und zu verdammen und Lügen zu verbreiten ("Deshalb haben wir sieben Jahre lang unsere Preise in der Nordkurve nicht erhöht, als Signal der Anerkennung." Quelle: Süddeutsche Zeitung), als sich der sportlichen Situation anzunehmen. Natürlich kann man sagen, dass die Saison ja noch nicht im Gange sei. Aber a) ist die Talfahrt nicht erst am Sonntag eröffnet worden und b) gibt es - wie eben auch in Mainz - auch in Hannover Vorfälle zwischen Spielern und Trainer, wenn man der HAZ vom 4. August glauben darf. Dort heißt es: "Vielmehr suchten in dieser Phase Meinungsführer aus der Mannschaft in unterschiedlichen Gruppenstärken Kind auf und wiesen ihn auf zunehmende Probleme, Unverträglichkeiten und erste tiefe Brüche zwischen Trainer und Spielern hin – dabei wurde auch Heckings Ablösung offen angesprochen. Kind bestätigte mit einigem zeitlichem Abstand entsprechende Informationen der HAZ, verwies jedoch darauf, dass es auch Einzelmeinungen für den Verbleib Heckings gegeben habe."
Ob man meuternden Spielern nachgeben darf, ist natürlich an dieser Stelle die berechtigte Frage; schließlich machte sich das Management damit auch für die Zukunft erpressbar, wenn der nächste Trainer nicht nach dem Geschmack der Spieler ist. Doch letztlich sind die Spieler eh immer am längeren Hebel. Wenn sie nicht wollen, dann lassen sie Hannover 96 eben gegen die Wand fahren und absteigen. Die meisten von ihnen dürften sehr weich fallen und nur wenig Schaden nehmen. Für 96 dagegen wäre ein Abstieg mit großen Problemen verbunden.
Wie soll es also nun weitergehen? Wie soll die Saison 09/10 so über die Bühne gebracht werden, dass Hannover 96 keinen Schaden nimmt?
Dass der Trainer die Saison übersteht, dürfte angesichts der nun losfeuernden Presse und der hochgekochten Stimmung unter den Anhängern ausgeschlossen sein. Intern wird vermutlich schon an Lösungen gebastelt, was die Nachfolge angeht. Nur wer soll es werden - und: Wie glücklich ist eigentlich Lothar Matthäus in Israel? Außerdem sollte sich Herr Kind die Frage gefallen lassen, welchen Anteil er am momentanen Chaos trägt und in wieweit seine Daseinsberechtigung auf der Kippe steht.
Auf jeden Fall dürften unruhige Zeiten auf die "Alte Liebe" zukommen.
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Zurück in die Vergangenheit?
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Autor : Daniel
Datum : 27.08.2008
Über die Fehler auf dem Platz berichteten die Medien ja in den vergangenen Tagen zur Genüge. In sofern wäre es reine Zeitverschwendung, sich mit dem Cottbus-Spiel an dieser Stelle zu beschäftigen - auch wenn es natürlich aufgrund der Leistung auf dem Platz durchaus einiges an Meckerpotential gäbe.
Das Drumherum dagegen wurde von den Medien bislang nur marginal betrachtet. Doch auch hier gibt es mehr als genug Punkte, die man genauer betrachten kann.
Stichwort "Bezahlkarte"
Es ist in der Vergangenheit ja nun mehrfach vorgekommen, dass das ach-so-tolle bargeldlose Bezahlsystem nicht oder nur unzureichend gut funktioniert hat. Besserung wurde stets und ständig vollmundig versprochen, aber zum Heimspiel-Start erneut nicht erreicht. Die meisten Zuschauer, die noch ein Restguthaben auf ihrer Dauer- oder Mitgliederkarte hatten, standen wie Ochs vorm Berge, als sie am vergangenen Freitag Wurst und Bier kaufen wollten. Die Umbuchung auf die neue Plastikkarte hatte in den wenigsten Fällen funktioniert und so musste man sich in die schier endlosen Schlangen vor den Aufladeterminals stellen. Besonders ärgerlich dürfte der Spaß für diejenigen gewesen sein, die das Anstehen vermeiden wollten, vorsorglich beim letzten Spiel Geld aufgeladen und 96 somit zinslosen Kredit gewährt haben und dennoch ohne geladene Karte am Tresen standen.
Die Möglichkeit, die Karte telefonisch aufzuladen, ist auch nicht wirklich zu Ende gedacht worden. Was bringt es, wenn ich mein Guthaben von zu Hause erhöhen kann, mich aber dennoch in die Schlangen einsortieren muss, um die Transaktion noch einmal am Auflade-Terminal zu bestätigen?!
Stichwort "Kommunikation"
Fehler passieren. Das ist zwar ärgerlich aber auch unvermeidlich. Schlimm jedoch ist, wie mit solchen Fehlern umgegangen wird. Warum erscheint nicht am Tag nach dem Spiel eine Erklärung und Entschuldigung auf der 96-Homepage? Wozu betreibt man solch ein Medium, wenn man es nicht für solche Zwecke benutzt. Das Chaos könnte man zwar nicht wieder zurücknehmen. Aber zumindest die enttäuschten Fans mit Ehrlichkeit besänftigen.
Stattdessen wird beim Spiel der Fanbeauftragte mit der - offensichtlich falschen - Information versorgt, dass es lediglich bei ein Promille aller Karten zu Problemen gekommen sei.
Stichwort "Gastronomie"
Zumindest im Oberrang Nord wurden scheinbar komplett neue Crews an den Tresen eingesetzt. Die alten, bewährten Kräfte sind verschwunden und damit auch angemessenes Tempo und bis zum Eichstrich gefüllte Becher. Diese sind dann übrigens wieder mit bunten Motiven bedruckt und riechen und schmecken erneut nach Plastik pur. Ein bekanntes Problem aus der alten Saison mit ähnlichen Bechern. Warum man mit der Erfahrung von damals die neue Serie nicht erst auf ihre Tauglichkeit überprüft, bevor man sie auf die Masse loslässt, erschließt sich mir nicht.
Die gröbste Verschlimmbesserung fand schließlich bei den Wurstwaren statt. Die guten Schinkengriller und Würste von Ahrberg sind aus dem Stadion verbannt und durch irgendeinen Mist aus Hamburg ersetzt worden. Geschmacklich ist die neue Ware schlicht und ergreifend nicht erträglich. Aber Hauptsache ist wohl, dass man pro Wurst ein paar Cent mehr verdient. Dumm nur, wenn zukünftig der Umsatz einbricht. Zumindest ich werde die neue Qualität entsprechend zu würdigen wissen.
Stichwort "Eintrittskarten Nord"
In der Vergangenheit hatte man eingesehen, dass es wenig Sinn macht, die Eintrittskarten für die Nordkurve in jedem Fanshop und online anzubieten. Der Fanbereich von Hannover 96 sollte exklusiv im Fanshop und im Fanladen vertrieben werden, online gab es die Karten ausschließlich über den Fanladen für 96- und RK-Mitglieder.
Nun sind sie wieder online erhältlich und man wird davon ausgehen können, dass die freien Kontingente wieder von Schwarzhändlern und Gästefans aufgekauft werden. Wenn es dann zwischen rivalisierenden Fangruppen knallt, wird man bestimmt wieder zutiefst erschüttert sein, von Anführungszeichen-Fans reden und mit drakonischen Strafen drohen - statt einfach die Probleme im Vorfeld zu minimieren.
Unterm Strich bewegt sich 96 neben dem Platz gerade in vielen Bereichen wieder in eine Richtung zurück, die Konfliktpotentiale mit sich bringt. Die Kundenzufriedenheit, die ja angeblich so wichtig sein soll, wird wieder mit Füßen getreten. Man kann nur hoffen, dass die handelnden Personen schnell für Kurskorrekturen sorgen.
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Autor : Daniel
Datum : 19.02.2008
Angriff: Seit dem Rauswurf von Ralf Rangnick der bemitleidenswerteste Mannschaftsteil. Speziell Ewald Lienen und Dieter >Hecking setz(t)en auf eine tief und kompakt stehende Defensive. In Folge dessen steht der jeweilige Angreifer auf verlorenem Posten und allein gelassen vor des Gegners Strafraum und wartet darauf, dass durch Zufall doch einmal ein Ball bei ihm landet.
Braunschweig: Stadt in Ost-Niedersachsen, in der seit Ewigkeiten kein Bundesliga-Fußball mehr gespielt wird. Für den ortsansässigen Verein empfindet man in Reihen der Roten inzwischen eher Mitleid als Hass. Doch trotz allen Mitleids: Die Schadenfreude über den langsamen aber sicheren Untergang der Eintracht ist und bleibt die schönste Freude.
Chancen-Verwertung: Angeblich die große Schwachstelle von Hannover 96. Die Statistik sagt aber etwas ganz anderes. Die Roten benötigen lediglich 3,43 Chancen pro Tor und belegen damit den dritten Platz in der Effektivitätsliste. Dumm nur, dass man gleichzeitig mit 103 Chancen im unteren Drittel der entsprechenden Tabelle landet. Zum Vergleich: Der FC Bayern München muss zwar statistisch 4,70 Chancen pro Tor herausarbeiten (und ist damit drittschlechtestes Team in der Verwertung), erspielte sich aber gleichzeitig 174 Torchancen (Stand der Daten: 20. Spieltag).
Dachverband: Der „Rote Kurve – 96 Supporters Club“ ist der hannoversche Fan-Dachverband und bündelt die Interessen der Anhängerschaft. Gelegentlich nimmt die Rote Kurve dabei die Rolle des schlechten Gewissens des >Vereins beziehungsweise der Kapitalgesellschaften ein und versucht das Auge zurück auf das Wesentliche, nämlich den Fußball, zu lenken.
Erleuchtung, Rote: Der vermutlich hellste Fanclub von Hannover 96. Leider durch berufliche und private Einschnitte nur noch sehr dezimiert im Stadion zu finden.
Fans: Oder doch Kunden? Diese Frage stellte man sich auf den Tribünen des Niedersachsenstadions zu Beginn des Jahres 2007. Der Fan wurde als solcher nicht mehr wahrgenommen und nur noch als zahlendes Vieh behandelt. Inzwischen hat – zumindest nach außen – diesbezüglich vor allem bei Martin >Kind ein Umdenken stattgefunden.
Gegner: Zu verachtender Verein, der es wagt, sich Hannover 96 in die Quere zu stellen. Leider zu oft im Bunde mit den >Unparteiischen.
Hecking, Dieter: Aktueller Trainer von Hannover 96. Gilt als Hoffnungsbringer, seitdem er den Posten von Peter Neururer übernommen hat. Gerüchte aus Aachen über ihn gilt es noch zu bestätigen oder zu widerlegen.
International: Den letzten internationalen Auftritt von Hannover 96 gab es in der Saison 92/93, als man im „Europapokal der Pokalsieger“ mitspielen durfte. Leider war der zugeloste >Gegner nicht etwa der spätere Sieger AC Parma sondern der Vorjahressieger Werder Bremen, gegen den man dann in der ersten Runde ausschied. Insofern hielt sich das internationale Flair in sehr engen Grenzen. Letzter nicht-deutscher Pflichtspielgegner von Hannover 96 war in der Saison 69/70 Ajax Amsterdam im Messepokal.
Journalisten: Eine echte Plage in Hannover. Zwar gibt es neben dem Boulevard-Blatt „Bild“ noch zwei weitere große Tageszeitungen in Hannover, doch ist die eine noch boulevardiger als selbst die „Bild“ und die andere auch nicht besonders toll. Hinzu kommt, dass der Madsack-Verlag Anteilseigner am >Niedersachsenstadion ist. Eine kritische und objektive Berichterstattung ist daher leider eine Utopie in Hannover.
Kind, Martin: Übernahm das Ruder bei Hannover 96, als der Verein in die Niederungen der dritten Liga abgestürzt war und kurz vor der Insolvenz stand. Seitdem hat er den Verein von Grund auf saniert, ihn in die erste Liga geführt und für den Umbau des >Niedersachsenstadions gesorgt. Trotz seiner Verdienste ist Kind nicht überall besonders beliebt. Zu oft hat er in der Vergangenheit die >Fans als nötiges Übel betrachtet und entsprechend behandelt. Inzwischen gibt es aber gegenseitige, respektvolle Annäherungen.
Linksverteidiger: Die Position ganz links in der Viererkette war lange Zeit des Sorgenkind in der Aufstellung. Dann wurde Michael Tarnat als alternde Übergangslösung verpflichtet. Die hannoversche Luft scheint dem alten Mann jedoch gut zu tun und so verlängert er immer und immer wieder – in Absprache mit seinem Hund – um eine weitere Saison.
Maskottchen: Eine Zeit lang durfte ein gewisser „Hanno, der Wolf“ sein Unwesen im >Niedersachsenstadion treiben. Glücklicherweise wurde das Projekt alsbald wieder eingemottet und seitdem darf Hannover 96 stolz darauf sein, dass man hier keine armen Studenten in überdimensionale Kuscheltiere einsperrt.
Niedersachsenstadion: 1954 erbaute Heimspielstätte von Hannover 96. Mit den Jahren wurde das einstmalige Leichtathletik-Stadion in ein reines Fußball-Stadion umgebaut, wobei die alte Westtribüne erhalten geblieben ist. Die Verantwortlichen bei Hannover 96 und die Redakteure der hannoverschen Presselandschaft versuchen seit Jahren verzweifelt den Sponsor-Namen des Stadions zu etablieren. Die >Fans werden jedoch weiter ins Niedersachsenstadion pilgern.
Oberliga Nord: Hier spielen die Amateure von Hannover 96. Vermutlich auch in der kommenden Saison. Und wenn dann noch alles gut läuft, gibt es zwei Spiele gegen eine gewisse Eintracht aus >Braunschweig. Okay, die gab es diese Saison auch schon. Wohl aber nur gegen deren Amateure. Im nächsten Jahr könnte es dann also wirklich passieren, dass unsere zweite gegen deren erste Mannschaft antreten muss. Wie schön ein unaufhaltsamer Untergang doch sein kann...
Preise: Mit dem Aufstieg in die Bundesliga kam die Inflation. Die Eintrittspreise im >Niedersachsenstadion explodierten förmlich und vergraulten einen großen Teil der >Fans, die sich das Vergnügen 96 fortan nicht mehr leisten konnten oder wollten. Martin >Kind warf den Anhängern damals daraufhin mangelnde Fankultur vor und sorgte so für wenig Begeisterung auf den >Tribünen.
Querpass: Das, was gespielt wird, wenn 96 auf >Angriff umschalten müsste.
Rot: Traditionelle Trikot-Farbe von Hannover 96. Für Außenstehende ist es oft verwirrend, dass eine Mannschaft mit schwarz-weiß-grün als Vereinsfarben als „Die Roten“ Bezeichnet wird. Die Anhängerschaft von Hannover 96 weiß jedoch die charmante Eigenart ihres Vereins zu schätzen und ist stolz auf dieses Farbwirrwarr.
Simak, Jan: Ewiger Diskussionspunkt auf den Tribünen des >Niedersachsenstadions. Maßgeblich war er am Wiederaufstieg in die Bundesliga beteiligt, verscherzte es sich dann aber mit den >Fans, als er die schönste Stadt der Welt als öde und hässlich bezeichnete und unbedingt den Verein verlassen wollte. Ein kurzes Comeback endete im Alkohol. Mittlerweile spielt er für Jena in der zweiten Bundesliga und ist – alle paar Monate wieder – ein heißes Thema für die nächste Transferphase.
Tribüne (auch: Trebühne): Die Tribünen im >Niedersachsenstadion bleiben leider nur all zu oft leer. Das 49.000 Zuschauer fassende Stadion hatte in der vergangenen Saison einen Schnitt von gut 38.000 Zuschauern aufzuweisen. Vor allem bei >Gegner mit geringer Attraktivität waren in der Vergangenheit mehr Sitze als Zuschauer zu bestaunen. Ob das an den >Preisen oder am mangelnden Offensiv-Fußball liegt bleibt zu klären.
Unparteiischer (auch: Schiedsrichter): Die offiziellen vom DFB meinen es leider oft nicht all zu gut mit Hannover 96. Gerade einem Dr. Markus Merk scheint Hannover ein Dorn im Auge zu sein und so pfeift er, so oft es eben geht, lieber für den >Gegner als für Hannover 96.
Verein: Die Zeiten, in denen die Profimannschaft noch für den ursprünglichen Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. gegen den Ball trat sind längst vorbei. Die Profiabteilung wurde ebenso wie die relevanten geschäftlichen Bereich in Kapitalgesellschaften ausgegliedert. Der Stammverein bemüht sich jedoch, nicht ganz in Vergessenheit zu geraten und wird dabei vom >Dachverband unterstützt.
