1-1 in WOB

Acht Mann zählte die Reisegruppe am vergangenen Samstag, darunter vier Erleuchtete, welche sich auf dem Weg einig waren … der eigenen Mannschaft eine Niederlage zu wünschen, dass bekommt man nicht hin. Egal wofür es gut wäre, es geht einfach nicht. Erst recht nicht in Wolfsburg.

Das einzig positive Wort, was man überhaupt zu dieser beschissenen-hässlichen Betonsiedlung verlieren könnte, hätte mit dem italienischen Restaurant zu tun, welches uns auch in dieser Saison einwandfrei bewirtet hat. Ob wir in der nächsten Serie wiederkommen, muss man zwar erstmal abwarten, aber an uns soll es nicht liegen.

Das Spiel ist eigentlich schnell erzählt: Wir halten uns ganz gut und Wolfsburg macht zu wenig, um den eigenen Ansprüchen zu genügen. Am Ende verdient sich 96 einen Punkt, in den letzten Minuten dann doch noch mit etwas Glück. Besondere Buden gelingen den Roten in dieser Rappelkiste namens Volkswagen Arena auch besonders gut, diesmal durfte (anstatt Sané) Kiyotake mit einer artistischen Einlage und einem Hammertor glänzen.

Ohne diesen Japaner wäre 96 momentan wohl verloren, vor allem in der Offensive. Wie auch immer, die bekackten Bremer müssen im nächsten Spiel unten reingezogen werden. Sonst nützt einem solch ein Auftritt und ein Punkt wie der aus Wolfsburg nichts.

Am Ende des Tages saß man bei leckerem Essen und Getränken noch beim Geburtstagskind Björn zusammen und sinnierte über das Spiel, das Unentschieden und wie es weitergehen könnte (siehe oben).

Mein Spruch dazu fehlt noch:

Das nächste Spiel ist immer das schwerste … auf gehts 96, kämpfen und siegen!

1 für 5 – Als Lokführer gratis zu 96!

Dass Wolfsburg keine Reise wert ist, ist eigentlich kein Geheimnis. Das einzige, was diese Stadt zu bieten hat, ist eine unendliche Menge an Tristesse und eine kleine Produktionsstätte für Spießigkeit auf vier Rädern.

Kaum jemand dürfte wirklich freiwillig in Wolfsburg halt machen. Gezwungen werden dazu jedoch Fans der Vereine, die gegen den ortsansässigen Werksklub antreten müssen, Schüler, die von ihren Lehrern ins Phaeno geschleppt werden – und Lokführer. Die armen Hunde müssen teilweise mehrfach am Tag für schier unendliche Minuten hier verweilen. Dass Bummelzugführer dieses harte Los ereilt, ist verständlich. Schließlich soll auch die tiefste Provinz eine Anbindung an den nächsten größeren Bahnhof haben.Warum jedoch ICE-Züge hier halt machen sollen, erschließt sich uns nicht.

Ähnlich scheinen das auch einige Lokführer von ICE in der Vergangenheit gesehen zu haben. Sie rasten einfach durch Wolfsburg durch, was als Akt der Menschlichkeit gegenüber den Personen anzusehen ist, die dort aussteigen wollten. Die Stadt Wolfsburg fand das naturgemäß nicht so lustig, der Werksverein auch nicht. Letzterer entschloss sich dazu, die Zugführer damit zu motivieren, in der Pampa zu halten, indem man für eine gewisse Anzahl von planmäßigen (!) Stopps Freikarten für ein Spiel der lustigen Magath-Truppe auslobte. Ob und wie viele Lokführer auf diese billige Anmache hereingefallen sind, wissen wir nicht. Fakt ist jedenfalls, dass auch nach Bekanntgabe der Aktion noch mindestens ein ICE durch Wolfsburg durchgerauscht ist.

Bonusheft für Lokführer

Bonusheft für Lokführer

Die Idee finden wir gut, die Umsetzung dagegen scheint aus unserer Sicht falsche Anreize zu setzen.Schließlich sollte Schaden vermieden und nicht zugefügt werden.

Deshalb hat sich Die Rote Erleuchtung dazu entschlossen, dem ICE-Lokführer, der als erstes fünf planmäßige Stopps in Wolfsburg nachweislich ignoriert, ein Spiel in einer wirklich schönen Stadt bei einem wirklich sehenswerten Verein zu sponsern – Bier und Bratwurst sind natürlich inklusive.

Einfach das obige Bonusheft ausdrucken und ausfüllen (Zeitungsartikel und Dienstnachweis zur lückenlosen Dokumentation beifügen) und schon gibt es einmal Fußballgenuss für lau. Das Spiel kann natürlich frei ausgewählt werden, sofern noch freie Kontingente verfügbar sind.

Wer bremst, verliert!