Hessen – Hannover 2:0 … ich glaube, es reicht dann jetzt auch.

Ob man nun die Heimpartie gegen Frankfurt, das Pokalspiel in Darmstadt oder von mir aus auch die ganzen Spiele zuvor hernimmt …

… der Fussball, den Frontzeck da spielen lässt, müsste im Ergebnis wenigstens etwas erfolgreicher sein, damit er erträglich wird.

Man erwartet ja gar keine Wunderdinge, aber dann eben doch mehr, als einem da seitens Hannover 96 momentan geboten wird.

Selbst bei einem Rückstand (wie gg. Frankfurt) hört die Mannschaft ja nicht auf, zu verteidigen und dennoch fallen Gegentore, wie es sie eigentlich niemals geben darf. So auch gestern am Böllernfalltor und auch hier schon wieder gegen einen solch limitierten Gegner, welcher die Roten mit den einfachsten Mitteln fussballerisch aufs Kreuz legen kann.

Umbruch? Naja, gut. Mehr Zeit? Meinetwegen. Wenn man aber doch nur wenigstens mal einen wirklichen Fortschritt erkennen könnte!

Frontzeck hat dieser Mannschaft und den einzelnen Spielern das Vertrauen ausgesprochen, sie zahlt es ihm aber nicht zurück.

So limitiert, wie sie gerne geschrieben werden, sind die einzelnen Spieler dabei eigentlich gar nicht … trotzdem wird einem immer mehr offenbar, dass dieser Kader insgesamt viel zu dünn besetzt ist.

Allerdings stecken die Spieler auf dem Platz auch stets in einem engen Korsett.

Der Umstand, dass da kein Idee von schwungvollem Fussball zu sehen ist, ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass der Trainer eine deutich defensiv ausgerichtete Taktik spielen lässt.

Diese ist derzeit vor allem eines, nämlich äußerst unattraktiv. Genau deswegen muss es im Ergebnis weitaus besser werden … ansonsten wird Frontzeck auch in Hannover sehr schnell scheitern.

Seine Bitte um Zeit wird bereits jetzt immer mehr zu einem Pfeiffen im Walde, denn es gibt für den interessierten Beobachter keine erkennbaren Veränderungen zu einem Besseren.

Ich persönlich verstehe aber auch die Spieler nicht. Denn was das Training und die Regeneration angeht, befinden sie sich bei dem Trainer Frontzeck sozusagen im Paradies. Die Gefahr, dass als nächstes jemand kommt, der ihnen zeigt, wo der Schrank mit den Medizinbällen steht, ist nicht gerade unrealitstisch.

Hoffenheim lässt grüssen.

Genau deswegen wäre ich als Spieler bzw. als Mannschaft doch eher darauf bedacht, mir die angenehmen Dinge im Leben eher zu bewahren.

Andererseits scheinen zuviele Spieler momentan in einem Leistungsloch gefangen und dafür ist dann letztendlich auch der sportliche Leiter verantwortlich.

Wie auch immer … diese Saison wird so oder so ein Ritt auf der Rasierklinge. Nicht auszudenken, was passiert, wenn sich beispielsweise ein Kiyotake langfristig verletzen würde.

Dufner und Kind … das sind zwar die eigentlichen Ansprechpartner im Hinblick auf die Verantwortlichkeit und Frontzeck ist irgendwie auch nur ’ne arme Sau. Aber er verliert jetzt gerade genau das, was ihn bisher so ausgezeichnet und uns in der letzten Saison vorm Abstieg bewahrt hat.

Seine Ruhe und Souveränität.

Im letzten Spieljahr war es dahingehend aber auch einfach für ihn, denn mit dem Scheiss der letzten Serie hatte er ja gar nichts zu tun und für einen Abstieg wäre er in diesem Moment nicht verantwortlich gewesen.