Werbung: Dass Werbung im Profifußball nötig ist, um die Millionen-Gehälter der Spieler zu finanzieren, ist sicherlich nicht wegzudiskutieren. Allerdings ist es schon bedauerlich, dass die Werbung immer mehr in den Vorder- und der Fußball als solcher in den Hintergrund gerückt wird. Dass Vermarkter und Sponsoren immer mehr des fußballerischen Alltags bestimmen können, wird den Sport, so wie wir ihn kennen, auf kurz oder lang kaputt machen. Trotzdem wird der sogenannte „moderne Fußball“ weiter existieren. Zu viele Leute auf den Tribünen wollen Erfolge um jeden Preis sehen und ihnen ist es dabei egal, ob die Mannschaft unten auf dem Feld nun „Hannover 96“ oder „Wurstbasar Hannover“ heißt.
Xavier, Abel: Ehemaliger Spieler von Hannover 96 und eine der wenigen mit 96 in Verbindung stehenden Dinge, die mit mit einem „X“ beginnen.
Yankov, Chavdar: Spieler von Hannover 96 und eine der wenigen mit 96 in Verbindung stehenden Dinge, die mit mit einem „Y“ beginnen.
Zwinger-Club: Seit dem Frühling 2007 steht den >Fans am Nordeingang der untern dem Namen Zwinger-Club firmierende Fantreff zur Verfügung. Hier treffen sich vor den Spielen die Fan-Gruppen, die sich aktiv an der Gestaltung des Fan-Daseins beteiligen.
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...und irgendwas regt sich in mir!!! Ein präsaisonales Insichgehen.
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Autor : Matthias
Datum : 09.08.2007
Keine Ahnung was es ist, es ist auf jeden Fall kein üblicher Optimismus, der mich vor jeder Saison überfällt. Nein, da ist mehr, nicht viel mehr, aber einiges mehr. Ich kann es wirklich nicht erklären, sind es die personalpolitischen Entscheidungen, die ohne großes Blätterrauschen vonstatten gingen. Ist es die in meinen Augen völlig entspannte Vorbereitung oder bin ich einfach nur vom 3:0 gegen Real geblendet? Kein Ahnung und ich bin wirklich nicht in der Lage, meine momentanen Erwartungen und Hoffnungen für die neue Saison irgendwie in Worte zu fassen. Nur soviel, irgendwas regt sich in mir, irgendwas sagt mir, das wird keine Saison, wie jede andere (schnell 40 Punkte, der Rest ergibt sich schon Anm. d. Red.). Ich stehe nur hier und bin scheißoptimistsich, was die neue Saison angeht.
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Überzeugt von großen Zielen
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Autor : Daniel
Datum : 08.08.2007
Wenn am kommenden Wochenende wieder der Ball durch die Bundesliga rollt, heißt es auch für unsere heißgeliebten Roten wieder: Punkte jagen, Tore schießen und Gegner deklassieren. Und das zum fünften Mal in Folge. Zeit, endlich vom 40-Punkte-Denken wegzukommen, finden Dieter Hecking und Christian Hochstätter und ich stimme ihnen zu.
Was spricht denn auch bitte dagegen, offen zu sagen, dass man mehr möchte? Und wer genau sagt denn, dass Hannover 96 nicht auch mehr erreichen kann. Okay, die lustigen Schreiberlinge der selbsternannten Fachblätter sehen das so. Aber was wissen die denn schon!?
Ich glaube, dass Hannover 96 in dieser Saison die Überraschung schlechthin in der Bundesliga werden kann. Der Kader der letzten Saison ist im Grundgerüst erhalten geblieben und wurde sinnvoll ergänzt. Gerade Mike Hanke und Benjamin Lauth dürften darauf brennen, es ihren Ex-Clubs einmal so richtig zu zeigen, nachdem sich die Fans aus Schraubenlutscher und der Hanseaten schon fast darüber totgelacht haben, dass 96 diese beiden vermeintlichen Graupen gekauft hat.
Der Blick auf die Transfers der Liga-Konkurrenz lässt einen auch nicht unbedingt vor Ehrfurcht erzittern, wenn man den Kaufrausch eines gewissen Wurstfabrikanten außen vorlässt. Aber auch Ribery, Toni und Klose werden erstmal unter Beweis stellen müssen, dass sie in der Lage sind die aus Hoeneß'scher Sicht erhoffte Über-Saison zu spielen. Sollte es nämlich nicht von Beginn an laufen - und da wurde in Burghausen im Pokal ja schon fast der erste Schritt gemacht - wird in München der Baum viel schneller brennen als anderswo.
Aus hannoverscher Sicht kommt noch positiv hinzu, dass man endlich in Hecking einen Trainer gefunden hat, der die Fähigkeit besitzt, seinen Jungs Selbstvertrauen zu verschaffen, ohne das Ganze wie sein Porsche-fahrender Vorgänger in Selbstüberschätzung oder Arroganz ausarten zu lassen (das gilt zumindest für das Spielfeld). Die Vorbereitung ist in diesem Jahr entsprechend professionell ausgefallen und jedem Testspiel kann man letztlich etwas Positives abgewinnen - selbst der Niederlage gegen den nie-wieder-Erstligist aus ihr-wisst-schon-wo, nach der Hecking der Mannschaft wohl klar aufgezeigt hat, was eine Nicht-Leistung für Folgen haben kann.
Abzuwarten bliebt, wie sich das Verhältnis zwischen Mannschaft und Fans entwickelt. Hier stehen Christian Hochstätter, der sich selbst als ersten und einzigen Ansprechpartner definiert hat, und der neue Fanbeauftragte Frank Watermann in der Verantwortung, ein Wir-Gefühl neu erwachsen zu lassen. Der sportliche Erfolg, der sich einstellen wird, wird ihnen die Arbeit dabei sicherlich erleichtern.
Alles in Allem sind die Vorzeichen für die neue Saison in meinen Augen mehr als positiv. Und deshalb lehne ich mich gerne ein wenig weiter aus dem Fenster und verkünde (übrigens nicht erst seit dem Madrid-Spiel) jedem der es hören möchte (oder auch nicht) meine Prognose: 96 wird am Ende der Saison den dritten Platz belegen!
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Es ist Sommer in der Stadt....
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Autor : Markus
Datum : 26.07.2007
Was für ein Sommer! War es vor einem Jahr noch so, dass die Angehörigen sich Sorgen machten, ob das permanente mit dem Kopf gegen die Wand rennen aufgrund des alljährlichen 96-Sommertheaters bleibende Schäden hinterlassen könnte, ist diese Sommerpause gradezu eine Wohltat für die Gesundheit und den Blutdruck des enthusiastischen Anhängers.
Keine Angst vor dem Sportteil. Klar, die Willekes und von Holts schreiben immernoch Müll. Aber Man braucht keine Angst mehr zu haben, dass der Trainer den Schmierfinken eine Vorlage nach der anderen liefert.
Zum Glück wurde der Fehler Neururer nach dem dritten Spiel rückgängig gemacht, nebenbei hat man (außer bei den Fischköppen) die Rechnung der Startpleiten wieder mehr als beglichen.
Für meinen Geschmack war es allerdings schon fast zu ruhig, weil wir ja leider kurz vor Schluss noch schlapp machten und aus Doofheit dem kleinen hsv von der Elbe den UI-Cup überließen.
Und dennoch - Es ist eine richtige Wohltat gewesen. Relativ früh hatte man auf den ersten Blick gute Verstärkungen eingekauft inklusive eines teuren "Krachers". Vor allem waren diese punktuell gute Verstärkungen. Und nicht wie beim letzten mal Verstärkungen, die man nicht so recht einordnen konnte zu welchem Zweck diese geholt wurden. Es gibt diesmal hochkarätige Testspielgegner (Real Madrid, Glasgow Rangers) und irgendwie verlief alles schön ruhig und harmonisch.
Wenn man sich als Stajner-Fan nicht Sorgen machen müsste, dass er vielleicht vertickert wird und nicht wieder einmal fürchterlich am 96-Logo rumgefummelt worden wäre, hätten wir eine so bisher für den Fan gute Vorbereitung erlebt.
Aber da frage ich mich: Was soll eigentlich diese ständige Fummelei daran bezwecken?
Wir sind wahrscheinlich der einzige Verein im bezahlten Fußball, der nahezu jedes Jahr ein neues Logo bekommt.
Ausgerechnet Herr Kind, der doch bei 96 von einer "Marke" spricht, müsste doch wissen, dass ein beständiges Logo für den Wiedererkennungswert dieser immens wichtig ist.
Woanders gibt es Proteste, weil Nuancen an deren Logo erstmals seit Anno Knacktus geändert werden, bei uns wird jedes Jahr aufs neue ein weiterer Erguss irgendwelcher Photoshop-Frickler präsentiert. Kostet Geld, sieht scheisse aus und hat keinen Sinn. Aber die Werbeagenturen freuen sich.
...Hmmm... Komischerweise wird das Logo von Kind Hörgeräte nicht jedes Jahr geändert...
...Vielleicht um die Rentner nicht zu erschrecken? Oder weils einfach sinnlos ist?
Wir Fans werden dieses Logo eh nicht annehmen.
Aber Trotzdem: Auf jeden Fall freue ich mich wie schon lange nicht mehr auf die neue Saison. Wir dürfen gespannt sein.
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Sind Fans noch erwünscht?
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Autor : Daniel
Datum : 12.03.2007
Info-Text der Roten Kurve
Die Rote Kurve informierte heute Abend über das aktuelle Verhältnis zwischen dem Verein und den Fans und brachte dabei viele erschreckende Details zur Sprache. Der Realitätsverlust von Martin Kind scheint unaufhaltsam voranzuschreiten.
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Dieser Weg wird kein leichter sein... - Barfuß oder Lackschuh im Nds-Stadion.
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Autor : Markus
Datum : 08.03.2007
Die Rückrunde begann fulminant:
War 96 in der Hinrunde alsdas Minimalisten-Team bekannt, welches sich zwar weitgehend aus dem Abstiegssumpf befreit hatte, aber nicht grade mit Kantersiegen aufwarten konnte (höchster Sieg war in der Hinrunde das 2:1 gegen die Kicker von Montagehalle 0815 aus Golfsburg) begann nach dem 0:3 Rückrundenauftakt gegen die Fischfrikadellen aus Bremen eine großartige Aufholjagd mit einem 5:0 gegen Hertha, 4:1 gegen Aachen, 4:2 gegen Dortmund und einem 1:0 gegen Leverkusen (dazwischen ein 2:2 gegen die Golfsburger). Man konnte gar nicht so schnell jubeln, wie schon die nächste Bude geschossen wurde. Sie spielten sich zeitweise regelrecht in einen Rausch, in dem der Gegner nur Statist war. 96 stand nur 3 Punkte hinter Platz 5 und zudem im Viertelfinale des DFB-Pokals, wo sie in Nürnberg ran mussten. Außerdem hatten sie bereits in 6 Spielen mit 16 Tore so viele geschossen, wie in der GESAMTEN Hinrunde.
Auch der kritischste 96er fing im stillen Kämmerlein an zu träumen. Die Woche der Wahrheit, mit Blick nach ganz oben, wurde aber leider, wie so oft, vergeigt. Gegen Nürnberg schlug man sich zwar tapfer über 120 Minuten, aber gegen einen Trainerfuchs und Pech im Elfmeterschiessen war man machtlos, so war der kurze Dienstweg zum internationalen Wettbewerb verbaut.
Samstag dann in Frankfurt gab es mit dem 0:2 die nächste Pleite, dieses mal verdient, weil die Frankfurter den Abstiegkampf, in dem sie stecken, annahmen und wir nichts entgegen zu setzen hatten, zumal wir personalgeschwächt waren. Glücklicherweise verloren Nürnberg, wie auch Hertha, sodass Platz 5 durchaus noch in Reichweite ist.
Das Problem ist, dass mit Schalke 04, den wieder erstarkten Hamburgern, Bayern München und Vfb Stuttgart einige Brocken auf uns zukommen. Jetzt wird sich zeigen, ob wir verdient da oben bleiben, oder in tiefere Regionen abdriften.
Es werden in jedem Falle spannende Wochen werden und es ist zu wünschen, dass Trainer Hecking stets das richtige Händchen in Sachen Motivation, Aufstellung und Einwechselungen hat. Der Traum ist somit immer noch nur 3 Punkte entfernt.
Ein anderes Thema lies die 96-Fans aufschrecken: Die Sportbild titelte sinngemäß, dass 96-Alleinherrscher Kind den Verein für 50 Mio € verkaufen würde.
Die 50+1 Klausel der DFL besagt nämlich, dass ein Verein 50 und einen Anteil an der Profigesellschaft zu halten hat, was Übernahmen alà Abramovic und Chelsea unmöglich macht. Es hieß nun im Rahmen einer Diskussion um die Streichung dieser, dass 96 den Wegfall der Klausel begrüßen würde, was die Sportbild dazu bewog, 96 einen Verkauf anzudichten.
...Was Kind durch seine Hofberichterstatter der NP umgehend lauwarm dementieren lies. ` „Es geht nicht darum, dass wir 96 verkaufen, das kommt nicht in Frage.“` Hieß es. Man will allerdings „mehr Geld einsammeln“. `Das 96-Kapital sollen „lokale Investoren“ erhöhen, 96 soll so konkurrenzfähig werden.` schrieb die NP.
Warum das MIT der 50+1 Regelung nicht funktionieren soll, blieb leider das Geheimnis von Kind und seinem externen Medienberater aw...
Es werden in jedem Falle spannende Wochen...
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... wer diese Idee hat, ist entweder blau oder sehr krank.
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... im Niedersachsenstadion Hannover
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Autor : Sven
Datum : 18.12.2006
Wenn im Mittelalter die Pest ausgebrochen war, wurden vor den Toren der betroffenen Stadt gelbe Fahnen aufgehangen.
Noch heute zeigen Schiffe eine gelbe Flagge, wenn die Mannschaft an einer Seuche erkrankt ist.
Rot hingegen ist die Farbe der Liebe und der Leidenschaft, eben dies gilt im Besonderen für die Fans der Roten.
Es gibt leider eine Vielzahl an Seuchen im Fussball, nicht allzu weit östlich von Hannover kennt man beispielsweise eine Stadt, deren pockenkranker Verein demnächst wohl wieder unter die regionalen Quarantänebestimmungen gestellt wird und nicht mehr bundesweit durch die Gegend reisen darf.
Dieser Umstand ist zwar zu begrüßen, soll hier aber nicht das Thema sein.
Ein Verweis auf die Farben dieses Vereins, insbesondere auf die Farbe der Trikots ist aber unumgänglich.
Denn eine andere bedeutende Seuche im Profifussball sind nämlich Sponsoren, welche glauben, in der kurzen Zeit ihres Engagements für Geld die Traditionen eines Vereins kaufen zu können.
Das Eigeninteresse dieser Unternehmen ist ja marketingstrategisch beinahe noch zu verstehen, kombiniert mit Vereinsverantwortlichen, die diesem Wahnsinn keinerlei Einhalt gebieten, wachsen sich Husten, Halsweh, Heiserkeit jedoch zu weit mehr als einer einfachen Influenza aus, die für sich schon sehr gefährlich wäre.
Bei über hundertjährigen Patienten stellt dies nämlich durchaus eine lebensbedrohliche Gefahr dar, nur ein weitaus jüngerer Verein wie beispielsweise VW Wolfsburg hätte im Falle einer solch heftigen Erkrankung bessere Heilungschancen und könnte auch andersfarbig weiterleben.
Leider ist eine bereits überstandene Infizierung keineswegs ein Garant für Immunität, schließlich mussten bekanntermaßen bereits vor wenigen Jahren zahlreiche Abwehrkäfte mobilisiert werden, um den 96-Organismus vor den damalig auftretenen hellblauen Streptuikokken zu schützen.
In Hannover erledigen das die roten Blutkörperchen.
Und diese sind nun wieder gefordert, denn sollten sie auch nur diesen einen Kampf verlieren, ist es um die zukünftige Gesundheit von Hannover 96 äußerst schlecht bestellt.
Ist die Seuche nämlich erst ausgebrochen, reduzieren sich unaufhaltsam die roten Blutkörperchen und der Patient ist unwiderbringlich dem Tod geweiht.
Gelbe Stofffetzen in unserem Fanshop und im Niedersachsenstadion würden kurz vorher verkünden, daß die Pockenpest nun auch in Hannover wütet.
Es ist mal wieder an der Zeit für das rote Immunsystem, um einzugreifen.
Eine Schutzimpfung ist leider nicht möglich.
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...Oder: Wie man es schafft, zur Lachnummer der Bundesliga zu werden
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Autor : Markus
Datum : 06.09.2006
Da isser weg. Wenigstens eine "gute" Nachricht in diesen Tagen um unseren Lieblingsverein.
Peter Neururer hat eine stattliche Abfindung bekommen, könnte sich so fast noch zwei Porsche Cayenne leisten inklusive Unterhalt. Von den Bezügen, die er hier die letzten Monate für seine Frikelei und die dämlichen Sprüche bekommen hat, ganz zu schweigen.
Der knapp 11 Monatige Irrtum ist vorbei. Das ist das Positive.
Kind ist wieder da und mit ihm das Chaos. Das ist das Negative. Es ging los mit dem Sommertheater. Da war plötzlich Maschmeyer weg, Kind wieder da, Vehling und von Fromberg weg und Kaenzig öffentlich demontiert. Das hat gesessen!
Weiter gehts: Das Arbeitsklima in dem Verein hat sich -gelinde gesagt- verändert, die neue Stadionzeitung, die von Fanseite auf Anhieb sehr positiven Anklang und überregional von der Presse Anerkennung bekam wird nach 3 Ausgaben in der Form gleich wieder eingestampft. Ohne erkennbaren Grund. Nur um seinen Spezi, der früher für das bebilderte Anzeigenblatt (Bundesligakurier) schon verantwortlich war, mit rein zu hiefen. Wir dürfen gespannt sein, wie die Neuauflage der Neuauflage wird.
Die nächste Posse: Seit Monaten hatte sich Kind auf den neuen Sportdirektor eingeschossen. Renè C. Jäggi. Er wurde bereits grundlegend in Entscheidungsprozesse eingearbeitet, was im Grunde verständlich ist, da die Zeit drängt. Nicht verständlich aber ist, dass dies ohne feste Zusage durch Jäggi geschah. Der Super-GAU kam dann mit der Absage: Plötzlich sehen wir steinalt aus. Mit Eselohren. Jeder, der jetzt Sportdirektor werden sollte hat die Narrenkappe des 2. Siegers auf.
Als nächstes geht es um das Pöstchengeschiebe: Herr Wendt, Aufsichtsratsvorsitzender von Hannover 96 e.V. und 96 KGaA wird systematisch entmachtet. Bereits im E. V. vollzogen, soll das bei der KGaA schon "beschlossene Sache" sein. Grund: Der neue Aufsichtsratschef Wolf-Günter Wiesel sei „kommunikativer und teamfähiger“.
Was erwartet Herr Kind eigentlich von einem Aufsichtsratschef? Geht es um AUFSICHT oder ums ABNICKEN?
Offenbar hat Herr Kind den Sinn eines Aufsichtsrates vergessen. Höhepunkt: Er wills SELBST Chef des Aufsichtsrats der 96 KGaA werden. - Ohne Worte -
Der Vorteil, den Kind bei seiner Premiere als Chef ausgezeichnet hat, keinerlei der schädlichen Seilschaften im Verein anzugehören ist praktisch nicht mehr vorhanden, im Gegenteil. Momentan versucht er mit Gewalt Leute um sich zu scharren, die nur alles abnicken.
Zu seinen Pressespezis bei der NP, die er mit Exklusivinfomationen und Interviews versorgt, zu denen nur noch fehlt wieviele Lagen das Klopapier der 96-Geschäftsstelle hat, pflegt er ein besonderes Verhältnis. Er liefert "Exklusives" und trägt Vereinsdispute nun wieder öffentlich aus. Im Gegenzug kriecht ihm die Zeitung, mitsamt der willekschen Tennispartner bis zur Halskrause in den Hintern und gibt ihm die öffentliche Bühne, die er offenbar so lange vermisst hat.
Mir macht diese Machtkonzentration und diese Seilschaften Angst. Wie schief so eine Machtkonzentration gehen kann, hat man schon oft genug in der Bundesliga erlebt. Man denke nur an 1860 München.
Interessant auch, dass er nun ohne wirklich Ahnung von Fussball zu haben, jetzt auch die Trainersuche übernimmt.
Heute dann das Grauen: Ich hoffe, der Name eines möglichen Sportdirektors "Strunz" ist nur aus der litergrossen Weinlaune eines gehässigten Zeitungsredakteurs entsprungen.
Schau`n mer mal. Die Tage bei 96 sind derzeit turbulent wie lange nicht mehr.
Mir wäre es lieber gewesen, wir hätten einen stinklangweiligen Spätsommer bei 96.
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Autor : Daniel
Datum : 30.08.2006
"Das Ende eines voraussehbaren Irrtums" wird die HAZ morgen in ihrem Sportteil über die überfällige Entlassung Neururers titeln - und damit bringt es Norbert Fettback, der für den entsprechenden Artikel zuständig war, ziemlich genau auf den Punkt.
Es wusste doch eigentlich jeder, was passieren würde, nachdem klar war, dass Neururer statt beim hoffnungslosen Fall Nürnberg anzuheuern, einen Job in Hannover annehmen würde. Dass man es vielleicht nicht wahrhaben wollte steht auf einem anderen Blatt, aber befürchten musste es eigentlich jeder, der noch einigermaßen klar bei Verstand war.
Der Name Peter Neururer steht nun eben wirklich nicht für perspektivisches Arbeiten. Er steht nicht für langfristigen Erfolg. Er steht nicht für Niveau.
Und so wird es dann auch kommen, dass Neururer, so er denn einen neuen Job findet, auch den nächsten Verein früher oder später ins Chaos und in die Krise führen wird. Eben genau in die Zustände, in denen sich Hannover 96 gerade befindet. Wirklich wünschen tue ich das aber keinem Verein (okay, einem vielleicht). Dafür hoffe ich zu sehr darauf, dass sich der Fußball im Allgemeinen irgendwie weiterentwickelt. Unter Trainern wie Neururer geht die Entwicklung jedoch eher in die andere Richtung.
A propos "Trainer wie Neururer". Jetzt, da der Trainerstuhl bei den Roten wieder zu besetzen ist, geht natürlich auch wieder das große Zittern unter uns los. Denn die Hoffnung, dass die hannoverschen Verantwortlichen entweder endlich einmal ein wenig mehr Geld anfassen und einen Trainer vom Kaliber Daum holen oder einen jungen Mann mit realistischen Visionen und Konzepten direkt von der Trainerschule holen, ist gering.
Vielmehr geistern schon wieder Namen durch die Medien, bei denen man sich auch gleich den Genmix aus Horst Ehrmanntraut, Rolf Schafstall und Egon Coordes herbeiwünschen kann. Ob ein Uwe Rapolder oder ein Erik Gerets wohl länger als neun Monate bei 96 sowas wie Erfolg haben würden?
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Autor : Daniel
Datum : 23.08.2006
Am kommenden Samstag spielen unsere Roten gegen die Alemannia aus Aachen. Nach zwei deftigen Niederlagen in Folge zum Saisonauftakt, kann man dabei schon durchaus begründet von einem Schicksalsspiel sprechen.
Zum einen geht es dabei um das Schicksal von Peter Neuruer. Denn bei einer erneuten Niederlage oder einem belanglosen Unentschieden dürfte sein Abgang, der hinter vorgehaltener Hand für November geplant wird, doch schon etwas früher - aber sicher nicht früh genug - kommen.
Zum anderen geht es aber auch um das Schicksal von Hannover 96. Sollten die Roten nämlich einen Sieg gegen den 17. der aktuellen Tabelle schaffen, dann würde sich die Leidenszeit unter Neururer wohl noch verlängern.
Ich erdreiste mich deshalb jetzt, hier, an dieser Stelle, das auszusprechen, was im Allgemeinen als verpönt gilt, was aber sicher viele, wenn nicht sogar ein Großteil der 96-Fans derzeit insgeheim denken: Eine Niederlage gegen Aachen wäre vielleicht nicht unbedingt wünschenswert, sie wäre aber zu verschmerzen.
Klar wird die entsprechende Reaktion einiger sein: "Wie kannst du nur dem Gegner die Punkte bzw. 96 eine Niederlage wünschen?! Verräter!" Ich entgegne schon mal vorweggenommen:
Wie kann man nur 96 noch länger Neururer wünschen, wenn man nicht gerade aus Braunschweig kommt und Fan der dort beheimateten Eintracht ist?
Natürlich würden auch mir drei verlorene Punkte wehtun, keine Frage. Nur: Was mir noch viel mehr Schmerzen verursachen würde, wäre, wenn Peter Neururer noch länger ein Angestellter von Hannover 96 bleiben dürfte.
Dabei geht es gar nicht mal unbedingt um sportliche Dinge, auch wenn die Leistungen, die es unter Neururer zu sehen gab (im Schnitt 0,4 Punkte aus den letzten zehn Ligaspielen, so eine miese Serie haben weder Rangnick noch Lienen in ihrer Amtszeit bei 96 vorzuweisen), schon Grund genug für eine fristlose Entlassung wären.
Das eigentliche Problem ist vielmehr die Person Peter Neururer. Selten dürfte ein Trainer dem Verein mit seinen Aussagen in der Presse so sehr geschadet haben, wie der Porsche fahrende Ruhrpottproll, der in jedes Mikrofon, das ihm entgegengehalten wird, seine geisten Ergüsse zum Besten gibt.
Erinnert sei hier nur an den Umgang mit den Spielern der Roten (Troest wurde in der Presse als "Lügner" tituliert, die Amateure sind alles nur "Touristen", Brdaric muss für den DFB spielen bzw. nicht für den DFB spielen), an die fortwährenden Attacken auf den Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann und seinen Nachfolger Jogi Löw oder an die Schuldumverteilung nach der 0:4-Klatsche gegen Berlin, die natürlich nicht die Mannschaft oder der Trainer zu verantworten hatten, sondern das böse, hinterhältige Schiedsrichtergespann.
Doch damit nicht genug. In einem Interview in den Aachener Nachrichten, das letzte Nacht online erschienen ist, offenbart sich die ganze Ignoranz, Verbohrtheit und Eindimensionalität des Peter Neuruer.
Doch überraschend sind diese Eigenschaften und das komplette Verhalten Neururers nicht. Erinnert sei da nur an das eine Spruchband, das ihm zu seiner Zeit beim VfL Bochum gewidmet wurde: "Reden ist Peter, Schweigen ist Gold!" Auch damals war der Herr mit den weißen Tennissocken nach einer fulminaten Saison und dem folgenden sportlichen Absturz im Wesentlichen durch dummes Geschwätz aufgefallen. Ein damals leidtragender Fan des VfL hatte dies bereits einen Tag nach Neururers Verpflichtung im offiziellen Vereinsforum von 96 entsprechend auch für Hannover prognostiziert. Es ist schon fast erschütternd, wie genau diese Vorhersage zutrifft - sei es bei den Schiedsrichterleistungen, sei es bei Dingen, die er als "sensationell" lobt, die aber realistisch betrachtet unterm Strich vollkommen für'n Arsch sind.
Wenn am kommenden Samstag um ca. 15.20 Uhr die Mannschaftsaufstellung der Roten verkündet wird, wird es unter Garantie ein gelledes Pfeiffkonzert für den Schnauzbartträger geben. Zu diesem frühen Saisonzeitpunkt dürfte das selbst für Hannover ein Novum sein. Was ein Zeichen dafür ist, dass man hier seit Utz Claaßen nicht mehr so geschlossen gegen eine Person war.
Das oben verlinkte Interview schließt Neururer übrigens mit dem Satz: "Doch egal wie das Spiel ausgeht - mein Stuhl wird nicht wackeln." Hoffentlich behält der Peter Recht und sein Stuhl wackelt nicht nur sondern zerfällt zu Staub!
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Autor : Daniel
Datum : 18.07.2006
Am gestrigen Montag ist nun also das passiert, was spätestens seit dem Zeitpunkt abzusehen war, an dem Martin Kind wieder zum starken Max, äh, Mann bei Hannover 96 aufgestiegen ist: Dr Karl-Heinz Vehling, Geschäftsführer diverser 96-Gesellschaften, hat seine Ämter niedergelegt und verlässt die Bühne des Sommerpausen-Theaters im vierten Akt.
Dr. Vehling hat sich in seiner Amtszeit durch viele sehr fragwürdige Entscheidungen hervorgetan, die nun - hoffentlich - rückgängig gemacht werden. So ist davon auszugehen, dass unter anderem die Blaskapellen, die bei den letzten Heimspielen insbesondere in der Nordkurve für negative Schwingungen gesorgt haben, auf Vehlings Kappe gingen. Auch bei der Planung des Sponsor-Pylons, der am Stadion entstehen soll, war Vehling maßgeblich beteiligt.
Aber es gibt auch Punkte, die an Vehling durchaus positiv zu bewerten sind. So hatte er im Rahmen seiner Tätigkeit durchaus ein offenes Ohr für Fan-Belange und -Meinungen und war vor allem ein Team-Player - eine Eigenschaft, die dem zurückkehreden Sonnenkönig völlig fremd ist.
Dass Martin Kind, dem 96 zweifelsohne das Überleben zu verdanken hat, durchaus das Rampenlicht braucht, hat sich ebenfalls gestern wieder herausgestellt. Die Nummer eins in der Gesellschafterversammlung war der Hobby-Hotelier bereits durch den Rückzug von Carsten Maschmeyer geworden. Im Zentrum der öffentlichen Interesse steht man dadurch jedoch nicht. Dafür muss man entweder den Titel des Geschäftsführers, den des Aufsichtsratsvorsitzenden oder den des Vereinsvorsitzenden tragen. Und eben letzteren hat Kind nun seit gestern wieder inne.
Dass der Aufsichtsrat von Hannover 96 ihn aber nur mit 3:2 Stimmen in dieses Amt gewählt hat, zeigt, wie umstritten Kind innerhalb des Vereins ist. Insbesondere Harrald Wendt, Chef des Aufsichtsrats, dürfte wenig erfreut über die Rückkehr Kinds sein. Denn - egal wie viel oder wie wenig man von Wendt hält - mit einem Punkt hat er sicherlich Recht: Das erneute Austragen von personellen Machtkämpfen über die Presse schadet dem Verein im vollen Umfang.
Bei der Presse liegt auch tatsächlich das größte Problem bei den Roten. Traditionell mischen sich die drei großen Medien der Stadt in die Belange des Vereins ein und Unterstützen "ihre" Informanten, während die IM der anderen Blätter demontiert werden.
In der augenblicklichen Situation verlaufen die Fronten dabei wie folgt: Ilja Kaenzig wird ein sehr enges - und damit zu enges - Verhältnis mit der Bild Hannover nachgesagt. Dass dies so ist, lässt sich zum Beispiel hervorragend daran ablesen, dass die Bild als einziges Blatt schon am Vortag der Verpflichtung von Arnold Bruggink wusste, dass dieser vermutlich zu Hannover 96 kommen würde - eine Information, die die entsprechenden Redakteure nur von Carsten Linke, holländischen Insidern oder eben Kaenzig bekommen haben kann. Außerdem dürfte Peter Neururer dank seines Bild-Leser-gerechten Unterschichten-Gelabers zum erweiterten Mitarbeiterkreis der Bild gehören. Was wieder zu internen Problemen führt, denn zwischen Kaenzig und Neururer ist das Tischtuch längst zerschnitten. Wie sich die Bild verhält, wenn es endlich zur längst überfälligen Entlassung Neururers kommt, wird spannend zu beobachten sein - falls Kaenzig bis dahin überhaupt noch im Amt ist.
Denn die zweite Boulevard-Zeitung der Stadt, die Neue Presse, bekommt von Kaenzig keine Informationen zugeschustert und hetzt fröhlich gegen ihn und seine unspektakulären Personalentscheidungen. Unterstützung erfährt sie dabei durch Martin Kind, der aufgrund von Kaenzigs Personalpolitik Angst um die Zukunft der Roten (und sein eingebrachtes Kapital) bekommen hat - und das auch über seine Hofberichterstatter nach außen transportiert hat. Bereits in seiner ersten Amtszeit war es ein offenes Geheimnis, dass es regelmäßige Treffen in italienischen Restaurants zwischen Andreas Willeke von der NP und Martin Kind gab und dieser stets telefonisch für die "grüne Bild" zu erreichen war. Diesen alten Kanal belebt die Neue Presse jetzt wieder, um gegen Kaenzig Stimmung zu machen. Denn die Vermutung, dass Kind, der von sich selbst sagt, er habe keine Ahnung vom Fußball und der damit eigentlich nicht in der Lage sein sollte, die Neuverpflichtungen zu bewerten, von Willeke auf einen Anti-Kaenzig-Kurs eingenordet wurde, erscheint nicht besonders weit hergeholt.