Letztendlich kommt er selbst aber aus seinem eigenen Teufelskreis nicht heraus und deswegen wird es mit ihm auch in Hannover so enden, wie bei seinen anderen Stationen …

… kurzfristig erfolgreich, langfristig erfolglos.

Bevor ich also auf einmal nicht mehr dazu komme, lieber schon jetzt:

Auf Wiedersehen, Michael. Danke und Alles Gute!

The End

Mer losse d’r Dom in Kölle, doch de Punkte nehm mer mit!

Was für eine Auswärtstour! Drei Punkte, stinkwütende Kölner Heimfans und ein lautstarker, bunter Auswärtsmob. Aber von Anfang an:

Morgens ging es mit meinem Bruder zusammen gen Rheinland. Auf dem Weg hatte ich einfach ein gutes Gefühl und das reizte zum Risiko: Meine Wenigkeit haute mal richtig einen raus und lies sich sogar auf eine Bierkistenwette mit Björn im sozialen Netzwerk ein, da ich mir irgendwie sicher war, dass nichts schiefgehen kann und unsere Jungs den Dreier holen und mir damit die Kiste sicherten. Erst mal mit Matthi in NRW ein paar Flohmärkte abgeklappert, kamen wir dann kurz vor dem Spiel in der Domstadt relativ staufrei an. Und dann standen wir in einen prall gefüllten Stehblock:

Es ist schon eine ziemliche Weltidee der Kölner, den Gästeblock im unteren Bereich mit einer großen Plattform zu gestalten. So war gesichert, dass man statt Strafraumszenen stattliche Schultern zu sehen bekam.

Das spiegelt nicht die ganze Wahrheit wider. Die Kamera halte ich da hoch.

Nach oben durchkämpfen konnten wir uns nicht, da der Block voll war. So haben wir die Torraumszenen nicht gut erkennen können, erahnten diese aber an den Reaktionen der Kölner Fans. Am meisten bekamen wir das Mittelfeldgeplänkel mit. Und: Wir setzten um uns herum das Durchschnittsalter bedenklich hoch.

Und auch wenn man vom Spiel nicht viele Details sehen konnte, merkte man schnell, dass Köln doch sehr stark auf die Offensive setzte und bei uns solide frontzeksche Mauerarbeit das Werk doch effektiv verrichtete. Es ähnelte den somit den ersten Spielen. Mit einem Unterschied: Der typische Abwehrpatzer blieb aus. Und Zieler schienen, noch stärker als gegen die Fischköppe, zwei weitere Arme zu wachsen. Er bachte über die gesamte Spielzeit mit mehreren Glanzparaden die Stürmer und die Heimfans zur Verzweiflung.

Die Szene des Spieltages entstand in der 38. Minute: Kyotake brachte einen Eckball auf Schulz, welcher in Richtung Fünfmeterraum verlängerte; der Torwart fälschte vor dem einrutschenden Andreasen ab und dieser schob verdutzt den Ball mit dem Arm ins Tor ein und wurde für ein Wochenende zur Persona non Grata, da das Tor vom Schiri gegeben wurde.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Natürlich war der Treffer irregulär und der Sieg dadurch absolut glücklich. Ich kann den Ärger darüber nachvollziehen. Aber so etwas kommt eben vor. Die Folgen waren dann aber eine ziemliche Hysterie: Was hat sich die Presse moralinsauer über den „Handskandal“ echauffiert und insbesondere der Kölner Express machte dabei ein Fass auf. Ausgerechnet Diejenigen, die noch Wochen vorher bei einem zu unrecht gegebenen und krass geschundenen Elfmeter beim HSV titelten: „hier stolpert Anthony Modeste den 1.FC Köln ins Glück“. Doppelmoral pur. Aber auch andere Medien verurteilten Andreasen, da er den Schiedsrichter nicht von auf dessen Fehlentscheidung hinwies, und brachten, wie der Kicker, als Beispiel Marius Ebbers, welcher 2011 in der Partie gegen Union Berlin dem Schiedsrichter gegenüber ein Handtor zugab. Was aber hier vergessen wird: Ebbers tat es auf Nachfrage des Schiedsrichters. Und ich bin mir sicher, dass Andreasen dann das Handspiel zugegeben hätte, wenn der Schiedsrichter ihn denn gefragt hätte. Wäre es auf Nachfrage abgestritten worden, könnte ich die Aufregung verstehen, aber so ist es nicht nachvollziehbar.