Welche Rolle nun die Hannoversche Allgemeine Zeitung in der aktuellen Schlammschlacht spielt, ist das große Fragezeichen, das derzeit im Raume steht. Traditionell versucht die HAZ, die mit Heiko Rehberg einen der wenigen fähigen hannoverschen Fußball-Journalisten beschäftigt, die Trainer möglichst lange zu protegieren. Da Peter Neururer nun aber nicht unbedingt zum Stil der HAZ passt, könnte dies derzeit anders aussehen; was der Eklat, den es Ende der vergangenen Saison zwischen Neururer und HAZ-Schreiber Volker Wiedersheim auch schon bewiesen hat. Wiedersheim hatte im April Neururer eine mangelhafte Nachwuchsintegration attestiert und somit den Unmut des Noch-Trainers auf sich gezogen. In sofern scheint das Trainer-HAZ-Verhältnis mindestens zerrüttet zu sein. Wie der Allgemeine sich in Bezug auf Kind und Kaenzig letztlich positionieren wird, bleibt abzuwarten.
Letztendlich steht die spannende Frage im Raum, wie es wohl im fünften Akt des 96-Dramas weitergehen wird. Ein neuer Geschäftsführer (Jäggi?) muss sich noch dem Chaos stellen, die Personalie Kaenzig ist auch noch nicht durch (auch wenn Kind ihm heute den Rücken gestärkt haben soll) und zum Schluss bleibt da noch ein gewisser Problem-Trainer, der vielleicht im fünften Akt oder aber erst im Epilog seinen Kopf, tschuldigung, Job verlieren wird.
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Die garantiert ausgewogene und absolut unparteiische
Berichterstattung einer Grün-Weißen Lokalzeitung...
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Autor : Markus
Datum : 15.07.2006
"Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: `Lächle und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen!` Und ich lächelte, und war froh - und es kam schlimmer."
Wenn ich an das Führungs-Chaos und den cholerischen Schwachsinn denke, den die Rückkehr Martin Kinds (war er denn je weg?) verursachte, dann fühle ich mich an den Spruch errinnert.
Ging mir während der WM nur Herr Neururer fürchterlich auf den Sack, da er meinte ja ungefragt jedes Mikrofon mit seinem Meinungssenf beschmieren zu müssen und bei J E D E R Gelegenheit gegen den Bundestrainer zu halsen (siehe Sommertheater I), haben wir jetzt wenigstens handfestere Probleme:
Kind ist zurück und damit wieder die unbeschreibliche Sicherheit, dass jetzt wieder jetzt jede Auseinandersetzung über die Zeitung ausgetragen wird.
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Der Anfang ist getan:
Phase I: roten Teppich für Martin Kind auslegen, ihn als weißen Ritter und besorgten Macher darstellen, da ja noch keine "Kracher" verpflichtet wurden und die Führungsriege ja plötzlich ungenügend arbeitet. Vorher hatten sie nur kein Geld. Dass der Transfermarkt noch anderthalb Monate geöffnet ist, ist dabei ja irrelevant...
Phase II: Massive Diskreditierung der derzeitigen sportlichen Führung, mit allen verfügbaren Mitteln. Ausnahme: Der Trainer. Der hat ein sehr gutes Verhältnis zu Kind. Offenbar hat Peter ihm wohl schon seine Harley gezeigt...
Phase III in Planung: Die angeschlagene Führung so massiv runterputzen, dass es ein leichtes ist, etwas Geld in die Hand zu nehmen und die rauszuschmeissen. Bei erfolgreicher Mission eine inkompetente Granaten wie Jäggi als Ideallösung feiern und betonen, dass alles wieder gut ist. Bei durchdrücken des Kandidaten ist Exklusivberichterstattung über jeden Vorstandsfurz garantiert.
Phase IV mein Tipp: Planungen für die zweite Liga einkalkulieren, wenn dieser Mist so weiter geht.
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Es ist für mich schwer nachvollziehbar, wieso manche Redakteure wie der Braunschweiger der NP, oder Herr Schwalleke ausgerechnet jetzt meinen mit aller Gewalt eine Palastrevolution auszurufen.
Jetzt in der Phase, in der die beschädigten Personen immens wichtig für den weiteren Verlauf der Saison sind.
Wie soll ein so gescholtener Kaenzig noch vernünftige Transfers über die Bühne bringen? Wie will man ihn motivieren, die Personallie Mertesacker (die ja Dank Kind zu einem Fiasko wurde) zu einem lukrativen Abschluss zu bringen und das beste für den Verein zu tun?
Das, was derzeit abläuft ist so ähnlich, als wenn der neue Chef seinem Mitarbeiter einen wichtigen Entwicklungsauftrag mit den Worten "Diese Arbeit ist sehr wichtig für den gesamten Konzern - Die erledigen sie bitte, bevor wir sie rausschmeissen" übergibt.
Ich war schon für Veränderungen. Aber die eigentliche Problempersonalie, der Trainer, bleibt wohl dank seines guten Drahtes zum Paten unehelligt.
Die Gewinner stehen fest:
Die Zeitungen sind wieder die großen Gewinner, da sie erfolgreich Unruhe von draußen in den Verein brachten und wieder ihre Seiten füllen können.
Mit MK haben sie einen Exklusivberichterstatter im engsten Vereinskreis. Andreas Schmierlippe kann in der Kneipe sitzen und rumprahlen, dass er statt eines schmierigen Lokalredakteurs ein toller Hecht in Sachen 96-Vereinspolitik ist.
Herr Kind hat wieder steht wieder im Rampenlicht, was er offenbar so lange vermisst hat.
Die Bundesliga hat wieder etwas zu lachen, und vielleicht springt noch das eine oder andere Transferschnäppchen bei raus.
Verlierer:
Alles wird auf den Rücken des Vereines ausgetragen.
Ich persönlich könnte gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!
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Autor : Daniel
Datum : 08.07.2006
Na, also! Es geht doch! Endlich gibt es die ersten Rücktritte bei Hannover 96. Nur leider nicht an den Stellen, an denen sich das viele Fans derzeit wünschen würden, nämlich in der sportlichen Leitung.
Sondern in der Führungsetage. Gestern Abend kam die - für Manager Kaenzig angeblich nicht überraschende - Neuigkeit, dass Carsten Maschmeyer, Oberchef vom AWD, tritt als Gesellschafter zurück, Götz von Fromberg, Rechtsanwalt und vor allem Notar, legt sein Amt als Vorsitzender des Stammvereins nieder.
Machmeyer möchte mit seiner Stimme in der Gesellschafterversammlung nicht mehr den Prozessen im Wege stehen, die der zweite wichtige Mann in diesem Gremium für wichtig hält. Und das ist ein Altbekannter: Martin Kind, Ex-Vereinsboss, Hörgeräte-Magnat und Hobby-Hotelier scheint sich seit seinem Rücktritt im letzten Jahr nicht mehr ausgelastet zu fühlen und strebt für sich mal wieder die 96-Stunden-Woche an (lieber Marburger Bund, nimm dir ein Beispiel dran!).
Was letztlich von der ganzen Sache zu halten ist und wohin diese Schritte den Verein führen werden, bleibt abzuwarten. Sicher ist im Moment nur, dass 96 wieder das ist, was es war, als ich mich anfing für Fußball im allgemeinen und die Roten im spziellen zu interessieren: Ein ewiger Chaosclub.
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Autor : Daniel
Datum : 04.07.2006
13. Mai 2006 - Hannover 96 beendet die Bundesliga-Saison 2005/2006 auf dem 12. Tabellenplatz, also im absoluten Niemandsland des erstklassigen Deutschen Fußballs. Einerseits mag das erfreulich erscheinen, da die Abstiegsränge ja in weiter Ferne zu liegen scheinen. Angesichts dessen, dass mit dem Trainerwechsel von Ewald Lienen zu Peter Neururer der internationale Wettbewerb als Ziel ausgegeben wurde, lediglich 17 Punkte in der Rückrunde geholt worden sind und Platz 15 zum Schluss nur fünf Punkte entfernt war, sieht die Situation doch etwas weniger rosig aus.
3. Juli 2006 - Nachdem bereits Tage zuvor auf der Homepage von Szabolcs Huszti die Meldung erschienen war, dass dieser zu den Roten wechseln würde, wird der Wechsel des 23 Jahre alten ungarischen Nationalspielers offiziell bekannt gegeben. Nach Christoffer Andersson (27, Abwehr, Schweden), Timo Nagy (23, def. Mittelfeld) und Gunnar Thorvaldsson (24, Sturm, Island) ist Huszti der vierte Neuzugang, der 96 in der kommenden Saison zu einer besseren Gesamtleistung verhelfen soll.
Auf Verstärkungen, die bereits auf den ersten Blick als solche erscheinen, müssen die 96-Fans im Moment jedoch noch warten. Insbesondere die Verpflichtung eines denkenden und lenkenden Kreativspielers, den die Roten mehr als dringend brauchen, wird von der Anhängerschaft erwartet. Manager Ilja Kaenzig und sein Assistent Carsten Linke sehen da jedoch keine Notwendigkeit zur Hektik. Schließlich sei der Transfermarkt ja noch bis September geöffnet. Das ist zwar sicherlich richtig, und eine ruhige und besonnene Transfermpolitik ist auch zweifelsohne nicht verkehrt, nur: Es wäre doch schön, wenn gerade der zukünftige potentielle Spielmacher (Jan Simak soll weiterhin ein Kandidat sein) die Saisonvorbereitung mitmachen und seine zukünftigen Mitspieler kennenlernen würde.
So, wie es im Moment jedoch läuft, ist zu befürchten, dass der nicht gerade einfache Saisonauftakt (Bremen, Hertha, Aachen, Auswärts-Angstgegner Wolfsburg) erstmal mit dem in der letzten Saison schon teilweise überforderten und nun noch durch nicht kompensierte Abgänge geschwächte Kader überstanden werden soll, um dann - kurz vor Schluss der Transferliste - noch einmal mit dem, was noch zu haben ist, nachzubessern. Hoffnungen auf eine ruhige sportliche Zukunft macht das zwar nicht gerade; für die "Alarmstufe Rot" ist es allerdings auch noch zu früh - schließlich hat Kaenzig (zum Beispiel im Fall Marc Ziegler, dem wir ja den zukünftigen Nationaltorwart Robert Enke in Hannover zu verdanken haben) schon mehrfach bewiesen, dass er durchaus etwas von seinem Geschäft versteht.
Und als sei die sportliche Lage noch nicht ernst genug, ergeben sich auch neben dem Platz die schon lange befürchteten Grabenkämpfe. Peter Neururer, der ja gerne mal peinlichst gekleidet in alle Mikrofone der Welt redet, nutzt die unfassbaren 52 Tage (!!!), die er der Mannschaft trainingsfrei gegeben hat, um seine scheinbare Profilneurose und Geltungssucht auszuleben.
19. Juni 2006 - In Bezug auf Hannover 96 sieht das so aus, dass Neururer, dem die Bochumer Fans einst das treffende Transparent "Reden ist Peter, Schweigen ist Gold" unter die Nase hielten, die tatsächlich wenig erbauliche Personalsituation anprangert und Neuverpflichtungen fordert. Das ist natürlich sein gutes Recht und sogar seine Pflicht als leitender sportlicher Angestellter.
Nur leider sind da die von ihm heißgeliebten Mikrofone und Diktiergeräte, denen er nun einmal nicht ausweichen kann. Und so wird der Streit um den zukünftigen Kader mal eben öffentlich gemacht. Das nötige Krisengespräch mit den Veranwortlichen bei Hannover 96 das folgte, ergab letztlich nicht das, was sich viele Fans mittlerweile wünschen: Den sofortigen Rausschmiss des Trainers wegen vereinsschädigendem Handelns. Alles in bester Butter, hieß es nach dem Gespräch uni solo - zumindest nach außen. Dass es intern ordentlich gekracht und eine Abmahnung gegeben haben dürfte, dürfte wahrscheinlich sein.
Was Neururer unter einer guten Transferpolitik versteht, macht übrigens der Fall Peter Madsen deutlich. Madsen ist ein alter Vertrauter Neururers, den der 96-Trainer gerne wieder in seinem Umfeld hätte, damit er einen Spieler mit Gralstreue mehr hat. Rein sportlich wäre die Verpflichtung - mit Verlaub! - sicherlich eher ein Witz geworden. Denn als Torgarant dürfte der 28jährige Stürmer mit einer Trefferquote von 18 Toren bei 63 Bundesliga-Spielen nicht gerade gelten.
Das Betätigungsfeld "Hannover 96" mit der dazugehörenden Medienplattform scheint Neururer nun aber nicht ausreichend genug zu sein. Und da auch die 52 Urlaubstage (ein drittes Mal: zweiundfünfzig - mehr als bei jedem anderen Bundesligisten) irgendwie überbrückt werden müssen, nutzt Neururer Nationalmannschaft und Weltmeisterschaft, um Fußball-Deutschland mit seinen Meinungen zu maltretieren.
Los ging es bereits deutlich vor der WM, in einer Zeit, in der es in Mode war, auf Bundestrainer Jürgen Klinsmann einzuprügeln. Vor allem der Vorwurf, Klinsmann dürfe nicht in den USA leben, sondern habe gefälligst nah bei der Mannschaft sein, wurde von Neururer dankend aufgenommen und wiederholt. Bemerkenswert, denn schließlich wohnt Neururer auch in Gelsenkirchen und nicht in Hannover, wie sich das nach seiner Logik gehören würde. Aber vermutlich gelten da für ihn andere Spielregeln.
8. Juni 2006: Einen Tag vor Beginn der WM erscheint in der Zeit, für die Neururer hier und da mal einen Kommentar zum deutschen Fußball ablässt, ein Interview, in dem er sich als "kein zu großer Fan des Bundestrainers" outet - vermutlich ist es nur dem Stil der Zeit zu verdanken, dass nicht zu lesen war, dass er (Neuruer) ihn (Klinsmann) beschissen findet. Zum Glück für alle deutschen Fußballfans hat sich inzwischen bekanntlich herausgestellt, dass es gar nicht so verkehrt sein kann, Fan des Bundestrainers zu sein. Denn Klinsmann steht für modernen Fußball, der auf moderne Methoden zurückgreift (auch wenn diese ja angeblich schon vor 20 Jahren von Neururer erprobt und als zu schlecht abgetan wurden).
26. Juni 2006: Oliver Bierhoff, Team-Manager des DFB, äußerte sich in Bezug auf den Leistungsstand der Bundesliga-Mannschaften derart, dass er und Jürgen Klinsmann sich erhofften, dass die Impulse, die derzeit in der Nationalmannschaft gesetzt werden, auch in der Bundesliga übernommen würden - angesichts der desolaten sportlichen Situation der zukünftigen T-Irgendwas-Liga, in der nur wenige Mannschaften internationale Reife haben, sicherlich keine all zu unverschämte Hoffnung. Es sei denn, man heißt Peter Neururer. Dann hält man solche Äußerungen für "populistischen Mist" (FAZ vom 26. Juni). Und mit dem kennt sich Neururer bekanntlich aus. Vielleicht sollte er sich aber lieber einmal zum Beispiel mit Jogi Löw unterhalten (oder zumindest das Interview in der TAZ lesen), um so zu erfahren, wie das mit den Trainingsmethoden et cetera gemeint war.
Nach außen dürften solch ein populistischer Mist, wie er von Neururer zu hören und zu lesen ist, Hannover 96 schaden. Die Wirtschaft, die den Verein gerade erst als seriösen Partner entdeckt hat, wird es sich, so ist es zu befürchten, in Zukunft wieder mehrfach überlegen, ob sie in einen Verein investiert, der jemand wie Neururer ungestraft in der Öffentlichkeit seinen Blödsinn verbreiten lässt. Und auch junge Spieler, die einen Verein mit Perspektive suchen, werden die Roten, so lange Neururer im Amt ist, meiden, weil sie dort vom Trainer eh nur als Touristen verspottet und zu den Amateuren abgeschoben werden.
Anfang Juni, also kurz vor der Weltmeisterschafft, nannte Peter Neururer Jürgen Klinsmann übrigens einen "Lehrling" - mit dem Begriff liegt der noch-Hannover-96-Trainer gar nicht so falsch: Klinsmann kann und will lernen. Eine Fähigkeit, die Neururer leider völlig abgeht.
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Peter Neururer beerbt Ewald Lienen
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Autor : Daniel
Datum : 09.11.2005
Um eine viel zu oft bemühte Floskel mal wieder zu bemühen: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Heute morgen schrieb die HAZ noch in großen Lettern, dass Ewald Lienen seinen Trainerposten bei den Roten behalten darf. Wenige Stunden später mussten die Redakteure feststellen, dass sie damit so weit neben der Wahrheit lagen wie nur irgendwie möglich.
Denn Ewald Lienen ist seinen Job bei Hannover 96 los. Die schlechteste Punkteausbeute zu diesem Zeitpunkt der Saison seit Wiederaufstieg in die Bundesliga und gruseligster Defensivfußball haben ihm sportlich gesehen das Genick gebrochen. Oder es war die Mannschaft, die Lienens Konzepte nicht umsetzen konnte oder wollte.
Ob die Mannschaft das Potential hat, um das anvisierte Ziel "einstelliger Tabellenplatz" zu erreichen, wird ein alter Bekannter zeigen müssen. Peter Neururer tritt Lienens Nachfolge an und hat uns als Assistenten (auch Michael Frontzek muss gehen) die große Überraschung mitgebracht: Michael Schjönberg, seines Zeichens 96-Pokal-Held.
Auch wenn ich persönlich das Ende der Ära Lienen bei Hannover 96 sehr begrüße, so finde ich es um den Menschen Lienen recht schade. Seine Meinungen und Einstellungen gerade zur Presse und zu Themen wie Starkult finde ich bewunderswert. Leider passen sie nicht auf die Bühne der Bundesliga.
Allen vier erwähnten Personen sei alles Gute gewünscht.
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Autor : Daniel
Datum : 25.08.2005
Vor acht Jahren übernahm Martin Kind, Hörgerät-Magnat, das Ruder bei unserem heißgeliebten Hannoverschen Sportverein von 1896. Nachdem er den Verein vorm drohenden Konkurs gerettet, die Profiabteilung ausgegliedert, die KGaA in die Bundesliga geführt und sie letztlich dort etabliert hat, kündigte Kind vor zwei Wochen seinen Rücktritt von allen Ämtern an. Lediglich als Gesellschafter wird er den Roten erhalten bleiben.
Die entstehenden Lücken werden in Zukunft durch vier Personen gefüllt werden, die bereits jetzt für Hannover 96 tätig sind oder als sogenannte Edelfans seit langer Zeit dem Verein zugeneigt sind.
Der Stammverein, als den Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V., wird zukünftig Götz von Fromberg leiten. Von Fromberg ist vor allem als Freund des Kanzlers und Schwergewichtiger Partymensch bekannt. Nebenbei leitet er noch eine nicht gerade kleine Anwaltskanzlei in der schönsten Stadt der Welt. Seine Leidenschaft für den Fußball im Allgemeinen und für die Roten im Speziellen gilt als unbestritten, eine gewisse Fannähe wird vermutet. Angst und Bange wird einem jedoch bei dem Gedanken, dass von Fromberg bereits vor acht Jahren an die Spitze des Vereins strebte und seinen Freund Dieter Schatzschneider als Trainer installieren wollte. Der Aufsichtsrat konnte und das damals glücklicherweise ersparen. Es bleibt zu hoffen, dass von Fromberg "Schatz'" peinliche TV-Auftritte und Kommentare in der jüngeren Vergangenheit nicht verborgen geblieben sind und dieses freundschaftliche Verhältnis nicht zu einer beratenden Funktion (oder Schlimmeren) führt.
Auch in der Vermarktungsgesellschaft, der Hannover 96 Sales & Services GmbH & Co. KG, wird von Fromberg zukünftig kräftig mitmischen. Zusammen mit Dr. Karl-Heinz Vehling wird er hier die Geschäftsführung übernehmen.
Dr. Vehling ist bereits seit längerer Zeit als Geschäftsführer der Hannover 96 Arena GmbH &Co. KG tätig und macht einen ruhigen und besonnenen Eindruck. Was auch erklären dürfte, dass er schnell zu einem Vertrauten des scheidenden Workoholic Kind aufstieg. Interessant ist an Dr. Vehling, dass er sich trotz mangelnder 96-Wurzeln schnell mit dem Verein und den Fans und ihren Bedürfnissen vertraut machte und zum Teil auch identifizierte. So geht das Gerücht um, dass Vehling eine komplette Zukleisterung des Niedersachsenstadions mit Werbung stoppte und er der Ansicht sei, dass ein erträgliches Maß an Werbeflächen zumindest erreicht sei.
Zweiter Geschäftsführer der Stadionbetriebsgesellschaft ist Ralf Schnitzmeier, der von der BILD Hannover bereits aus allen Ämtern entlassen wurde und sich bei vielen Fans nicht gerade großer Beliebtheit erfreuen darf. Insbesondere das Catering-und Einlass-Chaos beim Saisonauftakt gegen Hertha wird ihm in jüngster Vergangenheit angelastet. Andererseits ist er gerade für die Fans ein wichtiger Ansprechpartner, steht er doch regelmäßig mit dem 96-Supporters Club Rote Kurve im Dialog.
Auch in der Profiabteilung, der Hannover 96 KGaA, wird Vehling mit von der Partie sein. Hier übernimmt er zusammen mit Manager Ilja Kaenzig Kinds Job. Für Kaenzig dürfte dies eine Stärkung seiner Position bedeuten. Bei den aktuellen Quärelen mit Trainer Lienen, die leider erneut in den lokalen Medien ausgetragen werden, steht Kaenzig nun nicht mehr als gleichgestellter Angestellter dar, sondern gilt offiziell als Lienens Vorgesetzter. In sofern dürften Rücktrittsgedanken wegen Unstimmigkeiten mit dem Trainer oder mangelndem Rückhalt bei der Vereinsführung bei Kaenzig vorerst keine Rolle mehr spielen.
Von Fromberg, Vehling, Schnitzmeier und Kaenzig - vier Personen, die die Aufgaben von Martin Kind übernehmen sollen. Bleibt zu hoffen, dass die Aufteilung der Macht keine Verschleppung von wichtigen Entscheidungen, sondern neue Ideen mit sich bringt.
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Auf dem Weg zu höheren Zielen
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Autor : Daniel
Datum : 28.07.2005
Endlich ist es soweit! Die Sommerpause 2005 neigt sich dem Ende entgegen und der gemeine 96-Fan giert nach dem vierten Jahr Bundesliga mit hannoverscher Beteiligung. Wobei das Wort Beteiligung der Sache nicht ganz gerecht wird.
In den vergangenen drei Spielzeiten gaben die Verantwortlichen des der Hannoverschen Sportverein von 1896 e.V. KGaA verständlicherweise nichts Höheres als den Verbleib im Fußballoberhaus als Saisonziel aus. Mittlerweile hat sich die Mannschaft jedoch in der Bundesliga etabliert und Manager Ilja Kaenzig hat zusammen mit Coach Ewald Lienen den Kader ordentlich ausgemistet und ihn punktuell und zielgerichtet verstärkt.
Das Ziel, auf das die Bemühungen gerichtet sind, heißt in diesem Jahr "einstelliger Tabellenplatz" oder - um es etwas euphorischer zu sagen - "Internationales Geschäft".
Natürlich ist die schwere Zeit zwischen den Spielzeiten immer wieder Spielraum für Phantastereien, Visionen und Träume. Warum auch nicht? Aber wirklich unrealistisch scheint das gesteckte Ziel nicht zu sein. Denn die Umgestaltung des Kaders lässt durchaus Träume aufkommen, die - mit konstanter Arbeit - auch in die Tat umgesetzt werden könnten.
Während es in den ersten beiden Bundesligajahren vor allem in der Abwehr mangelte, konnte Trainer Lienen in der vergangenen Saison die Defensive stabilisieren. Allerdings auf Kosten der Tormaschinerie, die letztes Jahr, nun, sagen wir es vorsichtig, ein zahnloser Papiertiger war.
Jetzt sieht das aber schon anders aus. Zumindest, wenn man sich die namenhaften Neuzugänge ansieht.
Thomas Brdaric ist nach einem Selbstfindungstrip nach Wolfsburg an die Leine zurückgekehrt. Einsicht ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung und eine gewisse Torgarantie hat die deutsche Antwort auf Troubadix in den letzten Jahren durchaus entwickelt. Hinzu kommt von der Erstatzbank des FC Bayern der in Bochum als Hubschrauber bekannt gewordene Vahid Hashemian, der die Harmlosikeit des 96-Angriffs in der Luft beenden soll. Damit nun auch die Ecken in entsprechende Höhen geschlagen werden, wurde Nebojsa Krupnikovic nach Bielefeld geschickt und durch Chavdar Yankov ersetzt. Dieser ist zwar für die meisten deutschen Fans ein unbeschriebenes Blatt, das wird sich aber hoffentlich während der nächsten 34 Spieltage ändern. In seinem Heimatland Bulgarien ist der 21jährige Yankov bereits Nationalspieler und Hoffnungsträger. Fans von Slavia Sofia, Yankovs letztem Brötchengeber, bescheinigen ihm auf jeden Fall Chancen auf eine überdurchschnittliche Entwicklung.
Abgerundet werden die Neuzugänge durch die Verpflichtungen von Hanno Balitsch, der den zu Deportivo La Coruna gewechselten Julian de Guzman ersetzen soll, Michael Delura, der Ex-96-Trainer Ralf Rangnick mangelnde Jugendförderung unterstellt und auf Schalke (vorerst) keine Zukunft mehr für sich sieht, sowie durch diverse Nachwuchstalente, die aus dem Jugendbereich aufrücken. Natürlich sollte man von letzteren nicht unbedingt eine Entwicklung erwarten, wie sie Per Mertesacker vollzogen hat. Aber die Hoffnung auf ein junges, durchschlagendes Team der Zukunft wecken auch die Namen Dietwald, Hahne und Co.
Freuen wir uns also nun auf die Bundesliga-Saison 2005/2006 und hoffen wir darauf, dass die Ziele sich erreichen lassen und die Roten den ein oder anderen Favoriten für das Internationale Geschäft auf die Plätze verweisen können.
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2005 - Wird es wieder ein Jahr der Roten?
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Autor : Matthias
Datum : 03.01.2005
So, das Jahr 2004 ist nun vorbei und unterm Strich kann man einen klaren Aufwärtstrend erkennen. Aber wie wird es weitergehen? Normalerweise kann eine Winterpause eine gut eingespielte Mannschaft aus dem Konzept bringen, es wäre nicht das erste Mal, das ein vermeintlicher Uefa-Cup Teilnehmer doch noch in den Abstiegsstrudel gerät. Allerdings ist dieses Jahr die Winterpause ziemlich kurz, so das man darauf hoffen kann, das die Spieler nicht völlig das Fußballspielen verlernt haben, sich aber dennoch gut erholen können. Gott sei Dank sind wir, sehen wir mal von Barnetta ab, von schweren, langwierigen Verletzungen verschont geblieben und ich hoffe, das wir auch weiterhin keine Ausfälle haben. Denn da liegt die Gefahr. Wen nur zwei Leistungsträger, vor allem in der Defensive, ausfallen, kann sich das Blatt ganz schnell wenden. Aber das wäre es schon, was uns gefährden könnte. Wir haben bis jetzt schon einen beruhigendes Polster an Punkten, Lienen scheint seine Mannen gut im Griff zu haben, so das kaum einer abheben dürfte. Wichtig wäre es nun, gleich zu Anfang gegen Leverkusen nachzulegen, zumal wir mit denen eh noch ein Hühnchen zu rupfen haben. Dann haben wir mit dem Abstieg endgültig nichts mehr zu tun. Dazu haben wir wieder mal eine einmalige Chance, im Pokal wieder eine Rolle zu spielen. Es kann eine sehr erfolgreiche Saison werden, wenn nicht sogar DIE erfolgreichste.
Und nun ist die sportliche Führung gefragt! VFL Bochum lässt grüßen! Wie schnell sich ein Aufwärtstrend umkehren kann, wissen nicht nur Börsengurus! Wie heißt es so schön, 96 muss den Kader in der Breite verstärken (Damit will ich mich nicht ins Spiel bringen - Anm. d. Verf.), damit man auch mal rotieren kann, mal ein Spieler pausieren kann, damit am Ende nicht die Kraft fehlt. Auch sollte die Jugendarbeit weiter ausgebaut werden, damit ein Mertesacker kein einmaliger Glücksfall bleibt. Ich will noch nicht vom UEFA-Cup reden, aber wenn wir den UI-Cup erreichen, sollten wir die Chance nutzen. Dann kommt der, wie ich finde, Knackpunkt des Jahres. Die neue Saison. Ab dann wird sich zeigen, wo Hannover 96 hingehört. Entweder wir können uns in der Liga etablieren und die Saison 04/05 war kein Strohfeuer oder das Zittern geht wieder los. Dazu eine Presse, die nicht gerade das Prädikat ausgewogen hat, Trainerrausschmiss, Fanblockaden, usw., usw. Aber ich bin mir sicher, das wir uns dauerhaft in der ersten Liga etablieren können.
Was bringt uns Fans das Jahr? Einige Höhepunkte, der DFB - Pokal wurde schon genannt. Neue Hopperpunkte, wenn wir den UI oder sogar UEFA – Cup erreichen. Neue Stadien wie die Allianzarena. Auch die Nationalelf wird zunehmend interessanter, wenn Schröter weiterhin so gute Leistungen bringt. Wie gesagt, es könnte DAS Jahr der Roten werden und ich bin verdammt noch mal glücklich, das ich dabei sein werde!!!!!
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Autor : Daniel
Datum : 16.08.2010
Nachdem Hannover 96 am vergangenen Samstag sang- und klanglos gegen einen Viertligisten aus dem DFB-Pokal geflogen ist (gab es sowas schonmal?), ist es an der Zeit, einen Ausblick auf die kommende Saison zu werfen:
1. Spieltag: Hannover 96 verliert gegen Eintracht Frankfurt mit 0:13. Während Martin Kind mit Analysen droht, twittert Mikael Forssell, er hätte sich bemüht, würde sich aber trotzdem schämen. Komisch, dabei war er nicht einmal im Kader.
2. Spieltag: Die Analysen dauern noch an. Slomka darf weiterhin auf der Trainerbank sitzen, muss aber auf Anordnung von Kind mit Schmadtke Händchen halten, um die Kommunikation nach außen zu verbessern. Das Spiel gegen Schalke 04 wird dennoch knapp verloren. Pogatetz bekommt dabei seine erste rote Karte der Saison, Raul einen offenen Beinbruch.
Länderspielwochenende: Jogi Löw lädt Mike Hanke zum Spiel in Belgien ein, bei dem dieser einen Hattrick fabriziert. Martin Kind sieht das als Anlass, Slomka umgehend zu beurlauben.
Pressekonferenz vorm Leverkusen-Spiel: Louis van Gaal konnte mit Maschmeyer-Millionen vom FC Bayern losgeeist werden und wird als Nachfolger von Slomka präsentiert. Martin Kind stellt gleich die Fronten klar und verkündet, van Gaal sei weder sein noch Schmadtkes Wunschkandidat gewesen. Diesen Hans Meyer hätte er viel lieber gehabt. Van Gaal sieht das als Anlass, die Händchen-Halten-Klausel aus seinem Vertrag streichen zu lassen und kein Wort mehr mit Schmadtke zu reden.
3.-5. Spieltag: Die Spiele gegen Leverkusen, Wolfsburg und Bremen werden überraschend gewonnen. Mikael Forssell schämt sich trotzdem via Twitter.
6. und 7. Spieltag: Gegen Kaiserslautern und St. Pauli gelingen knappe Siege. Kind zürnt, dass solche Gegner nach dem Abpfiff ob des Ergebnisses mindestens weinen müssten und zweifelt die Einstellung der Spieler an. Van Gaal, bei dem er erneut betont, dass er ihn nicht verpflichten wollte, und die Mannschaft sollen endlich mal ihren Beruf ernst nehmen und für ihr Geld entsprechende Arbeit ableisten. Bei einer Niederlage am nächsten Spieltag in München gäbe es Gehaltseinfrierungen. Schließlich seien die Einnahmen vom 9. und 10. Spieltag fest in den Saison-Etat eingeplant.
8. Spieltag: Im Vertrag von Louis van Gaal wurde auf Drängen der Bayern festgehalten, dass van Gaal gegen seinen alten Arbeitgeber nicht auf der Bank sitzen dürfe und von Peter Neururer zu ersetzen sei. Da Spiel verloren geht, entlässt Kind van Gaal umgehend und zahlt die festgeschriebene Abfindung in zweistelliger Millionenhöhe mit den Worten, dass man sich dann halt keine neuen Spieler in den nächsten 10 Jahren leisten könne. Als Nachfolger auf der Trainerbank benennt Kind Neururer: Der sei zwar nicht sein Wunschkandidat, aber wenn er gerade da ist, könne er auch gleich vor Ort bleiben.