Es kann passieren, dass das Schiedsrichtergespann das Zustandekommen des Treffers nicht mitbekommt. Dann sollten sie aber beim Spieler nachfragen. Es ist nicht die Pflicht des Spielers, den Schiedsrichter darauf hinzuweisen wenn dieser seine Entscheidung klar trifft. Insbesondere in unserer Situation ist es absolut nachvollziehbar, dass Andreasen sich nicht für den Fairplaypreis anmeldete. Wenn man das Schnauzehalten verurteilt, dann sollte man auch jeden Elfmeterschinder anprangern. Folgerichtig wurden heute die Ermittlungen des DFB gegen Andreasen eingestellt.

Ausgelassenes Feiern im Gästefanblock.

Wie dem auch sei: Mit dem Tor im Rücken war es für uns eine Freude zu sehen, wie sich die Kölner Minute um Minute mehr über den Schiedsrichter, die Ungerechtigkeit der Welt und einem gnadenlosen Zieler aufregten, der in seiner Geburtstadt nicht nur jeden Schuss mit Glanz parierte (Kickernote glatt 1), sondern auch noch die Heimfans mit seinem legalen aber fiesen Zeitspiel zur Weißglut brachte. Wir haben lautstark gefeiert und sehnten uns den Abfiff herbei. Beim Selbigen lagen sich alle in den Armen – Endlich erst mal von den Abstiegsrängen weg!

Die Lage ist zwar noch immer ernst, aber man kann endlich mal durchschnaufen. Man wird sehen, wie sich das weiter entwickelt. Auf jeden Fall wird die gewonnene Kiste Bier schmecken.

…weil ich sie nicht mag!

Was soll man schreiben Woche für Woche? Die Leistung der Roten kritisieren? Zu einfach…und vor allem ausgelutscht! Versuchen wir was Anderes:

Bei bestem Vereinigungswetter gehts mal wieder in heimische Rund. Der Auftritt in WOB war durchaus ok…so hoffen wir auf den 1. Heimsieg…vor allem weils gegen die Fische geht. Die Sonne lacht…der Bierdurst ist groß…doch leider spielt das Courtyard nicht mit: Volle Terrasse, 8 Bedienstete und die Wartezeit für ein Bier beträgt schlanke 20 Minuten! Große Kännchen nur draußen? Dauert uns zu lange…also rein…zum vermeintlichen „Stammtisch“ („Eule hat aber gesagt…!“)…, aber die Altherren-Riege sitzt lieber drinnen…wir nicht…also was solls: Im Stadion gibt es schließlich auch Bier. So stehen wir tatsächlich schon um 1420 an der Bierbude und zechen fröhlich…

Fußball gibts auch noch: Bremen skandiert: Die Nummer 1 im Norden sind wir….na sowas…schon scheisse, wenn Wolfsburg dann doch noch vor einem steht! Der SVW bis zum 16er ganz passabel…dann Blind. Zieler hat einen Bombentag erwischt (sollte öfter nicht nominiert werden…macht vielleicht die Birne frei!)…Apropros Birne: Diese hält Sanè in der 55 Minute hin…Klatsch Bude….1:0…die Bremer sind plötzlich stumm wie die Fische. Abpfiff! Sieg! Passt! Auch mal dreckich gewinnen….und den Bremern erstmal fleissig den Finger gezeigt…es gibt einfach Riegen die mag man nicht…einfach nur so…! Oder aus gutem Grund…!