Trainingswoche vor dem 9. Spieltag: Die Spieler warten vergebens auf ihren neuen Übungsleiter. Ein Telefonat zwischen Schmadtke und Neururer klärt das Missverständnis auf: Neururer hat die Sache mit dem "vor Ort bleiben" wörtlich genommen und sieht sich als neuen Chef-Trainer der Bayern. Hans Meyer, der den Posten von van Gaal übernommen hat, sitzt fassungslos im Büro von Uli Hoeneß und will wissen, wer die Harley auf seinem Parkplatz abgestellt hat.
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Heute vor 25 Jahre tätigte Karl-Josef Assenmacher seinen wohl wichtigsten Schlußpfiff
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Autor : Matthias
Datum : 08.06.2010
Die Frankfurter Allgemeine schrieb 1966 folgendes:
"Die Gefahr, dass die Hanse der Bundesliga-Städte als nächsten Fremdkörper die biederen Braunschweiger abstößt, lässt sich nicht von der Hand weisen. Ihr Ausscheiden käme einer Begradigung der geografischen und wirtschaftlichen Bundesliga-Gremien gleich."
Dieses sollte sich bedauerlicherweise zunächst nicht bewahrheiten, im Gegenteil: Im Folgejahre versagte die altehrwürdige Bundesliga-Hanse komplett, bis auf eine Ausnahme. Einzig der Hannoversche Sportverein von 1896 steuerte zum Minimalistenmeister der Eintracht nicht einen einzigen Punkt bei. Jedoch knapp zwanzig Jahre später sollte sich dieser Wunsch des zweifelsohne mit überdurchschnittlichen Fußballsachverstand gesegneten FAZ-Redakteurs endlich zur Prophezeiung verwandeln.
Die nachhaltige Begradigung sollte nach einigen aufs (Abstieg 72/73 und 78/79) und abs (siehe oben) erst 1985 seine Vollendung finden. Lang ersehnt und nun endlich vollzogen wurde nun die Bundesliga eine echte Profi-Liga.
Und seit diesem 08.06.1985, einem locker flockigen 0:1 gegen den FC Bayern München ist die Bundesliga frei von den Altlasten, die durch die Zonenrandförderung entstanden und somit ursächlich der deutschen Teilung geschuldet sind.
Dieses denkwürdige Datum war somit ein Zeichen einer nahenden Wende. Deutschland ist wieder vereint und die Eintracht ist nicht mehr ein künstlich überhöhtes, durch DFB und Co. gefördertes Grenzprojekt, sondern wieder das, was es eigentlich sein sollte: Ein popeliger Provinzklub.
Die Rote Erleuchtung bedankt sich stellvertretend für sämtliche Bundesligaprofivereine, die seit nunmehr 25 Jahren ungestört auf höchstem Niveau und rein unter Ihresgleichen in der besten Liga Deutschlands spielen dürfen. Wir bedanken uns bei allen Vereinen, die die Braunschweiger Jahr für Jahr in Schach halten und den Braunschweiger Vorständen, die (zum Verein passend) stets provinziell und mit einem beeindruckenden Dilettantismus gesegnet, diesen Verein einfach drittklassig führen.
Wir bedanken uns auch bei der Braunschweiger Mannschaft, die es immer wieder schafft, durch ein beeindruckendes Maß an Gestokele die Vereinsoberen blamieren und weltfremden Ziele der Fans in schöner Regelmäßigkeit ins Lächerliche zu ziehen.
Danke für diese schöne Zeit und auf die nächsten (mindestens) 25!
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Mein Glas ist immer noch halbvoll........
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Autor : Matthias
Datum : 04.04.2010
Es ist ja nichts neues, das der beiläufige, vielleicht im weiteren Kreis des Vereines Nahestehende zu allerlei Extremen neigt, meist von einer Presse genährt, die nicht immer den Tatsachen entsprechen möchte. Himmelhoch jauchzend oder zu Tode betrübt, heiss und kalt, schwarz und weiß oder oben und unten.
Momentan ist natürlich der Ofen aus, egal ob es das Restprogramm oder die Verfassung/Einstellung der Mannschaft ist. Da werden Gegner über Gebühr zu Unschlagbaren erklärt oder die Mannschaft pauschal in die Kreisliga benotet und zum Teufel gewünscht. Ich mache diesen Scheiß nicht mit. Mir geht jede Niederlage an die Nieren und auch ich bin wütend, wenn der letzte Schritt nicht getätigt oder ein Spiel einfach abgeschenkt wird. Aber dem Phrasenschwein zum Trotz und vielleicht um dem allgemeinen Abgesang entgegenzutreten, jedes Spiel fängt bei 0:0 an, jedes Spiel dauert 90 Minuten und nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Alles andere hat uns nicht zu interessieren. Weiter sollte man auch nicht denken, denn dieser blöde Dreck, das eine Sache eh schon gelaufen ist oder ein Abstieg nicht mehr zu verhindern ist, kann sich ein jeder dorthin stecken, wo die Sonne nicht so oft hinscheint. Für mich geht jedes Spiel bei Null los und wenn es soweit ist, werde ich mich entsprechend äußern. Bis dahin sollten wir Fans von Hannover 96 sein!
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Autor : Daniel
Datum : 30.03.2010
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Mit sofortiger Wirkung...
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Autor : Daniel
Datum : 23.03.2010
... trennt sich Die Rote Erleuchtung von ihrem Mitglied Jens. Grund ist die anstehende Konfliktsituationen zwischen dem Hannoverschen Sportverein v. 1896 e.V. und einem Kölner effzeh.
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Autor : Daniel
Datum : 14.02.2010
Der Spielbericht zur 1:5-Niederlage gegen Bremen steht ja bereits hier auf dieser Seite. Doch trotz dieses Debakels gibt es von gestern auch Erfreuliches zu berichten: Chris wurde nach langer Wartezeit im Kreis der Erleuchteten ausgenommen in den Kreis der Erleuchteten aufgenommen. Wir hoffen darauf, dass du uns keine Schande machst!
Leider hat sich unsere Mitgliederzahl dadurch nicht verändert. Matze schied vergangene Woche auf eigenem Wunsch aus der RE aus.
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Autor : Daniel
Datum : 30.11.2009
Nach dem Tod von Robert Enke hatten wir diese Homepage - mehr oder weniger - vom Netz genommen. Heute schalten wir sie wieder frei.
Dass der Glaube daran, dass Enkes Selbstmord und die Geschichte dahinter etwas im Fußball wachgerüttelt haben könnte, zumindest sehr naiv war, hat das vergangene Wochenende gezeigt: Egal, ob nun Anfeindungen oder sonstige Ereignisse der Kategorie "Unschön" (in nicht-Fußball-Maßstäben gedacht): Die Normalität ist wieder da - vielleicht sogar schneller als gedacht. Einerseits ist dies sicher bedauerlich, andererseits ist es aber auch gut so.
Was bleibt, ist ein leerer Platz im Stadion und die Erinnerung an einen Menschen, der mit Ausnahme dieses einen bitteren Moments ein Vorbild für so viele war.
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Autor : Daniel
Datum : 09.11.2009
Jens wurde zwischenzeitlich wieder in den Kreis der Erleuchteten aufgenommen - bis auf weiteres.
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Autor : Markus
Datum : 31.10.2009
Mit sofortiger Wirkung trennt sich die Rote Erleuchtung von ihrem Mitglied Jens. Grund ist das anstehende Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln und die damit verbundenen Interessenkonflikte.
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Zum 55 jährigen Geburtstag des Niedersachsenstadions. Oder: Warum der Kuchenblock in der Sonne sitzt.
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Das altehrwürdige Niedersachsenstadion wird 55
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Autor : Markus
Datum : 11.10.2009
Am 16.10.1954 war das erste Fußballspiel im Niedersachsenstadion, drei Wochen nach der feierlichen Einweihung am 26.09.1954. Der frischgebackene Weltmeister Deutschland trat gegen die Elf aus Frankreich an und verlor mit 1:3. Es lagen dazu 500.000 (!) Kartenanfragen vor.
Vor nunmehr also über fünf Jahrzehnten wurde das Niedersachsenstadion eröffnet. Damals noch fast ohne Überdachung. Grade zu der Zeit, als noch ein ganz ungehinderter Wind durch das wunderbare Rund pfiff, hat man sich schon gefragt, warum denn die Zuschauer im "Kuchenblock", also auf den teuren Rängen der Osttribüne, in den Wind und die Sonne blicken mussten, was sonst eigentlich, wegen der emfindlichen Wangen der Großkopferten und Geldsäcke, in Stadien eher unüblich ist.
Der gesunde Fanverstand sagt sich zwar: "Weil sie es verdient haben!" Das ist auch selbstverständlich richtig, aber die ausschlaggebenden Gründe waren andere, welche anschaulich und aus erster Hand erläutert wurden in der damaligen Info-Broschüre
"Unser Volkssportpark",
welche zur Eröffnung des Niedersachsenstadions herausgegeben wurde. Daraus werde ich in unregelmäßigen Abständen Interessantes zitieren, weil dort sehr viele Informationen aus der Anfangszeit des schönsten Stadions der Welt zu finden sind.
Ich zitiere:
"[...]Wir wissen auch, dass es falsch gewesen wäre, den überhöhten Rang auf die andere Seite zu bringen; denn der Blick in das Wohn- und Industriegebiet von Linden wird noch über Jahre wenig ansprechend sein.
Nun liegt vor dem Betrachter des Spielfeldes die Weite des Maschsees, dahinter das Wohngebiet der Südstadt und im fernen Hintergrund der Grünzug der Eilenriede.
Man hat schon oft gesagt, das Stadion läge genau verkehrt herum; der Besucher auf den teuren Plätzen der Tribüne habe Sonne und Wind im Gesicht.
Wir dürfen hier noch einmal deutlich sagen, dass es außer den oben angeführten, von der Architektur bestimmten Gründen, bewußt so gelegt ist; denn wir glauben es ist gerechtfertigt, 3000 Zuschauer in die Sonne schauen zu lassen - die restlichen 3400 haben ja das Dach der Tribüne über sich - während auf der gegenüberliegenden Seite 16.000 sitzen und 40.000 stehen mit Wind, Regen und Sonne im Rücken.
Und ein Drittes war dabei ausschlaggebend: Der Wind bläst in Hannover meistens aus Nordwest, der hohe Wall soll ihn abschirmen und im Innenraum, insbesondere auf der Laufbahn günstige Verhältnisse bringen. Die nun fertige Anlage wird das bestätigen."
[Dipl. Ing. Heinz Goesmann, Architekt Niedersachsenstadion]
...Wie ich finde, sehr plausible Gründe.
Das schöne Rund mit der großen Tradition wird also dieser Tage somit 55 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch, liebstes Wohnzimmer!
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Autor : Daniel
Datum : 20.07.2009
Sommerpause. Fußballlose Zeit. Zum Ende einer jeden Saison wird sie von den Anhängern der Teams im grauen Mittelfeld herbeigesehnt, damit der Kampf um die goldene Ananas doch bitte bald aufhören möge. Doch schon nach kurzer Zeit wird es den Leuten doch zu langweilig und Alternativen werden gesucht, um die Ödnis zu bekämpfen. Gerade Internet-Foren scheinen ein Quell von mehr oder weniger sinnvollen Ideen zu sein, wie man die immer länger werdenden Tage mit Themen mit mehr oder weniger Fußball-Bezug zu füllen.
Zu den vielleicht interessanteren Beschäftigungen zählt es, sich das Maul über die Trikots der kommenden Saison zu zerreißen. Wir folgen diesem Trend und geben unsere demokratisch gewählte Tabelle bekannt:
Der Meister
Okay, ich gebe zu: Ein objektives Urteil von uns zu erwarten, wäre zu viel gewesen. Deshalb ist es auch wenig überraschend, dass der Spitzenplatz natürlich von unseren Roten (127 Punkte) eingenommen wird. Doch selbst wenn man die "Nur unsere Jungs kriegen Punkte"-Wertungen rausrechnet, bleibt der einzig wahre HSV Spitzenreiter.
Die Verfolger
Auf den Plätzen zwei bis fünf, die zur Teilnahme am internationalen Geschäft berechtigen, landen die Leibchen aus Nürnberg (76), Frankfurt, Hamburg (je 67) und Mainz (62). Die Glubberer wissen mit einem sehr schlichten Trikot in weinrot zu gefallen - eine Farbe, die man auch hier in Hannover gerne mal wieder bei der eigenen Spielkleidung sehen würde. Die anderen drei Vereine kommen ebenfalls ohne großen Schnickschnack aus und beweisen so Geschmack.
Das Mittelfeld
Dicht an den internationalen Plätzen vorbeigeschrammt ist der SC Freiburg (60), der das Mittelfeld anführt und auch ohne große Applikationen auskommt. Es folgen Bremen (55) im Baseball-Shirt-Design und Wolfsburg (52) mit einem asymmetrischen Template von adidas. Schalke (48) und Dortmund (45) nehmen die Plätze neun und zehn ein, wobei bei Schalke festzuhalten bleibt, dass das Trikot dem der Nürnberger (bis auf die Farbe, die den Punkte-Unterschied erklärt) sehr ähnlich ist - adidas ist aber nun einmal auch nicht unbedingt dafür bekannt, individuell zu arbeiten, sondern umgefärbte Massenware zu produzieren. Berlin und Mönchengladbach (40) nehmen die letzten Plätze im gesicherten Mittelfeld ein.
Der Abstiegskampf
Stuttgart (34), Leverkusen und München (je 33) konnten gerade eben so noch den die Liga halten, was bei den diesjährigen Modellen durchaus als Überraschung zu werten ist. Gerade der FC Bayern mit seiner Pseudo-Knopfleiste, die schon vor einigen Jahren selbst beim 96-Trikot nicht besonders schön anzusehen war, ist im Kampf gegen den Abstieg noch gerade so mit einem blauen Auge davon gekommen.
Die Absteiger
Runter geht's für Bochum, Köln (je 30) und Hoffenheim (19). Den Bochumern mag man vielleicht noch zu Gute halten, dass sie mal etwas ganz anderes ausprobieren wollten. Warum sie jedoch den Platzwart mit dem Kreidewagen über blaue Shirts haben fahren lassen, wird trotzdem nur mit Drogenkonsum zu erklären sein. Köln versucht irgendwelche Muster aufzugreifen, die vielleicht mal in den 90er Jahren in Mode waren. Hoffen wir, dass damit keine Retro-Welle für diese Dekade losgetreten wird, denn, liebe Kölner: Das hat schon damals scheiße ausgesehen! Schlusslicht Hoffenheim hat das gleiche Template wie die Stuttgarter, aber in blau und mit dieser Werbung ist der Lappen einfach un(er)tragbar.
Wird Zeit, dass die Saison wieder losgeht.
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Die Rote Erleuchtung gibt bekannt...
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Autor : Daniel
Datum : 13.11.2008
Nachdem der gerade herausgeschmissene Jens untertänlichst um seine Wiederaufnahme in die Rote Erleuchtung gebettelt hat, wurde der Bitte stattgegeben und er wieder in die Erleuchtung aufgenommen.
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Die Rote Erleuchtung gibt bekannt...
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Autor : Daniel
Datum : 07.11.2008
Mit sofortiger Wirkung trennt sich die Rote Erleuchtung von ihrem Mitglied Jens. Grund ist das anstehende Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln.
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Die Rote Erleuchtung gibt bekannt...
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Autor : Daniel
Datum : 28.09.2008
Mit sofortiger Wirkung wurde gestern der Anwärter Björn in den erleuchteten Kreis der Erleuchtung aufgenommen. Die Aufnahme geschah im Vollbesitz unserer geistigen Kräfte und nicht im Freudentaumel nach dem Sieg gegen einen unbedeutenden Verein aus München.
Björn, mach uns keine Schande!
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Autor : Daniel
Datum : 13.07.2008
23. Mai 1954: Hannover 96 wird Deutscher Meister.
23. Mai 1992: Hannover 96 gewinnt den DFB-Pokal.
Und wann endet die Saison 2008/2009? Richtig: An einem 23. Mai!
Dass das Testspiel gegen den FC 08 Boffzen gestern mit 23:0 gewonnen wurde und der zehnfache (!) Torschütz Mikael Forssell die Rückennummer 32 (23 rückwärts!) trug, darf dabei sicherlich als purer Zufall betrachtet werden...
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Die Rote Erleuchtung gibt bekannt...
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Autor : Daniel
Datum : 25.05.2008
Beim heutigen Kick der Amateure gegen die zweite Mannschaft des VfL Lübeck (das Spiel wurde übrigens trotz Fabian Montabell mit 1:0 gewonnen; die neue Regionalliga kann damit am kommenden Wochenende aus eigener Kraft erreicht werden) traf sich das Mitgliederaufnahme-Dreigestirn, das nur aus zwei Personen bestand, aber das 'Okay' eines weiteren Gründungsmitglieds im Vorfeld eingeholt hatte, mit einem Mitgliedschafts-Anwärter.
Die Hürde, die der Anwärter sich selbst aufgestellt hat, wird er zukünftig freiwillig überspringen (müssen), sein Einverständnis dafür hat er uns heute gegeben. Damit geben wir an dieser Stelle voller Stolz und Freunde bekannt, dass von nun an Jens zu unserem erlauchten und erleuchteten Kreise gehört.
Sei willkommen und mach uns keine Schande!
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Die Flucht über den Ozean
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Autor : Daniel
Datum : 11.03.2008
Sonntag, 9. März 2008: Hannover 96 spielt einen gar furchtbaren Ball in Leverkusen, lässt sich wie eine F-Jugend zerpflücken (so war zumindest das Abwehrverhalten beim 1:0 für Leverkusen: alle Mann auf den Ball!) und ein Großteil der Fans macht genau das Richtige - sie kommen erst gar nicht zur ersten Halbzeit ins Stadion und verlassen das Ulrich-Haberland-Stadion mit einem gefühlten 0:0-Unentschieden.
Das ist zwar sicherlich auch eine Möglichkeit, Niederlagen aus dem Weg zu gehen. Doch selbstverständlich bietet die Rote Erleuchtung einen kreativeren Umgang mit solchen Situationen an.
Auswandern!
Und genau das war auch der spontan Entschluss eines unserer beiden Svens. Der hatte nämlich - so besagt es die Legende - die 2:0-Niederlage in Leverkusen zwar nur vorm TV, aber dafür komplett gesehen, packte sofort seine Sachen und betrat den nächstbesten Flieger in Richtung Brasilien.
Ich denke, Sven, ich spreche an dieser Stelle für alle Erleuchteten, wenn ich dir in Goiânia alles Gute wünsche! Intern wissen wir natürlich, dass die Flucht nur oberflächlich als eine solche zu sehen ist und in Wahrheit ein weiterer Schritt zur Erlangung der Weltherrschaft durch die Erleuchtung dahinter steckt. Halt die Ohren steif und ein Auge beim örtlichen Club offen - vielleicht entdeckst du ja einen gescheiten 10er, der die schwarz-weiß-grünen Roten zu ruhmreichen Erfolgen führen wird. Wir würden ihn auch persönlich abholen - und nebenbei mit dir auf den gelungenen Transfer anstoßen. Und wenn's nicht damit klappen sollte, stoßen wir halt so irgendwann vor Ort an. Einen Anlass werden wir schon finden!
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Uns wurde ein brisantes Dokument zugespielt, direkt aus einer hannoverschen Boulevard-Sportredaktion. Aber seht selbst!
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Autor : Markus
Datum : 10.09.2007
Sonntag, 15.07.07 - Der Tag nach dem Sparkassen-Cup
Handy klingelt. Wo ist es? Scheiße. Schmeisse beim Suchen nen halben Tetra Wein um. Kann nicht gradeaus gucken. Ach der Wille. Was will der denn. Hat Maddin wieder schräg gefurzt, oder was ist hier los? "Moin Uwe vonundzu! Junge, Junge, hast du gestern die Puppen tanzen lassen! In der Form säufst Du einen Jeti untern Tisch! Sieh mal langsam zu, dass du an Start kommst. Sonst läuft die Redaktionssitzung noch ohne dich."
Mein Blick auf die Uhr offenbart schreckliches.
"Verdammte Axt! Schon halb elf!" - ich im gestreckten Galopp ins Auto und ab zur Arbeit. Zum Glück habe ich noch Klamotten an. Geruchstest am Achsel. Naja, aber muss passen!
Im Auto stelle ich fest, dass mein Kopf so groß wie Indien ist. Im Mund ein Geschmack wie in Senf eingelegte Fangopackung. Scheiße! Wieder versackt! Klassischer Filmriß. Wie bin ich nach Hause gekommen? Wann? Parkt doch wieder so ein Penner von der HAZ auf meinem Parkplatz! Dir sollen die Finger abfaulen!
Redaktionssitzung. Bin gespannt was Wille und Neuhaus zu berichten haben. Besprechung Sparkassen-Cup. Die Rübe brummt. "Wie sehen die Schwerpunkte für morgen aus?" fragt mich Flori der Bengel. "Stajner. Schreibt mal über ihn. Hat ja gegen die Braunschweiger versagt."
"Aber der hat doch gegen Braunschwaig gar nicht gespielt!"
Blöder Klugscheisser! Das kann ich kontern:
"Dann hat er eben gegen Osna verkackt!"
"Gegen die hat er doch ein Tor geschossen und das andere vorbereitet." übertreibt der elende Stajnerfan
"Junge, koch lieber noch nen Kaffe. Dann schreib, was Du willst." Krebs die Krabbe guckt blöd. Gelächter bei Wille und Neuhaus. Ich habs einfach drauf!
Was haben wir gestern Spaß gehabt! Und alles auf den Deckel der Firma. Die Leitung der Rechnungsabteilung hat jedenfalls gemeckert, als ich ihr die Spesenrechnungen vor die Nase gehalten hab. Soll sich mal nicht so anstellen, die Spassbremse! Alles knallharte Recherche.
Uii... Wille erzählt was ich gestern schon alles verpasst hab. Die waren etwas ungehalten darüber, dass ich mit Glogo noch schön einen gehoben habe. "Naja" meint Neuhaus, "Hättest nicht unbedingt ihm 5 geben sollen." Maaan diese Langweiler!
"Und `Auswärtssieg, Auswärtssieg` brüllen hätte auch nicht sein müssen." stänkerte Wille hinterher. Luschen! Was verliert auch euer Luschenverein gegen uns? wir Bsler müssen zusammenhalten!
"Was haben wir denn danach noch gemacht?" "Naja, nach deinem fetten Vorglühen im Courtyard gings erst mal zum Umziehen..." Verdammte Axt! Jetzt fällt mir auf, dass ich ja noch volle Montur habe, Rüschenhemd, Lederjeans und Mantaletten. Deswegen grinsten die Arschgeigen so blöd bei der Sitzung. "Dann gings ab zum Steintor, wie gehabt, das volle Programm. Heart-Break Hotel. Kiez-Club." Stimmt, ich erinnere mich. Da war amtliches, spaltbares Material dabei. Leider alles belegt. Und Wille hat mal wieder Schiffbruch mit seinem Klassiker erlitten, als er ne scharfe Wasserstoff-Braut fragte "Hast du Wasser in den Beinen?" "Wieso?" "Meine Wünschelrute schlägt aus!" Ausschlagen tat auch ihre Hand. An seine Wange. Was haben wir gelacht! Als ich dann noch Weidi von der HAZ an der Bar traf, soll ich wieder aufgefallen sein "Ihr seid Scheiße wie der HSV!" Ich kann mich an nichts mehr erinnern!
"Wie bin ich denn nach Hause gekommen?"
"Du wolltest noch fahren!" meinte Wille lachend. Scheibenkleister! Ich renne zum Fenster. Mein 924er, goldfarben mit Hammerspoiler. Liebhaberfahrzeug. Grade nen Monat in meinem Besitz. Verdammte Axt! Frontspoiler weggerissen und Motorhaube sieht aus, als wenn eine Hammerwerferin an ihm Zielübungen versucht hat. Jetzt weiß ich auch, warum der vorhin sich so lenken lies, wie ein Sack Sülze!
Klarer Fall - Wir müssen umziehen. Ich werde das mal anregen. Am besten in den Puls der Stadt. Steintor.
Das wäre beste Lage! Und die spießigen Hackfressen der HAZ müsste ich auch nicht mehr sehen!
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A r b e i t s z e u g n i s
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Autor : Markus
Datum : 30.06.2007
Herr Peter Neururer, geboren am 26. April 1955 in Marl, war vom 10. 11. 2005 bis zum 30.06.2007 beim Hannoverschen Sportverein von 1896 e. V. in der Fussballsparte als Vereinstrainer der ersten Herren tätig (vom 30.08.2006 an war er als externer Berater tätig).
Seine Aufgaben umfassten folgende Punkte:
Fitness-Aufrecherhaltung, Motivation und taktische Aufstellung der Mannschaft für den Bundesligaspielbetrieb, die Integration von Nachwuchsspieler und Akquise von adäquaten Ergänzungsspielern mit dem Gesamtziel eine wettbewerbsfähige Bundesligamannschaft zu generieren und zu erhalten.
Darüber hinaus nahm er freiwillig und aus eigenem Antrieb folgende Aufgaben wahr:
Motivationsarbeit der Amateurmannschaft von Hannover 96 für den Profifussball. Marketing- und Lobbyarbeit für den Verein in Zeitungen, Talk- und Spielshows. Beratende Tätigkeiten der deutschen Nationalmannschaft im Vorfeld und zur WM 2006 in Deutschland. Er agierte zudem vielfach als Bindeglied zwischen dem Verein und der Presse.
Herr Neururer nahm seine Tätigkeiten mit viel Tatendrang wahr. Er war mit seiner lockeren, kommikativen Art stets beliebt bei der Presse, Spielern und Fans. Er hatte zu jedem Thema stets eine fundierte Meinung parat. Die Belange der Mannschaft interessierten ihn sehr. Mit seiner humorvollen und sehr offensiv-kommunikativen Art versuchte Herr Neururer stets eine zielgerichtet-positive Arbeitsatmosphäre zu vermitteln.
Herr Neururer nahm die Tätigkeit, laut eigenen Angaben, als eine Herzensangelegenheit wahr. Er war bemüht, die an ihn gestellten Aufgaben zu unserer Zufriedenheit zu erledigen.
Betriebsbedingt können wir für Herr Neururer, mit seinen überragenden charakterlichen Fähigkeiten, leider auf Dauer keine geeignete Stelle mehr anbieten, die seinem Intellekt entspricht. Wir bedauern diesen Umstand und wünschen ihm, das er bei seiner Arbeitssuche endlich irgendwann einmal Glück hat und eine Aufgabe findet, die seinen Fähigkeiten entspricht.
I. A.
Die Rote Erleuchtung
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Neid ist die schönste Form der Anerkennung
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Autor : Daniel
Datum : 05.06.2007
Hallo Herr von Holt,
eine Sache müssen Sie uns wirklich einmal verraten: Wie ist das Gefühl, in der Redaktion einer hannoverschen Zeitung zu sitzen und zu sehen, wie der sportliche Feind Jahr um Jahr den Klassenerhalt in der Bundesliga schafft, während die eigenen Rumepltruppe - nun, formulieren wir es einmal freundlich: in der Belanglosigkeit zwischen Liga zwei und drei verschwindet?
Sie sind wirklich nicht zu beneiden: Fan von einem Verein, der die Bundesliga nur noch aus verstaubten Chroniken kennt, Redakteur bei einer Zeitung, die die Bild zu imitieren versucht und dabei sogar über's wenig erstrebenswerte Ziel hinausschießt und dann auch noch aus Ihrer Sicht gestraft mit Lesern, die einfach nicht belehrt werden können.
Herr von Holt, sind Sie vielleicht schon einmal auf die Idee gekommen, dass wir uns gar nicht von Ihnen belehren lassen wollen?! Ich zumindest habe da kein großes Bedürfnis nach. Denn Abstiege machen keinen Spaß. Aber das wissen Sie ja nur zu gut.
Erleuchtete Grüße!
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Autor : Daniel
Datum : 28.03.2007
Am heutigen Abend findet ein Testspiel zwischen den Nationalmannschaften Deutschlands und Dänemarks statt. Im Tor steht verdientermaßen endlich Deutschlands bester Torhüter Robert Enke.
Die HAZ schreibt in ihrer heutigen Ausgabe, er würde dabei die "nicht gerade spektakuläre Rückennummer" 23 tragen. Naturgemäß sieht die Rote Erleuchtung dies ein wenig anders. Die 23 ist die perfekte Rückennummer für Roberts Debüt im Nationaldress und zeigt klar, wohin sein Weg in Zukunft gehen wird. Vielleicht nicht zur universellen Weltherrschaft, wohl aber in Richtung bester Torhüter der Welt.
Viel Spaß und viel Erfolg heute Abend!
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Die Rote Erleuchtung gibt bekannt...
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Autor : Daniel
Datum : 18.03.2007
Am gestrigen Abend nach dem 0:0 gegen den hamburger sv tagte das Aufnahmegremium der Roten Erleuchtung, um Karsten, einen unserer derzeitigen Anwärter, genauer unter die Lupe zu nehmen.
Wir freuen uns bekanntzugeben, dass Karsten unseren Ansprüchen genügt und von nun an als Erleuchteter durch die Weltgeschichte schreiten darf.
Wir hoffen, dass du dich auch in Zukunft als würdig erweist, Karsten! Willkommen in unserem Kreise!
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Blick über den Tellerrand: Leipzig im Rinderwahn
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Autor : Daniel
Datum : 26.12.2006
Rückblick: Im Mai 2005 wurde es zur traurigen Gewissheit, dass Austria Salzburg vom Koffein-Brause-Konzern Red Bull aufgekauft, umgefärbt und in Red Bull Salzburg umbenannt werden sollte. Die Gier nach sportlichen Erfolgen und der neidische Blick zu den nördlichen und südlichen Nachbarn sorgte dafür, dass Fans ihren Verein verleugneten und die Firma mit den geschmolzenen Gummibärchen als zukünftigen Messias feierten.
Im März 2006 war dann der nächste Verein an der Reihe. Zwar spielte sich das nächste Drama bei den New York Metrostars in den weit entfernten und eh Kommerz-gewöhnten USA ab. Aber der Schritt über den Teich war ein klares Zeichen dafür, dass Red Bull in ein neues Zeitalter des Sponsorings im Fußball vorstoßen will.
Schon damals war zu befürchten, dass dieses Schicksal eines Tages auch den deutschen Fußball erreichen würde. Dass dieser Tag allerdings so schnell näher rücken würde, dürfte damals auch den größten Pessimisten nicht vorgeschwebt haben.
In den letzten Tagen und Wochen verdichteten sich immer mehr die Zeichen dafür, dass es nun auch einen deutschen Verein erwischen würde: Red Bull hat mit dem FC Sachsen Leipzig, vormals Chemie Leipzig, den perfekten Kandidaten gefunden, um auch hierzulande das Tor zur Vereinsumbenennung aufzustoßen. Eines muss man den Bullen dabei lassen: Sie gehen dabei mehr als genial vor. Denn der Kandidat für die Übernahme passt perfekt in das Profil, das die Marketing-Strategen aus Österreich erstellt haben dürften: Großstadt-Verein, unterklassig, finanziell mindestens marode.
Dass der Club in einer Großstadt beheimatet ist, ist in sofern wichtig für die Pläne, als dass man dort bereits ein entsprechendes Potential an Zuschauern vorfindet, die als Empfänger der Werbebotschaft dienen sollen. Natürlich hätte man da auch Vereine aus den ersten beiden Ligen wählen können. Doch dort die Fans auf die Seite der Firma zu ziehen, wäre ungleich schwieriger.
Hier greift nämlich das zweite Auswahlkriterium: Der sportliche Misserfolg. Während bei Austria Salzburg die Gier nach internationalem Fußball, die in Österreich allgegenwärtig sein soll, ausschlaggebender Punkt für die Akzeptanz vieler Kunden gegenüber der Vereinsübernahme gewesen sein dürfte, ist es in Leipzig die Gier nach Bundesliga-Fußball. Da der Verein finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet ist (Punkt drei), wird also ein finanzstarker Sponsor gesucht, durch den dann alles gut werden soll.
Ein Blick in das Forum der Leipziger lässt es einem eiskalt den Rücken herunterlaufen. Bei vielen Schreibern dort kann man nicht einmal mehr von einer Akzeptanz sprechen, die Red Bull entgegengebracht wird. Vielmehr wird der zukünftige Namensgeber mit offenen Armen empfangen.
Die Kritiker der Übernahme, die es glücklicherweise gibt, mahnen an, dass Geld keine Tore schießen würde und selbst wenn der Plan aufginge, der Verein dann nicht mehr ihr Verein sei. Die Reaktionen darauf sind irgendwo zwischen krude und abartig anzusiedeln.
Einige meinen tatsächlich, dass Geld sehr wohl Tore schieße. Man müsse sich schließlich nur in Mailand, Barcelona oder München umsehen, um festzustellen, dass dem so sei. Dass bei diesen Vereinen jahrzehntelange harte Arbeit vorangegangen ist und das Geld erarbeitet wurde, wird ebenso ausgeblendet wie die Tatsache, dass diese Vereine ihre Identität dabei behalten haben. Aber gut, vielleicht haben sie ja auch Recht: Schließlich ist die logische Fortsetzung der "Reihe Mailand, Barcelona, München" ja Leipzig. Was auch sonst?
Das kann man allerdings noch irgendwie mit Größenwahn und Dummheit erklären und vielleicht sogar entschuldigen. Bitter wird es jedoch, wenn man lesen darf, dass es einigen Leuten egal sei, wie der Verein heißt, der unten auf dem Grün spielt - Hauptsache Erfolg, Hauptsache erste Liga.
Man kann nur darauf hoffen, dass der Karren in Leipzig komplett an die Wand gefahren wird und Red Bull sich nach ausbleibenden sportlichen Erfolg möglichst schnell zurückzieht. Zurückbleiben würde ein Scherbenhaufen, der ein Fall für ein Insolvenzverfahren wäre.
Sollten die Pläne jedoch erfolgreich enden, ergäbe sich ein Schreckenszenario für jeden Fußballfan. Denn dann wäre es nur noch eine Frage der Zeit, bis es im Fußball so aussähe wie im Basketball, wo bereits vor Jahren die Vereinsnamen durch Firmennamen ersetzt worden sind. Besser geworden ist dadurch auch nichts: Denn wenn erst einmal alle Verein umbenannt sind, ist der status quo wieder hergestellt; mit dem Unterschied, dass die Identität der Verein verschwunden ist und die Konten der Spieler noch voller werden.
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Autor : Daniel
Datum : 04.12.2006
2002 erschien im "Verlag Die Werkstatt" das Buch "Festtage an der Leine - Die Geschichte von Hannover 96". Unter den 96-Fans dürfte dieses Buch als das Standardwerk über die Roten gelten. Inzwischen ist die Geschichte ein wenig fortgeschritten und für das Autoren-Team bestehend aus Hardy Grüne und den Redakteuren der Notbremse galt es, die neuen Kapitel in der Vereinsgeschichte zu Papier zu bringen.
Der Titel des neuen Buches ist dabei ein wenig verkürzt worden: "Die Roten - Die Geschichte von Hannover 96" ist nun auf dem Einband neben den Fotos zu lesen.
Inhaltlich sind die beiden Versionen der Geschichtsschreibung über Hannover 96 naturgemäß im Großen und Ganzen identisch. Allerdings wurden die Texte an vielen Stellen überarbeitet und erweitert. Dazu kommen viele neue Zeilen über die letzten vier Jahre der Vereins- und Bundesliga-Geschichte von Hannover 96. Auch Spieler der jüngeren Vereinsgeschichte werden in Kurzportraits vorgestellt. Leider - und das ist ein kleines Manko - deutlich ausführlicher als die Stars der Vergangenheit. Ein Helmut Geruschke - immerhin Spieler der Meistermannschaft von 1954 - hat sicherlich mehr Zeilen verdient als die Fußball-Nomade Fredi Bobic.
Erfreulich für Zahlen-Fetischisten dürfte dagegen der ausgedehnte Statistik-Teil sein, in dem es nun - soweit bekannt - auf neun Seiten eine Übersicht über die Spieler der Roten gibt; und aus der Platzierungsübersicht seit der Saison 63/64 ist nun ein Sammelsorium von Tabellen und Ergebnissen seit 1913 geworden.
Wer die "Festtage" bereits im Regal oder auf dem 96-Altar stehen hat, darf durchaus ein wenig darüber nachdenken, ob die Version 2.0 des Buches zwingend angeschafft werden muss. All denjenigen, die sich als 96-Fans bezeichnen und noch nicht das Nachschlagewerk über ihren Verein besitzen, sei allerdings der Kauf der neuen Version wärmstens empfohlen.
Hardy Grüne & Die Notbremse - Die Roten - Die Geschichte von Hannover 96
Verlag Die Werkstatt
416 Seiten
ISBN-10: 3-89533-537-1
Preis: 24,90 EUR
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Autor : Daniel
Datum : 27.10.2005
klick für Bild
Wenn wir hier schon in letzter Zeit ein wenig mit den Spielberichten schlampen, so wollen wir doch wenigstens mal wieder mit einem Bild unseres Stadions überzeugen. Leider ist es ein wenig unscharf geworden, aber das sollte die Schönheit unseres Stadions nicht schmälern...
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Autor : Daniel
Datum : 08.06.2005
34 Spiele, 9 Siege, 2 Unentschieden und 23 Niederlagen bei einer Torquote von 39:79. So liest sich die atemberaubende Statistik des Braunschweiger Turn- und Sportvereins Eintracht in der Abstiegssaison 1984/85.
Seit dem 8. Juni 1985 17:15, also seit exakt 20 Jahren, ist die Deutsche Fußball Bundesliga somit pockenfrei und genießt die wohlverdiente Ruhe vor den bemitleidenswerten Rumpelfüßlern und ihrer Anhängerschaft aus der ost-niedersächsischen Provinz.
Der BTSV ist der einzige Verein in den Top 25 der ewigen Tabelle der Bundesliga, der in den letzten 20 Jahren nicht mehr in der Bundesliga gesehen wurde. Eine reife Leistung, die ihresgleichen sucht!
Wir gratulieren an dieser Stelle uns, unserem Verein und allen anderen Bundesligisten der letzten 20 Spielzeiten, die seit diesem denkwürdigen Augenblick Braunschweig nur noch als blütenweißen Fleck auf der Bundesligakarte kennen und wünschen aus ganzem Herzen dem Verein und den bemitleidenswerten Anhängern der unaussprechlichen Kloppertruppe auch für die nächsten 20 Jahren diese Kontinuität.
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Aus der Luft gegriffen...
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Autor : Daniel
Datum : 03.05.2005
... zu den Bildern
Endlich ist es mal wieder so weit! Es gibt ein paar neue Luftbilder von Deutschlands schönstem Stadion. Wie üblich danken wir an dieser Stelle Jan, der uns diese tollen Aufnahmen besorgt hat.
Neben den üblichen Bildern im Webformat gibt es dieses Mal auch noch eine schöne Tapete für den Desktop.
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Autor : Daniel
Datum : 24.04.2005
... zu den Panoramen
Hat ja ein wenig gedauert, aber es ist vollbracht: Eine neue Panorama-Aufnahme des Niedersachsenstradion ist online. Sie zeigt das Stadion im finalen Zustand vom Unterrang West aus. Außerdem hat Markus eine kleine Animation zurecht gebastelt, die den Wandel des alten Niedersachsenstadions hin zur WM-tauglichen Arena zeigt.
Last but not least gibt's obendrein noch ein Panorama des Mainzer "Stadion am Bruchweg".
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Autor : Daniel
Datum : 01.02.2005
... die neusten Luftbilder
Es ist vollbracht! Am 23. Januar wurde das Niedersachsenstadion offiziell als Vorspiel zur bitteren 0:3-Pleite gegen Leverkusen eingeweiht.
Wenige Stunden vor Anpfiff ist unser Luftbilder-Lieferant mal wieder in die Luft gegangen und hat uns drei wunderschöne Bilder des komplett umgebauten Stadions geliefert. Jetzt fehlt nur noch das Verwaltungsgebäude für die Vereinsführung und schon können endlich wieder alle Zuschauer ins Stadion tingeln, ohne sich Sorgen um die guten Schuhe machen zu müssen.
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...Wer tief fällt kann hoch springen...
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Autor : Markus
Datum : 04.11.2004
"So! Spieltagsbereinigt müssen wir nur noch 90 mal hintereinander gewinnen und dann haben wir es gepackt!" So oder ähnlich könnte sich Lienen in der Kabine nach dem letzten Spiel geäußert haben. Der geneigte 96-Fan geht natürlich davon aus, das Lienen das Husarenstück schaffen will 96x zu gewinnen. Okay, 96x ohne Niederlage würde uns schon reichen, aber bei 6 Siegen in Folge wird man doch wohl träumen dürfen... Jedenfalls hat man den Eindruck, das sie dieses Ziel erreichen wollen, so rasant wie unsere Helden kicken.
Meister Lienen hat jedenfalls wie ein Formel 1 - Chefmechaniker die richtige Abstimmung gefunden:
Passten doch zunächst nach dem Start nicht alle neuen Teile in den Motor. So hatte der Wagen nämlich in den ersten Runden zum einen mit schwierigen Gegnern, zum anderen auch mit einer viel zu niedrigen Drehzahl zu kämpfen. Er fuhr einfach zu defensiv. Wenn man kein Gas gibt kann man nicht überholen!
So fiel der Wagen in der Platzierung zurück und es wuchs der Druck bereits immens in den ersten Runden: Sollte es der Mechaniker nicht schaffen, den Wagen so fit zu machen, das er wenigstens am hanseatischen Ostprodukt mit Motoraussetzern vorbeizieht, sollte der Chefmechaniker ausgewechselt werden. So pfeiften es zumindest die Piratensender (Andreas Schwalleke, Piratensender Ungelenk) über Funk.
Doch welchen genialen Schachzug machte er daraufhin: Er nahm einfach altbewährte Teile (die der Teamchef eigentlich schon wegschmeissen wollte, weil diese bei Feuchtigkeit desöfteren Aussetzer hatten) stimmte diese auf den aktuellen Motor ab, und plötzlich gelang die Sensation:
Der Wagen zeigte plötzlich beim Gasgeben ein Potenzial, das es ihn fast aus der Bahn warf, so zog er an! Lief er vorher manchmal nur fast im Leerlauf, zeigte er nun vollen Leisungsschub, wie man ihn in den letzten zwei Jahren der Formel 1 Zugehörigkeit noch nie erlebte! Runde um Runde nahm er der Konkurrenz im Schnitt immer 3 Sekunden ab und überholte Konkurrenten ohne Gnade. Selbst der Spitzenreiter, welcher ein Wolfsburger Labor-Prototyp darstellt (mit Argentinischen Leichtlauf-Turbolader) wurde von ihm gnadenlos ausgebremst und zumindest im direkten Duell deklassiert! Das gleiche passierte mit dem Opel Werkswagen. Sie wurden beide vor heimischen Publikum in der Niedersachsenkurve in Grund und Boden gefahren!
Jetzt kommt der bayowarische Reihen-Meister-Sechzylinder, der noch ganz nah hinter dem Heck hängt. Wird man ihn abschütteln können...?
Als 96-Fan jedenfalls scheint momentan stets die Sonne aus dem Hintern. Und die/der Liebste hat auch etwas davon: Mussten diese die nicht selten niedergeschlagenen 96er/innen nach diversen Spielen mit zärtlichen Massagen oder ähnlich trösten, so bleiben jetzt die Hände zart, weil arbeitsaufwendiger Aufmunterung nicht nötig. Ein Blick auf die Tabelle und aus Nase, Ohren, Mund fließen bei ihm/ihr die Glückshormone... Also Tabelle ausdrucken und übers Bett hängen! Obwohl: Wozu nur Sex? Gibt doch Sex-Und-Neunzig!
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Autor : Daniel
Datum : 17.10.2004
Wir haben es mal wieder geschafft uns zu vermehren. Nach einem langen Aufnahmeverfahren und vielen Stunden der Prüfung hat es Birgit geschafft, in unseren erlesenen Kreis aufgenommen zu werden. Wir setzten unser volles Vertrauen darin, dass du uns keine Schande als Mitglied Nummer vierzehn machen wirst!
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Autor : Daniel
Datum : 02.10.2004
Offensichtlich tut sich auf dieser Seite im Augenblick relativ wenig. Ich persönlich sehe da einen kausalen Zusammenhang zur Spielweise der Roten, die zumindest mich nicht gerade zum Schreiben inspiriert.
Wenn der Mann mit den Zetteln weg ist oder endlich einigermaßen schönen oder zumindest erfolgreichen Fußball spielen lässt, werd ich mich wohl auch wieder dazu herablassen meine unumstößliche Meinung zu den Spielen niederzuschreiben.
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Autor : Daniel
Datum : 13.09.2004
Stadionpanoramen
Mittlerweile sind ja auch wir als 96-Fans in den Genuss gekommen, viele schöne Bundesliga-Stadien sehen zu dürfen. Leider durften wir jedoch diese modernen und zuschauerfreundlichen Bauten immer nur einmal pro Saison sehen; nämlich dann, wenn unsere Roten zu Gast in Hamburg, Wolfsburg oder auf Schalke waren. Das wird sich nun aber ändern!
Denn gestern war endlich der große Augenblick: Zwar ist das neu erbaute bzw. umgebaute Niedersachsenstadion noch nicht komplett fertiggestellt. Aber der Rohbau wurde gestern anlässlich der Bundesligabegegnung zwischen unseren Roten und dem Sportclub aus Freiburg das erste Mal in Beschlag genommen.
Da ich gestern als einer der ersten Fans im Stadion war, um dort meine Frohndienste für die Rote Kurve zu verrichten, kam ich zwei Stunden vor Anpfiff in den Genuss, meinen Block zu betreten um einen nahezu menschenleeren Prachtbau bewundern zu dürfen. Das Panorama, das sich mir bot, ließ mir wirklich den Atem stocken!
Endlich sind die Zeiten der "Baustelle Niedersachsenstadion" vorbei und wir dürfen uns mindestens 17 mal pro Saison darüber freuen, in was für ein schönes Stadion wir nun gehen dürfen - wenn auch zu den wohl unverschämtesten Preisen der Liga.
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Autor : Daniel
Datum : 23.08.2004
... zu den Bildern
Es gibt mal wieder neue Luftbilder des Stadions bei uns zu bestaunen. Nur noch 20 Tage und wir können unseren neuen Fußball-Tempel von innen bewundern...
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Autor : Daniel
Datum : 15.08.2004
Seit gestern ist es offiziell: Die Rote Erleuchtung hat den Mitgliederstamm erweitert. Mit Vanessa ist das 13. Mitglied in unseren Reihen angekommen.
Mach uns keine Schande!
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Autor : Daniel
Datum : 11.08.2004
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Autor : Daniel
Datum : 10.08.2004
... zu den Umbaubildern
Bekanntlich gibt es nur eine Homepage, die regelmäßg Luftbilder in hoher Qualität vom Umbau des Niedersachsenstadions liefert – und das sind wir!
Heute ist es wieder einmal so weit: Unser Lieferant (Danke!) hat seinen Fotografen (nochmal Danke!) in die Luft gejagt und uns eine schöne Bilderserie vom Anflug auf unser neues, altes Stadion geliefert.
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Autor : Daniel
Datum : 05.08.2004
Kinders, wie die Zeit vergeht!
Wir schreiben das Jahr 2004 und unsere heißgeliebten Roten schicken sich an, zum dritten Mal in Folge das Unternehmen "Klassenerhalt und gerne auch mehr" in Angriff zu nehmen. In diesem Jahr beginnt die Saison allerdings nicht mehr unter der Regie von Trainer Ralf Rangnick, der ja bekanntlich in der letzten Spielzeit seinen Hut nehmen und den Platz für einen neuen Chefcoach räumen musste.
Ewald Lienen heißt seit dem Rausschmiss Rangnicks der neue Mann auf der Bank der Roten. Und dieser Ewald Lienen wird in den kommenden Spielen beweisen müssen, ob er nur dazu fähig ist, Teams vor dem Abstieg zu retten (nochmals: Danke dafür!) oder ob er auch dazu in der Lage ist, ein Mannschaft aufzubauen, die in der Bundesliga bestehen kann.
Wird es nur destuktiven Betonfußball geben? Oder wird der Gegner auch ab und an an die Wand gespielt werden? Die Neuverpflichtungen lassen zumindest darauf hoffen, dass der Mann mit der schlimmsten Fleischwunde der Fußballgeschichte nicht nur die Defensivvariante wählen wird. Denn neben Michael Tarnat, der die linke Abwehrseite stärken soll, und dem neuen Torhüter-Duo Enke/Juric wurden mit Roman Wallner, "Quillo" Barnetta, Leandro und Ricardo Sousa Spieler verpflichtet, die ganz klar ihre Stärken in der Offensive haben.
Damit dürfte zumindest klar sein, dass wenigstens gegen spielschwächere Gegner attraktiver Fußball nicht auszuschließen ist. Was jedoch erwartet uns Fans gegen die starken Teams der Liga? Wie wird Lienen gegen Bayern und Dortmund spielen lassen? Oder aber in gut 48 Stunden gegen Bayer 04 Leverkusen?
In der heutigen Pressekonferrenz hat Lienen schon einmal eine Sache klar gestellt: Als Mannschaft tritt man bei jeder Partie mit exakt einem Ziel an. Gewinnen! Ob es am Samstag klappt? Man darf gespannt sein. Wir sind auf jeden Fall:
Klar zum Entern!
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